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Leinach

Gemeinde in Bayern, Deutschland
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Leinach
Leinach
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Leinach hervorgehoben

Koordinaten: 49° 52′ N, 9° 48′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Würzburg
Höhe: 280 m ü. NHN
Fläche: 28,02 km2
Einwohner: 3123 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 111 Einwohner je km2
Postleitzahl: 97274
Vorwahl: 09364
Kfz-Kennzeichen: , OCH
Gemeindeschlüssel: 09 6 79 200
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rathausstraße 23
97274 Leinach
Website: www.leinach.de
Bürgermeister: Uwe Klüpfel (Christl.-Fr. Wählervereinigung)
Lage der Gemeinde Leinach im Landkreis Würzburg
Landkreis Main-SpessartLandkreis SchweinfurtLandkreis KitzingenLandkreis Neustadt an der Aisch-Bad WindsheimBaden-WürttembergIrtenberger WaldIrtenberger WaldGuttenberger WaldGuttenberger WaldGramschatzer WaldWürzburgWinterhausenUettingenSommerhausenRemlingen (Unterfranken)Reichenberg (Unterfranken)AltertheimZell am MainWaldbüttelbrunnWaldbrunn (Unterfranken)VeitshöchheimUnterpleichfeldLeinachThüngersheimTheilheimTauberrettersheimSonderhofenRottendorfRöttingenRiedenheimRandersackerProsselsheimOchsenfurtOberpleichfeldEisenheimNeubrunn (Unterfranken)MargetshöchheimKürnachKleinrinderfeldKistKirchheim (Unterfranken)Holzkirchen (Unterfranken)HöchbergHettstadtHelmstadtHausen bei WürzburgGünterslebenGreußenheimGiebelstadtGeroldshausenGerbrunnGelchsheimGaukönigshofenFrickenhausen am MainEstenfeldErlabrunnEisingen (Bayern)EibelstadtBütthardBieberehrenBergtheimAubLandkreis AnsbachRimparKarte
Über dieses Bild

Leinach ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Würzburg.

GeographieBearbeiten

Leinach liegt in der Region Würzburg im Leinachtal, 16 Straßenkilometer nordwestlich von Würzburg. Durch den Ort fließt der Leinacher Bach.

NachbargemeindenBearbeiten

Nachbargemeinden sind (von Norden im Uhrzeigersinn): Zellingen, Erlabrunn, Margetshöchheim, Zell am Main, Hettstadt, Greußenheim und Birkenfeld.

GemeindegliederungBearbeiten

Leinach gliedert sich in die beiden Ortsteile Leinach und Steinhaugshof.[2]

Es gibt die Gemarkungen Oberleinach und Unterleinach.

NameBearbeiten

EtymologieBearbeiten

Der Name Leinach leitet sich vom Bach Leinach ab, der durch den Ort fließt und in Zellingen in den Main mündet. Seit dem 13. Jahrhundert wurde zwischen den beiden Orten Ober- und Unterleinach, nach ihrer Höhenlage, unterschieden.[3]

Frühere SchreibweisenBearbeiten

Frühere Schreibweisen des Ortes aus diversen historischen Karten und Urkunden:[3]

  • 1170 Lynaha
  • 1186 Linaha
  • 1199 Lina
  • 1202 Linah
  • 1205 Linach
  • 1302 Lynach
  • 1452 Leynach
  • 1589 Leinach

GeschichteBearbeiten

In Oberleinach besaß Johannes von Allendorf, letzter Abt und erster Propst von St. Burkard in Würzburg, Güter und andere Liegenschaften, welche die wirtschaftliche Grundlage für das von ihm 1496 gestiftete Spital zu den 14 Nothelfern an der Alten Mainbrücke in Würzburg bildeten.[4]

Als Teil des Hochstiftes Würzburg (Amt Veitshöchheim), das zum Fränkischen Reichskreis gehörte, wurde Leinach (Ober- und Unterleinach) 1803 zugunsten Bayerns säkularisiert, dann im Frieden von Preßburg (1805) Erzherzog Ferdinand von Toskana zur Bildung des Großherzogtums Würzburg überlassen, mit welchem es 1814 endgültig an Bayern fiel.

