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Fränkischer Marienweg

Fernwanderweg in Unterfranken
Wanderzeichen

Der Fränkische Marienweg ist ein rund 860 km langer Fernwanderweg durch Unterfranken. Er berührt 50 Wallfahrtsorte im Bistum Würzburg und besteht aus einer West- und einer Ostschleife jeweils mit Start und Ziel in Würzburg. Kurze Abschnitte der Strecke verlaufen auch durch Baden-Württemberg und Hessen. Sein Markierungs-Logo ist eine Muttergottes in rotem Gewand mit Kind in blauem Gewand auf dunkelblauem Grund.

Angelegt wurde er 2002 auf Initiative von Josef Treutlein, Pfarrer von St. Josef im Würzburger Stadtteil Grombühl. Dieser hat ihn nach eigenen Angaben jedoch noch nicht selbst komplett begangen. Die Beschilderung setzt auf älteren Wanderrouten auf, die Landkreise und Wandervereine bereits festgelegt und markiert hatten.

GeographieBearbeiten

AbschnitteBearbeiten

Der Routenplaner sieht nach eigenen Angaben vier Hauptabschnitte mit einzelnen Etappen in der Größenordnung zwischen 2,4 und 51,4 km vor:

Westschleife
  • Route 1 (139,4 km in 7 Etappen) folgt zunächst bis Karlstadt dem Main in nördlicher Richtung, biegt dann nach Westen ab und durchquert den nördlichen bayerischen Spessart und Kahlgrund bis Aschaffenburg.
  • Route 2 (193,2 km in 10 Etappen) führt von Aschaffenburg zunächst südlich entlang des Mains bis Miltenberg, zieht dann eine Schleife durch den Odenwald zurück zum Main bei Bürgstadt und verläuft östlich parallel zum Fluss bis Lengfurt. Er umrundet somit den südlichen Spessart und führt zuletzt über Höchberg bis nach Würzburg.
Ostschleife

Der Fernwanderweg war von seinem Initiator in erster Linie für Wallfahrer, Pilger, Kirchenverbände und andere christlich orientierte Wandergruppen geplant, wird jedoch auch allgemein als Freizeit-Wander- und Radweg genutzt. Er berührt nicht nur bekannte fränkische Wallfahrtsorte wie beispielsweise Mariabuchen, Kälberau, Hessenthal und Kloster Kreuzberg, sondern auch Weinorte wie Dettelbach und Volkach, ein traditionelles Kurbad (Bad Kissingen) und zahlreiche kunsthistorische Höhepunkte, die sich in größeren Städten wie Würzburg und Aschaffenburg befinden wie auch auf den abgelegeneren Etappen, wie beispielsweise der Tilman-Riemenschneider-Altar in der Pfarrkirche St. Magdalena zu Münnerstadt.

Die einzelnen Etappen sind: f1  Karte mit allen Koordinaten: OSM | WikiMap

Nr. Etappe Ort
Ortsteil
Bild Koordinaten
01 Marienkapelle Würzburg   49° 47′ 41,2″ N, 9° 55′ 46,5″ O
02 Käppele Erlabrunn   49° 51′ 49,1″ N, 9° 49′ 56,6″ O
03 Maria-Hilf-Kapelle (Zellingen) Zellingen 49° 54′ 2,8″ N, 9° 48′ 48″ O
04 Maria im Grünen Tal Zellingen
Retzbach
  49° 54′ 10,2″ N, 9° 49′ 47,8″ O
05 Mariabuchen Lohr am Main
Sendelbach
  49° 59′ 19,2″ N, 9° 37′ 20,4″ O
06 Kloster Schönau Gemünden am Main
Seifriedsburg
  50° 4′ 35,7″ N, 9° 43′ 15,3″ O
07 Mariä Geburt Fellen
Rengersbrunn
  50° 7′ 4″ N, 9° 32′ 53″ O
08 Maria zum rauhen Wind Alzenau
Kälberau
  50° 5′ 33″ N, 9° 5′ 42″ O
09 Mariä Heimsuchung („Sandkirche“) Aschaffenburg   49° 58′ 26,4″ N, 9° 9′ 2,9″ O
10 Maria an der Sonne Hösbach
Winzenhohl
  49° 59′ 10,3″ N, 9° 13′ 42,2″ O
11 Wallfahrtskirche Hessenthal Mespelbrunn
Hessenthal
  49° 55′ 36,8″ N, 9° 17′ 2,8″ O
12 Kapelle Maria Frieden Aschaffenburg
Obernau
  49° 56′ 7,1″ N, 9° 9′ 23,4″ O
13 Maria-Schnee-Kapelle Röllbach 49° 46′ 30,8″ N, 9° 14′ 56,3″ O
14 Franziskanerkloster Engelberg Großheubach   49° 43′ 26″ N, 9° 13′ 55″ O
15 Staffelmadonna Miltenberg   49° 41′ 58,4″ N, 9° 15′ 6,4″ O
16 Muttergottes auf dem Holderstock Schneeberg   49° 38′ 26,2″ N, 9° 14′ 48,5″ O
17 Pfarrkirche Mariä Verkündigung Faulbach 49° 46′ 56,3″ N, 9° 26′ 32,6″ O
18 Pfarrkirche Mariä Geburt Höchberg   49° 46′ 51,6″ N, 9° 52′ 33,6″ O
19 Käppele Würzburg   49° 47′ 3,5″ N, 9° 55′ 18,8″ O
20 Schönstatt-Kapelle auf der Marienhöhe Würzburg 49° 46′ 21,3″ N, 9° 58′ 20,7″ O
21 Marienkapelle Bütthard 49° 35′ 34,2″ N, 9° 52′ 47,2″ O
22 Kirche zur Hl. Jungfrau Maria Sonderhofen
Bolzhausen
49° 35′ 36,5″ N, 10° 1′ 28,5″ O
23 Loretokapelle Dettelbach
Effeldorf
  49° 47′ 48,3″ N, 10° 5′ 10,3″ O
24 Maria im Sand Dettelbach   49° 48′ 18,5″ N, 10° 10′ 13,7″ O
25 Maria de Rosario Volkach
Dimbach
  49° 49′ 55,4″ N, 10° 15′ 23,2″ O
26 Maria im Weingarten Volkach   49° 52′ 28,8″ N, 10° 12′ 50,3″ O
27 Kapelle Maria Hilf Dingolshausen
Bischwind
  49° 55′ 21,5″ N, 10° 23′ 32,3″ O
28 Wallfahrtskirche Maria Limbach Eltmann
Limbach
  49° 59′ 8,9″ N, 10° 37′ 3,7″ O
29 Zeiler Käppele Zeil am Main   50° 0′ 34,5″ N, 10° 36′ 7,7″ O
30 Ritterkapelle Haßfurt Haßfurt   50° 1′ 54,6″ N, 10° 30′ 42,1″ O
31 Wallfahrt zu Maria vom Sieg Gädheim
Greßhausen
  50° 2′ 6″ N, 10° 22′ 56,6″ O
32 Kerlachkapelle Stadtlauringen   50° 11′ 0,1″ N, 10° 21′ 36,4″ O
33 Mariä Geburt Bad Königshofen im Grabfeld
Ipthausen
  50° 18′ 2,5″ N, 10° 28′ 54,4″ O
34 Findelbergkirche Saal an der Saale   50° 19′ 17,9″ N, 10° 21′ 26,8″ O
35 Großenbergkapelle Mellrichstadt 50° 25′ 32,6″ N, 10° 18′ 19,1″ O
36 Wallfahrtskirche St. Ulrich Bastheim
Braidbach
50° 23′ 10,6″ N, 10° 11′ 18,1″ O
37 Kloster Bildhausen Münnerstadt
Kleinwenkheim
  50° 16′ 37″ N, 10° 17′ 15″ O
38 Kirche Mariä Himmelfahrt Münnerstadt
Fridritt
  50° 15′ 34,5″ N, 10° 15′ 14,7″ O
39 Talkirche Münnerstadt Münnerstadt   50° 13′ 10,9″ N, 10° 11′ 49,4″ O
40 Terzenbrunn Bad Kissingen
Arnshausen
  50° 9′ 1,4″ N, 10° 6′ 10″ O
41 Marienkapelle Bad Kissingen   50° 12′ 6″ N, 10° 5′ 4″ O
42 Mariä Geburt Münnerstadt
Windheim
  50° 15′ 56,3″ N, 10° 6′ 35,3″ O
43 Maria-Schnee-Kirche Niederlauer
Unterebersbach
  50° 17′ 57,1″ N, 10° 8′ 2,8″ O
44 Kloster Kreuzberg Bischofsheim an der Rhön
Haselbach in der Rhön
  50° 22′ 14,5″ N, 9° 58′ 31,4″ O
45 Kloster Volkersberg Bad Brückenau
Volkers
  50° 19′ 45″ N, 9° 46′ 3,5″ O
46 Maria Ehrenberg Wildflecken
Truppenübungsplatz Wildflecken
  50° 23′ 8,8″ N, 9° 48′ 38,8″ O
47 Maria Steinthal Hammelburg   50° 6′ 15,1″ N, 9° 53′ 5,7″ O
48 Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung Werneck
Eckartshausen
  50° 0′ 36,8″ N, 10° 4′ 44,3″ O
49 Maria Sondheim Arnstein   49° 58′ 24,2″ N, 9° 57′ 45,7″ O
50 Augustinerkloster Fährbrück Hausen bei Würzburg   49° 55′ 4,3″ N, 10° 2′ 42,3″ O

LiteraturBearbeiten

  • Treutlein, Josef: Wandern und Radeln auf dem Fränkischen Marienweg zwischen Main, Saale, Wern, Sinn, Kahl und Tauber, 1:75.000 Wander- und Radführer, Galli-Verlag, 2011, ISBN 978-3-936990-12-6
  • Martin, Johannes / Treutlein, Josef: Fränkischer Marienweg: Marienwallfahrtsorte und Gnadenstätten in Unterfranken, Echter-Verlag, 2004 ISBN 978-3-429-02566-3 (auch als Hörbuch)

WeblinksBearbeiten