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Esselbach

Gemeinde im Landkreis Main-Spessart in Deutschland
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Esselbach
Esselbach
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Esselbach hervorgehoben

Koordinaten: 49° 51′ N, 9° 32′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Main-Spessart
Verwaltungs­gemeinschaft: Marktheidenfeld
Höhe: 300 m ü. NHN
Fläche: 11,93 km2
Einwohner: 2096 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 176 Einwohner je km2
Postleitzahlen: 97839, 97836
Vorwahl: 09394
Kfz-Kennzeichen: MSP
Gemeindeschlüssel: 09 6 77 126
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile[2]
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 8
97839 Esselbach
Website: www.esselbach-online.de
Bürgermeister: Richard Roos (CSU)
Lage der Gemeinde Esselbach im Landkreis Main-Spessart
HessenBaden-WürttembergWürzburgLandkreis AschaffenburgLandkreis MiltenbergLandkreis Bad KissingenLandkreis KitzingenLandkreis WürzburgForst LohrerstraßeRechtenbachEsselbachRuppertshüttener ForstRuppertshüttener ForstPartensteiner ForstPartensteiner ForstLangenprozeltener ForstHerrnwaldHaurainHafenlohrFürstlich Löwensteinscher ParkFrammersbacher ForstFrammersbacher ForstFrammersbacher ForstForst AuraForst AuraBurgjoß (gemeindefreies Gebiet)Burgjoß (gemeindefreies Gebiet)SchollbrunnBischbrunnThüngenPartensteinMittelsinnHaslochNeuhütten (Unterfranken)RechtenbachRechtenbachHafenlohrHafenlohrLohr am MainLohr am MainZellingenWiesthalUrspringenRothenfelsRoden (Unterfranken)RieneckRetzstadtObersinnObersinnObersinnNeustadt am MainNeuendorf (Unterfranken)MarktheidenfeldTriefensteinKreuzwertheimKarsbachKarlstadtKarbach (Unterfranken)HimmelstadtGräfendorfGössenheimGemünden am MainFrammersbachFrammersbachFellenEußenheimErlenbach bei MarktheidenfeldBirkenfeld (Unterfranken)Aura im SinngrundAura im SinngrundArnstein (Unterfranken)BurgsinnSteinfeld (Unterfranken)Landkreis SchweinfurtKarte
Über dieses Bild

Esselbach ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Main-Spessart und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Marktheidenfeld.

GeografieBearbeiten

 
Gemeinde Esselbach

Höchster und niedrigster PunktBearbeiten

Der topographisch höchste Punkt der Gemeinde befindet sich mit 450 m ü. NN (Lage) an der Karlshöhe, der niedrigste liegt am Wachenbach auf 195 m ü. NN (Lage).

GemeindegliederungBearbeiten

Die Gemeinde besteht neben dem Hauptort aus zwei weiteren Ortsteilen[2] und gliedert sich in folgende zehn Siedlungen[3]:

Es gibt die Gemarkungen Esselbach (mit Alte Wachenmühle und Neue Wachenmühle), Kredenbach, Steinmark (mit Kieseckersmühle und Heinrichsmühle) und Fürstlich Löwensteinscher Park (mit Faun[4], Karlshöhe[5] und Schleifthor[6]).

NachbargemeindenBearbeiten

Fürstlich Löwensteinscher Park
(Gemeindefreies Gebiet)
Gemeinde
Hafenlohr
Gemeinde
Bischbrunn
 
Gemeinde
Schollbrunn
Stadt
Marktheidenfeld

GewässerBearbeiten

Durch den Ort fließen der Esselbach und der Wachenbach, in den der Esselbach mündet.

NameBearbeiten

EtymologieBearbeiten

Der Name Esselbach leitet sich von dem gleichnamigen Bach Esselbach ab[7], welcher über den Wachenbach der Hafenlohr zufließt. Der Name "Esselbach" geht aus dem mittelhochdeutschen Bestimmungswort Espin, was Espe bedeutet und dem Grundwort Bach hervor. Als Erklärung ergibt sich daraus ein von Espen bestandener Wasserlauf. Der Wechsel von n oder l vor b ist nicht selten. Die heutige Form mit ss ist durch Assimilation entstanden.

Frühere SchreibweisenBearbeiten

Frühere Schreibweisen des Ortes aus diversen historischen Karten und Urkunden:[7]

  • 1182 Espelbach
  • 1424 Espilbach
  • 1594 Eisselbach
  • 1625 Esselbach

GeschichteBearbeiten

Bis zur Gründung der VorläufergemeindenBearbeiten

Als Teil des Hochstifts Würzburg fiel der Hauptort Esselbach ebenso wie Steinmark und Kredenbach als Teile der Grafschaft Wertheim nach dem Reichsdeputationshauptschluss 1803 an das neu gebildete Fürstentum Aschaffenburg, mit welchem sie 1814 an das Königreich Bayern kamen. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstanden mit dem Gemeindeedikt von 1818 drei selbständige Gemeinden.

VerwaltungsgeschichteBearbeiten

Im Jahre 1862 wurde das Bezirksamt Marktheidenfeld gebildet, auf dessen Verwaltungsgebiet Esselbach lag. 1939 wurde wie überall im Deutschen Reich die Bezeichnung Landkreis eingeführt. Esselbach war nun eine der 47 Gemeinden im Landkreis Marktheidenfeld. Mit der Auflösung des Landkreises Marktheidenfeld kam Esselbach am 1. Juli 1972 in den neu gebildeten Landkreis Mittelmain, der zehn Monate später seinen endgültigen Namen Landkreis Main-Spessart erhielt.

EingemeindungenBearbeiten

Im Zuge der bayerischen Gebietsreform schlossen sich am 1. Mai 1978 die bisherigen Gemeinden Esselbach, Steinmark und Kredenbach zur neuen Gemeinde Esselbach zusammen.[8]

EinwohnerentwicklungBearbeiten

  • 1961: 1516 Einwohner[8]
  • 1970: 1627 Einwohner[8]
  • 1987: 1747 Einwohner
  • 1991: 1938 Einwohner
  • 1995: 2111 Einwohner
  • 2000: 2041 Einwohner
  • 2005: 2036 Einwohner
  • 2010: 1975 Einwohner
  • 2015: 2051 Einwohner

PolitikBearbeiten

BürgermeisterBearbeiten

Bürgermeister ist seit 2013 Richard Roos (CSU). Sein Vorgänger war seit 2002 Klaus Hofmann (Freie Wähler).

GemeinderatBearbeiten

Die 14 Gemeinderäte teilen sich seit der Kommunalwahl 2014 auf drei Fraktionen auf:

  • CSU/Bürgerblock: 5 (2008: 3)
  • Freie Wähler: 5 (2008: 6)
  • Bürgerliste: 4 (2008: 2)
  • Bürgergemeinschaft: - (2008: 3)

GemeindepartnerschaftenBearbeiten

Es besteht eine Gemeindepartnerschaft mit Stetteldorf in Niederösterreich.

ReligionBearbeiten

Esselbach ist katholisch geprägt. Die Pfarrei St. Margareta gehört zum Dekanat Lohr (Bistum Würzburg).[9]

Die Ortsteile Steinmark und Kredenbach hingegen sind evangelisch geprägt und gehörten zur Grafschaft Wertheim.

BaudenkmälerBearbeiten

BildungBearbeiten

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 2016):

  • einen katholischen Kindergarten mit fünf Kindergartengruppen,
  • eine Privatschule des Universellen Lebens bis zur zehnten Jahrgangsstufe.

KulturBearbeiten

Der Spielmannszug der Königlich-Bayerischen Landwehr „Frisch-Auf“ Esselbach/Spessart zählt zu den bekanntesten Spielmannszügen und Musikvereinen im innerdeutschen Raum und ist auch international präsent.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. a b Archivlink (Memento des Originals vom 2. April 2015 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.esselbach-online.de
  3. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111119/185640&attr=OBJ&val=1717
  4. Rechtsklick auf BayernAtlas
  5. Rechtsklick auf BayernAtlas
  6. Rechtsklick auf BayernAtlas
  7. a b Wolf-Armin von Reitzenstein: Lexikon fränkischer Ortsnamen. Herkunft und Bedeutung. Oberfranken, Mittelfranken, Unterfranken. C. H. Beck, München 2009, ISBN 978-3-406-59131-0, S. 67 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  8. a b c Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 763.
  9. Bistum Würzburg: Alle Dekanate. 2014 (online [abgerufen am 8. Mai 2014]).

WeblinksBearbeiten

  Commons: Esselbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien