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Birkenfeld (Unterfranken)

Gemeinde im Landkreis Main-Spessart in Deutschland

GeographieBearbeiten

Birkenfeld liegt in der Region Main Spessart.

 
Gemeinde Birkenfeld

GemeindegliederungBearbeiten

Zu Birkenfeld gehören drei[3] Siedlungen, die sich auf zwei[2] Ortsteile verteilen:

Es gibt die Gemarkungen Billingshausen und Birkenfeld.

 
Kath. Pfarrkirche St. Valentin
 
Darstellung des Ortspatrons St. Georg

NachbargemeindenBearbeiten

NameBearbeiten

EtymologieBearbeiten

Der Name Birkenfeld besteht aus dem althochdeutschen Adjektiv birkîn (von der Birke) und dem Wort felt (Feld).[4]

Frühere SchreibweisenBearbeiten

Frühere Schreibweisen des Ortes aus diversen historischen Karten und Urkunden:[4]

  • 788 „Pirchanafelt“
  • 860 „Birchinafelde“
  • 1164 „Birkenuelt“
  • 1178 „Birchinuelt“
  • 1376 „Birkenfelt“
  • 1418 „Birckenfeld“
  • 1799 „Birkenfeld“

GeschichteBearbeiten

Bis zur GemeindegründungBearbeiten

Urkundlich nachgewiesen ist, dass schon im Jahre 788 ein „Pirchanafelt in pago Waldsasse“ bestand. Es wurde im Zusammenhang mit der umfangreichen Mattonenschenkung aus dem Waldsassengau an die Reichsabtei Fulda des Grafen Matto und dessen Bruder Mengingoz erwähnt. Die Reichsabtei Fulda unter Abt Sturmi(us) erhielt demnach zwei Teile im Dorf Pirchanafelt geschenkt. Der Mattone Mengingaud war von Anfang 754 bis Januar 769 Bischof von Würzburg, danach bis zu seinem Tode am 26. September 783 Abt im Kloster Neustadt. Den Mattonenbesitz in Birkenfeld vermachten 788 seine Verwandten dem Kloster Fulda. Während der Zeit der Stammesherzogtümer lag der Ort im Herzogtum Franken.

Neben dem Grafen von Rieneck (bis zum Jahre 1337) und dem Hochstift Würzburg hatte das Prämonstratenser-Kloster Oberzell und seit 1164 auch das Hochstift Naumburg in Gemeinschaft mit dem Hochstift Würzburg Grundbesitz, Gefälle, Zehnten und Wildbachrechte. Die weltlichen Grundherren waren die Schecken von Homburg 1199, die Herren von Westernburg vor 1342 und seit 1348 die Herren von Witzstadt. Rechte und Güter besaßen von alters her die Vögte von Rieneck und die Grafen von Wertheim. Urkundlich werden auch die Rüden von Kollenberg und zu Beginn des 16. Jahrhunderts die Familien Steigerwald, Loos und von Kottwitz genannt. Genannt sind auch die Würzburger Stifte Neumünster, Agnetenkloster und Himmelspforten sowie das Kloster Schönau bei Gemünden um 1320, Sankt Burkardus in Würzburg und das Kloster Bronnbach an der Tauber.

Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

EingemeindungenBearbeiten

Am 1. Mai 1978 wurde die bis dahin selbständige Nachbargemeinde Billingshausen eingegliedert.[5]

EinwohnerentwicklungBearbeiten

  • 1830: 1393 Einwohner
  • 1875: 1652 Einwohner
  • 1905: 1586 Einwohner
  • 1919: 1748 Einwohner
  • 1933: 1642 Einwohner
  • 1939: 1563 Einwohner
  • 1946: 2319 Einwohner
  • 1952: 2061 Einwohner
  • 1960: 1810 Einwohner
  • 1961: 1833 Einwohner[5]
  • 1970: 1862 Einwohner[5]
  • 1985: 1925 Einwohner
  • 1991: 2031 Einwohner
  • 1995: 2067 Einwohner
  • 2000: 2127 Einwohner
  • 2005: 2160 Einwohner
  • 2010: 2104 Einwohner
  • 2015: 2121 Einwohner

PolitikBearbeiten

Bürgermeister ist Achim Müller (Freie Wählergemeinschaft).

BaudenkmälerBearbeiten

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Wirtschaft einschließlich Land- und ForstwirtschaftBearbeiten

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft vier, im produzierenden Gewerbe 111 und im Bereich Handel und Verkehr 27 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 69 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 867. Im verarbeitenden Gewerbe gab es fünf Betriebe, im Bauhauptgewerbe fünf Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 46 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 2374 ha, davon waren 2231 ha Ackerfläche und 140 ha Dauergrünfläche.

BildungBearbeiten

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 1999):

  • Kindergärten: 100 Kindergartenplätze mit 84 Kindern
  • Schulen: Schulgebäude für drei Klassen (Volksschule Karbach)

PersönlichkeitenBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. a b Verwaltungsgemeinschaft Marktheidenfeld: Kurzer Überblick über die Geschichte der Verwaltungsgemeinschaft Marktheidenfeld. 2014 (online [abgerufen am 5. Juni 2014]). online (Memento des Originals vom 7. September 2015 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.vgem-marktheidenfeld.de
  3. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111119/023818&attr=OBJ&val=1713
  4. a b Wolf-Armin von Reitzenstein: Lexikon fränkischer Ortsnamen. Herkunft und Bedeutung. Oberfranken, Mittelfranken, Unterfranken. C. H. Beck, München 2009, ISBN 978-3-406-59131-0, S. 38–39 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  5. a b c Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 763.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Birkenfeld – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien