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Siegelsdorf–Markt Erlbach
Strecke der Zenngrundbahn
Streckennummer:5913
Kursbuchstrecke (DB):807
Streckenlänge:17,7 km
Spurweite:1435 mm (Normalspur)
Höchstgeschwindigkeit:60 km/h
Strecke – geradeaus
von Nürnberg Hbf (Nürnberg–Würzburg)
Bahnhof, Station
0,0 Siegelsdorf 306 m
   
nach Würzburg Hbf (Nürnberg–Würzburg)
Haltepunkt, Haltestelle
2,2 Raindorf
   
3,8 Göckershof (bis 1925)
Haltepunkt, Haltestelle
5,6 Langenzenn
   
Zenn
Bahnübergang
6,8 Würzburger Straße, ehem. B 8
Haltepunkt, Haltestelle
6,8 Hardhof
Straßenbrücke
B 8
Haltepunkt, Haltestelle
9,2 Laubendorf
   
10,2 Heinersdorf (bis 1925)
Bahnhof, Station
11,7 Wilhermsdorf
   
12,7 Dippoldsberg (bis 1925)
Haltepunkt, Haltestelle
12,9 Wilhermsdorf Mitte (seit 1998)
Haltepunkt, Haltestelle
14,5 Adelsdorf 334 m
Haltepunkt, Haltestelle
16,1 Eschenbach (b Markt Erlbach) 356 m
Kopfbahnhof – Streckenende
17,7 Markt Erlbach 383 m

Die Zenngrundbahn ist eine Nebenbahn im Verkehrsverbund Großraum Nürnberg nach Markt Erlbach und zweigt in Siegelsdorf von der Bahnstrecke Nürnberg–Würzburg ab. Sie ist eingleisig mit einem Begegnungsabschnitt im Bahnhof Wilhermsdorf und nicht elektrifiziert. Die Züge verkehren von bzw. nach Fürth Hauptbahnhof oder Nürnberg Hauptbahnhof. Die Zenngrundbahn war die erste Vizinalbahn Bayerns und hatte für die Stadt Langenzenn wegen der dort ansässigen Ziegeleien eine besondere Bedeutung.

Inhaltsverzeichnis

Planung und BauBearbeiten

Nach der Gründung eines Eisenbahnkomitees am 1. April 1867 erging am 15. April ein erstes Gesuch der Stadt Langenzenn an das königliche Handelsministerium, gefolgt von einem Gesuch an den „Allerdurchlauchtigesten Großmächtigsten König“ am 14. Mai. Mit dem Erlass des Donationsgesetzes am 29. April 1869 wurde die Genehmigung zu Bau und Betrieb der Vizinalbahn Siegelsdorf–Langenzenn erteilt. Beginn der Bauarbeiten war im November 1870, die technische Abnahme im Mai 1872 der Abschnitt bis Langenzenn wurde am 24. Mai 1872 eröffnet.

Die Baugenehmigung der Verlängerung nach Wilhermsdorf wurde am 26. Mai 1892 erteilt, die Strecke am 9. September 1895 eröffnet. Der Bau der weiteren Verlängerung nach Markt Erlbach wurde am 30. Juni 1900 genehmigt. Die Bauarbeiten begannen im Januar 1902 und die technische Abnahme konnte am 29. November 1902 erfolgen. Die Strecke wurde am 5. Dezember 1902 eröffnet.

BetriebBearbeiten

Die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h wird in weiten Teilen der Strecke erreicht. Insbesondere im Bereich mehrerer Bahnübergänge bestehen Geschwindigkeitseinbrüche auf bis zu 10 km/h. Die Ein- und Ausfahrt in den Bahnhof Siegelsdorf erfolgt mit 50 km/h.

Ehemalige HaltepunkteBearbeiten

Der Haltepunkt Heinersdorf wurde in den 1940ern reaktiviert und in den 1960ern erneut aufgegeben.

DampflokbetriebBearbeiten

Die letzte reguläre Fahrt einer Dampflokomotive fand am 3. Oktober 1972 statt.

VerkehrsverbundBearbeiten

Mit der Einführung des Winterfahrplans 1987 ist die Zenngrundbahn vollständig in den Gemeinschaftstarif des Verkehrsverbund Großraum Nürnberg integriert worden und trägt die Liniennummer R12.

Regionalisierung des SchienennahverkehrsBearbeiten

 
Regionalbahn aus Fürth fährt in den Bahnhof Wilhermsdorf ein

Im Zusammenhang mit der Regionalisierung des Schienennahverkehrs, wurde der Bayerntakt auf der Zenngrundbahn eingeführt. Das bedeutete Ausweitung des Angebots, ein Stundentakt von Montag bis Freitag und ein Zweistundentakt an Wochenenden. Im September 1997 wurde ein neuer Haltepunkt am Wilhermsdorfer Schloßplatz geplant und 1998 als Wilhermsdorf Mitte eröffnet.

Die Betriebszeiten des „Bahnbusses“ wurden auf ein Fahrtenpaar am frühen Morgen zwischen Markt Erlbach und Siegelsdorf und zwei Fahrtenpaaren zwischen Fürth und Markt Erlbach im Spätverkehr reduziert. Nach Kürzungen der Ausgleichsabgaben für die Beförderung von Schwerbehinderten (Bund) und Schülern (Land Bayern) im Jahr 2004 wurde der Busverkehr eingestellt. Das Verkehrsunternehmen beantragte keine weitere Verlängerung der Genehmigung für den Betrieb der Buslinien und begründete das mit der fehlenden betriebswirtschaftlichen Rentabilität nach dem Wegfall der Zuschüsse. Der Landkreis Fürth stellte kein Ersatzangebot bereit, auch nicht durch Anrufsammeltaxen von/zum Bahnhof Siegelsdorf.

MittelfrankenbahnBearbeiten

Die Regionalbahn-Leistungen auf der Strecke wurden 2005 von der Bayerischen Eisenbahngesellschaft als Teil des „Dieselnetzes Nürnberg“ für 10 Jahre ausgeschrieben. Die damalige DB Regio Mittelfranken (heute DB Regio Franken) hat dafür im März 2006 den Zuschlag erhalten und befährt die Strecke seit dem 14. Dezember 2008 unter dem Namen „Mittelfrankenbahn“ mit neuen Triebwagen der Baureihe 648. Zum „kleinen Fahrplanwechsel“ im Sommer 2012 wurden werktags acht und sonntags sieben Zugpaare nach Nürnberg verlängert. Voraussetzung war der Abschluss des viergleisigen Ausbaus auf der Strecke Nürnberg – Fürth.[1]

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Zenngrundbahn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Mittelfrankenbahn und Bayerische Eisenbahngesellschaft bauen Angebot ab Dezember 2011 weiter aus. (Nicht mehr online verfügbar.) In: DB-Konzern Presseinformation 172/2011. Ehemals im Original; abgerufen am 31. Juli 2011.@1@2Vorlage:Toter Link/www.deutschebahn.com (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven)