Weilersbach (Oberfranken)

Gemeinde im Landkreis Forchheim in Bayern

Weilersbach ist eine Gemeinde im oberfränkischen Landkreis Forchheim und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Kirchehrenbach. In der Gemeinde gibt es keinen Gemeindeteil Weilersbach.

Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Weilersbach
Weilersbach (Oberfranken)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Weilersbach hervorgehoben

Koordinaten: 49° 45′ N, 11° 8′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberfranken
Landkreis: Forchheim
Verwaltungs­gemeinschaft: Kirchehrenbach
Höhe: 335 m ü. NHN
Fläche: 8,61 km2
Einwohner: 1997 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 232 Einwohner je km2
Postleitzahl: 91365
Vorwahl: 09191
Kfz-Kennzeichen: FO, EBS, PEG
Gemeindeschlüssel: 09 4 74 171
Gemeindegliederung: 5 Gemeindeteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Annaberg 18
91365 Weilersbach
Website: www.weilersbach.de
Bürgermeister: Marco Friepes (CSU)
Lage der Gemeinde Weilersbach im Landkreis Forchheim
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Über dieses Bild

GeographieBearbeiten

 
Weilersbach Luftaufnahme (2020)

GemeindegliederungBearbeiten

Die Gemeinde Weilersbach besteht aus fünf amtlich benannten Gemeindeteilen:[2]

NachbargemeindenBearbeiten

Nachbargemeinden sind (von Norden beginnend im Uhrzeigersinn): Ebermannstadt, Pretzfeld, Kirchehrenbach, Forchheim, Eggolsheim.

GeschichteBearbeiten

Weilersbach (zwischen 1007 und 1062 erstmals erwähnt) und Reifenberg (im Jahr 1140 erstmals erwähnt) gehörten zum Hochstift Bamberg, das ab 1500 im Fränkischen Reichskreis lag. Seit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 gehört der Ort wie weite Teile Frankens zu Bayern (Siehe auch Geschichte Frankens).[3] Im Zuge der Verwaltungsreformen im Königreich Bayern entstanden mit dem Gemeindeedikt von 1818 die Gemeinden Oberweilersbach, Unterweilersbach und Reifenberg. Die drei selbstständigen Gemeinden schlossen sich am 1. Juli 1970 bei der Gebietsreform zur Gemeinde Weilersbach zusammen.[4] Dies war der erste freiwillige Zusammenschluss von Einzelgemeinden zu einer Großgemeinde in Bayern.

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Der Gemeinderat besteht aus dem Ersten Bürgermeister und 14 Mitgliedern. Die vergangenen Gemeinderatswahlen führten zu folgenden Ergebnissen:

Wahljahr CSU Bürgerrecht Weilersbach* Gesamt
2020 8 Sitze 6 Sitze 14 Sitze
2014 8 Sitze 6 Sitze 14 Sitze
2008 8 Sitze 6 Sitze 14 Sitze
2002 7 Sitze 7 Sitze 14 Sitze

(Stand: Kommunalwahl am 15. März 2020)

* 2002/2008: Freie Wähler – Bürgerrecht-Einigkeit-Freie unabhängige Wähler

BürgermeisterBearbeiten

Bürgermeister ist seit 2020 Marco Friepes (CSU). Vorgänger war Gerhard Amon (CSU).

WappenBearbeiten

Blasonierung: „Über von Silber und Rot gespaltenem Spitzenschildfuß im Wellenschnitt gespalten von Rot und Silber, der Spaltungslinie aufgelegt eine heraldische Lilie in verwechselten Farben, vorne ein silberner Zinnenturm, hinten ein bewurzelter grüner Laubbaum.“[5]

Wappengeschichte: Stellvertretend für die vielen Adelsgeschlechter, die mit dem Ort verbunden waren, bildet das Wappen der Herren von Hetzelsdorf die Grundstruktur des Gemeindewappens. Sie standen im Dienst der Herren von Schlüsselberg und sind 1634 ausgestorben. In der evangelischen Kirche von Beerbach sind Totenschilde aus dem 14. und 15. Jahrhundert überliefert. Der Turm erinnert an die Burg Reifenberg, die 1151 erstmals erwähnt wird, und an die nach ihr genannten Herren von Reifenberg, die im 12. Jahrhundert ausgestorben sind. Der Baum in der hinteren Schildhälfte symbolisiert den Waldreichtum in der Umgebung. Die Lilie ist das Symbol der heiligen Anna. Sie ist Kirchenpatronin der Wallfahrtskirche auf dem St.-Anna-Berg in Unterweilersbach, deren Turmuntergeschoß aus dem 13. Jahrhundert stammt.

Die Gemeinde Weilsersbach führt das Wappen seit 1986.

Politische OrganisationenBearbeiten

  • Die Wählergruppierung Bürgerrecht Weilersbach etablierte sich in Weilersbach im Jahre 1977.
  • Die Christlich-Soziale Union stellt seit den Kommunalwahlen im März 2002 den Bürgermeister.
  • Am 14. November 2008 gründete sich der FDP-Ortsverband Weilersbach.

Leben in der GemeindeBearbeiten

VersorgungBearbeiten

Weilersbach verfügt über zwei Banken, einen Zahnarzt, einen Allgemeinarzt, eine Bäckerei, einen Supermarkt mit Tankstelle, verschiedene Handwerksbetriebe, drei Gasthäuser, zwei Freiwillige Feuerwehren (mit Ortsteil Reifenberg), einen Kindergarten (mit Kinderkrippenoption) und eine Grundschule.

VereineBearbeiten

Das Leben in der Gemeinde Weilersbach ist durch verschiedene Vereine geprägt. Der mitgliederstärkste Verein ist der SV Gloria Weilersbach mit rund 600 Mitgliedern.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • Wallfahrtskirche St. Anna
  • St.-Nikolaus-Kirche (Vexierkapelle) Reifenberg
  • Maria-Hilf-Kapelle
  • Judenhof und ehemalige jüdische Traufhäuser

Siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Weilersbach (Oberfranken)

Söhne und Töchter der GemeindeBearbeiten

WeblinksBearbeiten

Commons: Weilersbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Tabellenblatt "Daten 2", Statistischer Bericht A1200C 202041 Einwohnerzahlen der Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke 1. Vierteljahr 2020 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Weilersbach in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 25. Mai 2020.
  3. Johannes Neumann: Der Reichsdeputationshauptschluss von 1803: Voraussetzungen und Folgen (PDF-Datei; 179 kB)
  4. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 451.
  5. Eintrag zum Wappen von Weilersbach (Oberfranken) in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte