Kirchweihe

Weihe einer Kirche

Kirchweihe oder Kirchenweihe (kirchenrechtlich: dedicatio, veraltet auch: consecratio) ist der Akt der festlichen Weihe einer Kirche, durch den der Kirchenraum der Kirchengemeinde zum liturgischen Gebrauch übergeben wird; bei der Weihe einer Kathedrale wird volkstümlich auch der Begriff Domweihe verwendet. Eine Kirchweihe findet statt, wenn eine neuerbaute Kirche erstmals als Gotteshaus in Dienst genommen wird oder auch z. B. nach einer Renovierung.

Weihe der Kirche des Hospitals der Unschuldigen Kinder in Florenz: Predella des Altarretabels der Kirche, Bartolomeo di Giovanni (1488)

Römisch-katholische KircheBearbeiten

Theologische AspekteBearbeiten

Die Kirche wird nach römisch-katholischer Auffassung durch die Weihe „weltlicher Zweckbestimmung entzogen und für den Gottesdienst bestimmt“[1]. Das 1983 erneuerte katholische Kirchenrecht benutzt für „weihen“ das lateinische dedicare (wörtlich: ‚übergeben, widmen‘)[2], während der vorher (seit 1917) geltende Codex Iuris Canonici von consecrare (wörtlich: ‚heiligen, heilig machen‘) sprach.[3] Das Kirchenrecht von 1983 verwendet consecrare, Konsekration nur noch in Bezug auf Menschen (Priesterweihe, Ordensgelübde) sowie auf die Eucharistie. Die Weihe einer Kirche (und eines Altares, can. 1238) ist als dedicatio, Widmung zu verstehen. Im für die mit der römischen Kirche unierten Ostkirchen geltenden Codex Canonum Ecclesiarum Orientalium (CCEO), der 1990 promulgiert wurde, wird der Begriff consecratio verwendet: „Eine Kirche ist ein durch Konsekration oder Benediktion ausschließlich der Gottesverehrung gewidmetes Gebäude.“[4] Die Kirche wird nach dem geltenden Ritus der Kirchweihe nicht einem Heiligen geweiht, sondern Gott: Das Gebäude der Kirche wird „für immer dem Herrn geweiht“.[5] Bereits im Weiheritus 1961 war der Text der Begleitgebete zu den Salbungen der Kirchenwände und des Altars geändert worden; hieß es vorher: Sanctificetur hoc templum … in honorem Dei et … ad nomen et memoriam Sancti N. „Dieses Gotteshaus werde geheiligt … zur Ehre Gottes und … auf den Namen und zum Gedächtnis des heiligen N.“, heißt es seitdem: Sanctificetur hoc templum … in honorem Dei et … et memoriam Sancti N. „Dieses Gotteshaus werde geheiligt … zur Ehre Gottes und … zum Gedächtnis des heiligen N.“[6]

Zuständig für die Weihe einer Kirche ist der jeweilige Diözesanbischof; er kann bei Verhinderung einen anderen Bischof, im Ausnahmefall auch einen Priester mit der Weihe beauftragen.[7] Die Weiheriten sind in die Feier einer heiligen Messe eingebettet. Weihegebete über Kirche und Altar, Salbung und Beräucherung des Altars und der Wände und das festliche Anzünden aller Lichter in der Kirche betonen die Bedeutung des Kirchengebäudes für die sich darin versammelnde Gemeinde. Die Weihe gilt nach katholischer Lehre als Sakramentale.

Im Zuge der vom Zweiten Vatikanischen Konzil beschlossenen Liturgiereform wurde seitens des Heiligen Stuhls im Jahr 1977 der Ritus für die Kirchweihe wesentlich vereinfacht und theologisch stärker akzentuiert. Im Mittelpunkt der Betrachtung stehen Jesus Christus und das Pascha-Mysterium; Christus ist „durch seinen Tod und seine Auferstehung der wahre und vollkommene Tempel des Neuen Bundes geworden“,[8] an und in dem Gott gegenwärtig ist. Die in früheren Weiheliturgien enthaltenen Bezüge zum alttestamentlichen Kult sind entfallen.[9] Die geltende liturgische Ordnung für die Weihe einer Kirche und eines Altares erschien 1994 als 4. Band des Pontifikale für die katholischen Bistümer des deutschen Sprachgebietes.[10] Demnach ist die Kirche der Ort, wo die Gemeinde zusammenkommt, um das Wort Gottes zu hören, Gott vereint zu bitten und zu loben und vor allem die Mysterien Christi, die heilige Messe und die übrigen Sakramente, zu feiern. In der Kirche wird das Allerheiligste aufbewahrt und verehrt. Das Kirchengebäude ist ein Bild der lebenden Kirche, des „aus lebendigen Steinen erbauten Tempels Gottes“. Zentrale Bedeutung hat darin der Altar, „um Anteil zu haben am Opfer des Herrn und aus dem heiligen Mahl Kraft zu schöpfen“.[11] die Kirche ist „in besonderer Weise Zeichen der auf Erden pilgernden Kirche und zugleich Bild der Kirche, die bereits im Himmel weilt“.[12]

In der Liturgie der Kirchweihe spielen Waschungen mit Wasser und Salbungen mit Öl traditionell eine Rolle. Diese Riten hatten Bedeutung bei der Umwidmung von heidnischen oder jüdischen Gebetsstätten zu christlichen Kirchen und können als Analogie zu den Sakramenten der Taufe und der Firmung verstanden werden.[13]

Die Heiligenverehrung tritt bereits im Pontifikale Romanum von 1961 und vollends im jetzt geltenden Kirchweihritus zurück. Damit wird der Eindruck korrigiert, dass im Ritus der Kirchweihe „die Heiligenverehrung sich fast gefährlich der Verehrung Gottes nähert“, so Hanno Schmitt nach einem liturgiegeschichtlichen Vergleich der Kirchweih-Agenden seit dem 10. Jahrhundert bis 1994.[14] Die Heiligenverehrung wird jetzt entschiedener und deutlicher im Licht des Pascha-Mysteriums Jesu Christi gesehen; die Heiligen sind Zeugen der Verbundenheit der zum Gottesdienst versammelten Gemeinde und der verstorbenen Gläubigen mit Jesus Christus, und sie werden als Fürsprecher bei Gott angerufen.[15]

Der Jahrestag der Weihe einer Kirche und das Fest ihres Titelheiligen oder des Glaubensgeheimnisses ihres Titels („Patrozinium“, „Titularfest“) werden jährlich als Hochfeste begangen;[16] der Weihetag einer Kathedrale ist in allen Kirchen des Bistums ein Fest. Ein weltweites Fest für die römisch-katholische Kirche ist der Weihetag der Lateranbasilika am 9. November, da die Lateranbasilika den Titel „Mutter und Haupt aller Kirchen des Erdkreises“ führt. Das Messbuch enthält für das Gedächtnis des Weihetags einer Kirche ein eigenes Messformular.

Titulus ecclesiaeBearbeiten

Der Kirchenraum wird der Verehrung des dreifaltigen Gottes geweiht. Das Kirchenrecht bestimmt: „Jede Kirche muß ihren Titel haben, der nach vollzogener Weihe nicht geändert werden kann“ (Unaquaeque ecclesia suum habeat titulum).[17] Mit diesem „Titel“ (titulus ecclesiae) ist das Patrozinium gemeint. Titel einer Kirche können sein, so die offizielle Einführung in den Ritus der Kirchweihe: „die Heiligste Dreifaltigkeit, unser Herr Jesus Christus mit Nennung eines seiner liturgisch gefeierten Mysterien oder seines Namens; der Heilige Geist; die selige Jungfrau Maria mit einem ihrer liturgischen Titel; die heiligen Engel; schließlich jeder in das Römische Martyrologium oder in dessen appprobierten Anhang aufgenommene Heilige, ein Seliger jedoch nur mit Genehmigung des Apostolischen Stuhles“. Die Kirche soll nur einen einzigen Titel haben, mit Ausnahme von Heiligen, die gemeinsam im Kalender aufgeführt sind.[7] Häufig als Titel gewählte Christusmysterien sind zum Beispiel Christkönig, Salvator oder Herz Jesu; häufige Marienpatrozinien sind: Unsere Liebe Frau, Maria Hilf, Mariä Himmelfahrt oder Königin des Friedens. Der titulus einer Kirche lässt heute keine Rückschlüsse auf die Herkunft der im Altar beigesetzten Reliquien zu. Das Titelfest oder der Gedenktag eines Kirchenpatrons wird jährlich in dieser Kirche als Hochfest begangen.

Die Vergabe des titulus (eines Heiligen oder eines Glaubensgeheimnisses) an eine Kirche ist kirchenrechtlich vom Vorgang der dedicatio (der Weihe selbst) zu unterscheiden. Im verbreiteten traditionellen Sprachgebrauch fällt jedoch in der Formulierung „dem heiligen NN geweiht“ beides zusammen.

Auch die Altäre, mit denen Heilige geehrt werden sollen, werden Gott geweiht. Augustinus von Hippo schrieb: „Keinem der Märtyrer, sondern dem Gott der Märtyrer errichten wir an den Gedenkstätten der Märtyrer Altäre.“ In den kirchlichen Vorschriften zur Weihe eines Altares wird gefordert, dass man dies „den Gläubigen deutlich erklären“ müsse.[18] Man müsste somit unter Würdigung der Änderungen in Liturgie und Kirchenrecht nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil für ecclesia suum habeat titulum treffender sagen: Die Kirche „hat/trägt das Patrozinium des heiligen NN“, „steht unter dem Patrozinium des heiligen NN“ oder „wird auf den Titel des heiligen NN geweiht“.

RitusBearbeiten

Für die Grundsteinlegung und den Baubeginn gibt es einen eigenen Ritus, der auch im Pontificale Romanum als erstes Kapitel enthalten ist.

Das Stundengebet wird mit den Texten zur Kirchweihe gehalten und beginnt mit der ersten Vesper am Vorabend. Wenn Reliquien unter dem Altar beigesetzt werden sollen, kann am Vorabend bei den Reliquien eine Vigil gehalten werden.[7]

Ritus der Kirchweihe seit 1994Bearbeiten

Die Kirchweihe selbst, Kapitel zwei im Pontifikale IV, hat heute fünf Teile:[19][20]

  • Eröffnung mit Einzug, bei dem gegebenenfalls auch die Reliquien mitgeführt werden können, die im Altar beigesetzt werden. Gegebenenfalls kann die Liturgie in einer benachbarten Kirche oder an einem anderen geeigneten Versammlungsort beginnen; von dort werden die Reliquien in einer Prozession zur Kirche übertragen. Ist eine Prozession nicht möglich, kann sich die Gemeinde auch vor oder in der zu weihenden Kirche versammeln. Am Kirchenportal bittet der Bischof um Öffnung; er kann dazu mit seinem Krummstab an die Tür klopfen. Beim Eintreten in die Kirche kann er mit dem Stab ein Kreuz auf die Türschwelle zeichnen. Zum Eröffnungsritus gehören die Wasserweihe am Taufstein, der dabei gleichzeitig gesegnet wird, und die Besprengung des Kirchengebäudes von innen und der Gläubigen mit Weihwasser, eventuell mit Taufgedächtnis. Der Bischof kann bereits jetzt auch die Kirchenwände an zwölf Stellen mit Chrisam salben; dabei können ihn konzelebrierende Priester unterstützen. Der Eröffnungsritus schließt mit dem Gesang des Gloria und dem Tagesgebet. Die gesalbten Stellen an den Kirchenwänden werden meist mit Apostelleuchtern und Weihekreuzen gekennzeichnet.
  • Der Wortgottesdienst. Zu Beginn des Wortgottesdienstes segnet der Bischof den Ambo, indem er ein Gebet spricht und ihn mit Weihwasser besprengt. Immer gelesen werden soll die Perikope Neh 8,1–10 EU, eine zweite Lesung und das Evangelium haben wechselnde Texte. Der Bischof hält eine Homilie. Das Credo entfällt, wenn ein Taufgedächtnis stattgefunden hat. Die Fürbitten werden im folgenden Teil am Ende der Allerheiligenlitanei gesprochen oder gesungen.
  • Die Weihehandlung. Nach der Allerheiligenlitanei, bei der die Patrone des Bistums, des Ortes und der Kirche um Fürsprache angerufen werden, werden gegebenenfalls Reliquien in das Altargrab eingefügt. Der Altar wird mit Weihwasser gesegnet (nicht mehr mit Gregoriuswasser abgewaschen wie früher), und die ganze Altarmensa wird mit Chrisam gesalbt; auch die Kirchenwände werden jetzt gesalbt, wenn es nicht schon im Eingangsritus erfolgte. In der Mitte und an den vier Ecken des Altares werden Wachsdochte entzündet und Weihrauchkörner verbrannt; zu diesem Weihrauchopfer in der Tradition jüdischer Tempelliturgie wird der Hymnus Veni Sancte Spiritus oder ein anderer Gesang zum Heiligen Geist gesungen. Nach einem Weihegebet wird der Altar mit dem Altartuch bedeckt, Kerzen, Blumen und das Altarkreuz werden auf den Altar gestellt. Alle Kerzen in der Kirche werden entzündet und der Kirchenraum erhellt. Erstmals brennen jetzt auch die Apostelleuchter an den vorher gesalbten Stellen an den Kirchenwänden.
  • Eucharistiefeier mit Gabenbereitung, Eucharistischem Hochgebet und Kommunionfeier. Die Präfation geht besonders auf die Widmung der Kirche als Ort ein, an dem die Gemeinde die göttlichen Geheimnisse feiert und die als Bild des himmlischen Jerusalem verstanden wird.[21] Gibt es in der Kirche eine Sakramentskapelle, wird das Allerheiligste nach der Kommunion in einer Prozession dorthin übertragen; dabei wird der Tabernakel vom Bischof durch Besprengen mit Weihwasser gesegnet.
  • Abschluss mit Oration, Segen des Bischofs und Entlassungsruf durch den Diakon.

Frühere WeiheritenBearbeiten

Im heutigen Weiheritus nicht mehr enthalten sind verschiedene früher lange Zeit übliche apotropäische Riten, die eine Grenze zwischen der profanen Welt und der Kirche ziehen und alles Unheil von dem Gebäude und den darin zum Gottesdienst versammelten Menschen abhalten sollten. Weggefallen sind mehrfache Umzüge um die Kirche, bei denen das Gebäude außen mit Wasser besprengt wurde, dem Salz beigegeben war. Auf den Einzugsritus folgte die Besprengung des Altars und des Innenraums mit eigens aus Wasser, Salz, Asche und Wein bereitetem Gregoriuswasser, dem man reinigende Wirkung zuschrieb. Entfallen ist bei der Altarweihe heute auch das wiederholte Salben des Altars, das mehrfache Umschreiten des Altars durch den Bischof, der dabei den Altar mit geweihtem Wasser besprengte, sowie die andauernde Inzens des Altars durch einen ihn umschreitenden Priester.[22]

Schwer zu deuten war ein bis ins Pontificale von 1961 vorgesehener Ritus, bei dem der Bischof in ein aus Asche auf den Kirchenboden gestreutes Andreaskreuz die Buchstaben des griechischen und des lateinischen Alphabets schrieb. Einige Deutungen leiteten ihn von Verfahrensweisen römischer Landvermesser her, andere deuten ihn als Christussymbol: Das Kreuz stand für den griechischen Anfangsbuchstaben Χ des Titels Χριστός Christus, eingerahmt vom ersten und letzten Buchstaben Alpha und Omega (Α und Ω), wie es frühchristlicher Ikonographie entspricht. Das Kreuz verband die vier Himmelsrichtungen, ein Symbol für den universalen Taufauftrag Jesu Christi an die Kirche (Mt 28,19 EU); die beiden Alphabete, die im Kreuz Christi ihre Einheit finden, könnten als Symbol für die Einigung der christlichen Kirchen im Osten und Westen verstanden werden.[23]

GeschichteBearbeiten

In der frühchristlichen Zeit war der ursprünglichste und wichtigste Ritus der Kirchweihe die erste heilige Messe in dem neugebauten Gebäude, die vom Ortsbischof oder einem von diesem eingesetzten Vertreter gefeiert wurde. Der Raum erhielt seine Heiligung durch die in ihm gefeierte Eucharistie.[24] Eigene Weiheriten entstanden zunächst, wenn ein heidnisches oder jüdisches Kultgebäude zu einer christlichen Kirche umgewidmet wurde. Eine Altarweihe ist in Gallien ab dem 6. Jahrhundert nachgewiesen. Um die Mitte des 10. Jahrhunderts bildeten sich dann Weiheriten heraus, die für die folgenden Jahrhunderte prägend blieben.[25]

Mit dem zunehmend sich ausprägenden Märtyrerkult wurde ab dem 4. Jahrhundert – zunächst in Gemeinden außerhalb von Rom – zu einer Kirchweihe das feierliche Einholen von Reliquien und deren Beisetzung in oder unter dem Altar üblich.[26] Dieser Ritus ist stark beeinflusst vom Märtyrerkult in der Katakombenzeit des Frühchristentums, als man in Rom begann, über den Gräberfeldern der Märtyrer Gottesdiensträume zu errichten; ab dem 7. Jahrhundert wurden Reliquien – nun auch von Heiligen, die nicht den Märtyrertod gestorben waren – in innerstädtische Kirchen übertragen und dort beigesetzt. Das zweite Konzil von Nicäa ordnete 787 an, dass in jedem Altar Reliquien beizusetzen seien; das führte dazu, dass häufig Knochensplitter verschiedener Heiliger in einen Altar eingefügt wurden, ohne dass deren Echtheit überprüft werden konnte.[27]

Im Mittelalter nahm die Reliquienverehrung stark zu; die Verehrung der Reliquien oft schon am Vorabend der Weihe, die feierliche Prozession zur Überführung der Reliquien in die Kirche und deren Beisetzungakt im Altar bekamen im Weiheritus eine wachsende und zentrale Bedeutung. Der Bischof verkündete seit dem 14. Jahrhundert den Gläubigen den Namen des Heiligen, auf dessen Namen, zu dessen Gedächtnis und Ehre die Kirche geweiht wurde, und den Namen des im Altar beigesetzten Heiligen; die Namen wurden auch in den Begleitgebeten zu den einzelnen Riten wiederholt, so dass, so Hanno Schmitt, die Kirche gleichzeitig als Haus Gottes und als Haus der Heiligen erschien. Im Großen und Ganzen blieben die Riten und Abläufe bis in das Pontificale Romanum von 1961 erhalten. Im Ritus der Kirchweihe von 1994 wird die Beisetzung von Reliquien bei der Kirchweihe nicht mehr gefordert, nur noch empfohlen; diese müssten eine gewisse Größe haben, damit sie noch als Teile menschlicher Körper erkennbar sind, und einen Echtheitsnachweis haben. Der Reliquienbehälter wird unterhalb der Altarmensa eingefügt (Sepulcrum); die Praxis, ihn in eine Aussparung der Altarplatte einzufügen ist nicht mehr statthaft.[7] Der auf die Heiligenverehrung ausgerichtete Text- und Ritenbestand wird bei der Feier der Kirchweihe wesentlich reduziert.[28]

Seit Ende des 8. Jahrhunderts wurde der Ritus im Frankenreich bewusst theologisch anhand alttestamentlicher Vorbilder ausgebaut (Wasserweihe mit Waschung bzw. Besprengung des Gebäudes, Salbungen). Insgesamt bekam der Ritus der Kirchweihe gegenüber der heiligen Messe ein stärkeres Eigengewicht; diese verlor ihre anfänglich zentrale Stellung und war jahrhundertelang nur der Anhang der Weihehandlung, den nicht einmal immer der Bischof selbst feierte, der die Kirche geweiht hatte. Heute ist die Messfeier wieder die Haupthandlung als eucharistisches Zentrum, in das sich die einzelnen Weiheriten einfügen.[29]

Die Herkunft der einzelnen Riten ist im Detail oft nur schwer zu bestimmen und unterlag vielfältigen Veränderungen. Der komplexe Ritus wurde mit der Liturgiereform infolge des Zweiten Vatikanischen Konzils im Jahr 1977 wesentlich vereinfacht (Ordo dedicationis ecclesiae et altaris, Pontifikale IV).

Benediktion einer Kirche oder KapelleBearbeiten

Da nach kirchlichem Recht eine Kirche erst dann geweiht werden kann, wenn kein Grundpfandrecht mehr auf ihr lastet, kann es sein, dass der Zeitpunkt der Fertigstellung und damit der Beginn der Nutzung und das Datum der Kirchweihe weit auseinander liegen; in diesem Fall soll die Kirche mit Beginn der Nutzung in einem einfacheren Ritus benediziert (gesegnet) werden, ebenfalls, wenn aus anderen Gründen, etwa in Kriegszeiten, eine Weihe nicht sofort möglich ist. Auch Kirchen, Kapellen oder andere Räume, die nur vorübergehend oder zeitweise dem Gottesdienst dienen, sowie private Oratorien werden nach diesem vereinfachten Ritus benediziert. Die Benediktion findet im Rahmen einer heiligen Messe statt und wird vom Bischof oder von einem von ihm beauftragten Priester vorgenommen. Gesegnet werden dabei auch der Ambo, der Altar und der Tabernakel.[30]

Evangelische KirchenBearbeiten

In den evangelischen Kirchen hat die Einweihung eines Kirchengebäudes keinen sakramentalen Charakter. Der Protestantismus lehnt die Kirchweihe im Sinne einer Consecratio ab; evangelische Kirchengebäude werden lediglich als Raum zum kirchlichen Gebrauch im Sinne einer Widmung (Dedicatio) ausgewiesen.[31] Insbesondere lehnt die Reformation ebenso wie die Anrufung von Heiligen auch die Unterstellung von Kirchen unter deren Schutz (Patrozinium) ab. Vielfach blieben aber ältere Namen der Kirchen bestehen. Kirchenneubauten werden nach biblischen Personen oder Orten („Pauluskirche“, „Bethlehemskirche“), nach Glaubensinhalten („Auferstehungskirche“, „Erlöserkirche“, „Dreieinigkeitskirche“, „Gnadenkirche“) oder nach Personen oder Ereignissen der Kirchengeschichte („Martin-Luther-Kirche“, „Paul-Gerhardt-Kirche“, „Dietrich-Bonhoeffer-Kirche“, „Reformationskirche“) benannt.[32]

Die Einweihung einer evangelischen Kirche erfolgt im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes. Wenn vorhanden, nimmt die Gemeinde Abschied von der alten Gottesdienststätte und zieht dann zur neuen, wo vor der Kirchentür die Schlüssel übergeben werden. Eigens geweiht werden nur Altar mit Kruzifix und Abendmahlsgeräten, Taufstein, Kanzel sowie die Glocken.[33]

Die Kirchweih als VolksfestBearbeiten

Zum Weihetag oder Patrozinium einer Kirche kamen im Mittelalter viele Menschen zusammen. Nach der liturgischen Feier war Markt und Volksfest. Noch heute findet in vielen Orten die jährliche Kirmes um den Weihetag oder das Patronatsfest statt.

Unabhängig vom konkreten Gedenktag einer bestimmten Kirche wird mancherorts auch ein allgemeines Kirchweihfest gefeiert („Allerweltskirchweih“), das zumeist als Jahrmarkt im Herbst stattfindet und ebenfalls Kirmes, Kärwa, Kirwa oder Kerb genannt wird. Vor allem im südbayerischen Raum findet am dritten Sonntag im Oktober die Allerweltskirchweih statt. Diese wurde im Jahre 1866 eingeführt, um die vielen und zum Teil recht ausgedehnten Kirchweihfeiern der Städte und Dörfer zu vermeiden.

Siehe auchBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Bibliographisches Institut & F. A. Brockhaus AG (Hrsg.): Kirchweihe. In: Brockhaus. Die Enzyklopädie in vierundzwanzig Bänden. 20. Auflage. Bd. 12. Mannheim 1997, S. 27.
  • Suitbert Benz, Hans-Joachim Schulz, Klaus Beitl: Kirchweihe. In: Lexikon für Theologie und Kirche. 2. Auflage. Bd. 6. Freiburg 1961, Sp. 302–306.
  • Bernard Botte, Heinzgerd Brakmann: Kirchweihe. In: Reallexikon für Antike und Christentum. Bd. 20. Stuttgart 2004, Sp. 1139–1169 (mit weiterer Literatur).
  • Andreas Heinz, Vladimir Ivanov, Wilhelm Gräb: Kirchweihe. In: Religion in Geschichte und Gegenwart. 4. Auflage. Bd. 4. Tübingen 2001, Sp. 1380–1382.
  • Erich Hertzsch: Art. Kirchweihe. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart. 3. Auflage. Bd. 3. Tübingen 1959, Sp. 1623–1624.
  • Reiner Kaczynski, Heinrich J. F. Reinhardt, Andreas Heinz: Kirchweihe. In: Walter Kasper (Hrsg.): Lexikon für Theologie und Kirche. 3. Auflage. Band 6. Herder, Freiburg im Breisgau 1997, Sp. 102–105.
  • Liturgische Institute Salzburg, Trier, Zürich (Hrsgg.): Die Weihe der Kirche und des Altares. Die Weihe der Öle. Handausgabe mit pastoralliturgischen Hinweisen (= Pontifikale IV). Herder Verlag, Freiburg/Basel/Wien 1994, ISBN 3-451-23290-1.
  • Aimé-Georges Martimort (Hrsg.): Allgemeine Einleitung. Die Grundelemente der Liturgie. Die Theologie der liturgischen Feier (= Handbuch der Liturgiewissenschaft, Bd. 1). Herder, Freiburg 1963, S. 195–200: Die Kirchweihe.
  • Gerd Zimmermann: Patrozinienkunde. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart. 3. Auflage. Bd. 5, Tübingen 1961, Sp. 159–161.

Katholische und evangelische KirchenBearbeiten

  • Andreas Heinz: Kleine Symbolik: Haus der Gemeinde – Gottes Haus. Das Kirchengebäude im Licht des erneuerten Kirchweihritus. In: Weizenkorn. Elemente zur Feier der Gemeindeliturgie, Bd. 7, Verlag Katholisches Bibelwerk, Stuttgart 1986, S. 127–135.
  • Friedemann Merkel: Art. Kirchweihe. In: Evangelisches Kirchenlexikon. Internationale theologische Enzyklopädie 3. Auflage. Bd. 2. Göttingen 1989, Sp. 1293–1294.
  • Hanno Schmitt: „Mache dieses Haus zu einem Haus der Gnade und des Heils“. Der Kirchweihritus in Geschichte und Gegenwart als Spiegel des jeweiligen Kirchen- und Liturgieverständnisses im 2. Jahrtausend (= Paderborner theologische Studien Bd. 40). Ferdinand Schöningh, Paderborn/München/Wien/Zürich 2004, ISBN 3-506-71777-4 (648 Seiten).
  • Ralf M. W. Stammberger, Claudia Sticher, Annekatrin Warnke: Das Haus Gottes, das seid ihr selbst. Mittelalterliches und barockes Kirchenverständnis im Spiegel der Kirchweihe (= Erudiri sapientia. Bd. 6). Berlin 2006, ISBN 3-05-003780-6 (bes.: Peter Wünsche: Zur Feiergestalt der westlichen Kirchweihliturgie vom Frühmittelalter bis zum nachtridentinischen Pontifikale von 1596).

OstkirchenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Heinrich F. Reinhardt: Kirchweihe. II. Kirchenrechtlich. In: Walter Kasper (Hrsg.): Lexikon für Theologie und Kirche. 3. Auflage. Band 6. Herder, Freiburg im Breisgau 1997, Sp. 104.
  2. CIC can. 1217.1219: Aedificatione rite peracta, nova ecclesia quam primum dedicetur aut saltem benedicatur, sacrae liturgiae legibus servatis. (Nach ordnungsmäßiger Vollendung des Baues ist die neue Kirche unter Einhaltung der liturgischen Gesetze baldmöglichst zu weihen oder wenigstens zu segnen.) [1]
  3. CIC 1971, can. 1165ff. [2]
  4. Ecclesia est aedes exclusive cultui divino dedicata consecratione vel benedictione, CCEO can. 869 [3]
  5. Liturgische Institute Salzburg, Trier, Zürich (Hrsgg.): Die Weihe der Kirche und des Altares. Die Weihe der Öle. Handausgabe mit pastoralliturgischen Hinweisen (= Pontifikale IV). Freiburg/Basel/Wien 1994, Zweites Kapitel: Einführung, S. 29.
  6. Hanno Schmitt: „Mache dieses Haus zu einem Haus der Gnade und des Heils“. Der Kirchweihritus in Geschichte und Gegenwart als Spiegel des jeweiligen Kirchen- und Liturgieverständnisses im 2. Jahrtausend. Paderborn u. a. 2004, S. 515, Vergleich der Riten von 1596 und 1961.
  7. a b c d Liturgische Institute Salzburg, Trier, Zürich (Hrsgg.): Die Weihe der Kirche und des Altares. Die Weihe der Öle. Handausgabe mit pastoralliturgischen Hinweisen (= Pontifikale IV). Freiburg/Basel/Wien 1994, Zweites Kapitel, Einführung, S. 26.
  8. Die Weihe der Kirche und des Altares. Die Weihe der Öle. Pontifikale für die katholischen Bistümer des deutschen Sprachgebietes. Bd. 4, Freiburg 1994, II.1.
  9. Hanno Schmitt: „Mache dieses Haus zu einem Haus der Gnade und des Heils“. Der Kirchweihritus in Geschichte und Gegenwart als Spiegel des jeweiligen Kirchen- und Liturgieverständnisses im 2. Jahrtausend. Paderborn u. a. 2004, S. 548.
  10. Als Handausgabe mit pastoralliturgischen Hinweisen. Herder Verlag, Freiburg/Basel/Wien 1994.
  11. Hanno Schmitt: „Mache dieses Haus zu einem Haus der Gnade und des Heils“. Der Kirchweihritus in Geschichte und Gegenwart als Spiegel des jeweiligen Kirchen- und Liturgieverständnisses im 2. Jahrtausend. Paderborn u. a. 2004, S. 426f.
  12. Die Weihe der Kirche und des Altares. Die Weihe der Öle. Pontifikale für die katholischen Bistümer des deutschen Sprachgebietes. Bd. 4, Freiburg 1994, II.2.
  13. Hanno Schmitt: „Mache dieses Haus zu einem Haus der Gnade und des Heils“. Der Kirchweihritus in Geschichte und Gegenwart als Spiegel des jeweiligen Kirchen- und Liturgieverständnisses im 2. Jahrtausend. Paderborn u. a. 2004, S. 591f.
  14. Hanno Schmitt: „Mache dieses Haus zu einem Haus der Gnade und des Heils“. Der Kirchweihritus in Geschichte und Gegenwart als Spiegel des jeweiligen Kirchen- und Liturgieverständnisses im 2. Jahrtausend. Paderborn u. a. 2004, S. 580.
  15. Hanno Schmitt: „Mache dieses Haus zu einem Haus der Gnade und des Heils“. Der Kirchweihritus in Geschichte und Gegenwart als Spiegel des jeweiligen Kirchen- und Liturgieverständnisses im 2. Jahrtausend. Paderborn u. a. 2004, S. 497ff.
  16. Verzeichnis der liturgischen Tage nach ihrer Rangordnung I.1.4. In: Grundordnung des Kirchenjahres [4]
  17. CIC can. 1218 [5]
  18. Liturgische Institute Salzburg, Trier, Zürich (Hrsgg.): Die Weihe der Kirche und des Altares. Die Weihe der Öle. Handausgabe mit pastoralliturgischen Hinweisen (= Pontifikale IV). Freiburg/Basel/Wien 1994, Fünftes Kapitel, Einführung II., S. 129.
  19. Die Weihe der Kirche und des Altares. Die Weihe der Öle. Pontifikale für die katholischen Bistümer des deutschen Sprachgebietes. Bd. 4, Freiburg 1994, S. 35–125.
  20. Hanno Schmitt: „Mache dieses Haus zu einem Haus der Gnade und des Heils“. Der Kirchweihritus in Geschichte und Gegenwart als Spiegel des jeweiligen Kirchen- und Liturgieverständnisses im 2. Jahrtausend. Paderborn u. a. 2004, S. 426–436.
  21. Präfation bei der Weihe einer Kirche, in der noch kein Gottesdienst gefeiert wurde:
    „In Wahrheit ist es würdig und recht, dir, Herr, heiliger Vater, allmächtiger, ewiger Gott, immer und überall zu danken. Die ganze Welt hast du als Tempel deiner Herrlichkeit erschaffen, damit an allen Orten dein Name gepriesen wird. Und dennoch willst du, dass bestimmte Orte dir besonders geweiht sind, an denen wir die göttlichen Geheimnisse feiern. So weihen wir heute voll Freude dir, dem erhabenen Gott, dieses Haus, das Menschenhand errichtet hat. In ihm schauen wir schon geheimnisvoll den Schatten des wahren Tempels, in ihm leuchtet uns auf das Bild des himmlischen Jerusalem. Denn im Leib deines geliebten Sohnes, den die selige Jungfrau gebar, hast du unter uns den heiligen Tempel errichtet, in dem die ganze Fülle der Gottheit wohnt. Die Kirche aber hast du zur heiligen Stadt gemacht, gegründet auf das Fundament der Apostel; Christus selber ist ihr erhabener Eckstein. Aus erlesenen Steinen baust du sie auf, aus Steinen, die du lebendig machst durch den Geist und zusammenfügst durch die Liebe. In dieser heiligen Stadt wirst du in Ewigkeit alles für alle sein, und Christi Licht wird ewig in ihr erstrahlen. Durch ihn loben dich deine Erlösten und vereinen sich mit den Chören der Engel zum Hochgesang von deiner göttlichen Herrlichkeit:
    Heilig, heilig, heilig […]“ (Messbuch für die Bistümer des deutschen Sprachgebietes).
  22. Hanno Schmitt: „Mache dieses Haus zu einem Haus der Gnade und des Heils“. Der Kirchweihritus in Geschichte und Gegenwart als Spiegel des jeweiligen Kirchen- und Liturgieverständnisses im 2. Jahrtausend. Paderborn u. a. 2004, S. 520ff.
  23. Hanno Schmitt: „Mache dieses Haus zu einem Haus der Gnade und des Heils“. Der Kirchweihritus in Geschichte und Gegenwart als Spiegel des jeweiligen Kirchen- und Liturgieverständnisses im 2. Jahrtausend. Paderborn u. a. 2004, S. 472–478.
  24. Hanno Schmitt: „Mache dieses Haus zu einem Haus der Gnade und des Heils“. Der Kirchweihritus in Geschichte und Gegenwart als Spiegel des jeweiligen Kirchen- und Liturgieverständnisses im 2. Jahrtausend. Paderborn u. a. 2004, S. 581.
  25. Hanno Schmitt: „Mache dieses Haus zu einem Haus der Gnade und des Heils“. Der Kirchweihritus in Geschichte und Gegenwart als Spiegel des jeweiligen Kirchen- und Liturgieverständnisses im 2. Jahrtausend. Paderborn u. a. 2004, S. 483ff., 496.
  26. Aimé-Georges Martimort: Aufbau und Gesetze der liturgischen Feier. In: ders. (Hrsg.): Handbuch der Liturgiewissenschaft, Bd. 1. Herder, Freiburg 1963, S. 195.
  27. Hanno Schmitt: „Mache dieses Haus zu einem Haus der Gnade und des Heils“. Der Kirchweihritus in Geschichte und Gegenwart als Spiegel des jeweiligen Kirchen- und Liturgieverständnisses im 2. Jahrtausend. Paderborn u. a. 2004, S. 426–436.
  28. Hanno Schmitt: „Mache dieses Haus zu einem Haus der Gnade und des Heils“. Der Kirchweihritus in Geschichte und Gegenwart als Spiegel des jeweiligen Kirchen- und Liturgieverständnisses im 2. Jahrtausend. Paderborn u. a. 2004, S. 478f.; 14. Jahrhundert: S. 491ff.; 1961: 495f.; 1994: 496–499.
  29. Hanno Schmitt: „Mache dieses Haus zu einem Haus der Gnade und des Heils“. Der Kirchweihritus in Geschichte und Gegenwart als Spiegel des jeweiligen Kirchen- und Liturgieverständnisses im 2. Jahrtausend. Paderborn u. a. 2004, S. 581.
  30. Liturgische Institute Salzburg, Trier, Zürich (Hrsgg.): Die Weihe der Kirche und des Altares. Die Weihe der Öle. Handausgabe mit pastoralliturgischen Hinweisen (= Pontifikale IV). Freiburg/Basel/Wien 1994, Drittes Kapitel, Einführung, S. 73.
  31. Erich Hertzsch: Art. Kirchweihe. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart. 3. Auflage. Bd. 3. Tübingen 1959, Sp. 1624; Wilhelm GräbKirchweihe. In: Religion in Geschichte und Gegenwart (RGG). 4. Auflage. Band 4, Mohr-Siebeck, Tübingen 2001, Sp. 1382..
  32. Gerd Zimmermann: Art. Patrozinienkunde. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart. 3. Auflage. Bd. 5. Tübingen 1961, Sp. 159.
  33. die Website der EKD; Kirchweihe. In: Evangelisches Kirchenlexikon. 3. Auflage. Bd. 2. Göttingen 1989, S. 1294.