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Ein Gedenktag (oder auch Jahrestag) ist ein Kalenderdatum, an dem an ein bestimmtes historisches Ereignis, auch in kultureller Hinsicht, oder an eine Persönlichkeit von hoher nationaler oder religiöser Bedeutung erinnert wird. Es wird der jährlichen Wiederkehr des Tages (des Beginns oder Abschlusses) eines dramatischen Ereignisses (z. B. Krieg, Katastrophen, Verträge) gedacht oder der Vorgang gewürdigt. Zum Teil sind derartige Gedenktage offizielle nationale Feiertage geworden.

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ArtenBearbeiten

Gedenktage können regelmäßig jährlich wiederkehrend begangen werden und werden dann auch als Anniversarien bezeichnet. Alternative ist eine Wahrnehmung als Jubiläen (beispielsweise 50., 100., 250. oder 500. Jahrestag). Zu unterscheiden sind bewegliche Gedenktage, Gründungstage, Geburts- oder Todestage, Ehrentage sowie Welttage.

Staatliche Gedenktage sind – insbesondere zum Gedenken der Kriegstoten – etwa der Volkstrauertag in Deutschland sowie in aller Welt und der Internationale Holocaustgedenktag.

Im Kirchenjahr der katholischen Kirche und der orthodoxen Kirchen werden auch die Gedenktage der Heiligen (und hier gebotene von nichtgebotenen Gedenktagen) unterschieden. Zum Gedächtnis der Verstorbenen begeht die katholische Kirche Allerseelen, die evangelische Kirche den Totensonntag.

Mancher Ereignisse wird als nationaler Gedenktag gedacht. Die Besinnung auf historische Ereignisse soll damit im Volk oder in einer Gruppe identitätsstiftend wirken. Unter Umständen können solche Tage zum Entstehen von Feindbildern führen, wenn damit die Überlegenheit über andere betont werden soll.[1]

Beispiele für GedenktageBearbeiten

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Gedenktage – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: Gedenktag – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Nationale Gedenktage. In: Arnold Suppan: Jugoslawien und Österreich, 1918–1938. Bilaterale Außenpolitik im europäischen Umfeld (= Veröffentlichungen des Österreichischen Ost-und-Südosteuropa-Instituts. Bd. 14). Oldenbourg u. a., München u. a. 1996, ISBN 3-486-56166-9, abgefragt am 1. Dezember 2008.