Hauptmenü öffnen

Heinken-Hedfeld ist eine Hofschaft in Halver im Märkischen Kreis im Regierungsbezirk Arnsberg in Nordrhein-Westfalen (Deutschland).

Heinken-Hedfeld
Stadt Halver
Koordinaten: 51° 10′ 1″ N, 7° 27′ 50″ O
Höhe: 380 m ü. NN
Postleitzahl: 58553
Vorwahl: 02355
Heinken-Hedfeld (Halver)
Heinken-Hedfeld

Lage von Heinken-Hedfeld in Halver

Lage und BeschreibungBearbeiten

 
Haus in Heinken Hedfeld

Heinken-Hedfeld liegt auf 380 Meter über Normalnull im südwestlichen Halver nahe der Stadtgrenze zu Wipperfürth. Der Ort ist über eine Zufahrt von der Kreisstraße K3 zwischen Schwenke und Anschlag zu erreichen, die bei Birkenbaum abzweigt. Weitere Nachbarorte sind Auf dem Wiebusch, Wiebusch-Hedfeld, Vorst, Berken und der Wipperfürther Ort Erlen.

Westlich verlief der stillgelegte Ast Anschlag-Wipperfürth der Wuppertalbahn. Südlich erhebt sich mit 398,8 Meter über Normalnull eine Anhöhe, nordwestlich eine weitere Anhöhe mit 397,0 Meter. Im Ort entspringt der Heinken-Hedfelder Bach, ein Nebenfluss der Hönnige.

GeschichteBearbeiten

Heinken-Hedfeld wurde erstmals 1125/36 urkundlich erwähnt, die Entstehungszeit der Siedlung wird aber für den Zeitraum zwischen 700 und 800 während der sächsisch-fränkischen Grenzauseinandersetzungen vermutet.[1] Somit gehört Heinken-Hedfeld zu den frühen Siedlungen auf dem Stadtgebiet.

Um 1500 ist durch Urkunden belegt, dass der Hof Hedfeld dem bergischen Amt_Beyenburg abgabenpflichtig war. Die Gerichtsbarkeit des Hofs unterstand einem extra für die bergischen Höfe im ansonsten märkisch beherrschten Kirchspiel Halver bestellten bergischem Richter, was häufig zu Streit mit dem für das Kirchspiel eigentlich zuständigen märkischen Gografen führte.[2]

1818 lebten 25 Einwohner im Ort. Laut der Ortschafts- und Entfernungs-Tabelle des Regierungs-Bezirks Arnsberg wurde Heinken-Hedfeld unter dem Namen Heinkenhedfeld als Hof kategorisiert und besaß 1838 eine Einwohnerzahl von 15, allesamt evangelischen Glaubens. Der Ort gehörte zu dieser Zeit der Lausberger Bauerschaft innerhalb der Bürgermeisterei Halver an und besaß drei Wohnhäuser und vier landwirtschaftliche Gebäude.[3]

Das Gemeindelexikon für die Provinz Westfalen von 1887 gibt eine Zahl von 28 Einwohnern an, die in vier Wohnhäusern lebten.[4]

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Alfred Jung: Halver und Schalksmühle. Untersuchung und Gedanken zur Siedlungsgeschichte des Amtes Halver, eines alten Kirchspiels im sächsisch-fränkischen Grenzraum. Freunde der Burg Altena, Altena 1978 (Altenaer Beiträge. Arbeiten zur Geschichte und Heimatkunde der ehemaligen Grafschaft Mark 13, ISSN 0516-8260).
  2. Gerd Helbeck: Beyenburg. Geschichte eines Ortes an der bergisch-märkischen Grenze und seines Umlandes. Band 1: Das Mittelalter. Grundlagen und Aufstieg. Verein für Heimatkunde, Schwelm 2007, ISBN 978-3-9811749-1-5, S. 236
  3. Johann Georg von Viebahn: Ortschafts- und Entfernungs-Tabelle des Regierungs-Bezirks Arnsberg, nach der bestehenden Landeseintheilung geordnet, mit Angabe der früheren Gebiete und Aemter, der Pfarr- und Schulsprengel und topographischen Nachrichten. Ritter, Arnsberg 1841.
  4. Königliches Statistisches Bureau (Preußen) (Hrsg.): Gemeindelexikon für die Provinz Westfalen, Auf Grund der Materialien der Volkszählung vom 1. Dezember 1885 und andere amtlicher Quellen, (Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, Band X), Berlin 1887.