Sticht

Ortsteil von Halver

Sticht ist ein Weiler in Halver im Märkischen Kreis im Regierungsbezirk Arnsberg in Nordrhein-Westfalen (Deutschland).

Sticht
Stadt Halver
Koordinaten: 51° 10′ 14″ N, 7° 32′ 20″ O
Höhe: 389 m ü. NN
Postleitzahl: 58553
Vorwahl: 02355
Sticht (Halver)
Sticht

Lage von Sticht in Halver

Lage und BeschreibungBearbeiten

Sticht liegt im südöstlichen Halver auf 389 Meter über Normalnull auf einem Höhenzug zwischen den Tälern der Schlemme und Lammecke, beides Nebenflüsse der Volme an der Stadtgrenze zu Kierspe. Der Ort ist über eine Nebenstraße zu erreichen, die zwischen Neuenherweg und Burg von der Landesstraße L528 abzweigt und auch Collenberg, Stichterweide und Schlemme anbindet. Weitere Nachbarorte sind Brüninghausen, Lammecke (zu Kierspe), Halloh, Grund und der Herweger Schleifkotten. Nördlich des Orts erhebt sich mit 408,2 Meter über Normalnull der Schlemmerberg.

Sticht ist bei Wanderern aufgrund eines sich dort befindlichen Wanderheims des Sauerländischen Gebirgsvereins überregional bekannt.

GeschichteBearbeiten

Sticht wurde erstmals 1469 urkundlich erwähnt, die Entstehungszeit der Siedlung wird aber für den Zeitraum zwischen 1050 und 1200 infolge der Rodungsphase nach der hochmittelalterlichen Territorialbildung vermutet. Sticht war vermutlich ein Abspliss der Hofschaft Lausberge.[1]

1818 lebten 72 Einwohner im Ort. 1838 gehörte Sticht der Bergfelder Bauerschaft innerhalb der Bürgermeisterei Halver an. Der laut der Ortschafts- und Entfernungs-Tabelle des Regierungs-Bezirks Arnsberg als Hof kategorisierte Ort besaß zu dieser Zeit zehn Wohnhäuser, zwei Fabriken bzw. Mühlen und neun landwirtschaftliche Gebäude. Zu dieser Zeit lebten 69 Einwohner im Ort, allesamt evangelischen Glaubens.[2]

Das Gemeindelexikon für die Provinz Westfalen von 1887 gibt eine Zahl von 124 Einwohnern an, die in 15 Wohnhäusern lebten.[3]

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Alfred Jung: Halver und Schalksmühle. Untersuchung und Gedanken zur Siedlungsgeschichte des Amtes Halver, eines alten Kirchspiels im sächsisch-fränkischen Grenzraum. Freunde der Burg Altena, Altena 1978 (Altenaer Beiträge. Arbeiten zur Geschichte und Heimatkunde der ehemaligen Grafschaft Mark 13, ISSN 0516-8260).
  2. Johann Georg von Viebahn: Ortschafts- und Entfernungs-Tabelle des Regierungs-Bezirks Arnsberg, nach der bestehenden Landeseintheilung geordnet, mit Angabe der früheren Gebiete und Aemter, der Pfarr- und Schulsprengel und topographischen Nachrichten. Ritter, Arnsberg 1841.
  3. Königliches Statistisches Bureau (Preußen) (Hrsg.): Gemeindelexikon für die Provinz Westfalen, Auf Grund der Materialien der Volkszählung vom 1. Dezember 1885 und andere amtlicher Quellen, (Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, Band X), Berlin 1887.