Sahra Wagenknecht

deutsche Politikerin (PDS, Die Linke), MdB, Autorin

Sahra Wagenknecht (* 16. Juli 1969 in Jena; amtlich zunächst Sarah Wagenknecht[1]) ist eine deutsche Politikerin (PDS, Die Linke) und Buchautorin.

Sahra Wagenknecht, 2019

Dem Bundesvorstand der PDS gehörte Wagenknecht von 1991 bis 1995 und von 2000 bis zur 2007 erfolgten Vereinigung mit der WASG an. In der Nachfolgepartei Die Linke konnte sie ihren Einfluss erweitern. Dort galt die lange Zeit als Kommunistin auftretende Wagenknecht als Protagonistin des linken Parteiflügels. Von 2004 bis 2009 war sie Mitglied im Europäischen Parlament und von 2010 bis 2014 eine der stellvertretenden Parteivorsitzenden. Seit September 2009 ist Wagenknecht Abgeordnete im Deutschen Bundestag. Ab 2011 war sie dort stellvertretende Vorsitzende der Linksfraktion. Von 2015 bis 2019 war sie zusammen mit Dietmar Bartsch Fraktionsvorsitzende und als solche zugleich bis 2017 Oppositionsführerin.

Kindheit und Jugend (1969–1990)Bearbeiten

 
Sahra Wagenknecht, Juli 2011
 
Sahra Wagenknecht während des Bundestagswahlkampfes in Düsseldorf-Bilk, August 2009

FamilieBearbeiten

Sahra Wagenknecht wurde am 16. Juli 1969 in Jena als Tochter eines iranischen Vaters und einer deutschen Mutter geboren. Der Vater lernte ihre in der DDR lebende Mutter als West-Berliner Student kennen. Seit ihrem Kleinkindalter gilt ihr Vater nach einer Reise in den Iran als verschollen.[2] Als sie 2009 zum ersten Mal Bundestagsabgeordnete wurde, änderte sie die amtliche Schreibung ihres Vornamens entsprechend der persischen Schreibweise (زهرا Sahra, DMG Zahrā)[3] ab, wie es der ursprünglichen Namensgebung der Eltern entsprach. Ihre Mutter war nach Wagenknechts Angaben gelernte Kunsthändlerin[4] und arbeitete für den staatlichen Kunsthandel.[5]

Jugend, Schulzeit und erste politische Tätigkeit in der DDRBearbeiten

Wagenknecht wuchs zunächst bei ihren Großeltern in einem Dorf bei Jena auf; mit Schulbeginn zog sie zu ihrer Mutter nach Ost-Berlin.[6] Mutter und Tochter lebten dort in der Oderberger Straße, einer Mauerstraße im Prenzlauer Berg.[7] Während ihrer Schulzeit wurde sie Mitglied der Freien Deutschen Jugend (FDJ)[6] und schloss 1988 die Erweiterte Oberschule (EOS) „Albert Einstein“ in Berlin-Marzahn mit dem Abitur ab.[8] Die in der DDR übliche vormilitärische Ausbildung für Schüler empfand sie ihrer eigenen Aussage zufolge als extrem belastend: Sie konnte nichts mehr essen, was ihr von den Behörden als politischer Hungerstreik ausgelegt wurde.[9] Zur Begründung des daraufhin erteilten Studienverbots in der DDR hieß es, sie sei „nicht genügend aufgeschlossen […] fürs Kollektiv“. Ihr wurde eine Arbeitsstelle als Sekretärin zugewiesen. Diese kündigte sie allerdings nach drei Monaten, was für DDR-Verhältnisse äußerst ungewöhnlich war. Sie erhielt fortan keinerlei staatliche Unterstützung mehr und bestritt ihren Lebensunterhalt mit dem Erteilen von Nachhilfestunden in Russisch.[10] In dieser Zeit las sie philosophische Werke, vor allem von Georg Wilhelm Friedrich Hegel.[11] Im Frühsommer 1989 trat Wagenknecht der SED bei, nach eigenen Angaben, um den in der Sackgasse steckenden Sozialismus umzugestalten und Opportunisten entgegenzutreten.[2]

Studium und Promotion (1990 bis 2012)Bearbeiten

Nach der Wende studierte sie ab dem Sommersemester 1990 Philosophie und Neuere Deutsche Literatur an der Friedrich-Schiller-Universität Jena und der Humboldt-Universität zu Berlin.[12] Ihr Studium in Berlin brach sie nach Angaben der Wirtschaftswoche ab, da sie „an der Ostberliner Humboldt-Universität kein Verständnis mehr für ihr Forschungsziel fand“.[5] Danach immatrikulierte sie sich an der niederländischen Reichsuniversität Groningen (RUG) für den Studiengang Philosophie. Nach eigenen Angaben hatte sie zuvor alle Scheine bis auf die Abschlussarbeit in Berlin gemacht und erwarb im September 1996 in Groningen den akademischen Grad Magistra Artium (M. A.) mit einer Arbeit bei Hans Heinz Holz über die Hegel-Rezeption des jungen Karl Marx.[12] Diese Untersuchung wurde 1997 als Buch veröffentlicht.

Nach eigenen Angaben begann sie 2005 ihre Dissertation zum Thema The Limits of Choice. Saving Decisions and Basic Needs in Developed Countries („Die Grenzen der Wahlfreiheit. Sparentscheidungen und Grundbedürfnisse in entwickelten Ländern“) im Fach Volkswirtschaftslehre. Im August 2012 reichte sie ihre Arbeit an der Technischen Universität Chemnitz bei dem Professor für Mikroökonomie Fritz Helmedag ein. Zwei Monate später bestand sie ihre mündliche Prüfung zum Dr. rer. pol.[13] mit der Gesamtbewertung magna cum laude.[14] Im Oktober 2013 veröffentlichte der Campus-Verlag ihre Doktorarbeit über das Verhältnis von Einkommen und Rücklagen.[15][16]

Parteikarriere (seit 1991)Bearbeiten

Ab 1991 war Wagenknecht Mitglied des Parteivorstandes der PDS. Zwischen 1995 und 2000 musste sie für fünf Jahre aus dem Vorstand ausscheiden, weil Gregor Gysi sie für so untragbar hielt, dass er mit seinem Rückzug gedroht hatte.[17] Von 1991 bis 2010 war sie Mitglied der Leitung der vom Bundesamt für Verfassungsschutz als linksextremistisch eingestuften Kommunistischen Plattform (KPF), eines Zusammenschlusses orthodox-kommunistisch orientierter Mitglieder und Sympathisanten innerhalb der Partei, und blieb dies auch nach der Verschmelzung von WASG und PDS.[18] Die von Wagenknecht als Sprecherin der KPF öffentlich vertretene „positive Haltung zum Stalinismusmodell“ bewertete der Parteivorstand als unvereinbar mit den Positionen der PDS.[19]

2000 wurde sie erneut in den Parteivorstand der PDS gewählt. Im März 2006 gehörte sie zu den Initiatoren der Antikapitalistischen Linken, einer gemeinsamen Gruppierung aus Mitgliedern der WASG und Linkspartei.[20] Seit Juni 2007 ist Wagenknecht Mitglied des Parteivorstandes der Partei Die Linke und seit Oktober 2007 Mitglied der Programmkommission. Ihren innerparteilichen Vorstoß, eine Kandidatur für den Vize-Parteivorsitz der Linken beim ersten Parteitag der fusionierten Partei im Mai 2008 zu erwägen, beendete sie nach der Ablehnung durch den Parteivorsitzenden Lothar Bisky sowie durch den Fraktionsvorsitzenden der Linken im Deutschen Bundestag Gregor Gysi und erklärte in einer Pressemitteilung, nicht als stellvertretende Vorsitzende zu kandidieren. Sie wurde auf dem Parteitag mit 70 Prozent der Stimmen erneut in den Parteivorstand gewählt. Auf Vorschlag Gysis und des Parteivorstands wurde Wagenknecht auf dem Bundesparteitag der Linken Anfang Mai 2010 mit 75,3 Prozent der Stimmen zur stellvertretenden Parteivorsitzenden gewählt.[21]

Abgeordnete (2004 bis heute)Bearbeiten

Zur Bundestagswahl 1998 trat Wagenknecht in Dortmund als Direktkandidatin der PDS an. Sie errang in ihrem Wahlkreis 3,25 Prozent der Erststimmen. Die PDS erhielt 2,2 Prozent der Zweitstimmen.

Nach der Europawahl in Deutschland 2004 zog Wagenknecht ins Europaparlament ein. Vorausgegangen war eine parteiinterne Kampfabstimmung. Nach der Europawahl im Juni 2009 schied sie aus dem Europaparlament aus. Bei der Bundestagswahl 2009 kandidierte Wagenknecht für das Direktmandat im Wahlkreis Düsseldorf-Süd. Am 18. März 2009 wurde sie dafür vom Kreisverband der Linken in Düsseldorf nominiert.[22] Wagenknecht wurde vom Landesparteitag auf Platz 5 der Landesliste in Nordrhein-Westfalen gewählt.[23] Sie erhielt am 27. September 2009 9,7 Prozent der Erststimmen. Über die Landesliste zog sie in den Bundestag ein.

Am 8. November 2011 wurde Wagenknecht mit 61,8 Prozent der Stimmen zu einer von zwei ersten stellvertretenden Vorsitzenden der Bundestagsfraktion gewählt.[24] Im Januar 2012 wurde bekannt, dass Sahra Wagenknecht als eine von 27 Bundestagsabgeordneten der Linken unter Beobachtung durch das Bundesamt für Verfassungsschutz stand.[25] 2013 trat sie im Bundestagswahlkreis Düsseldorf II an und erreichte mit 9,1 % den dritten Platz[26] und gelangte über Platz 1 der Landesliste NRW[27] in den Bundestag.[28]

Nachdem der amtierende Fraktionsvorsitzende Gregor Gysi am 7. Juni 2015 auf dem Bundesparteitag der Linken in Bielefeld seinen Rückzug von diesem Amt zum Herbst des Jahres angekündigt hatte, erklärte sich Wagenknecht, trotz vorheriger Ankündigung, nicht mehr kandidieren zu wollen,[29] bereit, gemeinsam mit Dietmar Bartsch in einer Doppelspitze Gysis Nachfolge anzutreten.[30] Am 13. Oktober 2015 lösten Wagenknecht und Bartsch Gysi im Fraktionsvorsitz ab und fungierten bis zum 23. Oktober 2017 gemeinsam als Oppositionsführer in der 18. Legislaturperiode des Deutschen Bundestages. 2017 trat sie erneut im Bundestagswahlkreis Düsseldorf II an und erreichte mit 13,0 % wieder den dritten Platz[31] und kam wieder über Platz 1 der Landesliste NRW[27] in den Bundestag.[32] Seit der Konstituierung des 19. Bundestags führten sie dessen Linksfraktion weiter an, verloren jedoch die Oppositionsführerschaft an die AfD. Wagenknecht war im 19. Deutschen Bundestag stellvertretendes Mitglied im Finanzausschuss, sowie im Ausschuss für Wirtschaft und Energie.[33][34]

 
Wagenknecht auf dem Bundesparteitag 2018 in Leipzig

Gemeinsam mit Oskar Lafontaine griff Wagenknecht 2018 den Vorschlag zur Gründung einer linken Sammlungsbewegung auf, einer überparteilichen Initiative, die die zerstreute Linke zusammenführen und ihr eine neue gesellschaftspolitische Dominanz verschaffen soll.[35][36] Der 4. August 2018 war Startdatum der Internetseite der Bewegung aufstehen, die offiziell Anfang September begann.[37]

Wagenknecht bezeichnete Ende November 2018 die französische Gelbwestenbewegung als Vorbild für Deutschland. Sie empfinde es als richtig, dass Menschen sich wehren, wenn Politik ihr Leben verschlechtere. Dass rechte Kräfte versuchten, den Protest zu vereinnahmen, und der Protest durch Gewalt unterlaufen würde, bedauere sie.[38] Parteichef Bernd Riexinger warnte daraufhin vor dem „Potenzial Ultrarechter in den Reihen der Bewegung“.[39] Wagenknecht rief wenig später, in gelber Weste vor dem Kanzleramt stehend, zu Protesten auf.[40] Bei der ersten deutschen Gelbwesten-Kundgebung versammelten sich nach Polizeiangaben lediglich rund 100 Teilnehmer. Der Soziologe und langjährige Attac-Beirat Dieter Rucht sah für eine Kopie der Bewegung in Deutschland kaum Potenzial.[41] Bereits 2019 galt das Projekt als gescheitert.[42]

Im März 2019 kündigte Wagenknecht an, sich aus gesundheitlichen Gründen sowohl aus den Führungsgremien der Bewegung zurückzuziehen als auch im Herbst nicht mehr für den Fraktionsvorsitz der Linksfraktion im Bundestag zu kandidieren.[43][44] In verschiedenen Interviews gab sie als Begründung einen Burnout an.[45][46] Am 12. November 2019 schied sie als Fraktionsvorsitzende aus dem Amt. Ihre Nachfolgerin wurde Amira Mohamed Ali.

Im Januar 2021 nominierte der Landesvorstand der Linkspartei von Nordrhein-Westfalen Wagenknecht für Platz 1 der Landesliste. Wagenknecht kandidierte damit wieder für die Bundestagswahl im September 2021.[47][48] Mehrere Vorstandsmitglieder der Linken aus anderen Bundesländern forderten sie in Anbetracht ihres Buches Die Selbstgerechten: Mein Gegenprogramm – für Gemeinsinn und Zusammenhalt auf, von der Kandidatur abzusehen.[49][50] Den parteiinternen Kritikern zufolge verunglimpfe Wagenknecht in jenem Buch Bewegungen wie Unteilbar, Black Lives Matter oder Fridays for Future als „selbstgerecht“ und agiere konträr zur eigenen Partei.[51] Trotz der Kritik wurde Wagenknecht in einer darauf folgenden Kampfabstimmung mit 61 Prozent der Stimmen zur Spitzenkandidatin der Linken Nordrhein-Westfalen bestimmt.[52]

Bei der Bundestagswahl 2021 erhielt sie über die Landesliste erneut ein Abgeordnetenmandat.[53]

Mehrere parteiinterne Kritiker beantragten im Juni 2021 ein Parteiausschlussverfahren gegen Wagenknecht mit der Begründung, sie habe der Partei mit dem Buch „schweren Schaden“ zugefügt.[54] Die Parteiführung kritisierte jedoch den Antrag und auch der NRW-Landesvorstand stellte sich hinter Wagenknecht. Das Verfahren wurde Ende Juni 2021 formal eröffnet.[55] Die Landesschiedskommission NRW lehnte die Anträge auf Parteiausschluss im September 2021 einstimmig ab.[56]

Politische Positionen und HandlungenBearbeiten

WirtschaftspolitikBearbeiten

Wagenknecht kritisierte die Kompromisse der Partei bei den Regierungsbeteiligungen in den Ländern wie das Kürzen sozialer Leistungen und die Privatisierungen in Berlin. Die Regierungsbeteiligungen der Partei und ein „Schmusekurs gegenüber Rot-Grün“ werden von ihr aufgrund der „tiefen politischen Differenz“ mit der SPD und Rot-Grün abgelehnt. Wagenknecht gehörte lange Zeit zur Antikapitalistischen Linken und zur Kommunistischen Plattform, wo sie auch Mitglied im Bundeskoordinierungsrat war. Seit Februar 2010 ruht ihre Mitgliedschaft in dieser Parteiströmung.[57]

Wagenknecht forderte 2000 eine Überwindung der kapitalistischen Produktionsverhältnisse. In einem Artikel des Ressorts „Lebensart“ von ZEIT-online protokollierte Marc Kayser einen „Traum“ Wagenknechts von einer Begegnung mit einem Zeitreisenden, der Grundzüge einer „anderen Gesellschaft“ beschreibt.[58] Eine Rückkehr zum Sozialismus der DDR lehnt Wagenknecht jedoch ab. Nach ihrer Ansicht sollen Leistungen der Daseinsvorsorge wie Wohnen, Bildung, Gesundheit, Wasser- und Energieversorgung, Banken und Schlüsselindustrien durch die öffentliche Hand getragen werden, um „das Diktat der Rendite und der Aktienkurse“ zu überwinden.[59] Wagenknecht sieht auf der Basis des Grundgesetzes, besonders Artikel 14, Abs. 2 und 3 und Artikel 15 auch Möglichkeiten für eine andere Wirtschaftsordnung jenseits des Kapitalismus.[60]

Für die Wirtschaftspolitik der Staaten Kuba und Venezuela zeigte Wagenknecht Verständnis. Über eine Presseerklärung von 2006 ließ sie mitteilen, „dass die andauernde Existenz des kubanischen Systems einen Hoffnungsschimmer für diejenigen in der sogenannten Dritten Welt bedeutet, die die Verlierer einer markt- und profitorientierten globalisierten Welt sind“.[61] Ebenso verteidigte sie 2008 die vom venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez beschlossene Verstaatlichung der Ölförderanlagen des US-Konzerns ExxonMobil.[62]

Wagenknecht selbst bezeichnet ihre Vorstellung einer neuen Wirtschaftspolitik in ihrem Buch Freiheit statt Kapitalismus als „kreativen Sozialismus“. Sie meint damit eine „Marktwirtschaft ohne Kapitalismus“ und einen „Sozialismus ohne Planwirtschaft“ und grenzte sich vom Kommunismus ab.[63][64] Tatsächlich beruft sich Wagenknecht auf Vordenker des Ordoliberalismus, deren Ideen sonst eher in der FDP vertreten werden. Wagenknecht schlug etwa 2013 in der Finanzkrise und Eurokrise einen Schuldenschnitt und gewisse darauf folgende Maßnahmen vor, um die Euro-Krise zu beenden, gleichzeitig Wirtschaftswachstum zu generieren und die Finanzmärkte zu regulieren.[65] Christian Rickens nannte dies „in seinem Kern erzliberal“.[65] Hauke Janssen sieht hingegen auch deutliche Unterschiede in der Argumentation von Wagenknecht und der ordoliberalen Theorie, etwa bei den Themen Lohnsteigerung und Arbeitslosigkeit; Wagenknecht vereinnahme Ludwig Erhard „zu unrecht“.[66]

SozialpolitikBearbeiten

Wagenknecht fordert „eine soziale Absicherung, die die Menschenwürde garantiert“. Dafür sollen „die Hartz-IV-Regelsätze [für 2017] auf 560 Euro monatlich erhöht und demütigende Drangsalierungen abgeschafft werden“. Die aktuellen Zumutbarkeitsregeln seien nicht mit dem Grundgesetz zu vereinbaren. „Das Hartz-System [müsse] überwunden werden, um nicht noch mehr Menschen einem Teufelskreis aus Entrechtung und Verarmung auszusetzen.“ Eine „ordentliche Arbeitslosenversicherung“ müsse so lange vor dem sozialen Absturz schützen, „bis der Betreffende einen neuen Arbeitsplatz gefunden hat“.[67]

Die Riester-Rente betrachtet sie als gescheitert. Das sei zwar weithin Konsens, doch es fehle „der politische Mut, sie abzuwickeln und dafür die gesetzliche Rente zu stärken“. Sie fordert, das Rentenniveau wieder auf 53 % zu erhöhen und das Renteneintrittsalter wieder auf 65 Jahre zu senken. Zur Finanzierung sollen auch Beamte und Selbständige in die gesetzliche Rentenversicherung einbezogen werden.[68] Die Rentenversicherung Österreichs gilt ihr als Beispiel einer möglichen Alternative zur Lösung der Bundesrepublik Deutschland.[69][70]

FamilienpolitikBearbeiten

Anfang Juni 2015 unterzeichnete Wagenknecht zusammen mit 150 weiteren Prominenten aus Kultur und Politik einen offenen Brief an die Bundeskanzlerin, in dem die Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Lebenspartnerschaften gegenüber der zweigeschlechtlichen Ehe gefordert wurde.[71] 2017 befürwortete Wagenknecht die Ehe für alle.[72]

EinwanderungspolitikBearbeiten

Wagenknecht ist gegen die Forderung vieler Mitglieder der Linkspartei nach offenen Grenzen. Dies nutze ihrer Meinung nach nur den Eliten in den Industrieländern, die durch eine dadurch zunehmende Arbeitsmigration von „Dumpinglöhnen“ profitierten. Eine große Mehrheit würde davon nicht profitieren und sollte vor derartigen Niedriglöhnen geschützt werden. Auch den Ländern, in denen es zu Abwanderung kommt, würde dies schaden: „Denn es sind meist Menschen mit besserer Ausbildung aus der Mittelschicht, die abwandern.“[73][74]

FlüchtlingspolitikBearbeiten

Wagenknecht wies im Januar 2016 auf „Kapazitätsgrenzen“[75] und „Grenzen der Aufnahmebereitschaft in der Bevölkerung“ hin, wofür sie in ihrer Partei und darüber hinaus scharf kritisiert und von einem Aktivisten mit einer Torte beworfen wurde.[76] In einem Interview im März 2016 sagte sie dazu:

„Dass es Grenzen der Aufnahmebereitschaft in der Bevölkerung gibt, ist eine Tatsache, und dass Kapazitäten nicht unbegrenzt sind, auch. Das festzustellen, ist weder links noch rechts, sondern eine Banalität.“[77]

Weiter kritisierte sie die Flüchtlingspolitik der Bundeskanzlerin Angela Merkel als „planlos“,[77] sie habe in Deutschland zu einem „völligen Staatsversagen“ geführt, „auf sozialem Gebiet ebenso wie auf dem der inneren Sicherheit“.[75] Sie forderte eine stärkere Unterstützung des Bundes für die Länder und Kommunen, die den Großteil der Kosten für Flüchtlinge selbst tragen würden und an anderer Stelle kürzen müssten.[78] Wagenknecht warnte davor, „die Armen gegen die Ärmsten auszuspielen“,[77] und nannte als Beispiel drohende Nahrungsengpässe bei der Tafel. Wagenknecht bezeichnete die Fluchtursachenbekämpfung der Bundesregierung als „unglaubwürdig“,[79] da Deutschland Waffen in Spannungsgebiete exportiere und Drohneneinsätze der USA „mit logistischer Unterstützung aus Deutschland“ geflogen würden. Die Außenpolitik Merkels in Form einer Unterstützung der „Ölkriege der USA und ihrer Verbündeten“ seien der Grund für die Existenz und Stärke des Islamischen Staates.

