ECDC Memmingen

Eishockeyverein aus Memmingen

Der ECDC Memmingen ist ein Eishockeyverein aus Memmingen, der seit 1999 am Eishockeyspielbetrieb teilnimmt. Er ist der Nachfolgeverein der früheren Memminger Eishockeyvereine SC Memmingen und EHC Memmingen. Gegenwärtig tritt der Verein als ECDC Memmingen Indians in der dritten deutschen Spielklasse, der Oberliga Süd, an. In der Saison 2016/17 wurde der ECDC zum 25-jährigen Vereinsjubiläum erstmals Bayernliga-Meister und feierte den bislang größten Erfolg der Clubgeschichte. Kurz darauf gelang der Oberliga-Aufstieg.

ECDC Memmingen
Größte Erfolge

Deutscher Oberliga-Meister 1991
Aufstieg in die 2. Bundesliga 1991
Deutscher Regionalliga-Meister 1988
Deutscher Frauenmeister 2016, 2018, 2019
BEV Play-Off Meister (OL/RL) 2018
Bayerischer Meister (4. Liga) 2017
Bayernkrug Pokalsieger 2005

Vereinsinformationen
Geschichte SC Memmingen (1956–1993)
EHC Memmingen (1994–2003)
ECDC Memmingen (seit 1999)
Standort Memmingen
Spitzname Indians
Vereinsfarben rot, weiß und schwarz
Liga Eishockey-Oberliga
Spielstätte Eissporthalle Memmingen
Kapazität 3.650 Plätze (davon 1.000 Sitzplätze)
Geschäftsführer Helge Pramschüfer
Cheftrainer Sergej Waßmiller
Kapitän Daniel Huhn
Saison 2019/20 Vizemeister OL–Süd

Die Heimspiele des Vereins werden in der Memminger Eissporthalle am Hühnerberg ausgetragen (Fassungsvermögen: 3650 Plätze).

GeschichteBearbeiten

Die Eishockeygeschichte in Memmingen beginnt beim SC Memmingen und geht über den EHC Memmingen zum aktuellen Verein ECDC Memmingen.

SC MemmingenBearbeiten

 
Logo des SC Memmingen

Der Schlittschuhclub Memmingen, gegründet am 30. November 1956, tauchte im höherklassigen Eishockey auf, als er aus der Eishockey-Bayernliga in die Regionalliga Süd 1983/84 und 1984/85 in die Oberliga nachrückte. Als der Verein in der im Dezember 1987 fertiggestellten Eissporthalle Memmingen spielen konnte, gelang 1987/88, nach der gewonnenen Meisterschaft in der Südgruppe und der deutschen Regionalliga-Meisterschaft der erneute Aufstieg in die Oberliga Süd.

Mit dem Erreichen der deutschen Oberliga-Meisterschaft und des ersten Platzes bei den Aufstiegsspielen konnte der Verein 1991 in die 2. Bundesliga Süd aufsteigen. Die Spielklasse konnte zwar vom Verein gehalten werden, aber am 31. Dezember 1993 musste er Konkurs anmelden und stellte den Spielbetrieb ein.

Saisondaten 1978 bis 1994
Saison Verein Liga Klasse Gruppe Platzierung PO PD Endplatzierung
1977/78 SC Landesliga V I West
1978/79 SC Landesliga V I West X Aufstieg
1979/80 SC Bayernliga V 8. Platz
1980/81 SC Bayernliga V 9. Platz
1981/82 SC Bayernliga V 5. Platz
1982/83 SC Bayernliga V 3. Platz
1983/84 SC Regionalliga I V Süd 4. Platz OL 3. Gruppe B
1984/85 SC Oberliga I I I Süd 10. Platz X 3. Gruppe B
1985/86 SC Oberliga I I I Süd 10. Platz X 2. Gruppe B
1986/87 SC Oberliga I I I Süd 10. Platz X 5. Gruppe B
1987/88 SC Regionalliga I V Süd Meister OL Meister
1988/89 SC Oberliga I I I Süd 3. Platz 2. BL 7. Gruppe A
1989/90 SC Oberliga I I I Süd Vizemeister 2. BL 4. Gruppe A
1990/91 SC Oberliga I I I Süd Meister 2. BL Meister
1991/92 SC 2. Bundesliga I I Süd 6. Platz X 1. Platz
1992/93 SC 2. Bundesliga I I 10. Platz X 1. Runde
1993/94 SC 2. Bundesliga I I Rückzug

Quelle: passionhockey.com[1], Quelle: rodi-db.de[2] Auf-/Abstieg ↑ ↓

EHC MemmingenBearbeiten

 
Logo des EHC Memmingen

Nach dem Konkurs des SC begann im Herbst 1994 der Eishockeyclub Memmingen, gegründet am 10. März 1994, den Spielbetrieb in der Bezirksliga Bayern – der untersten Spielklasse – und stieg gleich in die nächsthöhere Spielklasse, die Landesliga Bayern, auf. Das sportliche Ziel, die Eishockey-Bayernliga, wurde zwar knapp verfehlt, jedoch rückte die Mannschaft durch den Verzicht des EV Berchtesgaden doch noch in die Liga nach.

Im Frühjahr 1999 gelang dem EHC in den Qualifikationsplayoffs zur Regionalliga Süd gegen den EHC Klostersee der Aufstieg in die Regionalliga Süd 1999/2000.[3]

Als die Regionalliga Süd zur Saison 2002/03 abgeschafft wurde, rückte der EHC in die Oberliga Süd 2002/03 auf. Die Lizenzerteilung für den Verein wurde noch geschafft, jedoch musste nach Ende der Saison ein Insolvenzantrag gestellt werden. Die Ausgliederung der Oberligamannschaft in eine Wölfe GmbH zur Fortführung des Spielbetriebs[4] scheiterte[5] und der Verein wurde im Sommer 2003 aus dem Bayerischen Landessportverband ausgeschlossen.

Saisondaten 1994 bis 2003
Saison Verein Liga Klasse Gruppe Platzierung PO PD Endplatzierung Zuschauer Ø
1994/95 EHC Bezirksliga V I West Meister BBzL 628
1995/96 EHC Landesliga V West Meister BLL 3. Platz 892
1996/97 EHC Regionalliga I V BYL/West Vizemeister BYL 3. Platz 1.323
1997/98 EHC Regionalliga I V BYL/West Meister BYL 5. Platz 1.433
1998/99 EHC Bayernliga V West Vizemeister BYL Meister 1.321
1999/00 EHC Regionalliga I V Süd 7. Platz X 2. Platz 1.232
2000/01 EHC Regionalliga I V Süd 4. Platz OL 1. Runde 1.150
2001/02 EHC Regionalliga I V Süd 6. Platz RL Viertelfinale 1.013
2002/03 EHC Oberliga I I I S/W 9. Platz X 5. Pl./Insolvenz 946

Quelle: passionhockey.com[6], Quelle: eishockey-online.com[7] Auf-/Abstieg ↑ ↓

ECDC MemmingenBearbeiten

Der ECDC Memmingen wurde am 19. Juli 1992 als Fieselverein (Streethockey) gegründet und spielte sieben Jahre in der 1. und 2. Bundesliga des Deutschen Streethockey-Verbandes. Die Eishockeymannschaft des ECDC Memmingen, die den Beinamen „Indians“ trägt, begann im Herbst 1999 mit dem Spielbetrieb in der Bezirksliga Bayern, der untersten Spielklasse und stieg sofort in die Landesliga Bayern auf. Nach dem Ende des Spielbetriebs des EHC nahm der ECDC die Nachwuchs- und die Damenmannschaft des EHC auf, änderte den Namen von Elite Club Dynamo Chiemsee in Eisclub Die Coyoten um und versuchte in die Eishockey-Bayernliga aufzusteigen, was ihm aber erst im Sommer 2005 als souveräner Meister gelang.

Seine größten Erfolge in dieser Spielklasse hatte der Verein in der Spielzeit 2012/13 als Drittplatzierter sowie 2013/14 als Vizemeister der BEL. 2016/17 sicherten sich die Indians erstmals den Titel des Bayernliga-Meisters und den Aufstieg in die Oberliga.

