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Himmelstadt

Gemeinde im Landkreis Main-Spessart in Deutschland
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Himmelstadt
Himmelstadt
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Himmelstadt hervorgehoben

Koordinaten: 49° 55′ N, 9° 48′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Main-Spessart
Verwaltungs­gemeinschaft: Zellingen
Höhe: 165 m ü. NHN
Fläche: 13,42 km2
Einwohner: 1581 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 118 Einwohner je km2
Postleitzahl: 97267
Vorwahl: 09364
Kfz-Kennzeichen: MSP
Gemeindeschlüssel: 09 6 77 142
Gemeindegliederung: 1 Ortsteil
Adresse der Verbandsverwaltung: Würzburger Str. 26
97225 Zellingen
Website: www.himmelstadt.de
Bürgermeister: Herbert Hemmelmann (CSU)
Lage der Gemeinde Himmelstadt im Landkreis Main-Spessart
HessenBaden-WürttembergWürzburgLandkreis AschaffenburgLandkreis MiltenbergLandkreis Bad KissingenLandkreis KitzingenLandkreis WürzburgForst LohrerstraßeRechtenbachEsselbachRuppertshüttener ForstRuppertshüttener ForstPartensteiner ForstPartensteiner ForstLangenprozeltener ForstHerrnwaldHaurainHafenlohrFürstlich Löwensteinscher ParkFrammersbacher ForstFrammersbacher ForstFrammersbacher ForstForst AuraForst AuraBurgjoß (gemeindefreies Gebiet)Burgjoß (gemeindefreies Gebiet)SchollbrunnBischbrunnThüngenPartensteinMittelsinnHaslochNeuhütten (Unterfranken)RechtenbachRechtenbachHafenlohrHafenlohrLohr am MainLohr am MainZellingenWiesthalUrspringenRothenfelsRoden (Unterfranken)RieneckRetzstadtObersinnObersinnObersinnNeustadt am MainNeuendorf (Unterfranken)MarktheidenfeldTriefensteinKreuzwertheimKarsbachKarlstadtKarbach (Unterfranken)HimmelstadtGräfendorfGössenheimGemünden am MainFrammersbachFrammersbachFellenEußenheimErlenbach bei MarktheidenfeldBirkenfeld (Unterfranken)Aura im SinngrundAura im SinngrundArnstein (Unterfranken)BurgsinnSteinfeld (Unterfranken)Landkreis SchweinfurtKarte
Über dieses Bild
Blick auf Himmelstadt

Himmelstadt ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Main-Spessart und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Zellingen.

Aufgrund des „himmlischen“ Namens der Gemeinde existiert seit 1986 das „Weihnachtspostamt Himmelstadt“, das gemeinsam von der Deutschen Post und der Gemeinde betrieben wird.

GeografieBearbeiten

LageBearbeiten

Himmelstadt liegt am Ufer des Mains, am Maindreieck im Gebiet der Mainfränkischen Platten. Die Gemarkung Himmelstadt erstreckt sich als einzige im Landkreis auf beide Seiten des Mains. Links des Mains befindet sich der weitläufige Himmelstadter Wald, rechts des Mains die Himmelstadter Weinberge.

Insgesamt erstreckt sich die Gemarkung auf 1341 Hektar. Davon sind 12,2 % Siedlungs- und Verkehrsfläche, 37,3 % Landwirtschaft und 43,7 % entsprechend 586 Hektar Wald.[2]

GeologieBearbeiten

 
Prallhang zwischen Karlstadt und Himmelstadt mit Muschelkalk

Vor etwa 240 Millionen Jahren bedeckte das Triasmeer Mainfranken, das durch Spessart und Odenwald aufgestaut wurde. Bis schließlich der Main allmählich sein Tal in Form des Mainvierecks eingrub, als Abfluss des Meers. Die letzten Spuren des Meeres stammen aus der Zeit vor etwa 180 Millionen Jahren. In den dazwischenliegenden 60 Millionen Jahren lagerte es Muschelkalk ab, der heute in Form von hohen Felswänden die Landschaft rund um Himmelstadt prägt. Der Main durchfließt das Gemeindegebiet in fast nördlicher Richtung, bevor ihn der Steilhang des Stettener Berges bis Laudenbach nach Nordwesten zwingt. Während die Steilhänge die rechte Uferseite dominieren, entstanden linkerhand sanfte Böschungen die in einer dicken Lage Mainsand, Kies und Löß bzw. Lößlehm zum Main hin auslaufen.

NachbargemeindenBearbeiten

Gemeinde
Laudenbach
Kreisstadt
Karlstadt
Gemeinde
Stetten
  Markt
Thüngen
Gemeinde
Duttenbrunn
Markt
Zellingen
Gemeinde
Retzbach

KlimaBearbeiten

In Himmelstadt herrscht ein Klima, das beim Kontinentalitätsgrad im Übergangsbereich zwischen Seeklima und Kontinentalklima liegt. Prägend für die Region sind heiße trockene Sommer[3] und kalte Winter, wobei Himmelstadt durch seine Lage am Main häufig schneefrei bleibt.

Untersuchungen der Veitshöchheimer Landesanstalt liefern folgende Klimadaten für die Region:[4]

  • Frostfreie Vegetationszeit: 160 – 190 Tage
  • Sonnenscheindauer: 1600 bis 1750 Stunden
  • Jahrestemperatur: 8,5 – 9,0 °C (mit ansteigenden Trend)
  • Niederschlagsmenge: 500 – 600 l/m²

Die nächste Wetterstation befindet sich in Arnstein-Müdesheim.[5]

GeschichteBearbeiten

EtymologieBearbeiten

Der ursprüngliche Name besteht aus dem Personennamen der Ortsgründerin Immina und dem althochdeutschen Wort stat. Im 13. Jahrhundert wurde der erste Namensbestand in mittelhochdeutsch himel umgedeutet, was sich auch im lateinischen Namenszusatz Celiporta (Pforte des Himmels) erkennen lässt.[6]

Frühere SchreibweisenBearbeiten

Frühere Schreibweisen des Ortes aus diversen historischen Karten und Urkunden:[6]

  • 840 Immestat
  • 1103 Himminstat
  • 1164 Himmenstat
  • 1172 Hymenstat
  • 1182 Himmistat
  • 1223 Himilstat
  • 1230 Himelstat
  • 1262 Hiemelstat
  • 1335 Himmelstat
  • 1800 Himmelstadt

GeschichteBearbeiten

Wie Fundstätten der Bandkeramik, Hallstattzeit und der Latènezeit zeigen war das Gebiet des heutigen Himmelstadts bereits in der Jungsteinzeit besiedelt[7]

Zur Zeit der Merowinger war die Siedlung im Besitz des fränkischen Herzoges Hetan II. Seine um 700 geborene Tochter Immina der das Erbe, nach seinem Tode und dem ihres Bruders zufiel, hatte einen klösterlichen Lebenswandel. König Pippin schenkte ihr für die Zeit ihres Lebens mehrere Güter, während der Rest des Herzogtums an das Bistum Würzburg überging. Über den genauen Hergang der Schenkung und der betroffenen Güter herrscht bei den Historikern jedoch noch keine einheitliche Meinung.[8][9]

 
Burkard, Fürstbischof von Würzburg (742 bis 754)

753 ging nach dem Tod der Ortsgründerin Immina der Besitz wieder an Bischof Burkard von Würzburg über, dessen Name sich auch in der ehemaligen Hofstallung "Burkardstuhl" wiederfindet.

820 wird der Ort als HIMMINESTAT erstmals in einer Schenkungsurkunde am das Kloster Fulda urkundlich erwähnt.

840 wechselt der Ort erneut den Besitzer und wird von Kaisers Ludwig des Frommen an einen Grafen Bernhart zu Franken verschenkt.[10]

1231 wurde das Zisterzienserkloster Himmelspforten in Himmelstadt durch Bischof Hermann I. von Lobdeburg gegründet. Auf Grund andauernder Streitigkeiten und Plünderungen durch einen Ritter Herold von Zellingen, wurde es im Jahr 1253 jedoch von Himmelstadt nach Himmelspforten bei Würzburg verlegt.[11]

1291 Erste schriftliche Erwähnung der Weinberge in Himmelstadt.

1611 Wütete die Pest und forderte in 12 Monaten 189 Todesopfer (47 % der Bevölkerung).

1614 Weihe der St. Jakobus Kirche im Beisein von Julius Echter.

1618/1648 Im 30-jährigen Krieg, wird Himmelstadt oft von durchziehenden Truppen geplündert und zerstört.

1795 Anschaffung eines Hochaltares.

1803 Die Wirtschaftsgüter des Klosters, das zum Fränkischen Reichskreis gehörte, werden zugunsten Bayerns säkularisiert.

1805 Im Frieden von Preßburg werden die Gemarkung Erzherzog Ferdinand von Toskana zur Bildung des Großherzogtums Würzburg überlassen.

1818 Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

1899 Errichtung der Eisenbahnstation (V. Klasse)

1907 Wird die stählerne Mainbrücke eröffnet und die Bahnstation und Weinberge besser an den Ort anzubinden.

1924 Die ersten Wohnhäuser werden auf der rechten Mainseite errichtet. Die "Siedlung" wird bis 1951 bereits 31 Wohnhäuser zählen.[12]

1926 Kommen nach einer Marienerscheinung rund 7000 Pilger in den Ort.

1934 bis 1940 wurde die Staustufe und Schleuse ausgebaut.

Am 28. März 1945 wurde die Brücke auf Befehl der Deutschen Wehrmachtsführung gesprengt und bis 1949 neu aufgebaut.

1954 Einweihung der Turnhalle des TSV Himmelstadt.

1965 wurde die St.-Immina-Gedächtniskirche erbaut um die stark gewachsene Gemeinde unterzubringen und die St.Jakobus Kirche geschlossen.

1973 Einweihung des neuen Rathauses.

1978 wird die Verwaltungsgemeinschaft Zellingen (mit Zellingen, Retzbach, Duttenbrunn, Retzstadt und Thüngen) gegründet.

1981 wurde die Brücke durch eine moderne Spannbetonbrücke ersetzt.

1982 Einweihung der Mehrzweckhalle, wofür die Turnhalle im Jahr zuvor abgerissen wurde.

1984 Fertigstellung der Unterführung unter der Bahnstrecke Würzburg-Gemünden.

1989 Das Gewerbegebiet an der B27 wird beschlossen.

1994 Die Weinbergskapelle "Maria an der Kelter" wird eingeweiht.

1997 Einweihung des Neubaus der Grundschule.

2000 findet die Wiedereinweihung der St.Jakobus Kirche, nach einer längeren Restaurierung unter der Leitung des "Fördervereins zur Erhaltung der Julius-Echter-Kirche" statt.

2010 wurde die St.-Immina-Gedächtniskirche profaniert und abgerissen.

2012 Das neue Pfarrzentrum "Sel. Immina" wird auf den Grundmauern der ehemaligen St.-Immina-Gedächtniskirche errichtet.[13]

EinwohnerentwicklungBearbeiten

 

PolitikBearbeiten

Kommunalwahl 2014[14]
Wahlbeteiligung: 66 %
 %
40
30
20
10
0
36,52 %
35,98 %
27,5 %
NLH

GemeinderatBearbeiten

Partei Stimmanteil Sitze
CSU/FBL 36,52 % 5
Neue Liste Himmelstadt 35,98 % 4
SPD 27,5 % 3

Stand: 2014[15]

BürgermeisterBearbeiten

Am 19. November 2018 wurde Herbert Hemmelmann (CSU) zum Bürgermeister gewählt. Die Amtsperiode wird bis 2026 andauern.[16] Vorgänger war Gundram Gehrsitz (CSU/Freie Bürgerliste), der am 12. Juli 2018 im Amt verstarb.[17] Harald Führer (CSU/Freie Bürgerliste), bekleidete das Amt vor ihm. Er musste Ende 2012 sein Amt krankheitsbedingt aufgeben.[18]

WappenBearbeiten

 
Himmelstadter Wappen

In Silber ein blauer Wellenbalken; darüber ein dreiteiliger, roter Rosenzweig, darunter das rote Monogramm HP.

Der Ort kam 840 an die Domkirche Würzburg und blieb bis zum Ende des Alten Reichs 1803 unter der Herrschaft des Hochstifts Würzburg. An diese lang währende Zugehörigkeit erinnern die Farben Silber und Rot. Das Monogramm HP ist das Gemarkungszeichen des Zisterzienserinnenklosters Himmelspforten, das 1231 von Fürstbischof Hermann von Lobdeburg (1225 bis 1254) im Gemeindegebiet von Himmelstadt gegründet und noch unter seiner Regierung 1250 in die Nähe von Würzburg verlegt worden war. Auf alten Grenzsteinen, die einstigen Klosterbesitz markierten, ist dieses Monogramm überliefert. Der Rosenzweig ist dem Konventsiegel des Klosters entnommen und weist als Marienmotiv auf den Zisterzienserinnenkonvent. Der blaue Wellenbalken stellt die geografische Lage der Gemeinde zu beiden Seiten des Mains dar.[19]

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

BaudenkmälerBearbeiten

Im Ortskern befinden sich laut aktueller Denkmalschutzliste 18 geschützte Baudenkmäler sowie elf geschützte Bildstöcke.[20]

BodendenkmälerBearbeiten

Im Jahr 2018 fanden geophysikalische Bodenuntersuchungen statt, um Zustand, Ort und Lage des ehemaligen Klosters Himmelspforten und des Burgstalls "Burkardstuhl" zu bestimmen. Die Untersuchungen sind noch nicht abgeschlossen.

Auf der Gemarkung Himmelstadt befinden sich mehrere Siedlungen und Fundstätten der Bandkeramik, Hallstattzeit und der Latènezeit, so wie im Himmelstadter Wald einzelne Grabhügel vorgeschichtlicher Zeitstellung.[21]

KirchenBearbeiten

St. JakobusBearbeiten

Die 1613 gebaute Julius Echter Kirche "St. Jakobus" wurde unter der Leitung des Fördervereins ab 1990 renoviert und im Jahr 2000 wieder eingeweiht. Mit der Profanierung der St. Immina-Gedächtniskirche wurde 2010 St. Jakobus wieder Pfarrkirche von Himmelstadt.

St. Immina-GedächtniskircheBearbeiten

Die 1965 als moderner Betonbau errichtete St. Immina-Gedächtniskirche wurde, da sie renovierungsbedürftig war, 2010 profaniert und abgerissen. Auf ihren Grundmauern wurde ein modernes Gemeindezentrum errichtet und 2010 eingeweiht. Eine kleine Marienkapelle erinnert an die ehemalige Kirche.

Weinbergskapelle "Maria an der Kelter"Bearbeiten

In der 1994 errichteten Weinbergskapelle "Maria an der Kelter" befindet sich einen Abguss einer Rokoko-Hausfigur, die Maria als Herzogin von Franken darstellt. Jedes Jahr findet am Pfingstmontag hier ein Feldgottestdienst statt.

Historischer KalkofenBearbeiten

2017 wurde ein Kalkofen aus dem 19. Jahrhundert durch den Arbeitskreis Tourismus wiederhergestellt und mit Bänken und Schautafeln ausgestattet.[22]

Rad- und WanderwegeBearbeiten

In der Gemarkung Himmelstadt gibt es 7 gekennzeichnete Wanderwege die zum Teil im Wald und zum Teil in den Weinbergen angesiedelt sind. Teile davon führen entlang des fränkischern Marienwegs. Zudem gibt es einen Treidelpfad entlang des Mains, der von Karlstadt über Himmelstadt bis nach Retzbach führt.[23]

Entlang des Mains zieht sich der über 500 Kilometer lange MainRadweg durch die Gemarkung.

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Ansässige UnternehmenBearbeiten

Es gab 2011 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 74, im Bereich Handel und Verkehr 67, im Bereich Unternehmensdienstleister 11 und bei öffentlichen und privaten Dienstleistern 11 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 665. Im verarbeitenden Gewerbe gab es einen Betrieb, im Bauhauptgewerbe zwei Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 2011 12 landwirtschaftliche Betriebe.

Die Arbeitslosenquote lag 2016 bei 2 Prozent.[24]

VerkehrBearbeiten

Die Bundesstraße 27 führt östlich an Himmelstadt vorbei. Links des Mains führt die Staatsstraße 2300 (von Mühlbach nach Würzburg) durch Himmelstadt.

Himmelstadt verfügt rechts des Mains über einen Bahnhof an der Main-Spessart-Bahn (Würzburg-Hanau), der von der Regionalbahn stündlich bedient wird. Durch den Himmelstadter Wald führt die Schnellfahrstrecke Hannover–Würzburg mit mehreren kurzen Tunnelabschnitten.

Seit 2003 ist mit der Bundesstraße 26n eine autobahnähnliche Bundesfernstraße geplant, die nördlich von Himmelstadt das Maintal mit einer Brücke überspannen soll. Im Bundesverkehrswegeplan 2030 ist aber nur der Ausbau des Abschnittes bis Karlstadt vorgesehen.[25]

Öffentliche EinrichtungenBearbeiten

  • Rathaus
  • Freiwillige Feuerwehr
  • Gemeindebücherei

Wasser und EnergieBearbeiten

  • Die Gemeinde Himmelstadt versorgt sich durch selbstgefördertes Trinkwasser aus der eigenen "Feldmühlquelle".
  • An der Staustufe Himmelstadt befindet sich ein Wasserkraftwerk mit 2,60 MW.[26]

BildungBearbeiten

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 2017):

  • Kindergarten Zwergenhöhle: 75 Kindergartenplätze mit 40 Kindern
  • Volksschulen: eine Schule mit drei Vollzeitlehrkräften und 44 Schülern

KulturBearbeiten

Regelmäßige VeranstaltungenBearbeiten

Himmelstadter Weihnachtserlebnisse und WeihnachtspostamtBearbeiten

Durch den Namen "Himmel"-stadt wurden bereits 1928 Briefe ans Christkind geschickt, die in Himmelstadt beantwortet wurden. Seit 1986 ist Himmelstadt offiziell "Weihnachtspostamt", wo mehrere ehrenamtliche Helfer Briefe aus aller Welt beantworten. Briefe die in einen Postkasten an der historischen Poststelle eingeworfen werden, erhalten einen Sonderstempel der Deutsche Post AG.

Am 1. und 3. Advent findet ein regional bekannter Weihnachtsmarkt mit ca. 50 Händlern, Handwerkern und Ausstellern statt. Briefe ans Christkind können an diesen Terminen direkt im Rathaus bei den Engelchen abgegeben werden.[27]

VereinslebenBearbeiten

Derzeit sind in Himmelstadt 19 Vereine gemeldet. Darunter der Karnevalsverein, die Freiwillige Feuerwehr, drei Musikvereine, mehrere Sportvereine, so wie mehrere politische Vereine und Interessengemeinschaften.[28] Der Modellflugverein betreibt am Waldrand einen Modellflugplatz.[29]

Museen und ParkanlagenBearbeiten

Historische PoststelleBearbeiten

Die Ausstellung "Weihnachtspostamt" ist in der historischen Poststelle an der Brücke das ganze Jahr von 9:00 Uhr bis 18:00 Uhr geöffnet.

1. Deutscher Philatelisten-LehrpfadBearbeiten

Am Mainufer befindet sich der 1. Deutsche Philatelisten-Lehrpfad. Mit über 30 Schautafeln informiert er über die Weihnachts- und Blumenbriefmarken des jeweiligen Jahres, sowie über Sondermarken zu bedeutenden Jahrestagen der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland.

