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Rothenbruch ist eine Hofschaft in Halver im Märkischen Kreis im Regierungsbezirk Arnsberg in Nordrhein-Westfalen (Deutschland).

Rothenbruch
Stadt Halver
Koordinaten: 51° 12′ 45″ N, 7° 29′ 28″ O
Höhe: 410 m ü. NN
Postleitzahl: 58553
Vorwahl: 02355
Rothenbruch (Halver)
Rothenbruch

Lage von Rothenbruch in Halver

Lage und BeschreibungBearbeiten

Rothenbruch liegt auf 410 Meter über Normalnull nördlich des Halveraner Hauptortes in der Quellmulde der Glör, ein Nebenfluss der Volme, der in der Glörtalsperre gestaut wird. Nachbarorte sind Schöneberge, Magdheide, Heerenfelde, Streitstück, Sundern, Krause Buche, Neuenvahlefeld und Edelkirchen.

Der Ort ist über eine Stichstraße erreichbar, die von der Landesstraße L528 abzweigt.

GeschichteBearbeiten

Rothenbruch wurde erstmals 1705 urkundlich erwähnt, die Entstehungszeit der Siedlung wird aber für den Zeitraum zwischen 1200 und 1400 am Ende der mittelalterlichen Rodungsperiode vermutet.[1] Rothenbruch war ein Kotten von Edelkirchen.

1818 lebten zehn Einwohner in Rothenbruch. Laut der Ortschafts- und Entfernungs-Tabelle des Regierungs-Bezirks Arnsberg wurde der Ort als Hof kategorisiert und besaß 1838 eine Einwohnerzahl von 13, allesamt evangelischen Glaubens. Der Ort gehörte zu dieser Zeit der Kamscheider Bauerschaft innerhalb der Bürgermeisterei Halver an und besaß zwei Wohnhäuser und zwei Fabriken bzw. Mühlen.[2]

Das Gemeindelexikon für die Provinz Westfalen von 1887 gibt für Rothenbruch eine Zahl von 18 Einwohnern an, die in zwei Wohnhäusern lebten.[3]

Seit dem Frühmittelalter (nach anderen Angaben seit frühgeschichtlicher Zeit) befand sich bei Rothenbruch eine bedeutende Altstraße, der Handels-, Pilger- und Heerweg zwischen Hagen und Siegen, die heutige Landesstraße 528.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Alfred Jung: Halver und Schalksmühle. Untersuchung und Gedanken zur Siedlungsgeschichte des Amtes Halver, eines alten Kirchspiels im sächsisch-fränkischen Grenzraum. Freunde der Burg Altena, Altena 1978 (Altenaer Beiträge. Arbeiten zur Geschichte und Heimatkunde der ehemaligen Grafschaft Mark 13, ISSN 0516-8260).
  2. Johann Georg von Viebahn: Ortschafts- und Entfernungs-Tabelle des Regierungs-Bezirks Arnsberg, nach der bestehenden Landeseintheilung geordnet, mit Angabe der früheren Gebiete und Aemter, der Pfarr- und Schulsprengel und topographischen Nachrichten. Ritter, Arnsberg 1841.
  3. Königliches Statistisches Bureau (Preußen) (Hrsg.): Gemeindelexikon für die Provinz Westfalen, Auf Grund der Materialien der Volkszählung vom 1. Dezember 1885 und andere amtlicher Quellen, (Gemeindelexikon für das Königreich Preußen, Band X), Berlin 1887.