Heute nehmen beim ECDC Memmingen neben der Seniorenmannschaft in der Eishockey-Oberliga-Süd und der Frauenmannschaft in der Fraueneishockey-Bundesliga auch diverse Nachwuchsmannschaften in sämtlichen Altersklassen und Ligen teil. Quelle: rodi-db.de[8]

Saisondaten ab 1999
Saison Verein Liga Klasse Gruppe Platzierung PO PD Endplatzierung Zuschauerschnitt
2019/20 ECDC Oberliga I I I Süd Vizemeister OL 1.882
2018/19 ECDC Oberliga I I I Süd 5. Platz OL Achtelfinale 1.643
2017/18 ECDC Oberliga I I I Süd 10. Platz OL/BYL BEV PO-Meister 1.678
2016/17 ECDC Regionalliga I V BYL Bayr. Meister OL Halbfinale 1.671
2015/16 ECDC Regionalliga I V BYL 5. Platz X Viertelfinale 1.682
2014/15 ECDC Regionalliga I V BYL 5. Platz X 2. Gruppe A 1.496
2013/14 ECDC Regionalliga I V BYL 2. Platz X Vizemeister 1.334
2012/13 ECDC Regionalliga I V BYL 7. Platz X 3. Platz 1.188
2011/12 ECDC Regionalliga I V BYL 4. Platz X 3. Gruppe A 1.051
2010/11 ECDC Regionalliga I V BYL 10. Platz X 2. Gruppe B 973
2009/10 ECDC Regionalliga I V BYL 13. Platz X 2. Gruppe A 1.061
2008/09 ECDC Regionalliga I V BYL 8. Platz X 3. Gruppe A 1.034
2007/08 ECDC Regionalliga I V BYL Vizemeister X Viertelfinale 1.156
2006/07 ECDC Regionalliga I V BYL 10. Platz X 1. Runde 781
2005/06 ECDC Regionalliga I V BYL 4. Platz X Viertelfinale 892
2004/05 ECDC Landesliga V West Meister BLL Meister
2003/04 ECDC Landesliga V West 3. Platz BLL 2. Gruppe 3
2002/03 ECDC Landesliga V West 3. Platz BLL 7. Süd/West
2001/02 ECDC Landesliga V I West 3. Platz BLL 7. Süd/West
2000/01 ECDC Landesliga V I West Vizemeister BLL 3. Platz S/W
1999/00 ECDC Bezirksliga V I I West Meister BBzL

Quelle: passionhockey.com[9], Quelle: eishockey-online.com[10] Auf-/Abstieg ↑ ↓

ErfolgeBearbeiten

  • Aufstieg in die 2. Bundesliga 1991
  • Deutscher Oberliga-Meister 1991
  • Süddeutscher Meister 1991
  • Vizemeister Oberliga Süd 1990, 2020
  • Aufstieg in die Oberliga 1984, 1988, 2002, 2017
  • BEV Play-Off Meister (OL/RL) 2018
  • Deutscher Regionalliga-Meister 1988
  • Aufstieg in die Regionalliga 1983, 1999
  • Aufstieg in die Regionalliga (BYL) 1996, 2005
  • Bayerischer Meister (4. Liga) 2017
  • Bayerischer Vizemeister (4. Liga) 2014
  • Bayerischer Eishockey-Meister 1999
  • Meister Bayernliga West 1998[11]
  • Vizemeister Bayernliga West[12] 1997,1999
  • Aufstieg in die Bayernliga 1979
  • Bayernkrug Pokalsieger 2005
  • Bayerischer Landesliga-Meister 2005
  • Bayerischer Landesliga-Meister West 1996, 2005
  • Bayerischer Landesliga-Vizemeister West[13] 2001
  • Meister Bayerische-Bezirksliga West 1995, 2000

SG HC Maustadt/ECDC Memmingen 1bBearbeiten

Seit der Saison 2011/12 bilden der HC Maustadt[14] und der ECDC Memmingen 1b eine Spielgemeinschaft in der Bayerischen Bezirksliga. Gemeinsame Erfolge: 2012 die Bayerische Bezirksliga-Meisterschaft und 2012, 2013, 2018 die Meisterschaft in der Bayerischen-Bezirksliga Gruppe IV.[15]

Kader der Saison 2019/20Bearbeiten

Stand: 11. Dezember 2019

Nr. Nat. Spieler Pos. Geburtsdatum im Team seit Geburtsort
29 Deutschland  Jochen Vollmer G 06. April 1980 2016 Velbert, Deutschland
93 Deutschland  Marc-Michael Henne G 11. Februar 1993 2019 Füssen, Deutschland
79 Deutschland  Kanada  Darian Sommerfeld G 14. Juli 1999 2019 Maple Ridge, Kanada
7 Deutschland  Nikolaus Meier D 20. August 1986 2019 Schongau, Deutschland
14 Deutschland  Marc Stotz D 07. August 1988 2011 Memmingen, Deutschland
24 Deutschland  Slowakei  Lubor Pokovic D 16. März 1992 2018 Bremerhaven, Deutschland
33 Deutschland  Sven Schirrmacher D 20. August 1991 2016 Memmingen, Deutschland
61 Deutschland  Maximilian Welz D 30. Juni 1999 2019 Augsburg, Deutschland
64 Schweden  Linus Svedlund D 12. September 1993 2019 Arboga, Schweden
61 Deutschland  Dennis Neal D 03. Februar 1992 2019 Peißenberg, Deutschland
61 Deutschland  Philipp Keil D 11. Juni 1998 2018 Kaufbeuren, Deutschland
10 Deutschland  Finnland  Antti-Jussi Miettinen F 30. März 1983 2014 Tampere, Finnland
12 Tschechien  Samir Kharboutli F 18. Juni 1999 2019 Chomutov, Tschechei
13 Deutschland  Marvin Schmid F 09. Januar 1999 2019 Memmingen, Deutschland
17 Deutschland  Tschechien  Patrik Beck F 30. August 1979 2017 Kolin, Tschechei
13 Deutschland  Maximilian Schaffrath F 06. Januar 2000 2018 Memmingen, Deutschland
19 Deutschland  Milan Pfalzer F 08. August 1996 2018 Memmingen, Deutschland
20 Deutschland  Julian Straub F 12. Januar 2001 2018 Füssen, Deutschland
22 Deutschland  Fabian Voit F 18. August 1996 2018 Augsburg, Deutschland
27 Deutschland  Leon Abstreiter F 23. November 1997 2018 Landshut, Deutschland
34 Deutschland  Daniel Huhn F 30. Juni 1986 2016 München, Deutschland
41 Kanada  Brad Snetsinger F 08. April 1987 2019 Ajax (Ontario), Kanada
42 Deutschland  Tim Richter F 27. März 1989 2019 Hamburg, Deutschland
86 Deutschland  Manuel Nix F 05. Januar 2001 2019 Weimar, Deutschland
91 Deutschland  Kanada  Steven Deeg F 09. April 1993 2019 Ajax (Ontario), Kanada

Trainerstab

Tätigkeit Nat. Name Geburtsdatum im Team seit Geburtsort
Trainer Deutschland  Sergej Waßmiller 1. Oktober 1970 2018 Nizhnekamsk, Russland

Damen und NachwuchsBearbeiten

FraueneishockeyBearbeiten

Nachdem sich der Verein in den 1990er Jahren mehrmals aus der Bundesliga in die Bayernliga zurückziehen musste, gelang es in den 2000ern, sich in der Liga ernsthaft festzusetzen. Nach stetig besseren Platzierungen, konnte in den Saisons 2011/12, 2012/13 und 2014/15 der Vizemeistertitel errungen werden. Nach insgesamt vier Silbermedaillen beim DEB-Pokal der Frauen wurde 2013 nach einem Sieg gegen den Meister ESC Planegg zum ersten Mal der Pokalsieg errungen. Im März 2016 gewann die Frauenmannschaft des ECDC das erste Mal die deutsche Meisterschaft[16] und eine Woche später erneut den DEB-Pokal.[17]

Erfolge
SC Memmingen
Saison Liga Platzierung
1989/90 Landesliga Bayern 5. Platz
1990/91 Landesliga Bayern 2. Platz (Aufstieg → EHCM)
1991/92 Bayernliga 3. Platz
1992/93 Bayernliga 5. Platz
1993/94 Bayernliga 5. Platz
EHC Memmingen
Saison Liga Platzierung
1991/92 Bundesliga Süd Süd: 4. Platz
1992/93 Bundesliga Süd Süd: 6. Platz
1993/94 Bundesliga Süd Süd: 8. Platz
1994/95 Bundesliga Süd Süd: 9. Platz (Abstieg)
1995/96 Bayernliga Bayern: 1. Platz; (Aufstieg)
1996/97 Bundesliga Süd Süd: 7. Platz (Rückzug)
1997/98 Bayernliga Bayern: 1. Platz; Relegation: 3. Platz (Aufstieg)
1998/99 Bundesliga Süd Süd: 5. Platz
1999/2000 Bundesliga Süd Süd: 6. Platz
2000/01 Bundesliga Süd Süd: 5. Platz
2001/02 Bundesliga Süd Süd: 5. Platz
2002/03 Bundesliga Süd Süd: 4. Platz
ECDC Memmingen
Saison Liga Platzierung
2003/04 Bundesliga Süd Süd: 5. Platz
2004/05 Bundesliga Süd Süd: 3. Platz, Endrunde: 5. Platz
2005/06 Bundesliga Süd Süd: 4. Platz
2006/07 Bundesliga 7. Platz
2007/08 Bundesliga 6. Platz
2008/09 Bundesliga 5. Platz
2009/10 Bundesliga 5. Platz
2010/11 Bundesliga 4. Platz
2011/12 Bundesliga Vizemeister
2012/13 Bundesliga Vizemeister
EWHL Super Cup 4. Platz
2013/14 Bundesliga 3. Platz
2014/15 Bundesliga Vizemeister
2015/16 Bundesliga Meister
2016/17 Bundesliga 3. Platz
2017/18 Bundesliga Meister
2018/19 Bundesliga Meister
Saison 2014/15

80 % der Spielerinnen stammten aus dem eigenen Nachwuchs, 13 Spielerinnen der ersten Mannschaft zählten zum erweiterten Kreis der Nationalmannschaft der Frauen. Vier von ihnen nahmen an den Olympischen Spielen in Sotschi teil.

NachwuchsBearbeiten

Maßgeblich verantwortlich für die Nachwuchsarbeit der Memminger ist seit dem Jahr 2015 Ex-Nationalmannschaftskapitän Jan Benda. Das Trainerteam komplettieren diverse Spieler, Ex-Spieler und weitere ehrenamtliche Nachwuchstrainer, die bei den Indians beschäftigt sind.

Zur Saison 2014/15 gehen ca. 220 Kinder (inkl. Eishockeyschule) beim ECDC Memmingen ihrem Hobby nach, die in sieben gemeldeten Nachwuchsklassen für die Indians auflaufen. Diese teilen sich auf Junioren (Landesliga), Jugend (Bayernliga), Schüler (Bayernliga), Knaben (Meldeklasse B), Kleinschüler (Meldeklasse B), Kleinstschüler (Meldeklasse A) und Kleinstschüler-U8 auf.

Zusätzlich besteht für Kinder, die noch zu jung sind um am Spielbetrieb teilzunehmen, das Angebot einer Eishockeyschule, welches sehr gut angenommen wird.

Stadion und FansBearbeiten

SpielstätteBearbeiten

Die Eissporthalle am Hühnerberg in Memmingen wurde am 17. Februar 1963 als offenes Natureis-Stadion eröffnet und am 28. Dezember 1969 durch ein Kunsteis-Stadion ersetzt, ehe am 4. Dezember 1987 das Eisstadion eingeweiht wurde (das erste Spiel fand bereits am 20. November 1987 statt). Zum Komplex zählt neben der überdachten Eisfläche in den Standardmaßen 30×60 m noch eine nicht überdachte Fläche mit 30×30 m, die durch zwei weitere vier Meter breite Eisbahnen miteinander zu einer großen Eisbahn verbunden werden können. Das Fassungsvermögen des Stadions beträgt mittlerweile 3650 Plätze, von denen rund 1000 Sitzplätze sind.

ZuschauerBearbeiten

ZuschauerschnittBearbeiten

Der ECDC Memmingen konnte seinen Zuschauerschnitt in den letzten Jahren kontinuierlich steigern. Der Zuschauerprimus der Eishockey-Bayernliga konnte seinen Zuschauerschnitt auch 2015/16 erneut steigern. Es strömten insgesamt mehr als 1650 Zuschauer an den Memminger Hühnerberg. Ein Jahr zuvor waren rund 1500 Zuschauer pro Spiel anwesend. Allein in den Play-Offs konnten über 2500 Zuschauer im Schnitt begrüßt werden. Das letzte Spiel vor vollem Haus in Memmingen fand in der Spielzeit 2013/14 statt. Das zweite Finalspiel gegen den Rivalen Sonthofen war mit 3600 Zuschauern restlos ausverkauft.[18]

FanclubsBearbeiten

Der Verein wird von einem Fanclub in zahlreichen Belangen unterstützt.

Seit mehreren Jahren aktiv ist die Gruppe Maustadt Clan. Diese Gruppierung zeigt sich, neben der Unterstützung der Mannschaft für sämtliche Busse zu den Auswärtsspielen, Choreographien, Fanartikel und Kartenvorverkäufe verantwortlich.

SonstigesBearbeiten

Seit 2014 kommt es beim Auftaktspiel der Bayerischen Eishockey-Liga (BEL) zum sogenannten Teddy Bear Toss, bei dem Fans der Indians Plüschtiere auf die Eisfläche werfen. Alle Kuscheltiere werden im Anschluss eine Hilfsorganisation gespendet.[19][20][21]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Archiv Eishockey Deutschland 1987/79 bis 1994 Passionhockey
  2. Ligenzugehörigkeit SC Memmingen RODI-DB
  3. rodi-db.de, Ligenzugehörigkeit EHC Memmingen RODI-DB
  4. EHC Memmingen stellt Weichen. In: all-in.de. 30. Mai 2003, abgerufen am 11. Februar 2020.
  5. Vereinsgeschichte: das ENDE des EHC Memmingen. In: woelfe-fansite.keepfree.de. 7. Mai 2003, abgerufen am 11. Februar 2020.
  6. Archiv Eishockey Deutschland 1994/95 bis 2003 Passionhockey
  7. Zuschauerstatistik EHC Memmingen eishockey-online
  8. Ligenzugehörigkeit ECDC Memmingen RODI-DB
  9. Archiv Eishockey Deutschland ab 1999/00 Passionhockey
  10. Zuschauerstatistik ECDC Memmingen eishockey-online
  11. Chronik EA Schongau 1998 EA Schongau
  12. Chronik EA Schongau 1997, 1999 EA Schongau
  13. Archiv Eishockey Deutschland (Bayern) 2001 Passionhockey
  14. hc-maustadt.de, Chronik HC Maustadt
  15. rodi-db.de, Ligenzugehörigkeit HC ECDC 1b
  16. Vollbracht – ECDC-Frauen sind Deutscher Meister. In: lokale-mm.de. 6. März 2016, abgerufen am 7. März 2016.
  17. Alexander Maischein: Memmingen gewinnt Pokalturnier, Ingolstadt wird Dritter. In: damen-eishockey.de. 13. März 2016, abgerufen am 8. Mai 2019.
  18. Zuschauerstatistiken der Teams. bayernliga.com, abgerufen am 4. Januar 2015.
  19. Vgl. Roma Domin: Fliegende Kuscheltiere! Teddy Bear Toss in Memmingen auf der Internetseite der Hilfsorganisation humedica e. V.; abgerufen am 9. September 2016
  20. Plüschtiere für den guten Zweck: ECDC und Humedica wiederholen am 9.10. gegen Pegnitz den „Teddy Bear Toss“ auf der Internetseite des ECDC Memminingen; abgerufen am 9. September 2016
  21. Danke, Memmingen! ECDC-„Teddy Bear Toss“ ein überwältigender Erfolg – 1244 Plüschtiere gesammelt auf der Internetseite des ECDC Memminingen; abgerufen am 9. September 2016