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Unter dem Namen Landgericht Fürth bestand von 1806 bis 1879 ein bayerisches Landgericht älterer Ordnung mit Sitz in Fürth. Nach Inkrafttreten des Gerichtsverfassungsgesetzes 1879 wurde ein Landgericht im heutigen Sinn gebildet, das noch bis 1932 bestand. Die Landgerichte älterer Ordnung waren im Königreich Bayern Gerichts- und Verwaltungsbehörden, die 1862 in ihrer Funktion als Verwaltungsbehörden von den Bezirksämtern und 1879 in ihrer Funktion als Gerichte von den Amtsgerichten abgelöst wurden.

GeschichteBearbeiten

Das 1806 gebildete Landgericht Fürth umfasste die Rentämter Cadolzburg (mit den Gemeinden Obermichelbach, Tuchenbach und Veitsbrunn), Erlangen (mit den Gemeinden Bordorf, Buch, Großgründlach, Höfles, Kraftshof, Neuhof, Rohnhof, Sack und Schnepfenreuth) und Fürth. Als 1879 in Bayern eine Gerichtsorganisation nach dem Gerichtsverfassungsgesetz eingeführt wurde, trat an die Stelle des alten Landgerichts ein Amtsgericht. Gleichzeitig wurde ein neues Landgericht Fürth errichtet.[1] Das Landgericht Nürnberg-Fürth entstand durch schrittweise Zusammenlegung mit dem Landgericht Nürnberg ab dem Jahr 1914 (nach dem Bau des Nürnberger Justizpalastes) und war erst 1932 abgeschlossen.[2]

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Königlich Allerhöchste Verordnung, die Bestimmung der Gerichtssitze und die Bildung der Gerichtsbezirke betreffend, vom 2. April 1879, Bayerisches Gesetz- und Verordnungsblatt S. 355, 400 ff.
  2. Statistisches Jahrbuch für den Freistaat Bayern, Band 23, 1947, S. 47.