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Hasloch

Gemeinde im Landkreis Main-Spessart in Deutschland
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Hasloch
Hasloch
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Hasloch hervorgehoben
Koordinaten: 49° 48′ N, 9° 29′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Main-Spessart
Verwaltungs­gemeinschaft: Kreuzwertheim
Höhe: 165 m ü. NHN
Fläche: 10,38 km2
Einwohner: 1388 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 134 Einwohner je km2
Postleitzahl: 97907
Vorwahl: 09342
Kfz-Kennzeichen: MSP
Gemeindeschlüssel: 09 6 77 137
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Lengfurter Str. 8
97892 Kreuzwertheim
Website: www.hasloch.de
Bürgermeister: Karl Heinz Schöffer (SPD/Freie Bürger)
Lage der Gemeinde Hasloch im Landkreis Main-Spessart
HessenBaden-WürttembergWürzburgLandkreis AschaffenburgLandkreis MiltenbergLandkreis Bad KissingenLandkreis KitzingenLandkreis WürzburgForst LohrerstraßeRechtenbachEsselbachRuppertshüttener ForstRuppertshüttener ForstPartensteiner ForstPartensteiner ForstLangenprozeltener ForstHerrnwaldHaurainHafenlohrFürstlich Löwensteinscher ParkFrammersbacher ForstFrammersbacher ForstFrammersbacher ForstForst AuraForst AuraBurgjoß (gemeindefreies Gebiet)Burgjoß (gemeindefreies Gebiet)SchollbrunnBischbrunnThüngenPartensteinMittelsinnHaslochNeuhütten (Unterfranken)RechtenbachRechtenbachHafenlohrHafenlohrLohr am MainLohr am MainZellingenWiesthalUrspringenRothenfelsRoden (Unterfranken)RieneckRetzstadtObersinnObersinnObersinnNeustadt am MainNeuendorf (Unterfranken)MarktheidenfeldTriefensteinKreuzwertheimKarsbachKarlstadtKarbach (Unterfranken)HimmelstadtGräfendorfGössenheimGemünden am MainFrammersbachFrammersbachFellenEußenheimErlenbach bei MarktheidenfeldBirkenfeld (Unterfranken)Aura im SinngrundAura im SinngrundArnstein (Unterfranken)BurgsinnSteinfeld (Unterfranken)Landkreis SchweinfurtKarte
Über dieses Bild
Evangelische Kirche in Hasloch
Spessartstr. in Hasloch

Hasloch ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Main-Spessart und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Kreuzwertheim. Das Dorf besteht schon seit dem Jahr 1305. Befunde legen nahe, dass schon in der Steinzeit und Bronzezeit Menschen dort ansässig waren. Bis zum Anfang des Zweiten Weltkrieges war Hasloch landwirtschaftlich geprägt.[2]

Inhaltsverzeichnis

GeographieBearbeiten

Geographische LageBearbeiten

Die Gemeinde liegt im Südwesten des Landkreises Main-Spessart, im Maintal am Rande des Spessarts gegenüber von Bestenheid, einem Stadtteil der baden-württembergischen Stadt Wertheim. Der topographisch höchste Punkt der Gemeinde befindet sich mit 399 m ü. NN (Lage) am Gipfel der Klosterhöhe, der niedrigste liegt im Main auf 134 m ü. NN (Lage).

 
Gemeinde Hasloch

GewässerBearbeiten

Durch das Gemeindegebiet verläuft der Haslochbach, der bei Hasloch in den Main mündet.

GemeindegliederungBearbeiten

Hasloch besteht aus 4 Orten,[3] die sich auf 2 Ortsteile verteilen:

Es gibt die Gemarkungen Hasloch und Hasselberg.

NachbargemeindenBearbeiten

Gemeinde
Altenbuch
Gemeinde
Schollbrunn
Gemeinde
Faulbach
  Markt
Kreuzwertheim
Stadt
Wertheim

NameBearbeiten

EtymologieBearbeiten

Seinen Namen hat Hasloch vom Haslochbach[5], welcher dem Main im Gemeindegebiet zufließt.

Frühere SchreibweisenBearbeiten

Frühere Schreibweisen des Ortes aus diversen historischen Karten und Urkunden:[5]

  • 1305 Hasilach
  • 1307 Haselach
  • 1346 Haslach
  • 1379 Hassallach
  • 1421 Haseloch
  • 1443 Hasslach
  • 1800 Haßloch
  • 1897 Hasloch

GeschichteBearbeiten

Bis zur GemeindegründungBearbeiten

Hasloch wurde erstmals 1305 erwähnt. Der ehemalige Teil der Löwensteinschen Grafschaft Wertheim, die ab 1500 zum Fränkischen Reichskreis gehörte, fiel mit einem kleinen Teil der Grafschaft bei der Mediatisierung 1806 an das Fürstentum Aschaffenburg, mit welchem es 1814 als Departement des Großherzogtums Frankfurt zu Bayern kam. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

VerwaltungsgeschichteBearbeiten

Im Jahre 1862 wurde das Bezirksamt Marktheidenfeld gebildet, auf dessen Verwaltungsgebiet Hasloch lag. 1939 wurde wie überall im Deutschen Reich die Bezeichnung Landkreis eingeführt. Hasloch war nun eine der 47 Gemeinden im Landkreis Marktheidenfeld. Mit der Auflösung des Landkreises Marktheidenfeld kam Hasloch am 1. Juli 1972 in den neu gebildeten Landkreis Mittelmain, der zehn Monate später seinen endgültigen Namen Landkreis Main-Spessart erhielt.

