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Unnersdorf ist ein Ortsteil der oberfränkischen Stadt Bad Staffelstein im Landkreis Lichtenfels.

Unnersdorf
Koordinaten: 50° 7′ 26″ N, 10° 59′ 9″ O
Höhe: 261 m ü. NHN
Einwohner: 227 (2014)[1]
Eingemeindung: 1. Juli 1972
Eingemeindet nach: Banz
Postleitzahl: 96231
Vorwahl: 09573
Unnersdorf
Unnersdorf

GeografieBearbeiten

Unnersdorf liegt etwa sieben Kilometer südwestlich von Lichtenfels in einem rechten Seitental nördlich des Mains. Der Roßbach, ein Mainzufluss, fließt durch den Ort. Die Staatsstraße 2204 von Autenhausen nach Bad Staffelstein quert in Unnersdorf den Main.

GeschichteBearbeiten

Unnersdorf wurde im 9. Jahrhundert erstmals in den Traditionen des Klosters Fulda genannt, die auf einer Abschrift im Codex Eberhardi aus dem 12. Jahrhundert beruhen. Die nächste Erwähnung ist für 1129 belegt, als Adelbert de Ohenrichestorf als Zeuge erwähnt wurde.[2]

Der Ort war 1231 vom Herzog Otto von Meran dem Kloster Banz geschenkt worden. 1801 gehörte die Zent dem Hochstift Bamberg, die Dorfs-, Gemeinde-, Lehen- und Vogteiherrschaft dem Kloster Banz. Die Einwohner waren nach Altenbanz eingepfarrt. Der Ort hatte ein Gemeindehirtenhaus mit einem Turm, Glocke und Uhr versehen und eine Gemeindeschmiede. Außerdem umfasste er das mit Haus und Stadel bebaute Fahrtgut, ein Hof an den das Fährrecht gebunden war, mit Brau- und Schenkgerechtigkeit sowie Fischrecht im Main, zwei Güter mit zwei Häusern und einem Stadel, acht andere mit Haus und Stadel bebaute Güter, sechs mit Haus und Stadel bebaute Sölden und sieben Tropfhäuser.[2]

1816 wurde auf Veranlassung von Wilhelm in Bayern, dem neuen Eigentümer von Kloster Banz, als Ersatz für die Fähre eine Mainbrücke zur Verbindung mit Staffelstein errichtet.[3] 1862 erfolgte die Eingliederung Unnersdorfs in das neu geschaffene bayerische Bezirksamt Staffelstein.

1871 hatte Unnersdorf 248 Einwohner, 120 Gebäude, von denen 42 Wohnhäuser waren, und eine eigene Schule. Die katholische Kirche stand im zwei Kilometer entfernten Kloster Banz.[4] 1900 umfasste die Landgemeinde Unnersdorf eine Fläche von 360,83 Hektar, 214 Einwohner, von denen 204 katholisch waren, und 43 Wohngebäude. Die zuständige evangelische Pfarrei befand sich im 4,1 Kilometer entfernten Herreth.[5] 1925 lebten 177 Personen in 41 Wohngebäuden,[6] 1950 waren es 257 Einwohner und 43 Wohngebäude.[7] Im Jahr 1970 zählte der Ort 234 Einwohner[8] und 1987 262 Einwohner sowie 65 Wohngebäude.[9]

Am 1. Juli 1972 schloss sich Unnersdorf mit den Nachbargemeinden Altenbanz, Stadel, Nedensdorf und Teilen Weingartens zur neuen Gemeinde Banz zusammen, die am 1978 aufgelöst und in die Stadt Staffelstein eingegliedert wurde. Seitdem ist Unnersdorf ein Stadtteil Staffelsteins.

Am 1. Juli 1972 wurden der Landkreis Staffelstein aufgelöst und Unnersdorf in den Landkreis Lichtenfels eingegliedert.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

In der Bayerischen Denkmalliste sind für Unnersdorf sieben Baudenkmäler aufgeführt.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Unnersdorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. VGN GmbH (Hrsg.): Nahverkehrsplan, Vorbereitung der Angebotsanalyse, Tischvorlage. 2. September 2015, S. 11 (Tischvorlage (Memento vom 1. Oktober 2016 im Internet Archive)).
  2. a b Dorothea Fastnacht: Staffelstein. Ehemaliger Landkreis Staffelstein. Historisches Ortsnamenbuch von Bayern. Oberfranken. Band 5: Staffelstein. Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 2007, ISBN 978 3 7696 6861 2. S. 390
  3. Thomas Gunzelmann: Ebensfeld und der Main
  4. Vollständiges Ortschaften-Verzeichnis des Koenigreichs Bayern, ... die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Decbr. 1875, München, 1876, S. 1121
  5. Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister, München, 1904, S. 1120
  6. Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern, nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925, München, 1928, S. 1156
  7. Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950, München, 1952, S. 1001
  8. Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, München 1973, S. 163
  9. Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987, München, 1991, S. 318