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Oeckinghausen ist ein Ortsteil von Halver im Märkischen Kreis im nordrhein-westfälischen Regierungsbezirk Arnsberg in Deutschland.

Oeckinghausen
Stadt Halver
Koordinaten: 51° 12′ 19″ N, 7° 31′ 24″ O
Höhe: 306 m ü. NHN
Postleitzahl: 58553
Vorwahl: 02355
Oeckinghausen (Halver)
Oeckinghausen

Lage von Oeckinghausen in Halver

Luftbild des Gewerbegebiets (2015)
Luftbild des Gewerbegebiets (2015)

Lage und BeschreibungBearbeiten

Oeckinghausen liegt auf 306 m ü. NHN nordöstlich des Hauptortes an der Bundesstraße 229. Nachbarorte sind Mesenhohl, Bocherplatz, Bochen, Bruch, Ober- und Mittelcarthausen, Carthausen, Lömmelscheid, Clev und Niederlangenscheid. Bei dem Ort zweigt die Landesstraße 868 von der Bundesstraße ab. Die Bräumke, ein Zufluss der Hälver, durchfließt den Ort.

Im von Clev, Bruch und Oeckinghausen aufgespannten Dreieck befindet sich ein größeres Gewerbegebiet, das die ganze Fläche einnimmt. Auch in Oeckinghausen selber ist Gewerbe angesiedelt.

GeschichteBearbeiten

Oeckinghausen wurde erstmals 1430 urkundlich erwähnt, die Entstehungszeit der Siedlung (-inghausen-Form) wird aber für den Zeitraum zwischen 500 und 550 infolge der ersten sächsischen Landnahme vermutet.[1] Somit gehört Oeckinghausen zu den ältesten Siedlungen in Halver.

Um 1500 ist durch Urkunden belegt, dass der Hof Oeckinghausen dem bergischen Amt Beyenburg abgabenpflichtig war. Die Gerichtsbarkeit des Hofs unterstand einem extra für die bergischen Höfe im ansonsten märkisch beherrschten Kirchspiel Halver bestellten bergischem Richter, was häufig zu Streit mit dem für das Kirchspiel eigentlich zuständigen märkischen Gografen führte.[2]

1818 lebten 72 Einwohner im Ort. 1838 gehörte Oeckinghausen als Titularort der Oeckinghauser Bauerschaft innerhalb der Bürgermeisterei Halver an. Der laut der Ortschafts- und Entfernungs-Tabelle des Regierungs-Bezirks Arnsberg als Dorf kategorisierte Ort besaß zu dieser Zeit 14 Wohnhäuser, sechs Fabriken bzw. Mühlen und elf landwirtschaftliches Gebäude. Zu dieser Zeit lebten 121 Einwohner im Ort, allesamt evangelischen Glaubens.[3]

Das Gemeindelexikon für die Provinz Westfalen von 1887 gibt eine Zahl von 167 Einwohnern an, die in 17 Wohnhäusern lebten.[4]

Oeckinghausen besaß einen Haltepunkt an der Hälvertalbahn. Bei Oeckinghausen befand sich der Oeckinghauser Schleifkotten.

PersönlichkeitenBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Alfred Jung: Halver und Schalksmühle. Untersuchung und Gedanken zur Siedlungsgeschichte des Amtes Halver, eines alten Kirchspiels im sächsisch-fränkischen Grenzraum. Freunde der Burg Altena, Altena 1978 (Altenaer Beiträge. Arbeiten zur Geschichte und Heimatkunde der ehemaligen Grafschaft Mark 13, ISSN 0516-8260).
  2. Gerd Helbeck: Beyenburg. Geschichte eines Ortes an der bergisch-märkischen Grenze und seines Umlandes. Band 1: Das Mittelalter. Grundlagen und Aufstieg. Verein für Heimatkunde, Schwelm 2007, ISBN 978-3-9811749-1-5, S. 236
  3. Johann Georg von Viebahn: Ortschafts- und Entfernungs-Tabelle des Regierungs-Bezirks Arnsberg, nach der bestehenden Landeseintheilung geordnet, mit Angabe der früheren Gebiete und Aemter, der Pfarr- und Schulsprengel und topographischen Nachrichten. Ritter, Arnsberg 1841.
  4. Königliches Statistisches Bureau (Preußen) (Hrsg.): Gemeindelexikon für die Provinz Westfalen, Auf Grund der Materialien der Volkszählung vom 1. Dezember 1885 und andere amtlicher Quellen, (Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, Band X), Berlin 1887.