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Gößmitz ist ein Ortsteil der oberfränkischen Stadt Bad Staffelstein im Landkreis Lichtenfels.

Gößmitz
Koordinaten: 50° 4′ 54″ N, 11° 4′ 54″ O
Höhe: 355 m ü. NHN
Einwohner: 39 (2014)[1]
Postleitzahl: 96231
Vorwahl: 09573
Ehemaliges Gemeindehaus
Ehemaliges Gemeindehaus

Inhaltsverzeichnis

GeographieBearbeiten

Gößmitz liegt etwa sechs Kilometer östlich von Bad Staffelstein im Döbertengrund, der vom wasserreichen Döbertenbach in Richtung Westen durchflossen wird. Die Kreisstraße LIF 16 quert den Ort.

GeschichteBearbeiten

Gößmitz wurde im späten 14. Jahrhundert als „Gottzmetz“ erstmals bei den Zinseinkünften des Abtes von Kloster Michelsberg erwähnt. Die nächste Nennung folgte im Jahr 1413.[2]

Im Jahr 1801 war Gößmitz zusammen mit Serkendorf und Weisbrem die Gemeinde Serkendorf, die im Gebiet des Bamberger Hochstifts lag. Die Zent gehörte dem Lichtenfelser Amt des Bamberger Fürstbischofs, die Dorf-, Gemeinde-, Lehen- und Vogteiherrschaft dem Kloster Langheim. Die Einwohner waren nach Uetzing eingepfarrt. Der Ort hatte sieben Häuser mit Stadeln und eine Mühle mit zwei Gängen, die heutige Zeckenmühle.[2]

1862 erfolgte die Eingliederung der Landgemeinde, bestehend aus dem Dorf Serkendorf und den Weilern Gößmitz und Weisbrem, in das neu geschaffene bayerische Bezirksamt Staffelstein. 1871 hatte der Weiler Gößmitz 70 Einwohner und 26 Gebäude. Die katholische Schule und Kirche befanden sich im 1,5 Kilometer entfernten Uetzing.[3] 1900 umfasste die Landgemeinde Serkendorf eine Fläche von 656,67 Hektar, 177 Einwohner, von denen 176 katholisch waren, und 33 Wohngebäude. 57 Personen lebten in Gößmitz in 11 Wohngebäuden.[4] 1925 lebten 57 Personen in 11 Wohngebäuden.[5] 1950 war die Schreibweise des Ortsnamens noch Gößmetz und das Dorf hatte 97 Einwohner sowie 11 Wohngebäude. Die zuständige evangelische Pfarrei befand sich in Staffelstein.[6] Im Jahr 1970 zählte Gößmitz 46 Einwohner[7] und 1987 39 Einwohner sowie 11 Wohngebäude.[8]

Am 1. Juli 1972 wurde der Landkreis Staffelstein aufgelöst und die Gemeinde Serkendorf in den Landkreis Lichtenfels eingegliedert. Am 1. Januar 1978 folgte die Eingemeindung nach Staffelstein.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

In der Bayerischen Denkmalliste sind für Gößmitz zwei Baudenkmäler aufgeführt.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Gößmitz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. VGN GmbH (Hrsg.): Nahverkehrsplan, Vorbereitung der Angebotsanalyse, Tischvorlage. 2. September 2015, S. 12 (Tischvorlage (Memento vom 1. Oktober 2016 im Internet Archive)).
  2. a b Dorothea Fastnacht: Staffelstein. Ehemaliger Landkreis Staffelstein. Historisches Ortsnamenbuch von Bayern. Oberfranken. Band 5: Staffelstein. Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 2007, ISBN 978-3-7696-6861-2. S. 135 f.
  3. kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. München 1877, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen von 1871), Sp. 1120, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).
  4. K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, Abschnitt II, Sp. 1119 (Digitalisat).
  5. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, Abschnitt II, Sp. 1156 (Digitalisat).
  6. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, Abschnitt II, Sp. 1001 (Digitalisat).
  7. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, S. 164 (Digitalisat).
  8. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, S. 318 (Digitalisat).