Berliner Schloss

ehemalige Residenz der preußischen Könige, Sitz des Humboldt-Forums
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Das Berliner Schloss (eigentlich: Königliches Schloss, fälschlich auch: Stadtschloss)[1] ist ein Profanbau auf der Spreeinsel in der Historischen Mitte Berlins. Es diente ab 1443 als Hauptresidenz der brandenburgischen Kurfürsten, preußischen Könige und deutschen Kaiser sowie ab 1918 als Sitz von Behörden, Kunst- und Wissenschaftseinrichtungen. Umgebaut im Auftrag Friedrichs I. nach Plänen von Andreas Schlüter und Johann Friedrich Eosander in den Jahren 1698 bis 1713, galt es als ein Hauptwerk des norddeutschen Barock.[2]

Berliner Schloss
Westflügel an der Schloßfreiheit mit dem Kaiser-Wilhelm-Nationaldenkmal, um 1900

Westflügel an der Schloßfreiheit mit dem Kaiser-Wilhelm-Nationaldenkmal, um 1900

Daten
Ort Spreeinsel
Baumeister Auswahl:
Bauherr
Baustil
Baujahr 1443–1894
Abriss 1950
Höhe
  • Bis zum Dach: 35 m
  • Bis zur Kuppel: 70 m
Grundfläche 20.500 m²
Koordinaten 52° 31′ 0,5″ N, 13° 24′ 2,7″ OKoordinaten: 52° 31′ 0,5″ N, 13° 24′ 2,7″ O
Besonderheiten
Wiederaufbau 2013–2020
Berliner Schloss und Umgebung auf dem Straubeplan, 1910

Im Zweiten Weltkrieg 1945 teilweise ausgebrannt, wurde das Schloss in der Deutschen Demokratischen Republik 1950 abgerissen. Auf einen Beschluss des Deutschen Bundestags wurde es 2013 bis 2020 nach Plänen von Franco Stella dreiseitig wiederaufgebaut. Seitdem dient es als Sitz des Humboldt Forums, das Sammlungen der Staatlichen Museen zu Berlin, des Stadtmuseums Berlin und der Humboldt-Universität zu Berlin beheimatet. Das Schloss ist eines der größten Bauwerke Berlins und prägt mit seiner 70 Meter hohen Kuppel das Stadtbild.

EntstehungBearbeiten

KurfürstenzeitBearbeiten

 
Berliner Schloss (Buchstabe A) auf dem Memhardtplan, 1652
 
Das Renaissanceschloss der Kurfürstenzeit auf einem Gemälde von A. J. Begeyn, 1690

Kurfürst Friedrich II., genannt „Eisenzahn“, wählte im Gegensatz zu seinem Vorgänger Friedrich I., bei dem noch die altmärkische Burg Tangermünde sowie Brandenburg als Hauptorte eine Rolle spielten, die Doppelstadt Kölln und Berlin zu seiner Residenz und Sitz des Hofes, da sich diese Ansiedlung an der Spree zu einem wirtschaftlichen und teilweise bereits auch politischen Zentrum der Mark Brandenburg entwickelte.[3] Zuvor hatten die brandenburgischen Markgrafen seit Mitte des 13. Jahrhunderts das Hohe Haus in der Klosterstraße für ihre Berliner Aufenthalte benutzt.

Friedrich II. legte am 31. Juli 1443 („wurde der Erste stein gelegt am newen Sloss zu Cöln“)[4] den Grundstein für den ersten Schlossbau, der 1451 fertiggestellt war. Der Kurfürst setzte sich damit gegen heraufbeschworene Proteste der Ratsherren, den sogenannten Berliner Unwillen, durch; die Doppelstadt büßte infolge ihrer Ablehnung des Schlossbaus politische und ökonomische Freiheiten ein. Wie weit allerdings die Einschränkungen für Kölln und Berlin wirklich gingen, ist umstritten, da alle Informationen hierüber aus einer einzigen Quelle, auf einer etwa 60 Jahre später „in bestem Humanistenstil mit sichtlicher Glorifizierung der patrizischen Autonomie“[5] vom Chronisten Albertus Cran(t)zius beziehungsweise Krantzius (mehrere Schreibweisen des Namens i. d. Literatur) angefertigten Niederschrift beruhen.[6] Dieses an der Stelle des späteren Schlüterhofes und des Hofes III errichtete erste Schlossbauwerk hatte als kurfürstliche Residenz auch die Funktion einer Wehranlage, von der aus die auf der Spreeinsel kreuzenden Handelswege kontrolliert werden sollten. Das Aussehen des damaligen Schlosses ist unbekannt.

Das Schloss ist in mehreren zeitgenössischen Dokumenten ab 1431 benannt, im Codex diplomaticus brandenburgensis allein zweimal: Zur Abgabe eines Gebiets in Berlin durch das Kloster Lehnin an den Kurfürsten im Jahr 1431 zum Schlossbau „in unser Stat zu Colen [Kölln] by der Mure gein dem Closter darselbst an der Sprewe [Spree] gelegen dar wir denn Nu unser Nuwe Sloß un wonunge meynen zu buwen […]“[7] und zur Grundsteinlegung für das Schloss: „Nach gots geburt Tausend virhundert unnd im dreyunndvirczigstenn Jarenn an Sand Peters abennd ad vincula zu vespertzeyt wurd der Erste stein gelegt am newnn Sloß zu Cöln, und tet mein gnediger Herre Marggrave Fridrich kurfürste etc. mit seiner eigenen handt […]“[8][9]

Am 15. Dezember 1451 – anlässlich der Verleihung eines Burglehens – sprach der Kurfürst davon, dass er das Schloss „befestiget“ habe. Der Bau der Jahre 1443–1451 war eine befestigte Burg und Zitadelle gegen die Städte Berlin und Kölln mit wahrscheinlich allen zeittypischen Befestigungsanlagen einer Burg. Beim Schlossneubau ab 1537 wurde das zitadellenartige Burgschloss geschleift, um auf seinen Grundmauern ein unbefestigtes Wohnschloss zu errichten.[10] Im Jahr 1465 wurde die Schlossanlage um die bedeutende spätgotische Erasmuskapelle ergänzt.

Kurfürst Joachim II. ließ im 16. Jahrhundert die spätmittelalterliche Anlage weitgehend abtragen und an ihrer Stelle einen Renaissancebau nach dem Vorbild des Schlosses in Torgau errichten. Dessen Architekt Konrad Krebs lieferte die Pläne, die sein Schüler Caspar Theiss verwirklichte. Der Neubau wurde mit der ersten Berliner Domkirche verbunden, die fortan als Schlosskirche diente. Sie war durch Umbauten aus einem schlichten Gotteshaus der Berliner Dominikaner hervorgegangen und lag unmittelbar südlich der kurfürstlichen Residenz, ungefähr an der heutigen Einmündung der Breiten Straße in den Schlossplatz.

Gegen Ende des 16. Jahrhunderts veranlasste Kurfürst Johann Georg durch den Hofbaumeister Rochus Graf zu Lynar den Bau des Westflügels und Hofabschluss sowie die nördlich anschließende Hofapotheke. Kurfürst Friedrich Wilhelm, der Große Kurfürst, ließ das nach dem Dreißigjährigen Krieg ziemlich verfallene Schloss wieder herrichten. In der Spätzeit seiner Herrschaft entstanden bedeutende Innenräume wie die Kugelkammer oder die Braunschweigische Galerie. Letztere wurde in den durch Johann Arnold Nering ausgeführten Galerietrakt an der Spree eingebaut.

KönigszeitBearbeiten

 
Barockschloss der Königszeit auf einer Zeichnung von P. Schenk, 1702
 
Schloss und Reiterstandbild des Großen Kurfürsten auf einem Stich von J. G. Rosenberg, 1781
 
Ansicht des Schlüterhofs des Berliner Schlosses, Gemälde von Eduard Gaertner, 1830
 
Ansicht der Rückseite der Häuser an der Schlossfreiheit, Gemälde von Eduard Gaertner, 1855

Unter Kurfürst Friedrich III. (ab 1701: König Friedrich I. in Preußen) kam es zum Ausbau des Schlosses zur Königsresidenz. Nach Arnold Nering und Martin Grünberg erhielt Andreas Schlüter 1699 die Stelle als Bauleiter am Zeughaus und wurde noch im gleichen Jahr zum Schlossbaumeister ernannt. Schlüter baute das Schloss zu einem bedeutenden Profanbau des protestantischen Barocks um. Sein Entwurf blieb eher konservativ und wurde vom alten Schloss bestimmt. Er war stark von Berninis Entwurf für den Louvre beeinflusst.[11] Zu der von ihm beabsichtigten Vierflügelanlage kam es nicht. Schlüter konnte nur die Flügel zum Lustgarten und zur Stadt sowie um den später nach ihm benannten Schlüterhof fertigstellen. Vorbild der Gestaltung des Baus zum Schlossplatz war die Fassade des Palazzo Madama in Rom, die Schlüter um das monumentale Kolossalportal I ergänzte. Die Repräsentations- und Privaträume des Schlosses schmückte er bildhauerisch sowie durch Deckengemälde, unter anderem von Augustin Terwesten. Wegen seiner hauptsächlich von Andreas Schlüter geschaffenen Fassaden und Innenräume galt das Schloss als ein Hauptwerk des Barock.[12]

Auf Wunsch des Königs sollte der Münzturm[13] genannte Bau an der Nordwestecke des Schlosses, mit einem für 12.000 Gulden in Holland erworbenen Glockenspiel versehen, bis zu einer Höhe von 94 Meter aufgestockt werden. Dafür erwiesen sich aber die Fundamente des mittelalterlichen Baus als unzureichend, obwohl Schlüter mit damals neuartigen Eisenarmierungen sie zu verstärken versuchte. Schließlich musste der unfertige Turm aus statischen Gründen aufwendig abgetragen werden, und Schlüter wurde 1706 als Hofbaumeister abgelöst, blieb aber als Hofbildhauer im Amt.[14] Schlüters Posten übernahm sein Konkurrent Johann Friedrich Eosander, der einen neuen Erweiterungsplan für das Schloss vorlegte. Der Plan konnte nur zum Teil ausgeführt werden, hauptsächlich rund um den späteren Eosanderhof.

