Pinzberg

Gemeinde im Landkreis Forchheim in Bayern

Pinzberg ist eine Gemeinde im oberfränkischen Landkreis Forchheim und der Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Gosberg.

Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Pinzberg
Pinzberg
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Pinzberg hervorgehoben

Koordinaten: 49° 41′ N, 11° 6′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberfranken
Landkreis: Forchheim
Verwaltungs­gemeinschaft: Gosberg
Höhe: 334 m ü. NHN
Fläche: 13,32 km2
Einwohner: 1947 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 146 Einwohner je km2
Postleitzahlen: 91361, 91358Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahl: 09191
Kfz-Kennzeichen: FO, EBS, PEG
Gemeindeschlüssel: 09 4 74 158
Gemeindegliederung: 5 Gemeindeteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Reuther Str. 1
91361 Pinzberg
Website: www.vg-gosberg.de
Bürgermeisterin: Elisabeth Simmerlein (Freie Wähler)
Lage der Gemeinde Pinzberg im Landkreis Forchheim
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Über dieses Bild

GeografieBearbeiten

Geografische LageBearbeiten

Pinzberg liegt in der Planungsregion Oberfranken-West, etwa 5 km südöstlich von Forchheim.

GemeindegliederungBearbeiten

Die Gemeinde Pinzberg hat 5 amtlich benannte Ortsteile:[2]

Es gibt die Gemarkungen Dobenreuth (mit Steingraben), Gosberg und Pinzberg (mit Elsenberg).

NachbargemeindenBearbeiten

Nachbargemeinden sind (von Norden beginnend im Uhrzeigersinn): Wiesenthau, Leutenbach, Kunreuth, Effeltrich, Forchheim.

 
Alte Schmiede und Wegbrunnen in Pinzberg

GeschichteBearbeiten

Bis zur GemeindegründungBearbeiten

Pinzberg gehörte zum Hochstift Bamberg, das ab 1500 im Fränkischen Reichskreis lag. Seit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 gehört der Ort wie weite Teile Frankens zu Bayern (Siehe auch Geschichte Frankens).[3] Im Zuge der Verwaltungsreformen im Königreich Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

EingemeindungenBearbeiten

Am 1. Mai 1978 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Dobenreuth und Gosberg eingegliedert.[4]

EinwohnerentwicklungBearbeiten

  • 1961: 1493 Einwohner
  • 1970: 1608 Einwohner
  • 1987: 1696 Einwohner
  • 1991: 1824 Einwohner
  • 1995: 1898 Einwohner
  • 2000: 1864 Einwohner
  • 2005: 1923 Einwohner
  • 2010: 1926 Einwohner
  • 2015: 1903 Einwohner

PolitikBearbeiten

Jugendgemeinderat und JugendbürgermeisterBearbeiten

Seit 1996 gibt es in Pinzberg einen Jugendgemeinderat. Dieser wurde vom damaligen Bürgermeister Reinhardt Glauber ins Leben gerufen. Der amtierende Jugendbürgermeister seit dem Jahr 2008 ist Fabian Friedl aus Gosberg.

GemeinderatBearbeiten

Die Kommunalwahlen 2014 führten zu folgender Sitzverteilung im Gemeinderat:

  • CSU/Bürgerblock: 4 Sitze
  • Freie Wählergruppe Dorfgemeinschaft: 4 Sitze
  • Wählergemeinschaft unabhängiger Bürger: 3 Sitze
  • Die Chance: 1 Sitz

BürgermeisterBearbeiten

Bürgermeisterin ist seit 2020 Elisabeth Simmerlein (Freie Wähler). Von 1996 bis 2020 amtierte Reinhard Seeber (CSU/Bürgerblock). Sein Vorgänger war der spätere Landrat Reinhardt Glauber (1990 bis 1996).

Zweiter Bürgermeister ist Peter Andexinger (Wählergemeinschaft unabhängiger Bürger) und dritter Bürgermeister Thorsten Glauber (Freie Wählergruppe).

WappenBearbeiten

Die Wappenbeschreibung lautet: In Gold eine eingeschweifte rote Spitze, darin ein silberner Torturm mit beiderseits anschließender silberner Quadermauer; beseitet vorne von einem schwarzen dreiblättrigen Kleeblatt, hinten von einer schwarzen Kornblumenblüte.

BaudenkmälerBearbeiten

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Wirtschaft einschließlich Land- und ForstwirtschaftBearbeiten

Nach der amtlichen Statistik gab es 1998 im produzierenden Gewerbe 28 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 29 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 669. Im verarbeitenden Gewerbe gab es einen Betrieb, im Bauhauptgewerbe ebenfalls einen Betrieb. Zudem bestanden im Jahr 1999 71 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1046 Hektar, davon waren 633 Hektar Ackerfläche und 338 Hektar Dauergrünfläche.

VerkehrBearbeiten

Die Gemeinde hat zwei Haltepunkte (Pinzberg und Gosberg) an der Bahnstrecke Forchheim–Behringersmühle und ist in das Tarifgebiet des Verkehrsverbundes Großraum Nürnberg integriert.

Durch Pinzberg verläuft der Fränkische Marienweg.

BildungBearbeiten

Im Jahre 1999 gab es folgende Einrichtungen:

  • einen Kindergarten mit 75 Kindergartenplätzen und 61 Kindern
  • eine Volksschule mit fünf Lehrern und 106 Schülern

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

Commons: Pinzberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Pinzberg in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 4. Januar 2020.
  3. Johannes Neumann: Der Reichsdeputationshauptschluss von 1803: Voraussetzungen und Folgen (PDF-Datei; 179 kB)
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 684.