Tscherms

italienische Gemeinde
Tscherms
(ital.: Cermes)
Wappen
Wappen von Tscherms
Karte
Tscherms in Südtirol - Positionskarte.svg
Staat: Italien
Region: Trentino-Südtirol
Provinz: Bozen – Südtirol
Bezirksgemeinschaft: Burggrafenamt
Einwohner:
(VZ 2011/31.12.2019)
1.412/1.544
Sprachgruppen:
(laut Volkszählung 2011)
94,92 % deutsch
4,86 % italienisch
0,23 % ladinisch
Koordinaten 46° 38′ N, 11° 9′ OKoordinaten: 46° 38′ N, 11° 9′ O
Meereshöhe: 292 m s.l.m.
Fläche: 6,6 km²
Dauersiedlungsraum: 3,6 km²
Nachbargemeinden: Lana, Marling, Meran
Partnerschaft mit: Grassau, Oberhofen im Inntal
Postleitzahl: 39010
Vorwahl: 0473
ISTAT-Nummer: 021020
Steuernummer: 00356410217
Bürgermeister (2015): Roland Pernthaler (SVP)

Tscherms ([tʃɛrms]; italienisch Cermes) ist eine italienische Gemeinde mit 1544 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2019) in Südtirol in der Nähe von Meran.

GeografieBearbeiten

 
Blick auf Tscherms und das Etschtal

Die Gemeinde Tscherms liegt im Burggrafenamt auf der orographisch rechten Seite des Etschtals am südwestlichen Rand des Meraner Talkessels. Das Dorfzentrum befindet sich auf 292 m Höhe am Hangfuß östlich unter dem Bergrücken des Vigiljochs, der im Zufrittkamm den nordöstlichsten Ausläufer der Ortler-Alpen bildet. Am Vigiljoch, genauer am Larchbichl auf 1837 m, findet das Gemeindegebiet seinen höchsten Punkt. Im Osten erstreckt es sich über den Talboden bis hin zur Etsch.

PolitikBearbeiten

BürgermeisterBearbeiten

Bürgermeister seit 1952:[1]

  • Alois Golser: 1952–1963
  • Karl Innerhofer: 1963–1990
  • Karl Huber: 1990–2010
  • Roland Pernthaler: seit 2010

GemeindefreundschaftBearbeiten

Mit der bayerischen Marktgemeinde Altomünster besteht eine Gemeindefreundschaft. In Tscherms hatte das Kloster Altomünster früher Weinberge und Besitzungen und bezog von dort Mess- und Trinkwein bis ins frühe 17. Jahrhundert.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Schloss Lebenberg

Schloss Lebenberg wurde im 13. Jahrhundert von den Herren von Marling erbaut und kam 1426 an die Herren von Fuchs. Die dreigeschossige Schlosskapelle stammt ursprünglich aus dem 14. Jahrhundert.

Bedeutsam ist auch der renaissancezeitliche Ansitz Kränzl (auch: Kränzlhof), der sich im Besitz der Grafen von Pfeil befindet. Das Hausarchiv enthält u. a. Weinrechnungen, die bis in das 16. Jahrhundert zurückreichen und alte Handelsbeziehungen in den schwäbischen Raum dokumentieren.[2]

VerkehrBearbeiten

Tscherms lag an der Lokalbahn Lana–Meran und war über diese bis 1950 mit Lana und Meran verbunden.

PersönlichkeitenBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Gemeinde Tscherms (Hrsg.): Tscherms: Dorfbuch mit Beiträgen zur Orts- und Heimatkunde. Tappeiner, Lana 1997, ISBN 88-7073-234-7 (online)

WeblinksBearbeiten

Commons: Tscherms – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Die Bürgermeister der Gemeinden Südtirols seit 1952. (PDF; 15 MB) In: Festschrift 50 Jahre Südtiroler Gemeindeverband 1954–2004. Südtiroler Gemeindenverband, S. 139–159, abgerufen am 16. November 2015.
  2. Hannes Obermair: Familienarchiv Kränzl-Pfeil, Tscherms (Südtirol). Inventar. Hrsg.: Südtiroler Landesarchiv. Bozen 2001 (academia.edu [abgerufen am 20. Juni 2019]).
  3. Bischof Karl Golser. Diözese Bozen-Brixen, abgerufen am 1. Dezember 2010.