Wegen seiner Verbindung mit Johann Sebastian Bach gilt das Schloss auch als „Bachort“. Im Jahr 1719 lernte der Komponist hier den Markgrafen Christian Ludwig von Brandenburg kennen und widmete ihm die berühmten Brandenburgischen Konzerte, die wahrscheinlich 1721 im Schloss aufgeführt wurden.[15]

Nach dem Tod Friedrichs I. brachte dessen Nachfolger Friedrich Wilhelm I. in einem programmatischen Akt das künstlerische Leben am Berliner Hof zum Erliegen. Er ließ das Schloss vom weniger bedeutenden Schüler Schlüters, Martin Heinrich Böhme, äußerlich in vereinfachter Form vollenden, die Repräsentationsräume aber soweit damit begonnen worden war, prunkvoll ausstatten.[16] Auf die Südostdecke kam ein kleiner Kuppelturm für das Geläut der Schlosskapelle hinzu.[17] Anfang des 18. Jahrhunderts war das im Auftrag von Friedrich I. geschaffene Bernsteinzimmer Bestandteil des Schlosses. Friedrich Wilhelm I. schenkte es 1716 dem russischen Zaren Peter dem Großen, der es im Katharinenpalast in Zarskoje Selo nahe Sankt Petersburg einbauen ließ.

Nach seiner Thronbesteigung im Jahr 1840 bezog Friedrich Wilhelm IV. eine Zimmerflucht im ersten Obergeschoss entlang der Spree und dem Lustgarten. Sein Arbeitszimmer hatte er bereits als Kronprinz im Jahr 1826 in dem Chor und ehemaligen Gemeinderaum der spätgotischen Erasmuskapelle einrichten lassen. Die Bücher- und Zeichenschränke des Raumes wurden von Karl Friedrich Schinkel entworfen. Das mittelalterliche Schlingrippengewölbe, das Friedrich II. überbauen ließ, wurde unter Friedrich Wilhelm IV. wieder freigelegt.[18] Einen Eindruck dieses Ambientes vermittelt das Porträt von Franz Krüger.[19] Das Arbeitszimmer war der Raum im Berliner Stadtschloss, in dem Friedrich Wilhelm IV. nicht nur die meiste Zeit verbrachte und Gäste empfing, sondern auch seine Regierungsgeschäfte führte und Bauprojekte plante.[20]

Neben dem Arbeitszimmer spielten im Berliner Stadtschloss vor allem drei Räume eine wichtige Rolle: das Sternzimmer als Festsaal, der anschließende Speisesaal und der 100 Quadratmeter große Teesalon als Gesellschaftszimmer.[21] Der Teesalon als ehemaliges Konzertzimmer Friedrichs II. wurde von Schinkel nach den Entwürfen Friedrich Wilhelms im Stil des Klassizismus umgestaltet. Der Raum war mit zwei dutzend Sesseln und Stühlen, zwei nach antiken Vorbildern nachempfundenen Klinen und einer Raum einnehmenden halbrunden Bank ausgestattet. Friedrich Wilhelm und seine Frau luden vor allem Gelehrte und Künstler zum ungezwungenen geistigen Austausch in diesen Raum ein.[22] So soll hier der Naturforscher Alexander von Humboldt dem Kronprinzenpaar den ersten Band seines Werkes Kosmos vorgelesen haben.[21]

Mit Ausnahme der zentralen, 70 Meter[23] hohen Kuppel über dem Eosanderportal fanden im 19. und 20. Jahrhundert an der Außenansicht nur noch kleinere Änderungen statt. Der Architekt Friedrich August Stüler und sein Bauleiter Albert Dietrich Schadow errichteten die Kuppel mit oktogonalem, pilastergeschmücktem Tambour in den Jahren 1845–1853. Der Bau erfolgte nach einem durch den klassizistischen Baumeister Karl Friedrich Schinkel bearbeiteten Entwurf von Friedrich Wilhelm IV.[24] Der von 24 gerade schließenden, hochrechteckigen Fenstern belichtete Kuppelbau beherbergte die Schlosskapelle, die im Januar 1854 geweiht wurde. Das Tambouroktogon war von einer Balustrade abgeschlossen, wobei acht Statuen die Eckpunkte des Oktogons akzentuierten. Hinter der Balustrade begann ein weiterer, eingezogener runder Tambourteil. Um diesen eingezogenen Tambourteil lief unterhalb des Kranzgesimses ein preußischblaues Schriftband mit dem Text: „Es ist in keinem anderen Heil, es ist auch kein anderer Name den Menschen gegeben, denn der Name Jesu, zu Ehren des Vaters, dass im Namen Jesu sich beugen sollen aller derer Knie, die im Himmel und auf Erden und unter der Erden sind.“[25][26] Die Kuppelkonstruktion mit einem metallenen Dachstuhl war durch Wulstrippen vertikal in 24 Felder und horizontal durch zwei Reihen von Okuli gegliedert. An ihrem höchsten Punkt wurde sie von einer Laterne bekrönt: Acht Engel mit gespreizten Flügeln auf einer runden Balustergalerie trugen eine offene Kuppelkonstruktion aus acht Palmzweigen, oberhalb der sich ein Kreuz über einem Kugelknauf zentral erhob.

KaiserzeitBearbeiten

 
Blick über den Lustgarten, um 1900
 
Blick über den Schlossplatz, um 1900

Als Wilhelm II. den Thron bestieg, wählte er das Schloss zu seinem Wohnsitz. Zu diesem Zweck ließ er es technisch modernisieren und Wohnräume für seine Familie einrichten. Den umgestalteten Weißen Saal erweiterte auf Kosten des Eosanderhofs eine Galerie. Ihre Fortsetzung, die den Besuchern erlauben sollte, im gesamten zweiten Stock zu zirkulieren, blieb 1914 liegen. Der kleine Kuppelturm des Soldatenkönigs erhielt ein Pendant als Uhrtürmchen. Es diente zur Blickverdeckung auf den erhöhten Dachfirst des Weißen Saals.[27] Für die bis dahin frei zugänglichen Schlossportale schufen namhafte Kunstschmiede verglaste Gitter. Es lieferten Eduard Puls die Tore für die Portale I und II sowie III (Eosanderportal), Schulz und Holdefleiß das Tor für das Portal IV und die Gebrüder Armbruster das Tor für Portal V.[28]

Wenngleich das Berliner Schlossumfeld unvollendet im Sinne der Planungen Schlüters und Eosanders blieb, wo es als Teil einer zu errichtenden größeren städtebaulichen Anlage gedacht war, ergab sich mit den umliegenden Gebäuden in der Mitte Berlins ein repräsentatives städtebauliches Ensemble, zumal sich die Gebäude im direkten Umfeld des Schlosses hinsichtlich Größe, Proportion und Ausrichtung auf das Schloss als maßstabsgebendes Gebäude bezogen.

Auch war das Schloss als bedeutsames Barockgebäude und größtes Bauwerk des Berliner Stadtzentrums der Endpunkt der Prachtstraße Unter den Linden. Mehrere Straßen wurden auf das Stadtschloss ausgerichtet, was auch der städtebauliche Hobrecht-Plan von 1862 berücksichtigt hatte. Zunächst waren nicht alle Fassaden auf Fernwirkung gestaltet, die Westfassade blieb bis 1894 durch die Schlossfreiheit verdeckt. Ab 1894 wurde die Häuserzeile für den Bau des Kaiser-Wilhelm-Nationaldenkmals abgerissen, wodurch der freie Blick auf die Westfassade und das Eosanderportal des Schlosses entstand. Der zweimalige Neubau des Doms am Lustgarten, 1747 durch Boumann den Älteren und 1905 durch Julius Carl Raschdorff, Schinkels Schlossbrücke und das Königliche Museum von 1824 und 1830, der Neptunbrunnen und das Kaiser-Wilhelm-Nationaldenkmal, beide von Reinhold Begas 1891 und 1898, werteten die städtebauliche Position des Schlosses auf.

NutzungBearbeiten

 
Portal IV des Schlosses mit den Rossebändigern, um 1900
 
„Liebknechtportal“ des Staatsratsgebäudes, 2015

Monarchie: HohenzollernresidenzBearbeiten

Das Schloss war Schauplatz und mitunter Symbol bedeutender Ereignisse in der deutschen Geschichte. Ab 1701 diente es als königlich-preußische und ab 1871 als kaiserlich-deutsche Winterresidenz. In dem Gebäude wurde Friedrich der Große geboren, dessen Politik den deutschen Dualismus verursachte. Der Preußische Staatsrat tagte von 1817 bis 1848 im Staatsratssaal des Berliner Stadtschlosses. Die von Karl Friedrich Schinkel zu diesem Zweck gestalteten Räumlichkeiten beherbergten ab 1910 den Präsidenten der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften. Auslöser der Märzrevolution in Preußen war eine friedliche Demonstration auf dem Schlossplatz am 18. März 1848. König Friedrich Wilhelm IV. hatte versucht, durch eine Rede vom Balkon über Portal I durch Zugeständnisse die Massen zu beruhigen, dann aber befohlen, den Platz zu räumen. Dabei entwickelte sich ein spontaner Barrikadenaufstand, der in die Revolution überging.

Bei Beginn des Ersten Weltkriegs hielt Kaiser Wilhelm II. am 31. Juli 1914 vom Balkon des Portals V[29] die erste seiner zwei Balkonreden an zehntausende im Lustgarten versammelte Berliner. Die Ansprache sollte die Menschen auf den bevorstehenden Krieg einstimmen. Ihr folgte am 1. August eine zweite vom bodentiefen Fenster des Säulensaals über dem Portal IV., in der Wilhelm Deutschlands Eintritt in den Krieg verkündete und die Burgfriedenspolitik einleitete. Diese Rede, die am 6. August 1914 durch Veröffentlichung im Reichsanzeiger und eine im Januar 1918 angefertigte Schallplattenaufnahme große Verbreitung fand, machte das Portal IV zu einem historischen Ort.[30]

Weimarer Republik: SchlossmuseumBearbeiten

Am Anfang der Weimarer Republik stand ein Ereignis der Novemberrevolution im Berliner Schloss.[31] Nachdem am frühen Nachmittag des 9. November 1918 Philipp Scheidemann am Reichstagsgebäude die Abdankung Wilhelms II. bekanntgegeben und die Republik ausgerufen hatte, verließen, von einer sich ums Schloss ansammelnden Menschenmenge gedrängt, ab 14.30 Uhr die um das Schloss aufgestellten Truppen ihre Posten. Nur wenige Hofbeamte und die Kastellane blieben im Gebäude, das die abziehenden Truppen eine Stunde später den Revolutionären übergaben, und auf dem inzwischen eine rote Fahne wehte. Gegen 16.30 Uhr erschien der Spartakusführer Karl Liebknecht am Schloss und proklamierte die „freie sozialistische Republik Deutschland“. Anschließend ließ er sich ins Schloss führen, um vom großen Fenster des Portals IV, dem Ort der zweiten Ansprache des Kaisers, erneut die „freie sozialistische Republik Deutschland“ auszurufen.[32] Kurz darauf drangen zahlreiche Menschen in das unbewachte Schloss ein und begannen mit einer Plünderung. Liebknechts Ausrufung der Räterepublik blieb folgenlos, ging aber als symbolischer Akt in die Überlieferung der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) ein, zu deren Gründern er wenige Wochen später gehören sollte.

In den folgenden Jahren der Weimarer Republik entwickelte sich das Schloss zu einem bedeutenden Kulturzentrum der Stadt. Neben dem als „Schlossmuseum“ bezeichneten Kunstgewerbemuseum öffneten auch die Repräsentationsräume und die Schlossbibliothek für Besucher. Darüber hinaus fanden während der Berliner Kunstwochen, die auf Anregung von Oberbürgermeister Gustav Böß erstmals 1926 veranstaltet wurden, im Weißen Saal und im Schlüterhof öffentliche Konzerte der Berliner Philharmoniker statt.[33]

Ein Verzeichnis von 1924 zählt gut zwei Dutzend private Mieter sowie zahlreiche öffentliche Einrichtungen, Behörden und Vereine im Schloss: die Krongutsverwaltung, das Fürsorgeamt für Beamte aus dem Grenzgebiet, die Gewerkschaft Deutscher Verwaltungsbeamter, die Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften, die Notgemeinschaft der Deutschen Wissenschaft, die Österreichische Freundeshilfe, das Psychologische Institut der Friedrich-Wilhelms-Universität, die Schlossbauämter I und II, die Zentrale für Kinderspeisung, die Zentrale für Vermittlung von Heimarbeit an Mittelständische, die Landesanstalt für Gewässerkunde, der Deutsche Verein für Kunstwissenschaft sowie das Phonogramm-Archiv. Bis 1932 kamen noch das Museum für Leibesübungen, der Deutsche Akademische Austauschdienst, die Deutsche Akademie, der Atlas der Deutschen Volkskunde, die Deutsche Kunstgemeinschaft, die Mensa des Studentenwerkes, das Helene-Lange-Tagesheim für Studentinnen, das Japan-Institut, die Mexiko-Bücherei, die Kaiser-Wilhelm-Institute für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht sowie für ausländisches und internationales Privatrecht hinzu.[34]

Berliner Republik: Humboldt ForumBearbeiten

Als Neubau, mit der Fassade und in der Dimension des Berliner Schlosses, entstand das Humboldt Forum an dem Ort des alten Schlosses bis Ende 2020. Durch die museale Nutzung des Gebäudes soll es sich in das Gesamtkonzept der Museumsinsel einfügen.[35] Hierzu wurden die Sammlungen der außereuropäischen Kunst der Stiftung Preußischer Kulturbesitz aus dem Museumszentrum Dahlem in das Schloss verlegt, so dass sie in Kombination mit den Beständen an europäischer Kunst auf der Museumsinsel einen Ort der Weltkultur bilden. Ein „Agora“ genanntes Veranstaltungszentrum soll Kulturen der Welt vereinen,[36] womit an die wissenschaftlich-kulturelle Vergangenheit des Ortes angeknüpft wird. Außerdem wird eine Berlin-Ausstellung im Auftrag des Landes Berlin als Koproduktion zwischen Kulturprojekte Berlin und dem Stadtmuseum Berlin entstehen.[37] Sie soll die Kulturen der Welt in den Obergeschossen thematisch mit der Stadt Berlin verknüpfen, wobei ein Schwerpunkt dabei auf die internationale Geschichte Berlins gelegt wird.[38] Im April 2015 berief Kulturstaatsministerin Monika Grütters den Briten Neil MacGregor zum Leiter der Gründungsintendanz, die innerhalb der nächsten zwei Jahre inhaltliche Schwerpunkte für das Humboldt Forum herausarbeiten soll.[39]

Das Berliner Schloss hatte als Residenz der Hohenzollern grundsätzlich eine andere Funktion als das Humboldt Forum. Es bildete damals mit dem Alten Museum (Kultur), Berliner Dom (Evangelische Kirche), Zeughaus (Militär) ein programmatisches Gebäudeensemble im Mittelpunkt der preußischen Hauptstadt. Heute befindet sich das politische Zentrum der Bundesrepublik Deutschland, abgesehen von den Ministerien, seit dem Umzug des Bundeskanzleramtes aus dem Staatsratsgebäude an seinen heutigen Platz westlich des Reichstagsgebäudes und dem Abriss des Palastes der Republik überwiegend am Spreebogen. Der Bundespräsident hat als deutsches Staatsoberhaupt seinen Amtssitz im Schloss Bellevue. Dennoch wird mit dem Neubau bewusst an die Tradition und Bedeutung des Hohenzollernhauses sowohl architektonisch als auch städtebaulich angeknüpft, da der Neubau – wie früher – die Sichtachse des Boulevards Unter den Linden vom Tiergarten aus beendet und zugleich die kubische Stadtplanung der historischen Mitte Berlins vervollkommnet.

Historische InnenräumeBearbeiten

ÜberblickBearbeiten

 
Grundriss des Hauptgeschosses mit den Paradekammern, 1875

Das Berliner Schloss umfasste einschließlich Kellergeschoss, Nebenräumen und Dachgeschoss zuletzt insgesamt rund 1200 Innenräume, davon ca. 100 Repräsentationsräume der brandenburgischen Kurfürsten, preußischen Könige und deutschen Kaiser. Die künstlerische Ausstattung erfolgte nun weitestgehend unter der Regie von Andreas Schlüter. Er arbeitete dabei eng mit weiteren Künstlern zusammen, das waren unter anderem: Hermann Rückwardt, Johann Friedrich Wentzel d. Ä., Johann Heinrich Strack, Augustin Terwesten, Bernhard Rock, Jacques Vaillant, Eduard Gaertner sowie Johann Friedrich Eosander von Göthe.[40]

ErdgeschossBearbeiten

Polnische KammernBearbeiten

Die Polnischen Kammern lagen im Lustgartenflügel östlich von Portal V und waren nach August dem Starken benannt, dem König von Polen. Sie wurden vermutlich um 1700 von Andreas Schlüter erbaut. Zu den wichtigsten Räumen zählten der Korridor und das Schlafzimmer.

Mecklenburgische KammernBearbeiten

Die Mecklenburgischen Kammern lagen im Westflügel nördlich von Portal III und waren nach Alexandrine von Mecklenburg benannt, einer Schwester Wilhelms I. Zu den bedeutendsten Räumen zählten das Schlafzimmer, der Salon, das Schreibzimmer und der Salon der petits Appartements.

StaatsratszimmerBearbeiten

Die Staatsratszimmer lagen im Schlossplatzflügel westlich von Portal II und dienten als Behördensitz. Hervorzuheben waren hier das Arbeitszimmer des Präsidenten der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft und der Sitzungssaal des Preußischen Staatsrats.

Erstes ObergeschossBearbeiten

KönigskammernBearbeiten

Die Königskammern Friedrich Wilhelms II. gehörten zu den Meisterwerken des deutschen Klassizismus. Erbaut 1787–1789 von Friedrich Wilhelm von Erdmannsdorff und Carl von Gontard, lagen sie im Lustgartenflügel westlich von Portal V. Die gartenseitige Raumabfolge bestand aus dem Garde-du-Corps-Saal über Portal V, der Rotdamastenen Kammer, der Gründamastenen Kammer, dem Thronzimmer, dem Großen Säulensaal über Portal IV, dem Speisesaal, der Grünen Französischen Kammer und der Blauen Französischen Kammer. Die hofseitige Raumabfolge bestand aus dem Bunten Gang, dem Parolesaal (mit der Prinzessinnengruppe von Johann Gottfried Schadow), dem Weißen Zimmer und dem Konzertzimmer.

Wohnung Königin FriederikesBearbeiten

Die Wohnung Königin Friederikes war ein weiteres Meisterwerk des deutschen Klassizismus. Sie wurde in den Jahren 1789–1791 nach Plänen von Carl Gotthard Langhans erbaut und lag im Schlossplatzflügel westlich von Portal II. Zu den wichtigsten Räumen zählten der Pfeilersaal über Portal II, die Rote Marmorkammer, das Gesellschaftszimmer und der Marmorsaal.

Wohnung Friedrich Wilhelms IV.Bearbeiten

 
Friedrich Wilhelm IV. in seinem Arbeitszimmer, Gemälde von Franz Krüger, um 1846
Hier verbrachte der König die meiste Zeit und empfing auch Gäste. Seine dort ausgestellt gewesene Privatsammlung erhellt die Mittelalterverehrung und -rezeption des Monarchen.[41]

Die Wohnung Friedrich Wilhelms IV. gehörte ebenfalls zu den Meisterwerken des deutschen Klassizismus. Erbaut in den Jahren 1824–1828 nach Plänen von Karl Friedrich Schinkel, reichte sie von der Mitte des Ostflügels bis Portal I des Schlossplatzflügels. Zu den bedeutendsten Räumen zählten die als Arbeitszimmer des Königs dienende Erasmuskapelle (ehemalige Schlosskapelle, ursprünglich 1465 angelegt, ab 1538 überarbeitet von Caspar Theiss), das Schreibzimmer (ehemaliges Schreibzimmer Friedrichs des Großen), das Wohnzimmer, der Teesalon, das Speisezimmer und der Sternsaal über Portal I.

Kaiserliche WohnungBearbeiten

Die Kaiserliche Wohnung lag im Schlossplatzflügel westlich von Portal I und diente als Wohnung Kaiser Wilhelms II. Sie bestand aus dem Empfangszimmer (ehemaliges Audienzzimmer Friedrichs des Großen), dem Arbeitszimmer (ehemaliges Arbeitszimmer Friedrichs des Großen), dem Vortragszimmer, dem Kleinen Ankleidezimmer, dem Vorzimmer der Kaiserin, der Marmortreppe, dem Speisesaal, der Bibliothek des Kaiserpaars, dem Großen Ankleidezimmer, der Fürstentreppe und dem Joachimsaal, der als einziger Raum der Wohnung im zweiten Obergeschoss über Portal II lag.

HohenzollernwohnungBearbeiten

Die Hohenzollernwohnung lag im Südteil des Westflügels und diente als Wohnung Karl Antons von Hohenzollern, des preußischen Ministerpräsidenten während der Neuen Ära. Zu den wichtigsten Räumen zählten der Salon, das Kabinett und das Wohnzimmer.

Wilhelmsche WohnungBearbeiten

Die Wilhelmsche Wohnung lag im Nordteil des Westflügels und diente als Wohnung des Prinzen Wilhelm. Zu den bedeutendsten Räumen zählten das Prinz-Wilhelm-Zimmer, das Erste Schlafzimmer, der Salon, das Zweite Schlafzimmer, das Badezimmer und das Gästeschlafzimmer (ehemalige Bibliothek Friedrich Wilhelms II.).

HausbibliothekBearbeiten

Die Hausbibliothek lag im Spreeflügel des Schlosses. Sie war auf mehrere Bibliotheksräume im Turm Kurfürst Friedrichs II., in der Galerie des Großen Kurfürsten, im Herzoginhaus und im Grünen Hut verteilt.

Zweites ObergeschossBearbeiten

ParadekammernBearbeiten

Die Paradekammern Friedrichs I. gehörten zu den Meisterwerken des europäischen Barocks. Erbaut in den Jahren 1698–1713 nach Plänen von Andreas Schlüter und Johann Friedrich Eosander, reichten sie von der Mitte des Ostflügels über den gesamten Lustgartenflügel bis zur Mitte des Westflügels. Als östlicher Zugang diente das Große Treppenhaus (auch Wendeltreppe genannt) hinter dem Schlüterportal, als westlicher Zugang die Weiße-Saal-Treppe neben dem Eosanderportal. Den Auftakt der Paradekammern bildeten der Schweizersaal, die Erste Paradevorkammer und die Zweite Paradevorkammer im Ostflügel. Im Lustgartenflügel folgten das Königszimmer, die Drap-d’or-Kammer, die Rote-Adler-Kammer, der Rittersaal, die Schwarze-Adler-Kammer, die Rote-Samt-Kammer, der Kapitelsaal, die Bildergalerie, der Grüne Salon und das Königinzimmer. Den Abschluss der Paradekammern bildeten der Weiße Saal und die Schlosskapelle im Westflügel.

Höhepunkt der Paradekammern war der besonders prachtvolle Rittersaal über Portal V. Er war 17 Meter lang, 13 Meter breit, 9,75 Meter hoch und lag in der Sichtachse Unter den Linden. Die Türwand im Süden schmückte der Trompeterchor, die Fensterwand im Norden eine Wappenkartusche mit dem königlichen Monogramm „FR“. An der Ostwand stand das Silberbuffet (aktuell im Schloss Köpenick ausgestellt), an der Westwand ein Königsthron. Das Deckengemälde von Johann Friedrich Wentzel stellte die Verherrlichung der Regierung Friedrichs I. dar, die Sopraporten zeigten die vier damals bekannten Erdteile Amerika, Asien, Afrika und Europa.

Der wichtigste Teil der Paradekammern war der Weiße Saal, der stets zur Repräsentation genutzt wurde. Nach seiner ersten Neugestaltung im Jahr 1898 wurde er auf Veranlassung des Kaisers im Laufe des Jahres 1902 komplett neu gestaltet. Die zuvor in Eile ausgeführten Reliefs und Statuen aus Stuck und anderen Ersatzmaterialien wie Pappmaché und vergoldet, waren nun von verschiedenen Bildhauern unter Leitung von Otto Lessing in edlen Materialien wie Marmor und Bronze total erneuert worden. Zum 28. Dezember 1902 fand für rund 50 geladene Gäste eine Führung im Königsschloss statt, wo die Veränderungen vorgestellt wurden.[42]

ElisabethkammernBearbeiten

Die Elisabethkammern waren nach der Königin Elisabeth Christine benannt und reichten von der Mitte des Ostflügels bis Portal I des Schlossplatzflügels. Sie wurden vermutlich um 1700 von Andreas Schlüter begonnen und umfassten das vom Schweizersaal der Paradekammern aus zugängliche Vorzimmer, das Rote Zimmer, das Samtzimmer, das Eckzimmer, das Blaubartzimmer und den Elisabethsaal über Portal I.

Prinzess-Marie-KammernBearbeiten

Die Prinzess-Marie-Kammern waren nach einer Großnichte Friedrich Wilhelms IV. benannt und reichten von Portal I bis Portal II des Schlossplatzflügels. Sie folgten auf den Elisabethsaal und bestanden aus dem Kabinett (ehemaliges Geburtszimmer Friedrichs des Großen), dem Östlichen Zimmer, dem Mittelzimmer und dem Westlichen Zimmer (auch Prinzess-Marie-Saal genannt) über Portal II.

KurfürstenzimmerBearbeiten

Die Kurfürstenzimmer lagen im Nordteil des Spreeflügels und waren nach dem Großen Kurfürsten benannt, unter dessen Herrschaft ihr Bau begann. Zu den wichtigsten Räumen zählten die Kleine Galerie, die Kugelkammer, die Betkammer, die Brautkammer, das Kronkabinett und das Chinesische Kabinett. Sie wurden seit Friedrich Wilhelm I. zum Trauungszeremoniell der preußischen Könige benutzt.

Braunschweigische KammernBearbeiten

Die Braunschweigischen Kammern lagen im Südteil des Spreeflügels und waren nach den Herzögen von Braunschweig benannt, die sie als Gästezimmer nutzten. Zu den bedeutendsten Räumen zählten die Braunschweigische Galerie und die ehemalige Kapelle der Kurfürstin, die als erster Barockraum Norddeutschlands galt.

Drittes ObergeschossBearbeiten

Im dritten Obergeschoss lagen vor allem Nebenräume, aber auch geschossübergreifende Innenräume. Dazu gehörten der Elisabethsaal über dem Portal I, der Joachimsaal über dem Portal II, die Schlosskapelle über dem Eosanderportal, der Weiße Saal, die Bildergalerie, der Kapitelsaal, der Rittersaal über dem Portal V und der Schweizersaal der Paradekammern.

Historische AußenräumeBearbeiten

 
Luftbild, um 1920. Oben die Schlossfreiheit mit dem Nationaldenkmal, rechts der Lustgarten, unten die Spree und links der Schlossplatz mit dem Schlossbrunnen.

NordseiteBearbeiten

Auf der Nordseite am Lustgarten wurde 1844–1846 die Schlossterrasse erbaut. Sie glich den Höhenunterschied des Geländes aus und schirmte das Schloss vom Straßenverkehr ab. Die Terrasse bestand aus einem kürzeren Ostteil, der von Portal V bis Portal IV reichte, und einem längeren Westteil, der sich von Portal IV bis zur Ecke Schlossfreiheit erstreckte. In der Terrassenmitte verlief ein 6 Meter breiter Pflasterweg, den zwei je 6 Meter breite Rasenflächen mit Pflanzen und Blumen säumten. Auf der Balustrade wurden 1846 vor Portal IV die Rossebändiger und an der Ecke Schlossfreiheit die Adlersäule aufgestellt. Die Rossebändiger waren Meisterwerke des in Sankt Petersburg tätigen Bildhauers Peter Clodt von Jürgensburg. An der Adlersäule wirkte der berühmte französische Bildhauer Christophe Fratin mit. 1907 kamen auf der Balustrade noch die Oranierfürsten hinzu.

WestseiteBearbeiten

Auf der Westseite an der Schlossfreiheit wurde 1897 das vom Bildhauer Reinhold Begas geschaffene Kaiser-Wilhelm-Nationaldenkmal enthüllt. Für den Bau der monumentalen Anlage musste eine ganze Häuserzeile weichen. Die angrenzenden Grünflächen erhielten 1898 eine ähnlich repräsentative Gestaltung wie der Schlossplatz.

SüdseiteBearbeiten

Auf der Südseite am Schlossplatz wurde 1891 der vom Bildhauer Reinhold Begas geschaffene Schlossbrunnen enthüllt. Er war ein Geschenk Berlins an den Kaiser und lag vor Portal II in der Achse der Breiten Straße. Die Idee, an dieser Stelle einen Brunnen zu bauen, stammte schon von Karl Friedrich Schinkel. 1901 wurde der Schlossplatz zum zeitgenössischen Schmuckplatz mit Teppichbeeten, Mosaikpflaster und Eisenkandelabern umgestaltet. In engem Zusammenhang mit dem Schloss stand auch das 1703 von Andreas Schlüter geschaffene und als Meisterwerk der Barockkunst geltende Reiterstandbild des Großen Kurfürsten auf der Kurfürstenbrücke.

ZerstörungBearbeiten

Zweiter WeltkriegBearbeiten

 
Ansicht des beschädigten Südflügels am Schlossplatz, 1945
 
Ansicht des beschädigten Nordflügels am Lustgarten, 1946

Während des Zweiten Weltkriegs brannte das Schloss bei dem schweren Luftangriff vom 3. Februar 1945 auf das Berliner Stadtzentrum bis auf den Nordwestflügel aus. Das Feuer hatte nahezu alle Prunkräume im Nord- und Südflügel vernichtet. Weitere Schäden an der Schlossplatzfassade entstanden Ende April während der Schlacht um Berlin durch Artilleriebeschuss.

Erhalten blieben die Außenmauern mitsamt dem plastischen Schmuck, die tragenden Wände und größtenteils die Haupttreppenhäuser. Der gering beschädigte Flügel mit dem Weißen Saal diente weiterhin dem Kunstgewerbemuseum Berlin als Magazin und Verwaltungssitz. In anderen nur gering beschädigten Teilen des Schlosses befanden sich Abteilungen des Landesdenkmalamtes und der vormals preußischen Verwaltung der Staatlichen Schlösser und Gärten. Im unzerstörten Erdgeschoss des Schlossplatzflügels mit Schinkels Staatsratssaal hatte eine Baufirma ihren Sitz, die Sicherungs- und Bergungsarbeiten im Schloss und seiner Umgebung ausführte.[43]

Stadtbaurat Hans Scharoun beantragte sofort Maßnahmen zur Erhaltung des Schlosses. Doch dem stimmte der Magistrat Werner, der im Mai 1945 von der sowjetischen Militärregierung eingesetzt worden und von der KPD dominiert war, nur widerwillig und teilweise zu. Deshalb entstanden durch Witterungseinflüsse weitere Schäden. Im demokratisch gewählten Magistrat Ostrowski war ab Dezember 1946 Karl Bonatz Scharouns Nachfolger. Auch er sah, in seinem Bonatzplan für den Wiederaufbau Berlins, die Erhaltung des Schlosses vor.[44] Im Weißen Saal fanden zwischen August 1946 und März 1948 vier gut besuchte Ausstellungen statt, darunter die von Scharoun geleitete Wiederaufbau-Schau Berlin plant — Erster Bericht.

Seit der Teilung Berlins im Sommer und Herbst 1948 verhinderte der nun für das Schloss verantwortliche SED-geführte Ost-Berliner Magistrat nach und nach die weitere Benutzung sowie Sicherungsarbeiten und Beheizung. Die Volkspolizei kündigte im Oktober 1948 den im Schloss untergebrachten Institutionen die Räumung an. Nachdem ihre Proteste nichts bewirkt hatten, verlegten sie ihre Dienstsitze nach West-Berlin.[45] Im März 1949 sperrte die Bauaufsichtsbehörde das Schloss, obwohl eine Sachverständigenkommission es für nicht einsturzgefährdet erklärt hatte.

Im Oktober 1949 zerstörten Sowjetsoldaten bei Dreharbeiten zum sowjetischen Film Die Schlacht um Berlin mehrere Skulpturen und noch erhaltene Ausstattungsstücke sowie hunderte Glasfenster des Schlosses.[46]

Deutsche Demokratische RepublikBearbeiten

 
Abriss des erhaltenen Eosanderportals, 1950
 
Abriss des erhaltenen Schlüterhofs, 1950

Nachdem die Berliner Öffentlichkeit im Winter 1948/1949 die Anzeichen des offenbar bevorstehenden Abrisses des Schlosses diskutiert hatte, streute die SED-gesteuerte Presse zunächst im Februar 1950 Desinformationen aus.[46] Während der Führungszirkel der SED den Wiederaufbau des Schlosses einhellig ablehnte, stellte er zunächst den amtlichen Wiederaufbauplan nicht in Frage und duldete interne Diskussionen des Kulturbundes über die Neugestaltung der Mitte Berlins.[47]

Mit Gründung der DDR war die Zuständigkeit für den Wiederaufbau des Berliner Stadtzentrums an eine Abteilung des Ministeriums für Aufbau übergegangen. Auf dem III. Parteitag der SED gab am 23. Juli 1950 Walter Ulbricht, der neue Generalsekretär des ZK (Zentralkomitee) der SED, den bevorstehenden Abriss des Schlosses bekannt. An der Stelle des Schlosses selbst, wie auch des Lustgartens, der Schlossfreiheit und des Schlossplatzes sollte ein Kundgebungsplatz entstehen, „auf dem der Kampfwille und Aufbauwille unseres Volkes Ausdruck finden können“. Dies kündigte Ulbricht an, ohne dass zuvor Diskussionen oder Absprachen im Politbüro, im Ministerrat oder mit dem Oberbürgermeister stattgefunden hatten.[48]

In den folgenden Wochen bekamen Ulbrichts Ideen Gesetzesform. Der entsprechende Ministerratsbeschluss wurde Ende August 1950 veröffentlicht. Den Kundgebungsplatz umgeben sollten im Westen ein FIAPP-Denkmal anstelle des zu beseitigenden Kaiser-Wilhelm-Nationaldenkmals, im Süden ein neues Opernhaus und im Osten eine Zuschauertribüne. Stehenbleiben sollten Altes Museum, Dom und Marstall. Auf der anderen Seite der Spree sollte sich hinter der Tribüne ein „repräsentatives Hochhaus“ erheben. Neben der Vernichtung des Schlosses sah der Plan auch die flächenhafte Abräumung der nur zum Teil zerstörten Mitte Alt-Berlins und des Nordens Alt-Köllns zugunsten einer zentralen Verkehrsachse von der Stalinallee über den Alexanderplatz zum Brandenburger Tor vor.

Führende Vertreter des Berliner Kulturlebens verwarfen auf einer Veranstaltung des Aufbauministeriums am 30. August 1950 einhellig den Plan und versuchten angesichts der für den 6. September vorgesehenen Abstimmung der Volkskammer eine öffentliche Diskussion in Gang zu bringen.[49] Richard Hamann nannte das Schloss „in allen Kunstgeschichten der Welt genannt und abgebildet […] ein Repräsentant eines spezifisch norddeutschen Barock, der sich Michelangelos St. Peter in Rom, dem Louvre in Paris würdig zu Seite stellt“,[50] Walter Hentschel „eines der bedeutendsten Baudenkmäler Deutschlands, ja der ganzen Welt“.[51] Walter Friedrich schrieb, es gehört „zu den bedeutendsten Schöpfungen deutscher Baukunst“,[52] für Ragnar Josephson war es „in großgeformter, kraftvoller Ganzheit […] ein Denkmal der souveränen Barockkunst in Europa“,[53] für Ernst Gall „eines der gestaltreichsten baulichen Kunstwerke, die unsere Welt […] ihr eigen nennen darf“.[54] Für Johannes Stroux galt das Schloss als „eines der bedeutendsten Baudenkmäler nationaler Kunst und des Spätbarock überhaupt“[55] und für Horst-Wolf Schubert (1903–1977), Kunsthistoriker und Landeskonservator von Sachsen-Anhalt, „eine der bedeutendsten Schöpfungen der deutschen Baukunst; es hat Weltgeltung“.[56] Hans Scharoun meinte speziell zum Schlüterhof: „von einmaliger Bedeutung … [erlangte] Weltruhm“.[57] Die verantwortlichen SED-Politiker gingen auf die zahlreichen, kunsthistorisch oder geschichtspolitisch begründeten Proteste nicht ein oder führten Kostenargumente an. Beispielhaft war die Antwort, die Ulbricht einem protestierenden SED-Genossen erteilte. Dessen „Stellungnahme“ sei ihm „bereits aus Westberliner Zeitungen bekannt“, er empfehle ihm, „eine Protestbewegung gegen jene zu organisieren, die das Schloss durch ihren Bombenterror zerstört haben“ und kündigte an, dass „architektonisch wichtige Partien im Innern des Schlosses, soweit sie den amerikanischen Bombenterror überstanden haben“, in ein Museum überführt werden.[58]

Am 7. September 1950, dem Tag nach dem Volkskammerbeschluss, begannen die abschnittsweisen Sprengungen des Schlosses.[59] Diese Vernichtung von einzigartigem Kulturgut wurde weltweit kritisiert.[60] Von erfolglosen Protesten begleitet, endeten sie am 30. Dezember 1950 mit der Niederlegung des Eosanderportals. Zerkleinerungssprengungen von Kapitellen, anderen größeren plastischen Teilen und von Kelleranlagen endeten im März 1951.

Ohne ausreichende Planung hatte ein wissenschaftliches Aktiv etwa 2000 künstlerisch wertvolle plastische Arbeiten und Architekturteile geborgen und den Bau vor seiner Vernichtung in der Eile nur unsystematisch dokumentieren können. Dies war, wie die Zukunft erwies, zur Beruhigung der Öffentlichkeit geschehen. Die wissenschaftliche Bearbeitung der Dokumentation kam nicht zustande und die erhaltenen Teile verwahrlosten auf einem Lagerplatz, wo sich ihre Spur nach 1965 verlor.[61] Die Schuttmassen des gesprengten Schlosses gelangten auf Trümmerbahnen und Spreekähnen zu Trümmerbergen am Rand des Tierparks Friedrichsfelde und im Volkspark Friedrichshain, in ehemalige Kiesgruben auf dem Gelände des Stadtforstes Köpenick unweit des Seddinsees und auf ein Privatgrundstück in Berlin-Schmöckwitz.[62]

Obwohl das SED-Organ Neues Deutschland den Abriss im August 1950 unter dem Motto „es soll uns nichts mehr an unrühmlich Vergangenes erinnern“ angekündigt hatte, unterblieb in der DDR eine offizielle Erörterung der historischen und kulturellen Bedeutung des Schlosses. Eine entsprechende Veröffentlichung mit Argumenten für den Abriss wurde 1952 zurückgezogen.[63] In den folgenden Jahrzehnten der SED-Herrschaft in der DDR galt das Thema Berliner Schloss als tabu. Die für die wissenschaftliche Erforschung erforderlichen Akten wurden unter Verschluss gehalten.[64]

FolgebebauungBearbeiten

 
Marx-Engels-Platz auf dem ehemaligen Schlossgelände, 1951
 
Palast der Republik auf dem östlichen Geländeteil, 1986

Bis zur Feier am 1. Mai 1951 war der Platz abgeräumt, eingeebnet und mit rotem Ziegelsplitt bedeckt. An seiner Ostseite erhob sich mit dem Rücken zur Spree eine Tribüne. Der um den bisherigen Schlossplatz und den Lustgarten aufgeweitete Platz erhielt zu Ehren der Theoretiker des Kommunismus Karl Marx und Friedrich Engels den Namen Marx-Engels-Platz. Die in den folgenden Jahren ausgearbeiteten Pläne zur Neugestaltung des Marx-Engels-Platzes blieben 20 Jahre unausgeführt. Abgesehen von gelegentlicher Nutzung durch Demonstrationen, Militärparaden und Massenveranstaltungen blieb der Platz bis in die 1970er Jahre ungenutzt.

Das 1963 an seinem südlichen Rand errichtete Staatsratsgebäude erhielt als Eingang das geborgene Portal IV als „wichtige Gedenkstätte der Arbeiterbewegung“.[65] Erst nach der Absetzung Walter Ulbrichts veranlasste sein Nachfolger Erich Honecker 1971 als programmatische Geste die Errichtung eines Mehrzweckgebäudes auf dem Marx-Engels-Platz.[66] Von 1973 bis 1976 entstand auf dem östlichen Schlossgelände der Palast der Republik. Unter anderem diente das Gebäude als Sitz der Volkskammer.

Nach der politischen Wende erfolgten im unbebauten Bereich des Schlossareals archäologische Grabungen, wobei ein Teil der Schlossfundamente und Kellerbereiche freigelegt wurden. Ein Metallzaun umgab die Fundamente und Erklärungstafeln verdeutlichten etwa das Heizungssystem im Kellerbereich. Im Jahr 1991 erhielt der nördliche Teil des Marx-Engels-Platzes wieder seinen ursprünglichen Namen Lustgarten zurück, während es 1994 zur Umbenennung des restlichen Marx-Engels-Platzes in Schlossplatz kam. Nach seiner Asbestsanierung von 1997 bis 2002 erfolgte zwischen 2006 und 2008 der Abriss des Palastes der Republik. Zum Ausgleich der entnommenen Baumassen erhielt das Fundament eine Betonwanne, in welche entsprechend der abgefahrenen Materialien nasser Kies als Ausgleichsgewicht eingebracht wurde. Mit dieser Maßnahme konnte ein Aufschwimmen der restlichen Fundamente verhindert werden. Zwischen 2009 und 2012 war das Schlossareal nach einem Konzept von relais Landschaftsarchitekten als öffentlicher Freiraum gestaltet. Dabei wurden die Grabungsfelder durch hölzerne Stege erschlossen und die „Palastwanne“ als offener Grünraum inszeniert.[67]

WiederaufbauBearbeiten

 
Moderne Rückseite des Humboldt-Forums, 2019

Nach der Gründung des Fördervereins Berliner Schloss im Jahr 1992 unter der Leitung Wilhelm von Boddiens erfolgte 2002 der Beschluss des Deutschen Bundestags zum Wiederaufbau des Berliner Schlosses. Nach der Grundsteinlegung am 12. Juni 2013 entstand an ursprünglicher Stelle unter Verwendung geborgener Teile ein modernes Museumsgebäude mit drei rekonstruierten Fassaden des Schlosses, die durch private Spendengelder finanziert wurden. Als Humboldt Forum ergänzt es seit 2021 mit außereuropäischen Sammlungen, weiteren Ausstellungen und öffentlichen Veranstaltungen die Berliner Museumsinsel. Über das Projekt und die Geschichte des Bauwerks informiert ein Besucherzentrum am Lustgarten.[68]

Aus dem internationalen Realisierungswettbewerb 2008 ging der italienische Architekt Franco Stella als Sieger hervor. Beim Wiederaufbau wurden drei der vier Fassaden, die Kuppel mitsamt Kreuz, ein Eckrondell an der Ostfassade, drei von vier Seiten des Schlüterhofs, die Innenseite des Eosanderportals sowie die Innenportale des Stellahofs (Schlossforum) rekonstruiert. Die Innenarchitektur wurde zeitgemäß – weiß, schlicht und rein funktional –, ebenso die Ostfassade zur Spree (eine Betonwand mit einfachen, aber großen Fenstern) und eine Seite des Schlüterhofes. Nicht rekonstruiert werden die zwei flankierenden Nebenkuppeln über der Westfassade und die historische Burganlage an der Spree. Auch die Innenräume werden vorerst nicht wiederhergestellt. Langfristig ist aber die Rekonstruktion der barocken „Gigantentreppe“ am Schlüterhof geplant. Darüber hinaus ist der Lustgartenflügel im Innern so gebaut, dass eine Wiederherstellung einzelner Schlossräume möglich sein wird.[69]

Die Bauarbeiten begannen im März 2013. Am 12. Juni 2013 legte Bundespräsident Joachim Gauck den Grundstein.[70] Am 12. Juni 2015 wurde das Richtfest für den vollendeten Rohbau des Schlosses samt Dachstuhl gefeiert.[71] Die im September 2020 geplante Eröffnung des Humboldt-Forums musste aufgrund der COVID-19-Pandemie auf 2021 verschoben werden.[72] Am 29. Mai 2020 wurde die nach historischen Fotos und Entwürfen von Andreas Hoferick rekonstruierte Laterne der Schlosskuppel aufgesetzt.[73]

Für die Rekonstruktion der Barockfassaden spendeten etwa 45.000 Bürger aus Berlin, Deutschland und der ganzen Welt insgesamt 105 Millionen Euro.[74] Im November 2020 dankten Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Kulturstaatsministerin Monika Grütters den Spendern für das Engagement. Für die Balustradenfiguren werden weitere zwölf Millionen Euro Spenden benötigt, wovon bis April 2021 bereits 7,5 Millionen Euro beim Förderverein eingingen.[75] Die Gesamtkosten für das Bauprojekt belaufen sich auf 677 Millionen Euro. Der Baubeginn erfolgte im Jahr 2012, die Fertigstellung im November 2020. Die Bruttogrundfläche beträgt rund 93.600 Quadratmeter, die Nutzfläche rund 44.300 Quadratmeter.[76] Einschließlich der Höfe hat das Schloss eine Grundfläche von rund 20.500 Quadratmetern.[23]

RezeptionBearbeiten

Zur Bedeutung des SchlossesBearbeiten

„Und dann der Schlüterhof! In der ganzen Welt wüsste ich nichts Vergleichbares an eigenwilliger Originalität zu nennen: nicht sehr groß in den Abmessungen, aber voll großartiger Gestaltung in der kraftvollen Gliederung und Dichte seiner in den gewagtesten Gegensätzen aufgebauten und gerade dadurch zu raumbindender Struktur geformten Schauseiten, denen wieder die Portale mit ihren wuchtigen Säulenstellungen und reich durchfensterten Risaliten sowie dem krönenden Schmuck ihrer Figuren rhythmischer Ordnung voll unvergesslicher Feierlichkeit verleihen.“

„Berlin ist arm an Denkmälern der Vergangenheit, aber es besitzt ein Werk, das sich den größten der Vergangenheit würdig anreiht und in allen Kunstgeschichten der Welt genannt und abgebildet ist: das Berliner Schloss. Sein Schöpfer ist der größte Bildhauer und Architekt in Norddeutschland, Andreas Schlüter. Da steht es, von einer faszinierenden Wucht und Monumentalität, ein Repräsentant des spezifisch norddeutschen Barock, der sich Michelangelos St. Peter in Rom, dem Louvre in Paris würdig zur Seite stellt. Es beherrscht das Zentrum Berlins, den Platz, den es bilden hilft, die Straße, die zu ihm führt, das alte Berlin, das für den, der die Vergangenheit Berlins verkörpert sehen möchte, den Begriff Berlin ausmacht.“

„Machtvoller Ernst spricht aus der Stadtseite, während gelöste Feierlichkeit und weltoffene Anmut über der Gartenseite walten. Nach Eosanders Erweiterungsbau wandte das Schloss statt wie bisher nach Süden nun seine Front nach Westen; mit dem ehemaligen Zeughaus und der Oper Unter den Linden bildete das Schloss ein monumentales Zentrum, wie es nur wenige Hauptstädte besitzen.“

Zur Zerstörung des SchlossesBearbeiten

„Zerstört man das Berliner Schloss, so vernichtet man eines der gestaltreichsten baulichen Kunstwerke, die unsere Welt nach so vielen Verlusten heute noch ihr Eigen nennen darf. Aus dieser Zeit um die Wende des 17. und 18. Jahrhunderts gibt es in Europa wenig, was diesen Bau in der Kraft und in der eindringlich plastischen Klarheit seiner Fassadengliederung übertreffen könnte.“

„Die Machthaber des östlichen Berlin vernehmen den Ruhm des Schlosses als Misslaute eines längst vergangenen Fürstenkults. Diese haben ihre empfindlichen Trommelfelle irritiert und sollen jetzt zum Verstummen gebracht werden. Sie wollen lieber ihre eigenen Laute hören auf dem Aufmarschplatz, den sie auf dem Grundstück des abgerissenen Schlosses anlegen. Auch dieser öde Platz wird eines Tages wieder ein Denkmal sein, ein Denkmal der Pietätlosigkeit, der Engstirnigkeit und der geistigen Armut.“

„Das Berliner Schloss steht in enger Beziehung zum Stadtbild, und das erweiterte Schloss übernahm es, die beiden Stadtorganismen, das alte Berlin-Cölln und die neuen Gründungen im Westen, miteinander zu verknüpfen. Das Schloss bildete zusammen mit den Monumentalbauten der Linden die städtebaulich bedeutendste Anlage Berlins. So ist das Schloss der Kristallisationspunkt eines Kraftfeldes geworden, den man aus dem Gefüge der Stadt nicht entfernen konnte ohne die Ordnung des Ganzen ins Wanken zu bringen. Es gibt nur eines: den Bau Schlüters und Eosanders an seinem Platze wiederherzustellen und mit ihm die große moralische Kraft, die von der Kunst Andreas Schlüters ausging.“

SonstigesBearbeiten

  • Das Bernsteinzimmer von Johann Friedrich Eosander befand sich ursprünglich im Schloss. Es war 1701 von Friedrich I. in Auftrag gegeben und 1712 im nordwestlichen Eckraum des zweiten Obergeschosses eingebaut worden, bevor Friedrich Wilhelm I. es 1716 verschenkte.
  • Johann Sebastian Bach lernte 1719 im Schloss den Markgrafen Christian Ludwig von Brandenburg kennen. Er widmete ihm die Brandenburgischen Konzerte, die wahrscheinlich 1721 darin aufgeführt wurden, weshalb das Schloss als Bachort gilt.
  • Friedrich der Große wurde 1712 im Schloss geboren. Sein Geburtszimmer befand sich im zweiten Obergeschoss des Südflügels, hinter dem dritten Fenster westlich des Innenportals I zum Schlüterhof, und blieb bis zum Zweiten Weltkrieg unverändert erhalten.
  • Die Prinzessinnengruppe von Schadow stand ursprünglich im Parolesaal des Schlosses. Er lag im ersten Obergeschoss des Nordflügels, hinter den drei Fenstern des Innenportals IV zum Eosanderhof, das heute die nördliche Schmalseite der Passage bildet.
  • Karl Fürst von Hardenberg wirkte als preußischer Reformer im Staatsratssaal des Schlosses. Der von Schinkel gestaltete Raum befand sich im Erdgeschoss des Südflügels, hinter dem dritten bis sechsten Fenster westlich des Außenportals II.
  • Alexander von Humboldt las im Teesalon des Schlosses regelmäßig aus seinem Werk Kosmos vor. Der ebenfalls von Schinkel gestaltete Raum befand sich im ersten Obergeschoss des Südflügels, hinter dem dritten und vierten Fenster östlich des Außenportals I.

LiteraturBearbeiten

(chronologisch aufsteigend geordnet)

19. Jahrhundert

20. Jahrhundert

  • Goerd Peschken, Hans-Werner Klünner: Das Berliner Schloss. Das klassische Berlin. Propyläen, Berlin 1982, ISBN 3-549-06652-X.
  • Bodo Rollka, Klaus-Dieter Wille: Das Berliner StadtSchloss. Geschichte und Zerstörung. Haude & Spener, Berlin 1987, ISBN 3-7759-0302-X.
  • Lieselotte Wiesinger: Das Berliner Schloss. Von der kurfürstlichen Residenz zum KönigsSchloss. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1989, ISBN 3-534-09234-1.
  • Erich Konter: Das Berliner Schloss im Zeitalter des Absolutismus. Architektursoziologie eines Herrschaftsortes. Berlin 1991, ISBN 3-7983-1375-X.
  • Liselotte Wiesinger: Deckengemälde im Berliner Schloss. Propyläen, Frankfurt-Berlin 1992, ISBN 3-549-05259-6.
  • Renate Petras: Das Schloss in Berlin. Von der Revolution 1918 bis zur Vernichtung 1950. Verlag für Bauwesen, Berlin 1992, ISBN 3-345-00538-7.
  • Goerd Peschken: Das königliche Schloss zu Berlin. Deutscher Kunstverlag, München.
  • Förderverein Berliner Schloss, Kristin Feireiss (Hrsg.): Das Schloss? Eine Ausstellung über die Mitte Berlins. Redaktion: Kristin Feireiss und Wilhelm von Boddien (Ausstellungskatalog). Ernst, Berlin 1993, ISBN 3-433-02431-6.
  • Förderverein Berliner Schloss, Kristin Feireiss (Hrsg.): Das Schloss? Eine Ausstellung über die Mitte Berlins. Redaktion: Kristin Feireiss und Wilhelm von Boddien (Ausstellungskatalog). Ernst, Berlin 1993, ISBN 3-433-02431-6.
  • Eberhard Cyran: Das Schloss an der Spree. Die Geschichte eines Bauwerks und einer Dynastie. Blanvalet, Berlin 1962. 6. Aufl. Arani, Berlin 1995, ISBN 3-7605-8502-7.
  • Liselotte Wiesinger: Zu dem verschollenen Bilderzyklus von Christian Bernhard Rode in der Alten Kapelle im Berliner Schloss. In: Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg. Jahrbuch 2 (1997/1998), S. 119–132 (Digitalisat auf perspectivia.net, abgerufen am 25. Februar 2013).
  • Dietmar Arnold, Ingmar Arnold: Schlossfreiheit. Vor den Toren des Stadtschlosses. be.bra-Verlag, Berlin 1998, ISBN 3-930863-33-2.
  • Wilhelm von Boddien, Helmut Engel (Hrsg.): Die Berliner Schlossdebatte. Pro und Contra. Berlin-Verlag Spitz, Berlin 2000, ISBN 3-8305-0106-4.
  • Bernd Maether: Die Vernichtung des Berliner Stadtschlosses. Eine Dokumentation. Berlin Verlag Arno Spitz, Berlin 2000, ISBN 3-8305-0117-X.

21. Jahrhundert

WeblinksBearbeiten

Commons: Berliner Schloss – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Berliner Schloss – Verein für die Geschichte Berlins e. V.
  2. Georg Dehio: Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler, Berlin. Hrsg.: Sibylle Badstübner-Gröger, Michael Bollé. 3. Auflage. Deutscher Kunstverlag, München 2006, ISBN 978-3-422-03111-1, S. 63.
  3. Winfried Schich: Anfänge und Ausbau zweier „Hauptstädte“ der mittelalterlichen Mark Brandenburg In: Wirtschaft und Kulturlandschaft. Berliner Wissenschaftsverlag. Berlin 2007, ISBN 978-3-8305-0378-1, S. 341 f.
  4. Ulrich Schütte: Das Schloss als Wehranlage – befestigte Schlossbauten der frühen Neuzeit. Artikel: Das Schloß in Berlin, S. 118; Wissenschaftliche Buchgesellschaft Darmstadt 1994
  5. Hans Rothfels, Theodor Eschenburg (Hrsg.): Berlin in Vergangenheit und Gegenwart. In: Tübinger Studien zur Geschichte und Politik, Ausgaben 13–14. Verlag J. C. B. Mohr, Tübingen 1961, S. 318.
  6. Richard Schneider: Das Berliner Schloss. Lukasverlag für Kunst- und Geistesgeschichte Berlin, 2013. S. 7. ISBN 978-3-86732-164-8.
  7. LXXI. 1431 „Der Abt von Lehnin tritt dem Churfürsten ein Haus in Berlin ab“. Codex diplomaticus brandenburgensis continuatus. In: Georg Wilhelm von Raumer (Hrsg.): Sammlung ungedruckter Urkunden zur Brandenburgischen Geschichte, Erster Theil. Berlin 1831, S. 213–214.
  8. Zitat aus dem Codex diplomaticus brandenburgensis. In: Wolfgang Ribbe: Schloss und Schlossbezirk in der Mitte Berlins: Das Zentrum der Stadt als politischer und gesellschaftlicher Ort. Berliner Wissenschafts-Verlag. Berlin, 2005. S. 25. ISBN 978-3-8305-0180-0.
  9. Hansjürgen Vahldiek: Das erste Berliner Schloß, ein Rekonstruktionsversuch. In: Berlin und Cölln im Mittelalter. Books on Demand, Norderstedt 2011, S. 68 ff. ISBN 978-3-8448-8699-3.
  10. Ulrich Schütte: Das Schloss als Wehranlage - befestigte Schlossbauten der frühen Neuzeit; Artikel: Das Schloß in Berlin, S. 121, 124; Wissenschaftliche Buchgesellschaft Darmstadt 1994
  11. Christian Norberg-Schulz: Barock. In: Pier-Luigi Nervi (Hrsg.): Weltgeschichte der Architektur. DVA, Stuttgart 1985, ISBN 3-421-02830-3, S. 208.
  12. Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler. Berlin. 3. Aufl. Deutscher Kunstverlag, München 2006, ISBN 978-3-422-03111-1, S. 63.
  13. Der Bau – ursprünglich ein Kanonenturm – beherbergte eine Wasserkunst, mit dem das Reservoir der Wasserspiele im Lustgarten befüllt wurde. Ab 1680 trieb die Wasserkraft auch die Prägemaschine der Münze an, daher der Name.
  14. Hildebrandt: Das Berliner Schloss. Hanser, München 2011, S. 76–86.
  15. Volker Blech: Johann Sebastian Bachs Spuren führen ins Berliner Schloss. 16. Juli 2019, abgerufen am 26. August 2019 (deutsch).
  16. Zu den Prachträumen Friedrich Wilhelms I. siehe Albert Geyer: Geschichte des Schlosses zu Berlin. 2. Band. Vom Königsschloss zum Schloss des Kaisers (1698–1918). Bearbeitet von Sepp-Gustav Gröschel. Aus dem Nachlass herausgegeben. Mit einer Einführung von Jürgen Julier. Der Text. Nicolai, Berlin 1993², ISBN 3-87584-431-9, S. 28–31.
  17. Goerd Peschken, Hans-Werner Klünner: Das Berliner Schloß. Das klassische Berlin. Propyläen, Berlin 1982, ISBN 3-549-06652-X, S. 435.
  18. Rolf Thomas Senn: In Arkadien: Friedrich Wilhelm IV. von Preußen. Eine biographische Landvermessung. Lukas Verlag, Berlin 2013, ISBN 978-3-86732-163-1. S. 168.
  19. Frank-Lothar Kroll: Das geistige Preußen – Zur Ideengeschichte eines Staates. Schöningh, Paderborn 2001, ISBN 3-506-74829-7, S. 115–124.
  20. Catharina Hasenclever: Gotisches Mittelalter und Gottesgnadentum in den Zeichnungen Friedrich Wilhelms IV. Herrschaftslegitimierung zwischen Revolution und Restauration (= Quellen und Forschungen zur Brandenburgischen und Preußischen Geschichte. Band 30). Duncker & Humblot, Berlin 2005, ISBN 3-428-11916-9, S. 182.
  21. a b Bernhard Schulz: Wo Humboldt mit dem König plaudert. (tagesspiegel.de [abgerufen am 2. August 2017]).
  22. Richard Schneider: Das Berliner Schloss in historischen Photographien. Lukas Verlag, Berlin 2013, ISBN 978-3-86732-164-8, S. 132.
  23. a b Architekturdossier der Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss (PDF)
  24. Jahrbuch Stiftung Preußische Schlösser und Gärten
  25. Zusammensetzung aus Apostelgeschichte Kapitel 4, Vers 12 und Philipperbrief Kapitel 2, Vers 10
  26. Helmut Caspar: Tuet auf die Pforten. In: Berlinische Monatsschrift (Luisenstädtischer Bildungsverein). Heft 2, 2001, ISSN 0944-5560, S. 66–71 (luise-berlin.de).
  27. Zu den Umbauten Wilhelms II. siehe Albert Geyer: Geschichte des Schlosses zu Berlin. 2. Band. Vom Königsschloss zum Schloss des Kaisers (1698–1918). Bearbeitet von Sepp-Gustav Gröschel. Aus dem Nachlass herausgegeben. Mit einer Einführung von Jürgen Julier. Der Text. Nicolai, Berlin 1993, ISBN 3-87584-431-9, S. 122–131.
  28. Die neuen schmiedeisernen Thore am königlichen Schlosse zu Berlin In: Deutsche Bauzeitung, 25. Jahrgang 1891, Nr. 91 (vom 14. November 1891), S. 549 f (PDF), abgerufen am 26. Januar 2020.
  29. clioberlin.de
  30. Zu hören ist die Rede auf der CD-Produktion des Deutschen Historischen Museums Berlin und des Deutschen Rundfunkarchivs Frankfurt/M. und Potsdam-Babelsberg:Der Kaiser kommt – der Kaiser geht. Tondokumente 1900–1918.
  31. Zu den Vorgängen am 9. November 1918 siehe Goerd Peschken, Hans-Werner Klünner: Das Berliner Schloß. Das klassische Berlin. Propyläen, Berlin 1982, ISBN 3-549-06652-X, S. 113 f., mit Nachweisen und Literaturkritik, zum Portal IV und zur „Räterepublik“ S. 453.
  32. Zu den Vorgängen im Schloss am Abend des 9. November 1918 siehe Dominik Juhnke: Szenen des Aufruhrs. Der 9. November am Berliner Schloss., In: Dominik Juhnke, Judith Prokasky, Martin Sabrow: Mythos der Revolution. Karl Liebknecht, das Berliner Schloss und der 9. November 1918. Hanser, München 2018, ISBN 978-3-446-26089-4, S. 24–103, hier S. 83–92, Zitat S. 88.
  33. Des Kaisers Nachmieter. Abgerufen am 13. Oktober 2019.
  34. Peschken, S. 117–124.
  35. Siehe: V. Empfehlungen. In: Historische Mitte Berlin. Abschlussbericht. (Memento vom 4. April 2012 im Internet Archive; PDF; 1,5 MB)
  36. Letzte Ausfahrt Agora. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21. Dezember 2010.
  37. Projekt. Kulturprojekte Berlin, abgerufen am 5. April 2018.
  38. Paul Spies: „Wir zeigen die internationale Vernetzung Berlins“. Deutsche Welle, 19. Juli 2016, abgerufen am 5. April 2018.
  39. Merkels Wunschkandidat: Direktor des British Museum wird Intendant im Berliner Stadtschloss. In: Spiegel Online. 8. April 2015, abgerufen am 8. April 2015.
  40. 29 Architekturblätter im Museum der Technischen Universität Berlin, abgerufen am 7. Oktober 2020.
  41. Catharina Hasenclever: Gotisches Mittelalter und Gottesgnadentum in den Zeichnungen Friedrich Wilhelms IV. Herrschaft zwischen Revolution und Restauration. In: Quellen und Forschungen zur Brandenburgischen und Preussischen Geschichte. Duncker & Humblot, Band 30, Berlin 2005, ISBN 978-3-428-11916-5, S. 167, 182
  42. Umgestaltungen kim Berliner Königsshloss, Königlich privilegierte Berlinische Zeitung, 3. Dezember 1902.
  43. Zur Nachkriegsnutzung: Maether: Die Vernichtung des Berliner Stadtschlosses. 2000, S. 35–44.
  44. Maether: Die Vernichtung des Berliner Stadtschlosses. 2000, S. 41–44.
  45. Zum Protest Margarete Kühns und Hinnerk Schepers und den Folgen siehe: Petras: Das Schloß in Berlin. 1992, S. 108 f.
  46. a b Petras: Das Schloß in Berlin. 1992, S. 110.
  47. Zur Taktik der SED: Maether: Die Vernichtung des Berliner Stadtschlosses. 2000, S. 56–63.
  48. Petras: Das Schloß in Berlin. 1992, S. 113.
  49. Zu den Protesten: Maether: Die Vernichtung des Berliner Stadtschlosses. 2000, S. 82; Petras: Das Schloß in Berlin. 1992, S. 114.
  50. Petras (Lit.), S. 137.
  51. Petras (Lit.), S. 144.
  52. Petras (Lit.), S. 141.
  53. Petras (Lit.), S. 152 f.
  54. Petras (Lit.), S. 154
  55. Petras (Lit.), S. 140.
  56. Petras (Lit.), S. 138.
  57. Petras (Lit.), S. 135.
  58. Wortlaut: Maether: Die Vernichtung des Berliner Stadtschlosses. 2000, S. 279.
  59. Das Schloß muß fallen. In: Der Spiegel. Nr. 42, 1950, S. 37–38 (online).
  60. Kriegszerstörung 1945 und Sprengung 1950. Bei: Förderverein Berliner Schloß e. V.
  61. So sind unter den Augen der Öffentlichkeit geborgene Stücke später mit dem übrigen Schutt abtransportiert worden und die geborgenen Metallgitter wurden eingeschmolzen. Zur Rettungsaktivität und ihren Folgen: Maether: Die Vernichtung des Berliner Stadtschlosses. 2000, S. 121–133.
  62. Übersicht bei Maether, S. 135 f.
  63. Maether: Die Vernichtung des Berliner Stadtschlosses. 2000, S. 119 f.
  64. Petras (Lit.), S. 6.
  65. Maether zitiert eine „Einschätzung“ vom Dezember 1959, mit Nachweis: Maether: Die Vernichtung des Berliner Stadtschlosses. 2000, S. 127.
  66. Zu den entscheidenden Planungen siehe Peter Müller: Symbolsuche: die Ost-Berliner Zentrumsplanung zwischen Repräsentation und Agitation. In: Berliner Schriften zur Kunst. Band 19. Gebrüder Mann, Berlin 2005, ISBN 3-7861-2497-3, S. 307 ff.
  67. Übergangsnutzung Schlossareal Berlin. Abgerufen am 7. Mai 2021.
  68. Mit großem Stadtmodell um 1900: Der Förderverein öffnet neues Schloss-Infocenter direkt an der Lustgarten-Fassade vom Berliner Schloss. In: Berliner Schloss. 11. Dezember 2019, abgerufen am 13. Dezember 2019.
  69. tagesspiegel.de
  70. Gauck legt Grundstein für Berliner Schloss. am 2. Juni 2013, abgerufen am 13. Juni 2013
  71. Berliner Schloss feiert Richtfest. In: Bild Online, 12. Juni 2015.
  72. humboldtforum.org
  73. Kreuz auf Humboldt-Forum aufgesetzt. In: Berliner Zeitung
  74. Der Kulturkoloss auf der Spreeinsel ist fertig. Bei: rbb24, 12. Dezember 2020
  75. berliner-schloss.de
  76. bbr.bund.de
  77. a b c d e f Zitiert nach: Der Wiederaufbau des Berliner Schlosses als Humboldt Forum 2011–2020, 8. Katalog der Fassaden- & Schmuckelemente. Förderverein Berliner Schloss e. V., September 2019.