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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Veitsbronn
Veitsbronn
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Veitsbronn hervorgehoben

Koordinaten: 49° 30′ N, 10° 53′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Mittelfranken
Landkreis: Fürth
Verwaltungs­gemeinschaft: Veitsbronn
Höhe: 300 m ü. NHN
Fläche: 16,17 km2
Einwohner: 6644 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 411 Einwohner je km2
Postleitzahl: 90587
Vorwahl: 0911
Kfz-Kennzeichen:
Gemeindeschlüssel: 09 5 73 130
Gemeindegliederung: 7 Gemeindeteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Nürnberger Straße 2
90587 Veitsbronn
Website: www.veitsbronn.de
Bürgermeister: Marco Kistner (CSU)
Lage der Gemeinde Veitsbronn im Landkreis Fürth
Landkreis FürthBayernLandkreis AnsbachLandkreis RothSchwabachErlangenLandkreis Neustadt an der Aisch-Bad WindsheimLandkreis Erlangen-HöchstadtFürthNürnbergObermichelbachTuchenbachPuschendorfVeitsbronnSeukendorfWilhermsdorfLangenzennCadolzburgGroßhabersdorfAmmerndorfRoßtalZirndorfOberasbachStein (Mittelfranken)Karte
Über dieses Bild
Lage

Veitsbronn (umgangssprachlich: „Faidsbrun“[2]) ist eine Gemeinde im mittelfränkischen Landkreis Fürth und der Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Veitsbronn.

GeographieBearbeiten

Veitsbronn liegt an der Zenn.

NachbargemeindenBearbeiten

Die Nachbargemeinden sind:

(Aufzählung: im Norden beginnend im Uhrzeigersinn)

GemeindegliederungBearbeiten

Die Gemeinde hat sieben amtlich benannte Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[3]

Daneben gibt es die Bach- und Veitsmühle, die beide nach 1885 keine amtlich benannten Gemeindeteile mehr sind.

GeschichteBearbeiten

Der Ort wurde ca. 1350 als „Prunn“ erstmals urkundlich erwähnt, wenig später „Vites prunne“ zur besseren Unterscheidung von Orten gleichen Namens (Brunn (Emskirchen), Brunn (Nürnberg)). Das Bestimmungswort des Ortsnamens ist der Heilige Veit, der zugleich Patron der Dorfkirche war. Das Grundwort ist das mittelhochdeutsche Wort „brunne“ (= Brunnen, Quelle), womit wohl ein linker Nebenfluss der Zenn gemeint war.[4]

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Veitsbronn 25 Haushalte (5 Höfe, 14 Güter, 4 Häuser, 2 Mühlen). Das Hochgericht und die Dorf- und Gemeindeherrschaft übte das brandenburg-ansbachische Stadtvogteiamt Langenzenn aus. Alle Anwesen hatten das brandenburg-ansbachische Kastenamt Cadolzburg als Grundherrn.[5]

1792 fiel die Markgrafschaft Ansbach – und damit auch Veitsbronn – an Preußen und dann 1806 an das Königreich Bayern.

Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde 1808 das Steuerdistrikt Veitsbronn gebildet. Zu der I. Sektion gehörten die Orte Bachmühle, Bernbach, Kreppendorf, Siegelsdorf und Veitsmühle, zu der II. Sektion gehörten die Orte Retzelfembach und Tuchenbach. Im selben Jahr wurde die Ruralgemeinde Veitsbronn gegründet, die deckungsgleich mit der I. Sektion des Steuerdistrikts war. Die Gemeinde unterstand in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Cadolzburg und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Cadolzburg.[6] Ab 1862 wurde Veitsbronn vom Bezirksamt Fürth verwaltet (1938 in Landkreis Fürth umbenannt). Die Gerichtsbarkeit ging 1872 an das Landgericht Fürth über, seit 1880 liegt sie beim Amtsgericht Fürth. Die Finanzverwaltung wurde 1870 vom Rentamt Fürth (1920 in Finanzamt Fürth umbenannt) übernommen. Die Gemeinde hatte 1961 eine Gebietsfläche von 10,190 km².[7]

EingemeindungenBearbeiten

Der Ortsteil Kagenhof der damaligen westlichen Nachbargemeinde Horbach wurde im April 1953 nach Veitsbronn eingegliedert. Bei der Auflösung der Gemeinde Horbach am 1. Mai 1978 kam auch ihr Ortsteil Raindorf zu Veitsbronn (der Rest zu Langenzenn).[8] Am 1. Januar 1980 wurde der Ortsteil Retzelfembach der nördlichen Nachbargemeinde Tuchenbach mit etwa 350 Einwohnern eingegliedert.[9]

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Gemeinde Veitsbronn

Jahr 1818 1840 1852 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1961 1970 1987 2007 2011 2016
Einwohner 405 409 452 471 490 521 497 539 528 567 605 674 679 747 742 759 865 1246 1957 2202 3308 4334 5461 6261 6215 6602
Häuser[10] 67 72 74 84 92 104 204 443 1148 1720
Quelle [11] [12] [13] [14] [13] [15] [13] [13] [16] [13] [13] [17] [13] [13] [13] [18] [13] [13] [13] [19] [7] [20] [21] [22] [22] [22]

Gemeindeteil Veitsbronn mit Bach- und Veitsmühle

Jahr 001818 001840 001861 001871 001885 001900 001925 001950 001961 001970 001987
Einwohner 236 240 284 297 294 306 357 728 948 1674 2388
Häuser[10] 40 43 48 51 53 71 143 486
Quelle [11] [12] [14] [15] [16] [17] [18] [19] [7] [20] [21]

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Der Gemeinderat von Veitsbronn hat 20 Mitglieder ohne den hauptamtlichen Bürgermeister Marco Kistner (CSU).

1. Bürgermeister (CSU) Marco Kistner
2. Bürgermeister (CSU) Jan Ziegler
3. Bürgermeister (WBH) Wolfgang Menzl

CSU SPD Wählergemeinschaft Bürger handeln (WBH) Freie Wähler Gemeinschaft Gesamt
2002 8 7 3 2 20 Sitze
2008 8 9 2 1 20 Sitze
2014 9 7 4 0 20 Sitze

(Stand: 12. Mai 2014)

WappenBearbeiten

Die Wappenbeschreibung in der am 6. Dezember 1971 von der Regierung von Mittelfranken verliehenen Urkunde lautet: „In Silber die linksgewendete, rot gekleidete Figur des heiligen Veit mit goldenem Buch und schwarzem Hahn; der Figur ist ein blauer Wellenbalken unterlegt.“

StädtepartnerschaftenBearbeiten

Städtepartnerschaften bestehen mit

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Wehrkirchhof, Ostmauer mit Schießscharten und Wehrgang

BauwerkeBearbeiten

In die südliche Seite der Ummauerung des ehemaligen Wehrkirchhofes ist ein Durchgang als Kriegerdenkmal für die Toten des Ersten Weltkriegs eingearbeitet.

Die restaurierte Wehrmauer ist im Osten und Norden bis zur Mauerkrone erhalten; die hochgelegenen Schießscharten und der innen umlaufende Wehrgang lassen die ursprüngliche Anlage erahnen.

Die Kirche mit östlichem Chorturm liegt in der Mitte des Kirchhofs.

BaudenkmälerBearbeiten

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

VerkehrBearbeiten

Die Kreisstraße FÜ 20 verläuft westlich am Kagenhof vorbei nach Raindorf bzw. nordöstlich nach Obermichelbach. Die FÜ 8 verläuft nordwestlich nach Tuchenbach bzw. südlich nach Seukendorf. Die FÜ 7/FÜs 2 verläuft südöstlich über Bernbach nach Burgfarrnbach bzw. nordwestlich nach Puschendorf. Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Retzelfembach und Kreppendorf.

