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Nicole Schmidhofer

österreichische Skirennläuferin
Nicole Schmidhofer Ski Alpin
Nicole Schmidhofer in Garmisch 2017
Nicole Schmidhofer in Garmisch 2017
Nation OsterreichÖsterreich Österreich
Geburtstag 15. März 1989 (30 Jahre)
Geburtsort Friesach, Österreich
Größe 158 cm
Gewicht 64 kg
Karriere
Disziplin Abfahrt, Super-G
Verein Union SC Schönberg-Lachtal
Status aktiv
Medaillenspiegel
Alpine Ski-WM 1 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
Junioren-WM 2 × Gold 1 × Silber 2 × Bronze
FIS Alpine Skiweltmeisterschaften
0Gold0 St. Moritz 2017 Super-G
FIS Alpine Ski-Juniorenweltmeisterschaften
0Gold0 Altenmarkt 2007 Super-G
0Gold0 Altenmarkt 2007 Riesenslalom
0Silber0 Altenmarkt 2007 Kombination
0Bronze0 Altenmarkt 2007 Abfahrt
0Bronze0 Garmisch-Partenk. 2009 Abfahrt
Platzierungen im Alpinen Skiweltcup
 Einzel-Weltcupdebüt 15. März 2007
 Einzel-Weltcupsiege 3
 Gesamtweltcup 5. (2018/19)
 Abfahrtsweltcup 1. (2018/19)
 Super-G-Weltcup 2. (2018/19)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 Abfahrt 2 2 1
 Super-G 1 2 2
letzte Änderung: 17. März 2019

Nicole „Nici“ Schmidhofer (* 15. März 1989 in Friesach, Kärnten) ist eine österreichische Skirennläuferin aus Schönberg-Lachtal in der Steiermark. Sie startet im Weltcup hauptsächlich in den Disziplinen Abfahrt und Super-G. Ihre bislang größten Erfolge sind der Super-G-Weltmeistertitel im Jahr 2017 und der Sieg im Abfahrtsweltcup der Saison 2018/19.

Inhaltsverzeichnis

BiografieBearbeiten

Bei der Juniorenweltmeisterschaft 2007 in Altenmarkt-Zauchensee und Flachau wurde Schmidhofer zweifache Juniorenweltmeisterin im Super-G und im Riesenslalom, gewann die Silbermedaille in der Kombination und die Bronzemedaille in der Abfahrt. Daraufhin konnte sie Mitte März 2007 beim Saisonfinale in Lenzerheide ihre ersten beiden Rennen im Weltcup bestreiten und mit Platz 14 im Super-G ihre ersten Weltcuppunkte holen. Am 28. und 29. März 2007 gewann sie in Innerkrems die Österreichischen Meisterschaften in der Abfahrt und im Super-G.

 
Nicole Schmidhofer (2008)

In der Saison 2007/08 ging Schmidhofer bei zwei Weltcupabfahrten an den Start und holte dabei mit Platz 28 in St. Anton ihre einzigen Weltcuppunkte. Besser lief es hingegen im Europacup, wo Schmidhofer ihr erstes Rennen mit der Abfahrt in Tarvis gewann und zudem jeweils Dritte in der Abfahrt und im Super-G in Caspoggio wurde. Damit belegte sie in der Saison 2007/08 Rang drei in der Abfahrtswertung und Platz vier in der Super-G-Wertung. In der Saison 2008/09 kam sie im Weltcup außer beim Saisonfinale in allen Abfahrten und Super-Gs zum Einsatz und konnte sich im Super-G viermal unter den schnellsten 20 klassieren. In Saalbach-Hinterglemm wurde sie am 23. März 2009 zum zweiten Mal Österreichische Meisterin im Super-G.

Ihr für über drei Jahre bestes Weltcupergebnis erreichte Schmidhofer am 20. Dezember 2009 im Super-G von Val-d’Isère, den sie zeitgleich mit Kathrin Zettel und Anna Fenninger auf Platz zwölf beendete. In der Saison 2009/10 blieb dies ihre einzige Platzierung unter den besten 20. Bei den Olympischen Winterspielen 2010 in Vancouver startete sie im Super-G, kam aber nicht ins Ziel. In der Saison 2010/11 waren Schmidhofers beste Weltcupergebnisse die Plätze 14 und 15 in Abfahrt und Super-G von Altenmarkt-Zauchensee, während sie sonst nur selten unter die schnellsten 30 fuhr. Von Mitte Jänner bis Mitte Februar konnte sie wegen eines Innenbandeinrisses im rechten Knie, den sie im Abfahrtstraining in Cortina d’Ampezzo erlitten hatte, an keinen Rennen teilnehmen.[1] Nach der Saison 2011 stieg Schmidhofer nach fünf Jahren im A-Kader in den B-Kader des ÖSV ab.

Wegen eines Sturzes beim Abfahrtstraining in Zermatt Ende September 2011 (unverschobener Bruch des linken Sprungbeines und Muskelfaserriss an der rechten Oberschenkelrückseite)[2] musste Schmidhofer in der Saison 2011/12 bis zum Jahreswechsel pausieren. Danach erreichte sie in den Weltcupabfahrten von St. Moritz den 19. und von Sotschi (Krasnaja Poljana) den 13. Platz. Dennoch wurde sie im Frühjahr 2012 aus den Kadern des ÖSV entlassen, weshalb sie sich im Sommer 2012 auf eigene Kosten auf die nächste Saison vorbereiten musste.[3]

