Die Deutsche Bauzeitung (heute: db deutsche bauzeitung) ist Deutschlands älteste Fachzeitschrift für Architekten und Bauingenieure. Gegründet wurde sie u. a. von Karl Emil Otto Fritsch, Wilhelm Böckmann und Hubert Göbbels.

db deutsche bauzeitung

Beschreibung deutsche Fachzeitschrift
Verlag Konradin Medien GmbH
Erstausgabe 1867
Erscheinungsweise monatlich
Verkaufte Auflage 10.284 Exemplare
(IVW Q6/2012)
Verbreitete Auflage 31.272 Exemplare
(IVW Q6/2012)
Chefredakteurin Ulrike Kunkel
Herausgeberin Katja Kohlhammer
Weblink www.db.bauzeitung.de
ISSN (Print)
Deutsche Bauzeitung 1868 Titel.png

GeschichteBearbeiten

1866 reichte Hubert Göbbels als Mitglied des Architekten-Vereins zu Berlin einen Antrag ein, „ob nicht eine dauernde Verbindung zwischen den hiesigen und denjenigen Mitgliedern des Vereins welche Berlin verlassen haben, etwa durch wöchentliche Mitteilungen seitens des Vereins, hergestellt werden könne.“[1] Göbbels Anstoß war letztlich die Anregung zur Gründung der Deutschen Bauzeitung.[2] Noch im selben Jahr wurde eine Gründungskommission gebildet, die sich aus Wilhelm Böckmann, Hermann Blankenstein, Johann Eduard Jacobsthal, Felix Sendler, Hubert Stier und Hubert Göbbels zusammensetzte. Ziel war, unabhängig von der Zeitschrift für Bauwesen zu werden, deren Herausgeberschaft bei dem Preußischen Ministerium für Handel, Gewerbe und öffentliche Arbeiten lag und in der das frühere Vereinsorgan, das „Notizblatt“ aufgegangen war. Denn die Zeitschrift für Bauwesen erschien nur vierteljährlich, wodurch die Vereinsmitteilungen nicht zeitnah bekannt gemacht werden konnten.[3] Während der Gründungstag der Deutschen Bauzeitung für den 15. Dezember 1866 dokumentiert ist, erschien am 5. Januar 1867 die erste Ausgabe unter dem Titel „Wochenblatt, herausgegeben von Mitgliedern des Architekten-Vereins zu Berlin“. Mit Jahresende erschien das neue Vereinsorgan in einer Auflage von 3000 Exemplaren, zugleich firmierte es ab 1868 als Deutsche Bauzeitung.[4]

Später sind in der Deutschen Bauzeitung die Zeitschriften Die Bauzeitung, Der Deutsche Baumeister BDB und baukunst und werkform aufgegangen. Die Bauzeitung ihrerseits erschien in den 1930er Jahren mit dem Untertitel „vereinigt mit Süddeutsche Bauzeitung München, Süddeutsche Baugewerks-Zeitung, Deutscher Bauten-Nachweis Stuttgart“.

Aktuell ist die db deutsche bauzeitung ein zehnmal im Jahr erscheinender Abo-Titel, die IVW-geprüfte Auflage beträgt 31.350 Exemplare. Die Zeitschrift wird vom Konradin Verlag in Leinfelden-Echterdingen verlegt. Anfang 2013 wurde die Fachzeitschrift Metamorphose. Bauen im Bestand übernommen, die nun viermal jährlich als db Metamorphose einen zusätzlichen Heftteil bildet.

Chefredakteurin ist seit 2009 Ulrike Kunkel.

ThemenBearbeiten

Die db deutsche bauzeitung befasst sich neben der Architektur und dem Ingenieurbau auch mit Innenarchitektur, Design, Innenausbau, Architekturkritik, Baukultur, Bautenschutz und Bausanierung. Zum Zielpublikum gehören Architekten, Planer, Bauingenieure in allen Branchen, Hochbauämter, Bau- und Siedlungsgesellschaften, Hochbauunternehmen und Fachingenieurbüros.[5]

WeblinksBearbeiten

 Commons: Deutsche Bauzeitung – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikisource: Deutsche Bauzeitung – Quellen und Volltexte

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Deutsche Bauzeitung, 50. Jahrgang 1916, Nr. 101 (vom 15. Dezember 1916), S. 530.
  2. Deutsche Bauzeitung, 8. Jahrgang 1874, Nr. 75 (vom 19. September 1874), S. 297. (Nachruf)
  3. Deutsche Bauzeitung, 50. Jahrgang 1916, Nr. 101 (vom 15. Dezember 1916), S. 530.
  4. Deutsche Bauzeitung, 50. Jahrgang 1916, Nr. 101 (vom 15. Dezember 1916), S. 532.
  5. Beschreibung der db deutsche bauzeitung durch die Mediengruppe konradin