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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Bütthard
Bütthard
Deutschlandkarte, Position des Marktes Bütthard hervorgehoben

Koordinaten: 49° 36′ N, 9° 53′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Würzburg
Verwaltungs­gemeinschaft: Giebelstadt
Höhe: 290 m ü. NHN
Fläche: 36,26 km2
Einwohner: 1281 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 35 Einwohner je km2
Postleitzahl: 97244
Vorwahl: 09336
Kfz-Kennzeichen: , OCH
Gemeindeschlüssel: 09 6 79 122
Marktgliederung: 7 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Marktplatz 3
97232 Giebelstadt
Website: www.buetthard.de
Bürgermeister: Edwin Gramlich (CSU/Freie Wählergemeinschaft)
Lage des Marktes Bütthard im Landkreis Würzburg
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Über dieses Bild

Bütthard ist ein Markt im unterfränkischen Landkreis Würzburg und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Giebelstadt.

GeographieBearbeiten

Bütthard liegt in der Planungsregion Würzburg. Durch Bütthard führt der Fränkische Marienweg.

GemeindegliederungBearbeiten

Bütthard gliedert sich in sieben Ortsteile[2]:

Es gibt folgende Gemarkungen: Bütthard, Gaurettersheim, Gützingen, Höttingen, Oesfeld, Tiefenthal.

GeschichteBearbeiten

Bis zur GemeindegründungBearbeiten

Der Ort wurde in einem Schutzbrief des Königs Arnulf von 889 erstmals erwähnt. Während der Zeit der Stammesherzogtümer lag der Ort im Herzogtum Franken. 1210 wird ein Vogt Gernot von Bütthard in Urkunden genannt. Ein Nachkomme Gernot’s, Gernodus, genannt Herolt verkauft 1304 seine Ansprüche auf den Büttharder Hocker(in)-Hof[3]. Von Ulrich IV. von Hanau kam die Burg Büttert im Tausch gegen die zweite Hälfte des Gerichtes Schlüchtern am 12. Januar 1377 zum Hochstift Würzburg. Fürstbischof Lorenz von Bibra verlieh dem Dorf im Jahr 1503 die Marktrechte. Das ehemalige Amt des Hochstiftes Würzburg, das zum Fränkischen Reichskreis gehörte, wurde nach der Säkularisation 1803 zugunsten Bayerns 1805 Erzherzog Ferdinand von Toskana zur Bildung des Großherzogtums Würzburg überlassen und fiel mit diesem 1814 endgültig am Bayern. Im Jahr 1818 entstand die politische Gemeinde.

Jüdische GemeindeBearbeiten

Die Mitglieder der jüdischen Gemeinde, die am Marktplatz eine eigene Synagoge besaß, wurden in der Zeit des Nationalsozialismus bis 1937 vertrieben oder in Konzentrationslager verbracht. Eine Gedenktafel am Rathaus erinnert an die jüdischen Einwohner, die während der Shoa umgebracht wurden.[4]

EingemeindungenBearbeiten

Am 1. Januar 1972 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Gaurettersheim, Gützingen, Oesfeld und Tiefenthal eingegliedert.[5] Am 1. Mai 1978 kam Höttingen hinzu.[6]

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Jahr 1961 1970 1987 1991 1995 2000 2005 2010 2015
Einwohner 1449[6] 1415[6] 1318 1328 1366 1333 1289 1285 1338

PolitikBearbeiten

MarktgemeinderatBearbeiten

Der Marktgemeinderat hat 12 Mitglieder; zusätzliches Mitglied qua Amt ist der Bürgermeister. Nach der Gemeinderatswahl am 16. März 2014 setzt er sich folgendermaßen zusammen:

Christlich-Soziale Union in Bayern 58,5 % 7 Sitze
Wahlgemeinschaft der Ortsteile 41,5 % 5 Sitze

Die Wahlbeteiligung lag bei 68,1 %.

BürgermeisterBearbeiten

Ehrenamtlicher Bürgermeister ist Edwin Gramlich (CSU/Freie Wählergemeinschaft). Er wurde im Jahr 2002 Nachfolger von Roman Floth (Wahlgemeinschaft der Ortsteile). Bei der Kommunalwahl 2014 wurde er mit 93,8 der gültigen Stimmen im Amt bestätigt.

WappenBearbeiten

Blasonierung: „In Rot auf grünem Boden schreitend ein silbernes Lamm, das einen goldenen Dreschflegel schultert.“[7]

Das Wappenbild mit Lamm und Dreschhflegel verweist auf den einst bäuerlichen Charakter der Gemeinde.

BaudenkmälerBearbeiten

WirtschaftBearbeiten

Es gab 2016 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 43 und im Bereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe 15 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 20 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 548. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe zwei Betriebe. Im Jahr 2010 bestanden zudem 68 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von insgesamt 2921 Hektar, davon waren 2847 ha Ackerfläche und 70 ha Dauergrünfläche.

BildungBearbeiten

  • Im Kindergarten mit 74 genehmigten Plätzen werden 62 Kinder, davon 12 unter drei Jahre alt, von insgesamt 11 Personen betreut und gefördert. (Stand 2017)
  • In der Grundschule Bütthard werden 50 Kinder in zwei jahrgangsgemischten Klassen von vier Lehrerinnen unterrichtet. (Schuljahr 2018/19)

PersönlichkeitenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Bütthard – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111110/171246&attr=OBJ&val=1783
  3. Landesarchiv Baden-Württemberg (Hrsg.): Bütthard. R-US 1304 März 15.
  4. Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus. Eine Dokumentation, Band 1. Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 1995, ISBN 3-89331-208-0, S. 120
  5. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 545.
  6. a b c Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 756.
  7. Eintrag zum Wappen von Bütthard in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte, abgerufen am 8. September 2017.