Nach guten Trainingsleistungen bekam Schmidhofer in der Saison 2012/13 weiterhin die Möglichkeit an Weltcuprennen teilzunehmen. Sie fuhr bis Mitte Jänner zweimal unter die schnellsten 20, ehe ihr am 20. Jänner 2013 mit Platz zwei im Super-G von Cortina d’Ampezzo überraschend ihr erster Weltcup-Podestplatz gelang. In der Saison 2013/14 war ein dritter Platz in der Abfahrt (fast auf den Tag genau ein Jahr später, u. zw. am 24. Jänner 2014, und das mit Start-Nr. 39 – wiederum in Cortina d’Ampezzo) ihr bestes Ergebnis, im darauf folgenden Winter der vierte Platz in der Weltmeisterschaftsabfahrt von Beaver Creek (6. Februar 2015). Nach fünf Top-10-Ergebnissen zu Beginn des Winters 2015/16, zog sie sich am 22. Jänner 2016 im Abfahrtstraining in Cortina einen Kreuzbandriss zu und musste die Saison vorzeitig beenden.[4] In der Saison 2016/2017 feierte sie den bisher größten Erfolg ihrer Karriere, als sie am 7. Februar Gold im Super-G bei der Weltmeisterschaft in St. Moritz eroberte.

Der erste Weltcupsieg gelang ihr am 30. November 2018 in der Abfahrt von Lake Louise Nur einen Tag später konnte sie auch das zweite Rennen der Doppelabfahrt für sich entscheiden.[5][6] Im Jänner 2019 gelang der amtierenden Weltmeisterin in Garmisch-Partenkirchen auch der erste Weltcupsieg im Super-G. Bei der Weltmeisterschaft in Åre musste sie sich als Mitfavoritin in beiden schnellen Disziplinen mit den Rängen neun und elf geschlagen geben. Das rote Trikot der Weltcup-Führenden in der Abfahrtswertung konnte sie hingegen bis zum Saisonfinale in Soldeu verteidigen und gewann als erste Österreicherin seit Renate Götschl (2006/07) die Kristallkugel in dieser Disziplin.[7] Nach dem Ende der alpinen Weltcupsaison nahm Schmidhofer auch an der Speedski-Weltmeisterschaft 2019 in Vars, Frankreich teil. In der Qualifikation stellte sie am 22. März 2019 mit 199,778 km/h einen neuen österreichischen Rekord auf und übertraf die Geschwindigkeit der bisherigen Rekordhalterin Conny Seebacher um rund 20 km/h.[8] Einen Tag später steigerte sie sich im Semifinale auf 212,014 km/h und im Finale auf 217,590 km/h, womit sie schließlich den vierten Platz belegte.[9]

Ihr Onkel ist der Politiker Karl Schmidhofer.[10]

ErfolgeBearbeiten

 
Nicole Schmidhofer (2017)

Olympische SpieleBearbeiten

WeltmeisterschaftenBearbeiten

WeltcupBearbeiten

  • 10 Podestplätze, davon 3 Siege:
Datum Ort Land Disziplin
30. November 2018 Lake Louise Kanada Abfahrt
01. Dezember 2018 Lake Louise Kanada Abfahrt
26. Jänner 2019 Garmisch-Partenkirchen Deutschland Super-G

WeltcupwertungenBearbeiten

Saison Gesamt Abfahrt Super-G
Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte
2006/07 104. 18 41. 18
2007/08 124. 3 51. 3
2008/09 70. 74 40. 17 26. 57
2009/10 81. 52 49. 8 28. 44
2010/11 91. 41 36. 22 38. 19
2011/12 86. 32 35. 32
2012/13 45. 172 36. 23 8. 149
2013/14 20. 320 11. 198 12. 122
2014/15 30. 251 20. 120 12. 131
2015/16 49. 181 21. 113 23. 68
2016/17 15. 448 8. 208 7. 240
2017/18 17. 458 9. 198 7. 262
2018/19 5. 771 1. 468 2. 303

EuropacupBearbeiten

  • Saison 2007/08: 3. Abfahrtswertung, 4. Super-G-Wertung
  • 4 Podestplätze, davon 1 Sieg:
Datum Ort Land Disziplin
31. Jänner 2008 Tarvis Italien Abfahrt

JuniorenweltmeisterschaftenBearbeiten

Weitere ErfolgeBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Nicole Schmidhofer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Schmidhofer muss nach Sturz pausieren.@1@2Vorlage:Toter Link/www.oesv.at (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. Österreichischer Skiverband, 19. Jänner 2011, abgerufen am 23. September 2011.
  2. Lange Skipause für Nicole Schmidhofer. (Memento des Originals vom 15. Oktober 2011 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.oesv.at Österreichischer Skiverband, 26. September 2011, abgerufen am 26. September 2011.
  3. Eine Karriere an der Kippe. Kleine Zeitung, 15. Mai 2012, abgerufen am 6. Juni 2012.
  4. Schmidhofer: Saison-Aus nach Kreuzbandriss. Kronen Zeitung, 16. Januar 2016, abgerufen am 16. März 2016.
  5. Nicole Schmidhofer glänzt erneut in Lake Louise (1. Dezember 2018)
  6. Großartiges "Doppel" für Niki Schmidhofer (1. Dezember 2018)
  7. Schmidhofer ist neue Abfahrtskönigin. ORF, 13. März 2019, abgerufen am 19. März 2019.
  8. Schmidhofer knackt Österreich-Rekord auf kleinezeitung.at, abgerufen am 23. März 2019
  9. Schmidhofer so schnell wie noch nie. sport.orf.at, 23. März 2019, abgerufen am 23. März 2019.
  10. Kleine Zeitung: Politik intern: Nationalratsmandat von Krenn geht an Schmidhofer. Artikel vom 5. April 2019, abgerufen am 20. April 2019.