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Effeltrich

Gemeinde im Landkreis Forchheim in Bayern
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Effeltrich
Effeltrich
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Effeltrich hervorgehoben
Koordinaten: 49° 40′ N, 11° 6′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberfranken
Landkreis: Forchheim
Verwaltungs­gemeinschaft: Effeltrich
Höhe: 304 m ü. NHN
Fläche: 11,92 km2
Einwohner: 2557 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 215 Einwohner je km2
Postleitzahl: 91090
Vorwahl: 09133
Kfz-Kennzeichen: FO, EBS, PEG
Gemeindeschlüssel: 09 4 74 122
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Forchheimer Straße 1
91090 Effeltrich
Website: www.effeltrich.de
Bürgermeisterin: Kathrin Heimann (Die Effeltricher Liste (DEL))
Lage der Gemeinde Effeltrich im Landkreis Forchheim
Landkreis Nürnberger LandErlangenLandkreis BambergLandkreis Erlangen-HöchstadtLandkreis BayreuthBambergLandkreis BambergWiesenttalIgensdorfHiltpoltsteinGräfenbergHallerndorfForchheimHausen (bei Forchheim)HeroldsbachEggolsheimWeißenoheWiesenthauWeilersbach (Oberfranken)UnterleinleiterPretzfeldPoxdorf (Oberfranken)PinzbergObertrubachNeunkirchen am BrandLeutenbach (Oberfranken)LangensendelbachKunreuthKleinsendelbachKirchehrenbachHetzlesGößweinsteinEffeltrichEbermannstadtDormitzIgensdorfKarte
Über dieses Bild
Effeltrich, Kirchenburg aus der Vogelperspektive (2018)
Senkrechtansicht (2018)
Kirchenburg
„Tausendjährige Linde“

Effeltrich ist eine Gemeinde im oberfränkischen Landkreis Forchheim und der Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Effeltrich.

GeografieBearbeiten

Geografische LageBearbeiten

Die Gemeinde liegt etwa 20 Kilometer nördlich von Nürnberg. Zu Effeltrich gehört der eingemeindete Ortsteil Gaiganz, ca. drei Kilometer nordöstlich (ca. 450 Einwohner).

NachbargemeindenBearbeiten

Nachbargemeinden sind (von Norden beginnend im Uhrzeigersinn):

Pinzberg, Kunreuth, Hetzles, Langensendelbach und Poxdorf, mit dem Effeltrich eine Verwaltungsgemeinschaft bildet.

GemeindegliederungBearbeiten

Effeltrich gliedert sich in zwei Ortsteile:[2]

GeschichteBearbeiten

Bis zur GemeindegründungBearbeiten

Effeltrich bedeutet Ort mit vielen Apfelbäumen (Apfelreich). Der Ort wurde 1174 erstmals urkundlich erwähnt und hat seitdem eine ausgeprägte Obstbaumzucht, die von jeher die Haupterwerbsquelle des Ortes ist. Auch heute noch prägen die Baumschulen und Gartenbaubetriebe das Ortsbild. Im Jahre 1433 wurde die Kapelle von Effeltrich urkundlich erwähnt. Der Ort gehörte bis zur Säkularisation 1802 zum Hochstift Bamberg, ab 1500 zum Fränkischen Reichskreis und kam dann zu Bayern.

EingemeindungenBearbeiten

Am 1. Mai 1978 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Gaiganz eingegliedert.[3]

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Der Gemeinderat von Effeltrich hat 15 Mitglieder einschließlich des nebenamtlichen Bürgermeisters.

CSU Die Effeltricher Liste (DEL) FW Bürgerliste-Gaiganz SPD Gesamt
2008 5 2 5 2 1 15 Sitze
2014 5 (CSU/ÜWG) 5 4 1 15 Sitze

(Stand: Kommunalwahl am 30. März 2014)

BürgermeisterBearbeiten

Bürgermeisterin ist seit 2014 Kathrin Heimann (DEL). Ihr Vorgänger war seit 1996 Richard Schmidt (Freie Wähler).[4]

WappenBearbeiten

Die Wappenbeschreibung lautet: „In Rot zwei durch eine silberne Mauer verbundene, spitz bedachte silberne Rundtürme, darüber schwebend ein goldener Apfel mit Stiel und Blatt.“

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

Effeltrich ist bekannt für seine Tracht und sein Brauchtum, die vor allem durch den Volkstrachtenverein Effeltrich und die Effeltricher Sänger und Musikanten gepflegt werden.

Effeltrich ist auch durch die mindestens 500 Jahre alte, sagenumwobene Tanzlinde auf dem Dorfplatz bekannt, die bei Studentenfesten, Mondscheinnächten und anderen Brauchtumsveranstaltungen das kulturelle Zentrum der Gemeinde bildete.[5] Der Ort besitzt eine Wehrkirche aus dem Mittelalter, die als Kirchenburg bekannt und dem heiligen Georg geweiht ist.

LiteraturBearbeiten

  • Robert Kotz: Effeltrich – Gemeinde und Pfarrei. Verlag Ludwig Müller, Erlangen 1980, ISBN 3-7896-0047-4

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. bayerische-landesbibliothek-online.de
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart / Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 684.
  4. fw-effeltrich.de
  5. Rainer Graefe: Bauten aus lebenden Bäumen: geleitete Tanz- und Gerichtslinden. Geymüller, Verl. für Architektur, Aachen [u. a.] 2014, ISBN 978-3-943164-08-4.