Am 1. Mai 1978 entstand im Zuge der Gebietsreform in Bayern durch den Zusammenschluss der 1818 entstandenen Gemeinden Oberleinach und Unterleinach die Gemeinde Leinach.[5]

Bevölkerungsentwicklung[6]
Jahr 1840 1871 1900 1925 1939 1950 1961 1970 1987 1991 1995 2000 2005 2010 2015
Einwohner 2263 2008 1809 1778 1729 1986 1955 2030 2568 2806 3116 3243 3217 3157 3092

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Nach der Kommunalwahl am 16. März 2014 mit einer Wahlbeteiligung von 69,9 % setzt sich der Gemeinderat folgendermaßen zusammen:[7]

Partei / Liste Stimmenanteil Sitze
CSU 24,0 % 4
SPD/Freie Wähler 13,5 % 2
Christlich Freie Wählervereinigung 36,4 % 6
Unabhängige Bürger 26,1 % 4

BürgermeisterBearbeiten

Bürgermeister ist Uwe Klüpfel (Christlich-Freie Wählervereinigung). Er wurde im Jahr 2002 Nachfolger von Andreas Oestemer (CSU). Bei der Kommunalwahl 2014 wurde er für eine weitere Amtszeit wiedergewählt.

GemeindefinanzenBearbeiten

Im Jahr 2014 betrugen die Gemeindesteuereinnahmen 1.904.000 €, davon waren 213.000 € Gewerbesteuereinnahmen (netto).

GemeindepartnerschaftenBearbeiten

Partnergemeinden Leinachs sind seit 2003 Saint-Cyr-du-Ronceray in der französischen Region Normandie und seit 2005 der Ortsteil Bräunsdorf der sächsischen Stadt Limbach-Oberfrohna.

 
Kapelle St. Peter

BaudenkmälerBearbeiten

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

WirtschaftBearbeiten

Es gab 2014 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 108 und im Bereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe 41 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 1272. Im verarbeitenden Gewerbe gab es einen Betrieb, im Bauhauptgewerbe drei. Im Jahr 2010 bestanden zudem 29 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von insgesamt 1795 ha, davon waren 1710 ha Ackerfläche und 47 ha Dauergrünfläche.

VerkehrBearbeiten

 
Leinachtalbrücke

Die Eisenbahn-Schnellfahrstrecke Hannover–Würzburg durchquert das Gemeindegebiet, u. a. mit der Bartelsgrabentalbrücke, der Leinachtalbrücke und dem 2235 m langen Espenlohtunnel.

Nach Würzburg fahren die Buslinien 521 und 522.[8] Zudem unterstützt ein Bürgerbus den Linienverkehr.

BildungBearbeiten

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 2015):

  • zwei Kindergärten (Ober- und Unterleinach) mit zusammen 150 Plätzen und 109 von 23 Personen betreuten Kindern
  • eine Grundschule mit 89 Schülerinnen und Schülern, die in vier Klassen von fünf Lehrkräften unterrichtet werden (Schuljahr 2014/15)

PersönlichkeitenBearbeiten

  • Albert Franz (* 16. September 1947), römisch-katholischer Theologe und Philosoph

WeblinksBearbeiten

  Commons: Leinach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Alle Orte in der Gemeinde Leinach. In der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Abgerufen am 10. September 2016.
  3. a b Wolf-Armin von Reitzenstein: Lexikon fränkischer Ortsnamen. Herkunft und Bedeutung. Oberfranken, Mittelfranken, Unterfranken. C. H. Beck, München 2009, ISBN 978-3-406-59131-0, S. 130 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  4. Peter Kolb: Das Spital- und Gesundheitswesen. In: Ulrich Wagner (Hrsg.): Geschichte der Stadt Würzburg. 4 Bände, Band I-III/2 (I: Von den Anfängen bis zum Ausbruch des Bauernkriegs. 2001, ISBN 3-8062-1465-4; II: Vom Bauernkrieg 1525 bis zum Übergang an das Königreich Bayern 1814. 2004, ISBN 3-8062-1477-8; III/1–2: Vom Übergang an Bayern bis zum 21. Jahrhundert. 2007, ISBN 978-3-8062-1478-9), Theiss, Stuttgart 2001–2007, Band 1, 2001, S. 386–409 und 647–653, hier: S. 394–396.
  5. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 756.
  6. Statistik kommunal 2015 – Gemeinde Leinach
  7. Bayerisches Landesamt für Statistik
  8. Linie 520. (Nicht mehr online verfügbar.) In: vvm–info. Archiviert vom Original am 15. September 2016; abgerufen am 10. September 2016.   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.vvm-info.de