Ökologischer WeinlehrpfadBearbeiten

Ebenfalls am Mainufer wurde ein ökologischer Weinlehrpfad mit ausgewählten Tafeltrauben errichtet, an dem über 11 Rebsorten informiert wird und diese zur Erntezeit probiert werden können.

NaturSchauGarten Main-SpessartBearbeiten

Der 800 m² große Schaugarten würde 2017 als Lehr- und Anschauungsobjekt für eine überwiegend durch heimische Pflanzen und Materialien geprägte Gartenkultur eröffnet.[30]

Aussichtspunkte in den WeinbergenBearbeiten

 
Aussicht auf Himmelstadt

In den Himmelstatter und Stettener Weinlagen gibt es drei größere Aussichtspunkte entlang der Wanderwege:

  • Weinberg-Pavillon auf dem Lerchenberg
  • Schutzhütte auf dem Stettener Stein
  • Terroir-f Punkt "Magischer Ort des Frankenweins"[3]

PersönlichkeitenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Himmelstadt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. www.statistik.bayern.d. (PDF) Abgerufen am 15. Juni 2018.
  3. Der Spiegel, Online-Ausgabe vom 6. Juli 2015: Sommer in Deutschland: Kitzingen stellt neuen Hitzerekord auf
  4. Spätfrostbekämpfung in Weinbergen. (PDF) Abgerufen am 24. Mai 2018.
  5. [1]
  6. a b Wolf-Armin von Reitzenstein: Lexikon fränkischer Ortsnamen. Herkunft und Bedeutung. Oberfranken, Mittelfranken, Unterfranken. C. H. Beck, München 2009, ISBN 978-3-406-59131-0, S. 104 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  7. Bayerischer Denkmal-Atlas. Abgerufen am 14. Juni 2018.
  8. Franconia Sancta - Das Leben der Heiligen und Seligen des Frankenlandes - J.B. Stamminger 1881
  9. Aufzeichnungen von Magister Lorenz Fries in der Würzburger Chronik
  10. Monumenta Boica XXVIII, 35
  11. Urkunden-Regesten zur Geschichte des Zisterzienserklosters Himmelspforten, Hermann Hoffmann, 1962
  12. "Neu-Himmelstadt auf der rechten Mainseite" - Main-Post 21.09.1951
  13. Chronik. Abgerufen am 15. Juni 2018.
  14. [2]
  15. GR-Himmelstadt 2014. Abgerufen am 15. Juni 2018.
  16. Neuer Bürgermeister in Himmelstadt. Abgerufen am 21. November 2018.
  17. Bürgermeister von Himmelstadt erliegt Herzinfarkt In: BR.de (Bayerischer Rundfunk), 14. Juli 2018. Abgerufen am 4. September 2019.
  18. Bürgermeister Führer hört auf. In: MainPost.de, 7. Dezember 2012.
  19. Haus der Bayerischen Geschichte - Bayerns Gemeinden. Abgerufen am 15. Juni 2018 (englisch).
  20. Himmelstadt ist reich an historischen Gebäuden. Abgerufen am 11. Juli 2013.
  21. Bayerischer Denkmal-Atlas. Abgerufen am 14. Juni 2018.
  22. Historischer Kalkofen. Abgerufen am 14. Juni 2018.
  23. Rad- und Wanderwege. Abgerufen am 15. Juni 2018.
  24. www.statistik.bayern.de. (PDF) Abgerufen am 12. Juni 2018.
  25. Planungsstand beim Staatlichen Bauamt Würzburg (Memento vom 18. Februar 2015 im Internet Archive)
  26. http://www.wsa-schweinfurt.wsv.de/. Abgerufen am 12. Juni 2018.
  27. Himmelstadter Weihnachtserlebnisse. Abgerufen am 15. Juni 2018.
  28. Vereinsleben. Abgerufen am 12. Juni 2018.
  29. Verein - FMSC Milan e.V. Abgerufen am 15. Juni 2018.
  30. NaturSchauGarten Main-Spessart. Abgerufen am 12. Juni 2018.