Im Veitsbronner Ortsteil Siegelsdorf befindet sich der Bahnhof. Der Bahnhof liegt an der Bahnstrecke Nürnberg–Würzburg, hier zweigt seit 1872 die Zenngrundbahn in Richtung Markt Erlbach ab.

MedienBearbeiten

Die lokale Berichterstattung erfolgt in den Fürther Nachrichten, einer Heimatausgabe der Nürnberger Nachrichten, sowie in der Nürnberger Zeitung.

EhrenbürgerBearbeiten

Zum Ehrenbürger Veitsbronns wurden ernannt

  • Altbürgermeister Friedrich Trautnitz († 5. März 1985)[23]
  • Pater Andreas Mederer († 22. Juli 2014) am 28. April 2002[23]
  • Altbürgermeister Wilhelm Schrott († 21. September 2001) am 9. August 1998[23] und
  • Altbürgermeister Adolf Meyer am 27. April 2008.[23]

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Veitsbronn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. W. Wiessner, S. 98 f.
  3. Gemeinde Veitsbronn in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 21. September 2019.
  4. W.-A. v. Reitzenstein, S. 229.
  5. H. H. Hofmann, S. 183.
  6. H. H. Hofmann, S. 234; Adreß- und statistisches Handbuch für den Rezatkreis im Königreich Baiern. Kanzlei Buchdruckerei, Ansbach 1820, S. 28 (Digitalisat).
  7. a b c Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, Abschnitt II, Sp. 782 (Digitalisat).
  8. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Die Gemeinden Bayerns nach dem Gebietsstand 25. Mai 1987. Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns und die Änderungen im Bestand und Gebiet von 1840 bis 1987. Heft 451 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1991, S. 103
  9. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 714.
  10. a b Es werden nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840, 1852 als Häuser, 1871 bis 2016 als Wohngebäude.
  11. a b Alphabetisches Verzeichniß aller im Rezatkreise nach seiner durch die neueste Organisation erfolgten Constituirung enthaltenen Ortschaften: mit Angabe a. der Steuer-Distrikte, b. Gerichts-Bezirke, c. Rentämter, in welchen sie liegen, dann mehrerer anderer statistischen Notizen. Ansbach 1818, S. 97 (Digitalisat). Für die Gemeinde Veitsbronn zuzüglich der Einwohner und Gebäude von Bernbach (S. 9), Kreppendorf (S. 50), Siegelsdorf (S. 86).
  12. a b Eduard Vetter (Hrsg.): Statistisches Hand- und Adreßbuch von Mittelfranken im Königreich Bayern. Selbstverlag, Ansbach 1846, S. 69–70 (Digitalisat).
  13. a b c d e f g h i j k l Historisches Gemeindeverzeichnis. Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns in der Zeit von 1840 bis 1952. In: Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Beiträge zur Statistik Bayerns. Heft 192. München 1953, S. 172, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00066439-3 (Digitalisat).
  14. a b Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, Sp. 1029, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).
  15. a b kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. München 1877, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen von 1871), Sp. 1194, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat). Veitsbronn: 284 Einwohner, Bachmühle: 6 E., Veitsmühle: 7 E.
  16. a b Karl von Rasp: Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. Hrsg.: K. Bayer. Statistisches Bureau. München 1888, Abschnitt III, Sp. 1124 (Digitalisat).Veitsbronn: 276 Einwohner, 45 Wohngebäuden; Bachmühle: 9 E., 1 Wgb.; Veitsmühle: 9 E., 2 Wgb.
  17. a b K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, Abschnitt II, Sp. 1192 (Digitalisat).
  18. a b Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, Abschnitt II, Sp. 1230 (Digitalisat).
  19. a b Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, Abschnitt II, Sp. 1064 (Digitalisat).
  20. a b Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, S. 174 (Digitalisat).
  21. a b Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, S. 337 (Digitalisat).
  22. a b c Veitsbronn: Amtliche Statistik des LfStat
  23. a b c d Willkommen in Veitsbronn. Veitsbronn Mai 2012, S. 9 ([1] [PDF]).