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GeografieBearbeiten

Geografische LageBearbeiten

Mainleus liegt direkt am Main, der südlich am Ort vorbeifließt. Es ist ca. einen Kilometer vom Zusammenfluss der beiden Quellflüsse Weißer und Roter Main bei Steinenhausen (50° 5′ N, 11° 24′ O) entfernt. Die Bahnstrecke Bamberg–Hof teilt den Ort. Südlich davon liegt der Altort, nördlich ein Gewerbegebiet, an das sich im Osten und Westen Wohnsiedlungen anschließen.

GemeindegliederungBearbeiten

Mainleus gliedert sich in 40 Ortsteile:[2]

Des Weiteren gibt es zwei nicht amtlich benannte Gehöfte:

  • Dünkelhof
  • Ziegelhütte

GeschichteBearbeiten

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Schloss Wernstein
 
Kirche und Friedhof von Veitlahm
 
Kirche von Veitlahm

Bis zum 19. JahrhundertBearbeiten

Die Lage im Maintal hat der Gemeinde ihren Namen gegeben, Mainleus bedeutet Siedlung der slawischen Sippe der Lubis am Main. Die Flößerei über den Main hatte im 19. Jahrhundert ihre Blütezeit. Als Teil des seit 1792 preußischen Fürstentums Bayreuth lag Mainleus ab 1500 im Fränkischen Reichskreis. Es fiel im Frieden von Tilsit 1807 an Frankreich, das es 1810 Bayern überließ.

20. JahrhundertBearbeiten

Im Jahre 1908 richtete die Kulmbacher Spinnerei eine Zweigniederlassung in Mainleus ein. Bereits 1912 wurde diese erweitert. Durch den Zuzug von weiteren Arbeitern wurde der Wohnraum knapp. Die Kulmbacher Spinnerei unter der damaligen Leitung von Geheimrat Fritz Hornschuch begann mit dem Bau einer etwa drei Hektar großen Wohnkolonie für die Arbeiter, die Hornschuchshausen genannt wird. Bis zum Beginn des Zweiten Weltkrieges wurden insgesamt 51 Häuser für etwa 300 Bewohner errichtet. Das Ensemble ist noch bewohnt.

Die Luftangriffe am Ende des Zweiten Weltkrieges richteten sich in erster Linie gegen die sogenannte kriegsentscheidende Industrie, zu der auch die Kugellagerindustrie in Schweinfurt gehörte. Man verlegte diese Industrie in relativ sichere Gegenden. Deshalb wurden die Vereinigten Kugellager-Fabriken Schweinfurt im Jahr 1943 unter der Bezeichnung „Ostwerk“ im Spinnereigebäude Mainleus untergebracht.

Im Jahr 1943 erbaute das Ostwerk für die Zwangsarbeiter sechs Baracken mit verschiedenen Wohnungseinheiten.

EingemeindungenBearbeiten

Im Rahmen der Gebietsreform wurden am 1. Januar 1972 die bis dahin selbständigen Gemeinden Buchau, Wernstein und Willmersreuth sowie Teile der aufgelösten Gemeinde Lopp eingegliedert. Am 1. Juli 1972 kam ein Teil der Gemeinde Geutenreuth hinzu.[3] Es folgten am 1. Januar 1976 Veitlahm, am 1. Juli 1976 Proß, am 1. Januar 1977 ein Teil der aufgelösten Gemeinde Mainroth sowie am 1. Januar 1978 Danndorf, Schimmendorf und Schwarzach bei Kulmbach (mit dem am 1. April 1971 eingegliederten Schmeilsdorf).[4]

EinwohnerentwicklungBearbeiten

  • 1961: 6868 Einwohner
  • 1970: 6858 Einwohner
  • 1987: 6189 Einwohner
  • 1991: 6451 Einwohner
  • 1995: 6965 Einwohner
  • 2000: 6940 Einwohner
  • 2005: 6817 Einwohner
  • 2010: 6546 Einwohner
  • 2015: 6495 Einwohner

PolitikBearbeiten

BürgermeisterBearbeiten

Seit dem 1. Juli 2016 ist Robert Bosch (CSU) an der Spitze der Gemeindeverwaltung in Mainleus. Sein Vorgänger Dieter Adam (Freie Wähler) hatte das Amt seit 2004 inne.

MarktgemeinderatBearbeiten

Die Kommunalwahlen 2002, 2008 und 2014 führten zu folgenden Sitzverteilungen im Marktgemeinderat:

2002 2008 2014
SPD 09 06 05
CSU 06 07 07
Freie Wählergemeinschaft 04 05 05
Alternative Bürgerliste 01 02 03
Gesamt 20 20 20

SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • Die Burg Wernstein (Oberfranken), auch Schloss Wernstein genannt, zählt zu den schönsten Burganlagen in Oberfranken und ist seit über 600 Jahren im Besitz der Familie von Künßberg.
  • Schloss Buchau
  • Schloss Schmeilsdorf
  • Hornschuchshausen, sozialer Wohnungsbau aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts

BaudenkmälerBearbeiten

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

WirtschaftBearbeiten

1998 gab es nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft acht, im produzierenden Gewerbe 1014 und im Bereich Handel und Verkehr 143 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 516 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 2426. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe elf Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 114 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 2479 ha, davon waren 1534 ha Ackerfläche und 941 ha Dauergrünfläche.

SteuernBearbeiten

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 2.942.000 Euro, davon waren umgerechnet 538.000 Euro (netto) Gewerbesteuereinnahmen.

FreizeiteinrichtungenBearbeiten

  • Fritz-Hornschuch-Bad, Freibad von 1935, in den 1990er Jahren renoviert
  • Skatepark, Spiel- und Bolzplätze
  • Fußballvereine TSC Mainleus, 1. FC Schwarzach, SV Motschenbach, FSV Danndorf, SG Roth-Main
  • Etwa einen Kilometer vom Ortsrand entfernt befindet sich das Naherholungsgebiet Mainaue (Kieswäsch) mit einem Spielplatz, drei Grillstellen und Wassersportgelegenheiten.

BildungBearbeiten

Im Jahre 1999 gab es folgende Einrichtungen:

  • Kindergärten: 268 Kindergartenplätze mit 279 Kindern
  • eine Volksschule mit 30 Lehrern und 465 Schülern; mit offener und gebundener Ganztagsschule
  • Im Ortsteil Veitlahm gibt es eine Waldorfschule und einen Waldorfkindergarten.

VerkehrBearbeiten

Die Bundesstraße 289 umgeht Mainleus im Norden. Die Kreisstraßen KU 6 und KU 12 durchqueren den Ort. Der Bahnhof Mainleus liegt an der Bahnstrecke Bamberg–Hof.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Markt Mainleus in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 3. Oktober 2018.
  3. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 583.
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 692 und 693.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Mainleus – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  Wikivoyage: Mainleus – Reiseführer