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Oberhaid (Oberfranken)

Gemeinde in Deutschland

GeografieBearbeiten

Geografische LageBearbeiten

Die Gemeinde liegt etwa sieben Kilometer nordwestlich von Bamberg. Die höchsten Erhebungen sind im Westen der Spitzelberg mit 325 m und im Osten der Semberg mit 393 m. Die Lage im Maintal im Bereich des Naturparks Haßberge ist ideal für Wanderer und Radfahrer. Der Gemeindeteil Unterhaid ist der tiefstgelegene Ort im Landkreis Bamberg mit 230 m ü. NN.

NachbargemeindenBearbeiten

Oberhaid grenzt an die Gemeindegebiete von Lauter, Bischberg, Viereth-Trunstadt, das gemeindefreie Gebiet Semberg sowie die Stadtgebiete von Baunach, Hallstadt und Bamberg. Bereits zum Landkreis Haßberge (Unterfranken) zählen die Gemeinde Stettfeld und die Stadt Eltmann.

GemeindegliederungBearbeiten

Oberhaid gliedert sich in fünf Ortsteile (Einwohnerzahlen in Klammern, Stand: Januar 2013[2]):[3]

GeschichteBearbeiten

Bis zum 19. JahrhundertBearbeiten

Das Kloster Fulda hatte bereits im achten Jahrhundert Besitz im Gemeindegebiet. Das Kloster Michelsberg baute seit dem 13. Jahrhundert seine Grundherrschaft in Oberhaid aus. Der Ort gehörte somit zum Herrschaftsbereich des Hochstifts Bamberg, kirchlich jedoch bis 1810 zum Bistum Würzburg und blieb diesem zehntpflichtig. Während des Dreißigjährigen Krieges wurde Oberhaid fast vollständig zerstört, aber danach wieder aufgebaut. Oberhaid und die heutigen Gemeindeteile Unterhaid und Staffelbach gehören seit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 wie weite Teile Frankens zu Bayern (Siehe auch Geschichte Frankens).[4] Die Gemeinden Oberhaid, Unterhaid und Staffelbach entstanden mit dem Gemeindeedikt von 1818.

Der Anschluss an das Eisenbahnnetz erfolgte am 1. Februar 1852.

ReligionBearbeiten

Laut Zensus am 9. Mai 2011 sind 80,7 % der Einwohner römisch-katholisch und 8,9 % evangelisch-lutherisch. 10,4 % haben eine andere Religion oder sind konfessionslos.

EingemeindungenBearbeiten

Am 1. Mai 1978 wurden die ehemals selbstständigen Gemeinden Unterhaid und Staffelbach eingemeindet.[5]

EinwohnerentwicklungBearbeiten

  • 1961: 3215 Einwohner
  • 1970: 3771 Einwohner
  • 1987: 4090 Einwohner
  • 1991: 4407 Einwohner
  • 1995: 4676 Einwohner
  • 2000: 4775 Einwohner
  • 2005: 4712 Einwohner
  • 2010: 4662 Einwohner
  • 2015: 4582 Einwohner

PolitikBearbeiten

BürgermeisterBearbeiten

Bürgermeister ist seit 2008 Carsten Joneitis (SPD). Er setzte sich bei der Wahl 2008 gegen den damaligen Amtsinhaber Harald Krug (CSU) mit 53,4 % der Stimmen durch und wurde 2014 ohne Gegenkandidat mit 95,16 % der Stimmen wiedergewählt.

GemeinderatBearbeiten

Gemeinderatswahl 2014Bearbeiten

Der Gemeinderat von 2014 bis 2020 hat 16 Mitglieder:

Gemeinderatswahl 2008Bearbeiten

Der Gemeinderat von 2008 bis 2014 hatte 16 Mitglieder:

Gemeinderatswahl 2002Bearbeiten

Der Gemeinderat von 2002 bis 2008 hatte 16 Mitglieder:

  • CSU 8 Sitze
  • SPD 5 Sitze
  • UBV/FW 2 Sitze
  • ÜL/CWG 1 Sitz

WappenBearbeiten

Blasonierung: „In Rot ein silberner Flug mit daraus wachsendem, silbern bekleidetem Arm, der ein goldenes Balkenkreuz emporhält; unten rechts ein schwebendes silbernes Schildchen, darin ein durchgehendes schwarzes Kreuz.“ Der Flug mit Kreuz und Arm geht auf das Kloster Michelsberg in Bamberg, das silberne Schild auf das Kloster Fulda zurück.

StädtepartnerschaftenBearbeiten

Partnerort ist Oberhain, ein Ortsteil der Stadt Königsee in Thüringen.

BaudenkmälerBearbeiten

 
Katholische Pfarrkirche St. Bartholomäus
 
Katholische Pfarrkirche St. Bartholomäus

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

VerkehrBearbeiten

  • Es besteht ein Autobahnanschluss an die A 70 Ausfahrt Viereth-Trunstadt, Richtung Oberhaid.
  • Die Bahnstation Oberhaid liegt an der Bahnstrecke Bamberg–Würzburg.
  • Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV) besteht mit einer Busverbindung auf der Strecke Bamberg–Schweinfurt mit Bushaltestellen in Oberhaid, Unterhaid und Staffelbach.

Freiwillige FeuerwehrenBearbeiten

Freiwillige Feuerwehren bestehen in Oberhaid, Unterhaid und Staffelbach.

BrauereienBearbeiten

In der Gemeinde gibt es noch eine Brauerei, die ihr Bier in eigener Braustätte herstellt, die Brauerei Wagner in Oberhaid. Die Gambrinusbräu in Unterhaid lässt das Bier im Lohnbrauverfahren brauen. Die Brauerei Hertlein in Staffelbach schloss im Jahr 2017.

LiteraturBearbeiten

  • Robert Lott: Chronik der Gemeinde Oberhaid. Gesamtherstellung: Fränkischer Tag GmbH & Co. KG, Bamberg o. J. <1988>

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Archivierte Kopie (Memento des Originals vom 14. März 2014 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/oberhaid.de Einwohnerzahlen auf oberhaid.de
  3. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?val=1125&attr=590&modus=automat&tempus=20100905/130856&hodie=20100905/130857
  4. Johannes Neumann: Der Reichsdeputationshauptschluss von 1803: Voraussetzungen und Folgen (PDF-Datei; 179 kB)
  5. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 672.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Oberhaid – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien