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Zenn
Zenn bei Atzenhof

Zenn bei Atzenhof

Daten
Gewässerkennzahl DE: 24232
Lage Bayern
Flusssystem Rhein
Abfluss über Regnitz → Main → Rhein → Nordsee
Quelle im äußersten Norden der Frankenhöhe
49° 26′ 19″ N, 10° 25′ 30″ O
Quellhöhe ca. 404 m ü. NHN [1]
Mündung bei Fürth-Vach von links und Südwesten in die RegnitzKoordinaten: 49° 31′ 21″ N, 10° 58′ 14″ O
49° 31′ 21″ N, 10° 58′ 14″ O
Mündungshöhe ca. 280 m ü. NHN [1]
Höhenunterschied ca. 124 m
Sohlgefälle ca. 2,5 ‰
Länge 49,1 km[2]
Einzugsgebiet 257,48 km²[2]
Abfluss am Pegel Kreppendorf[3]
(96,0 % des Einzugsgebiets)
AEo: 248 km²
Lage: 7,8 km oberhalb der Mündung
NNQ (04.07.1976)
MNQ 1971–2006
MQ 1971–2006
Mq 1971–2006
MHQ 1971–2006
HHQ (21.03.2002)
3 l/s
434 l/s
1,38 m³/s
5,6 l/(s km²)
24 m³/s
63,3 m³/s
Durchflossene Stauseen Obernzenner See
Zenn bei Retzelfembach

Zenn bei Retzelfembach

Die Zenn ist ein gut 49 km langer, linker und westlicher Zufluss der Regnitz in Mittelfranken.

Inhaltsverzeichnis

NameBearbeiten

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Der Name "Zenn" geht aus dem angelsächsischen Wort dānian, das feucht bedeutet, hervor.[4][5] Der Fluss gab dem Markt Obernzenn, dem Ortsteil Unternzenn und der Stadt Langenzenn ihre Namen.

GeografieBearbeiten

VerlaufBearbeiten

Die Zenn entspringt im äußersten Norden der Frankenhöhe, fließt in östlicher nis ostnordöstlicher Richtung durch Obernzenn, Trautskirchen, Neuhof an der Zenn, Wilhermsdorf, Langenzenn, Veitsbronn, Rothenberg und Ritzmannshof (Fürth) und mündet bei Fürth-Vach von links und Südwesten in die Regnitz.

Wie die meisten westlichen Zuflüsse der Regnitz besitzt die Zenn ein geringes Gefälle und einen geringen Abfluss sowie Sandstrukturen im Uferbereich und in der Gewässersohle.[6]

EinzugsgebietBearbeiten

Das 257,5 km² große Einzugsgebiet zieht sich in schlanker Spindelkontur von etwa 43 km Länge und maximal etwa 10 km Breite von der Waldhochebene Hohe Steig zwischen Markt Marktbergel und Markt Obernzenn im Westen wenig über der Quelle bis zur Mündung bei Fürth-Vach im Osten. Die nördliche Wasserscheide grenzt ganz im Westen ans Entwässerungsgebiet der Aisch, auf dem größeren Teil dann an das der Mittleren Aurach. Jenseits der südlichen konkurrieren nacheinander von Ost zurück nach West der Farrnbach, die Bibert und zuletzt die Fränkische Rezat, deren Quellgebiet bei Oberdachstetten nahe an dem der Zenn liegt. Hier, nahe der Westspitze des Zenn-Einzugsgebiet, läuft diese Wasserscheide auch über den mit 506 m ü. NN höchsten Punkt im ganzen Einzugsgebiet, der auf dem Illesheimer Kopf zwischen Urphertshofen diesseits und Oberdachstetten jenseits liegt. Aisch, Aurach und Farrnbach laufen wie die Zenn weiter unterhalb von links in die Regnitz, Bibert und Fränkische Rezat entwässern über deren Hauptoberlauf Rednitz ebenfalls in die Regnitz.

ZuflüsseBearbeiten

DiagrammBearbeiten

Zuflüsse von über fünf Kilometern Länge

 

Liste der ZuflüsseBearbeiten

Von der Quelle zur Mündung. Nur direkte Zuflüsse. Auswahl.

Natur und UmweltBearbeiten

WassergüteBearbeiten

Die Zenn weist durchgehend die Gewässergüteklasse II-III auf.[6]

Chemisch-physikalische Parameter (Mittelwerte), Beobachtungszeitraum 2000–2005:[7]

Messstelle WT (Ort) °C pH O2 (mg/l)[8] NH4-N (mg/l)[9] NO3-N (mg/l)[10] Pges. (mg/l) Cl (mg/l)
oberhalb der Mündung 11,9 8,1 9,2 0,29 8,9 0,278 44

BiosphäreBearbeiten

In der Zenn kommen siebzehn verschiedene Fischarten vor u. a. Aale,[11] Karpfen, Schleien, Hechte und Forellen.[12] 2007 wurden in der Zenn zweitausend Flusskrebse ausgesetzt.[11]

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Zenn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Topografische Karte 1:10.000 Bayern Nord
  2. a b Verzeichnis der Bach- und Flussgebiete in Bayern – Flussgebiet Main, Seite 46 des Bayerischen Landesamtes für Umwelt, Stand 2016 (PDF; 3,3 MB)
  3. Deutsches Gewässerkundliches Jahrbuch Rheingebiet, Teil II 2006 Bayerisches Landesamt für Umwelt, S. 97, abgerufen am 4. Oktober 2017, Auf: bestellen.bayern.de (PDF, deutsch, 23,6 MB).
  4. Wolf-Armin von Reitzenstein: Lexikon fränkischer Ortsnamen. Herkunft und Bedeutung. Oberfranken, Mittelfranken, Unterfranken. C. H. Beck, München 2009, ISBN 978-3-406-59131-0, S. 127–128 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  5. Wießner: Fürth Nr. 329.
  6. a b Zusammenfassung der Berichte zur Bestandsaufnahme 2004 in Bayern. (PDF; 760 kB) Bayerisches Landesamt für Umwelt: Berichte an die Europäische Kommission gemäß Art. 5, Anhang II und Anhang III, sowie Art. 6, Anhang IV, der Wasserrahmenrichtlinie, 1. Fassung, Augsburg 2006, S. 27
  7. Fließgewässer Mittelfranken chemisch-physikalische Parameter Parameter Beobachtungszeitraum 2000-2005@1@2Vorlage:Toter Link/www.regierung.mittelfranken.bayern.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. (PDF)
  8. Sauerstoffgehalt im Wasser (Memento des Originals vom 11. März 2008 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.abwasser-pool.de
  9. Ammoniumstickstoff (Memento des Originals vom 12. März 2008 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.abwasser-pool.de
  10. Nitrat- und Ammoniumstickstoff
  11. a b Flusskrebs kehrt in die Zenn zurück 8. Mai 2007, nordbayern.de
  12. Gewässer 2014: Zenn Fischereiverein Fürth e. V. gegr. 1881