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Eggenbach (Ebensfeld)

Siedlung in Deutschland

Eggenbach ist ein Ortsteil des oberfränkischen Marktes Ebensfeld im Landkreis Lichtenfels.

Eggenbach
Markt Ebensfeld
Koordinaten: 50° 6′ 9″ N, 10° 53′ 49″ O
Höhe: 290 m ü. NN
Einwohner: 169 (1. Feb. 2016)[1]
Eingemeindung: 1. Januar 1978
Postleitzahl: 96250
Vorwahl: 09533
Kuratiekirche Mariä Schmerz
Kuratiekirche Mariä Schmerz

Inhaltsverzeichnis

GeographieBearbeiten

Eggenbach liegt am gleichnamigen Bach, in einem Seitental des Itzgrundes. Der Ort befindet sich im Banzgau, einem lang gezogenen Dreieck zwischen der Itz und dem Main, südlich von Kloster Banz, und wird von der Kreisstraße LIF 8 gequert.

GeschichteBearbeiten

Als Waltrat dem Heiligen Bonifatius im 9. Jahrhundert seine Güter in „Echerbach“ übergab, wurde der Ort erstmals in den Traditionen des Klosters Fulda genannt, die auf einer Abschrift im Codex Eberhardi aus dem 12. Jahrhundert beruhen.[2] Die nächste Erwähnung bezieht sich auf die Zeit von 1123 bis 1147, als der Abt Hermann von Kloster Michelsberg Güter in „Echirbach“ erwarb.

1801 war der Ort Teil des Gebietes des Hochstifts Bamberg. Die Vogtei, Dorf- und Gemeindeherrschaft und der Zehnt gehörten dem Kloster Michelsberg. Daneben gab es fünf Oberpfarr- und ein Gotteshauslehen. Den zuständigen Pfarrer in Döringstadt und die geistliche Gerichtsbarkeit stellte das Bistum Würzburg.[2] Eggenbach hatte damals außer einer alten Kirche und der Wallfahrtskirche ein Gemeindehaus, die Gemeindeschmiede, ein Hirtenhaus, eine Mahlmühle und 43 andere, meist mit Stadel versehene, Häuser.[2]

1862 wurde das katholische Eggenbach in das neu geschaffene bayerische Bezirksamt Staffelstein eingegliedert. Die Landgemeinde gehörte zum Landgericht Seßlach. Ein Gemeindeteil war der protestantische Weiler Erlhof.

1871 hatte Eggenbach 217 Einwohner und 152 Gebäude. Die katholische Schule befand sich im Ort. Das Kirchdorf gehörte zum katholischen Kirchensprengel vom 3,5 Kilometer entfernten in Döringstadt.[3] 1900 umfassten die beiden Orte der Landgemeinde Eggenbach eine Fläche von 533,48 Hektar, 203 Einwohner und 47 Wohngebäude. 171 Personen lebten in Eggenbach in 42 Wohngebäuden[4] und 1925 187 Personen in 34 Wohngebäuden. Die zuständige evangelische Pfarrei und Schule war in Lahm.[5] 1950 hatte Eggenbach 193 Einwohner und 31 Wohngebäude. Der Ort gehörte zum Sprengel der katholischen Pfarrei in Ebensfeld.[6] Im Jahr 1970 zählte das Kirchdorf 182,[7] 1987 insgesamt 160 Einwohner sowie 40 Wohnhäuser mit 43 Wohnungen.[8]

Am 1. Juli 1972 wurde der Landkreis Staffelstein aufgelöst. Eggenbach wurde in den Landkreis Lichtenfels eingegliedert und Draisdorf als Gemeindeteil zugeschlagen. Seit dem 1. Januar 1978 gehört Eggenbach als Ortsteil zu Ebensfeld.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

Die katholische Kuratie- und Wallfahrtskirche Mariä Schmerz stammt aus dem Anfang des 18. Jahrhunderts. Sie steht außerhalb des Ortes auf einer Anhöhe. 1721 wurde Eggenbach eine selbstständige Kaplanei, 1851 eine Kuratie.

In der Liste der Baudenkmäler in Eggenbach sind 13 Sehenswürdigkeiten aufgeführt.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. ebensfeld.de
  2. a b c Dorothea Fastnacht: Staffelstein. Ehemaliger Landkreis Staffelstein. Historisches Ortsnamenbuch von Bayern. Oberfranken. Band 5: Staffelstein. Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 2007, ISBN 978 3 7696 6861 2. S. 95f
  3. kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. München 1877, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen von 1871), Sp. 1121, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).
  4. K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, Abschnitt II, Sp. 1122 (Digitalisat).
  5. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, Abschnitt II, Sp. 1157 (Digitalisat).
  6. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, Abschnitt II, Sp. 999 (Digitalisat).
  7. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, S. 163 (Digitalisat).
  8. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, S. 317 (Digitalisat).