EingemeindungenBearbeiten

Am 1. Juli 1974 wurde im Zuge der Gemeindegebietsreform die bis dahin selbständige Gemeinde Hasselberg nach Hasloch eingemeindet.[6]

EinwohnerentwicklungBearbeiten

  • 1961: 1377 Einwohner[6]
  • 1970: 1502 Einwohner[6]
  • 1987: 1449 Einwohner
  • 1991: 1463 Einwohner
  • 1995: 1468 Einwohner
  • 2000: 1428 Einwohner
  • 2005: 1418 Einwohner
  • 2010: 1387 Einwohner
  • 2015: 1398 Einwohner

KriegsgeschichteBearbeiten

Während des Ersten Weltkrieges blieb Hasloch weitestgehend von Angriffen verschont. Spürbar wurden die Auswirkungen des Krieges hauptsächlich durch den Kriegseinzug vieler Männer, die Erhöhung der Lebensmittelpreise und weiterer Rationierungen.

Auch im Zweiten Weltkrieg prägten Armut und Hunger das Dorf. Am Karfreitag 1945 sprengten deutsche Truppen bei ihrem Rückzug die Eisenbahnbrücke. Es folgte der Einzug amerikanischer Soldaten mit Panzern am Ostersonntag, um das Dorf nach deutschen Soldaten zu durchsuchen. Größere Schäden blieben aus. Hasloch stand von nun an unter der Kontrolle der Alliierten. Zunächst ließen sich die Soldaten in der ehemaligen Pulverfabrik nieder und wurden später in einer großen Kasernenanlage in Wertheim einquartiert.[2]

PolitikBearbeiten

BürgermeisterBearbeiten

Bürgermeister ist Karl Heinz Schöffer (SPD/Freie Bürger). Er wurde im Jahr 2002 Nachfolger von Robert Stollberger (SPD/Freie Bürger).

WappenBearbeiten

Das Wappen zeigt das Dreihasenbild.

ReligionBearbeiten

Hasloch ist protestantisch geprägt. Die St.-Johannis-Kirche[7] ist das evangelisch-lutherische Gotteshaus. Daneben gibt es noch die katholische Filiale St. Josef der Bräutigam.[8]

BaudenkmälerBearbeiten

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Wirtschaft einschließlich Land- und ForstwirtschaftBearbeiten

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Im Jahre 1998 gab es nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 656 und im Bereich Handel und Verkehr 35 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 34 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 579. Im verarbeitenden Gewerbe gab es einen Betrieb, das Bauhauptgewerbe war nicht vertreten. Es bestanden im Jahr 1999 sechs landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 252 ha, davon waren 198 ha Ackerfläche.

VerkehrBearbeiten

Hasloch hat einen Bahnhof an der Maintalbahn Aschaffenburg–Miltenberg–Wertheim. Dieser wird von Regionalzügen der Deutschen Bahn bedient, ebenso ist auf der südlichen Mainseite Schienengüterverkehr möglich. Bei Hasloch befindet sich eine Eisenbahnbrücke über den Main. Durch den Ort führen "nur" die Staatsstraßen 2315 und 2316, aber die BAB 3 mit dem Autobahnanschluss Marktheidenfeld liegt keine 5 km entfernt.

1,5 km südwestlich des historischen Ortskernes liegt der Hafen Hasloch.

Bildung und KulturBearbeiten

BildungBearbeiten

1999 gab es folgende Einrichtungen:

  • 75 Kindergartenplätze mit 56 Kindern
  • Grundschule mit Teilhauptschule

SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Eisenhammer Hasloch
  • Eisenhammer: Hammerschmiede aus dem Jahr 1779 mit zugehörigem Herrenhaus
  • Evangelisch-Lutherische Pfarrkirche
  • Katholische Kirche St. Josef
  • Hasselberg (Spöhbrönner)
  • Hexenstein im Wald (Richtung Faulbach)

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. a b Gemeinde Hasloch (Hrsg.): Hasloch Hasselberg 1305 - 2005. 2005.
  3. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111119/200419&attr=OBJ&val=1725
  4. Verwaltungsgemeinschaft Kreuzwertheim: Zahlen, Daten. 2014 (online [abgerufen am 1. Mai 2014]). online (Memento des Originals vom 29. April 2014 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.vgem-kreuzwertheim.de
  5. a b Wolf-Armin von Reitzenstein: Lexikon fränkischer Ortsnamen. Herkunft und Bedeutung. Oberfranken, Mittelfranken, Unterfranken. C. H. Beck, München 2009, ISBN 978-3-406-59131-0, S. 95 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  6. a b c Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 762.
  7. Evangelische Pfarrei Hasloch: Kirchengemeinde Hasloch. 2014 (online [abgerufen am 1. Mai 2014]). online (Memento des Originals vom 10. Dezember 2013 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.pfarrei-hasloch.de
  8. Bistum Würzburg: Alle Dekanate. 2014 (online [abgerufen am 1. Mai 2014]).

WeblinksBearbeiten

  Commons: Hasloch – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien