Helmut Engel (Historiker)

deutscher Kunsthistoriker und Konservator

Helmut Engel (* 2. Mai 1935 in Northeim; † 19. September 2019 in Berlin[1][2]) war ein deutscher Kunsthistoriker und Landeskonservator a. D. Er war Honorarprofessor für Stadtbildpflege am Kunsthistorischen Institut der Freien Universität Berlin.

LebenBearbeiten

Engel studierte Kunstgeschichte an der Georg-August-Universität Göttingen. 1964 promovierte er zum Dr. phil. im Fach Kunstgeschichte über ein baugeschichtliches Thema. Im Anschluss war er im Bereich Denkmalpflege in Niedersachsen tätig. 1966 wurde er als Konservator für den Regierungsbezirk Hildesheim berufen. 1972 wurde er zum ersten Landeskonservator Berlins ernannt. Er setzte sich für ein Denkmalschutzgesetz Berlin in Berlin ein, das dann 1977 verabschiedet wurde. Bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2000 war Engel Leiter der Obersten Denkmalschutzbehörde in Berlin.[3] Engel war Geschäftsführer der Stiftung Denkmalschutz Berlin und Mitglied im Kuratorium der Ernst Freiberger-Stiftung.

Veröffentlichungen (Auswahl)Bearbeiten

AlleinBearbeiten

  • 1965: Die Katlenburg, Deutscher Kunstverlag
  • 1971: Das Zisterzienserkloster Amelungsborn, Deutscher Kunstverlag, bis 1978, 6 Auflagen.
  • 1995: „Es gab Schoten und Mohrrüben“ oder: Die Russen waren einfach plötzlich da.
  • 1995: Berlin – woher wohin? Oder: dicht daneben ist auch vorbei! Gebrüder Mann, Berlin, ISBN 3-7861-1833-7.
  • 1997: Berlin auf dem Weg zur Moderne, Jovis, Berlin, ISBN 3-931321-84-3.
  • 1998: Schauplatz Staatsmitte: Schloß und Schloßbezirk in Berlin, Jovis, Berlin, ISBN 3-931321-94-0.
  • 2004: Das Haus des deutschen Kaisers: das „Alte Palais“ Unter den Linden in Berlin, Braun, Berlin, ISBN 3-935455-52-6.
  • 2005: Das Charlottenburger Tor – Tor zu einer der „schönsten Straßen der Welt“, 2Stiftung Denkmalschutz, Berlin, ISBN 3-00-016993-8.
  • 2007: Die Genossen waren eben da und die anderen nicht: Kriegsende und Nachkriegszeit im Berliner Südosten; Rahnsdorf, Wilhelmshagen, Hessenwinkel, BWV, Berliner Wissenschaft-Verlag, Berlin, ISBN 978-3-8305-1363-6.
  • 2013: Die Dorfkirche als Kunstwerk: Dorfkirchen in der Umgebung von Berlin und Potsdam: Schinkel – Persius – Stüler – Soller, Trafo, Berlin, ISBN 978-3-86465-026-0.
  • 2009: Baugeschichte Berlin, Band 1, Aufstieg, Behauptung, Aufbruch: 1640–1861, JOVIS Verlag Berlin, ISBN 978-3-936314-15-1
  • 2004: Baugeschichte Berlin, Band 2, Umbruch, Suche, Reformen: 1861–1918, JOVIS Verlag Berlin, ISBN 978-3-936314-16-8
  • 2007: Baugeschichte Berlin, Band 3, Moderne, Reaktion, Wiederaufbau: 1919–1970, JOVIS Verlag Berlin, ISBN 978-3-936314-17-5

Mit anderenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  • Internetseite
  • Lebenslauf auf der Internetseite des be.bra wissenschaft verlages
  • Kurzbiografie auf der Internetseite des Weddinger Heimatvereins e. V.
  • Nachruf im Der Tagesspiegel vom 29. September 2019: Wider den Geist des Kahlschlags. Der langjährige Berliner Landeskonservator Helmut Engel ist tot, von Andreas Conrad
  • Nachruf Pressemitteilung der Senatsverwaltung für Kultur und Europa vom 30. September 2019 auf Berlin.de: Landeskonservator a.D. Professor Dr. Helmut Engel verstorben

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Todesanzeige in Der Tagesspiegel Nr. 23960 vom 29. September 2019. S. 15 Trauer um Helmut Engel - Landeskonservator a. D. verstorben. Bezirksamt Treptow-Köpenick, 23. September 2019, abgerufen am 23. September 2019.
  2. Berliner Woche vom 24. September 2019: Trauer um Helmut Engel. Der frühere Landeskonservator ist verstorben, abgerufen am 24. September 2019
  3. Landeskonservator Helmut Engel scheidet aus dem Amt - Denkmalpflege als Avantgarde, Berliner Zeitung, 24. Mai 2000