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Rothenfels

Gemeinde im Landkreis Main-Spessart in Deutschland
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Rothenfels
Rothenfels
Deutschlandkarte, Position der Stadt Rothenfels hervorgehoben
Koordinaten: 49° 53′ N, 9° 36′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Main-Spessart
Verwaltungs­gemeinschaft: Marktheidenfeld
Höhe: 154 m ü. NHN
Fläche: 12,06 km2
Einwohner: 1013 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 84 Einwohner je km2
Postleitzahl: 97851
Vorwahl: 09393
Kfz-Kennzeichen: MSP
Gemeindeschlüssel: 09 6 77 181
Stadtgliederung: 2 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Hauptstraße 34
97851 Rothenfels
Website: www.rothenfels.de
Bürgermeister: Michael Gram (Unabhängige Bürger/Freie Bürger/SPD)
Lage der Stadt Rothenfels im Landkreis Main-Spessart
HessenBaden-WürttembergWürzburgLandkreis AschaffenburgLandkreis MiltenbergLandkreis Bad KissingenLandkreis KitzingenLandkreis WürzburgForst LohrerstraßeRechtenbachEsselbachRuppertshüttener ForstRuppertshüttener ForstPartensteiner ForstPartensteiner ForstLangenprozeltener ForstHerrnwaldHaurainHafenlohrFürstlich Löwensteinscher ParkFrammersbacher ForstFrammersbacher ForstFrammersbacher ForstForst AuraForst AuraBurgjoß (gemeindefreies Gebiet)Burgjoß (gemeindefreies Gebiet)SchollbrunnBischbrunnThüngenPartensteinMittelsinnHaslochNeuhütten (Unterfranken)RechtenbachRechtenbachHafenlohrHafenlohrLohr am MainLohr am MainZellingenWiesthalUrspringenRothenfelsRoden (Unterfranken)RieneckRetzstadtObersinnObersinnObersinnNeustadt am MainNeuendorf (Unterfranken)MarktheidenfeldTriefensteinKreuzwertheimKarsbachKarlstadtKarbach (Unterfranken)HimmelstadtGräfendorfGössenheimGemünden am MainFrammersbachFrammersbachFellenEußenheimErlenbach bei MarktheidenfeldBirkenfeld (Unterfranken)Aura im SinngrundAura im SinngrundArnstein (Unterfranken)BurgsinnSteinfeld (Unterfranken)Landkreis SchweinfurtKarte
Über dieses Bild
Rothenfels am Main von Nordosten

Rothenfels ist eine Stadt im unterfränkischen Landkreis Main-Spessart und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Marktheidenfeld. Sie ist nach Einwohnern die kleinste Stadt Bayerns.

GeografieBearbeiten

Geografische LageBearbeiten

Rothenfels liegt rechts des Mains zwischen Lohr am Main und Marktheidenfeld. Eingezwängt zwischen dem Fluss und einem Steilhang besteht die Stadt aus wenig mehr als einer Hauptstraße. Der topographisch höchste Punkt der Stadtgemarkung befindet sich mit 508 m ü. NN am Dreßlingkopf, südlich von Aurora, der niedrigste liegt im Main auf 142 m ü. NN. Seit 2006 wird der Maindamm, Teil der alten und stillgelegten Eisenbahnstrecke Lohr am Main – Wertheim, als Umgehungsstraße genutzt.

Oberhalb der Stadt befindet sich die Burg Rothenfels, an die sich der Stadtteil Bergrothenfels anschließt.

StadtgliederungBearbeiten

Rothenfels gliedert sich in zwei Stadtteile[2]:

NachbargemeindenBearbeiten

Gemeinde
Neustadt am Main
Fürstlich Löwensteinscher Park
(Gemeindefreies Gebiet)
  Stadt
Marktheidenfeld
Gemeinde
Hafenlohr

NameBearbeiten

EtymologieBearbeiten

Der Name Rothenfels besteht aus den mittelhochdeutschen Wörtern rôt und velse und bedeutet roter Fels oder rote Felsen.[4]

Frühere SchreibweisenBearbeiten

Frühere Schreibweisen des Ortes aus diversen historischen Karten und Urkunden:[4]

  • 1171 Rotenuels
  • 1219 Rotenuelse
  • 1220 Rotenfels
  • 1241 Rotinvels
  • 1536 Rothenfels

GeschichteBearbeiten

Bis zur Gründung der GemeindenBearbeiten

Der um 1148 im Schutz der Burg Rothenfels entstandene Ort wurde 1342 erstmals als Stadt in einer Urkunde des Mainzer Fürstbischofs von Wolfskehl erwähnt. Die Orte Rothenfels, Bergrothenfels und Windheim schlossen sich im Jahr 1686 zu einem Gemeindeverband zusammen.

Während der Säkularisation 1803 fiel das würzburgische Rothenfels an das Fürstenhaus Löwenstein-Wertheim-Rosenberg, 1806 an das Fürstentum Aschaffenburg. 1813 kam Rothenfels an das Königreich Bayern. 1822 wurden Bergrothenfels und Windheim aus der Gemeinde ausgegliedert und erneut selbständig.

Nach Daten der Gesellschaft für Leprakunde existierte in Rothenfels ein mittelalterliches Leprosorium, das als "alter Siechhobel" bezeichnet wurde. Es befand sich am Pfarrgarten, seine Gründung kann allerdings nicht genauer datiert werden.[5]

VerwaltungsgeschichteBearbeiten

Im Jahr 1862 wurde das Bezirksamt Lohr am Main gebildet, auf dessen Verwaltungsgebiet Rothenfels lag. 1871 kam Rothenfels jedoch anlässlich der Reform des Zuschnitts der bayerischen Bezirksämter zum Bezirksamt Marktheidenfeld und kehrte am 1. Januar 1880 ins Bezirksamt Lohr zurück. Wie überall im Deutschen Reich wurde 1939 die Bezeichnung Landkreis eingeführt. Rothenfels war nun eine der 26 Gemeinden im Landkreis Lohr am Main. Mit der Auflösung des Landkreises Lohr am Main kam Rothenfels am 1. Juli 1972 in den neu gebildeten Landkreis Mittelmain, der zehn Monate später seinen endgültigen Namen Landkreis Main-Spessart erhielt.

EingemeindungenBearbeiten

Am 1. Januar 1972 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Bergrothenfels wieder eingegliedert.[6] Windheim gehört heute zur Gemeinde Hafenlohr.

ReligionBearbeiten

Rothenfels ist katholisch geprägt. Zum Dekanat Lohr (Bistum Würzburg)[7] gehört die Pfarrei Mariä Himmelfahrt[8] in der Kernstadt mit der Filiale St. Josef der Arbeiter[9] in Bergrothenfels.

PolitikBearbeiten

BürgermeisterBearbeiten

Von 1996 bis 2014 war Rosemarie Richartz (Stadtrat 96) Bürgermeisterin von Rothenfels. Seit 2014 ist Michael Gram (Unabhängige Bürger/Freie Bürger/SPD) neuer Bürgermeister.[10]

StadtratBearbeiten

Die Kommunalwahlen 2002, 2008 und 2014 führten zu folgenden Sitzverteilungen im Stadtrat:

2002 2008 2014
Stadtrat 96 7 7
Unabhängige Bürger/Freie Bürger/SPD   5 5 12
Gesamt 12 12 12

SehenswürdigkeitenBearbeiten

In der Stadt findet man einige sehenswerte Fachwerkhäuser mit Statuen.

Burg RothenfelsBearbeiten

Auf einem Felssporn über der Stadt erhebt sich die Burg Rothenfels. Als ein beliebtes Ausflugsziel zwischen Würzburg und Aschaffenburg bekannt, hat sich die Burg Rothenfels vor allem, aus der Tradition der katholischen JugendbewegungQuickborn“ kommend, als ein christliches Bildungs- und Tagungshaus in freier Trägerschaft einen Namen gemacht. Die Burg ist auch eine Jugendherberge des DJH.

BaudenkmälerBearbeiten

PersönlichkeitenBearbeiten

In Rothenfels geborenBearbeiten

  • Johannes IV. Beck (1516–1562), Zisterzienserabt
  • Oswald Loschert (1704–1785), Prämonstratenserabt
  • Wilhelm Hepp (1764–1832), Orgelbauer
  • Ludwig Lehner (1907–1997), Missionsarzt in der Mandschurei und Medizinaldirektor in Uffenheim

EhrenbürgerBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111119/223504&attr=OBJ&val=1744
  3. Verwaltungsgemeinschaft Marktheidenfeld: Entwicklung der Einwohnerzahlen seit 1981. 2014 (online [abgerufen am 9. Mai 2014]). online (Memento des Originals vom 29. April 2014 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.vgem-marktheidenfeld.de
  4. a b Wolf-Armin von Reitzenstein: Lexikon fränkischer Ortsnamen. Herkunft und Bedeutung. Oberfranken, Mittelfranken, Unterfranken. C. H. Beck, München 2009, ISBN 978-3-406-59131-0, S. 194 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  5. Mittelalterliche Leprosorien im heutigen Bayern, Gesellschaft für Leprakunde, Münster 1995, abgerufen 5. Januar 2017 (Memento des Originals vom 6. Februar 2015 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.muenster.org
  6. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 514.
  7. Bistum Würzburg: Alle Dekanate. 2014 (online [abgerufen am 9. Mai 2014]).
  8. Marktheidenfeld – St. Josef, Bräutigam der Muttergottes: Pfarrgemeinde Rothenfels. 2014 (online [abgerufen am 9. Mai 2014]). online (Memento des Originals vom 4. Mai 2014 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.pfarreiengemeinschaft-st-laurentius.de
  9. Marktheidenfeld – St. Josef, Bräutigam der Muttergottes: Pfarrgemeinde Bergrothenfels. 2014 (online [abgerufen am 25. Juni 2014]). online (Memento des Originals vom 4. Mai 2014 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.pfarreiengemeinschaft-st-laurentius.de
  10. http://www.main-netz.de/nachrichten/region/lohr/lohr-kurz/art3994,2979286