Nach den sexuellen Übergriffen in Köln Anfang 2016 äußerte Wagenknecht: „Wer sein Gastrecht missbraucht, der hat sein Gastrecht eben auch verwirkt“ und wurde dafür in ihrer Partei und Fraktion nahezu einhellig kritisiert: Das Recht auf Asyl sei nicht verwirkbar. Lob kam hingegen von der AfD.[80]

Auf dem Parteitag der Linken am 28. Mai 2016 wurde Wagenknecht von Aktivisten der „Antifaschistischen Initiative Torten für Menschenfeinde“ mit einer Torte beworfen. Die Aktivisten rechtfertigten ihre Aktion damit, dass Wagenknecht wie die AfD „den ‚Volkszorn‘ in politische Forderungen“ übersetze. Ihre Parteikollegen verurteilten den Angriff und wiesen die Anschuldigungen zurück.[75] Gegen die am Tortenwurf beteiligten Aktivisten wurde Anzeige erstattet.[81]

Weitere Kritik erntete Wagenknecht Anfang Oktober 2016 für ihr gemeinsames Interview mit der AfD-Vorsitzenden Frauke Petry, bei dem sich – trotz Abgrenzungsversuchen Wagenknechts – Übereinstimmungen in der Europa- und Flüchtlingspolitik gezeigt hätten. Auch die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung als Veranstalterin schrieb, die beiden seien „oft näher beieinander als gedacht“. Der taz-Redakteurin Ulrike Herrmann, die es als „rechtes Konsensgespräch“ bezeichnet hatte, wurde daraufhin von Wagenknechts Mann Oskar Lafontaine „rechter Schmieren-Journalismus“ einer „neoliberalen Kampfpresse“ vorgeworfen.[82] CDU-Generalsekretär Peter Tauber bezeichnete aufgrund des Interviews Sahra Wagenknecht und Frauke Petry als „das doppelte Lottchen des Populismus in Deutschland“.[83]

Nach den Anschlägen von Würzburg und Ansbach im Sommer 2016 stellte Wagenknecht einen Zusammenhang zur mangelnden Kontrolle bei der Aufnahme von Flüchtlingen her und positionierte sich erneut gegen die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung. Für ihre Äußerungen erhielt sie erneut teils heftige Kritik aus der eigenen Partei. Der Abgeordnete Jan van Aken warf Wagenknecht vor, mit falschen Fakten zu argumentieren. Wagenknechts Äußerungen seien nicht mit ihrem Amt als Fraktionsvorsitzende der Linksfraktion im Bundestag vereinbar.[84] Er forderte ihren Rücktritt.[85][86] Auch nachdem Wagenknecht ihre Thesen nach erster Kritik relativierte, reagierte ihre Partei mit deutlicher Ablehnung. Ihre Bekundungen seien laut Bernd Riexinger „natürlich nicht akzeptabel“.[87] Sie wurden in einem Teil der Presse mit denen der AfD verglichen.[88][89]

Im Januar 2017 gab Wagenknecht in einem umstrittenen stern-Interview Angela Merkel durch ihre Grenzöffnung für Flüchtlinge sowie durch den Sparkurs bei der Polizei eine „Mitverantwortung“ an dem Terroranschlag von Berlin.[90] Beobachter warfen ihr daraufhin zum wiederholten Male eine ideologische Nähe zur AfD vor.[91]

Wagenknecht wegen ihrer Positionen zur Flüchtlingspolitik eine Nähe zur AfD oder nationalistischer Politik zu unterstellen, hält der Historiker und Journalist Tobias Becker für zu kurz gegriffen, da Wagenknecht gleichzeitig für mehr Flüchtlings- und Entwicklungshilfe, für eine fairere Handelspolitik und für ein Ende westlicher Interventionskriege plädiere. Ihre Aussagen seien durch ein Verständnis für die Sorgen der Migrationsverlierer motiviert, also diejenigen, die im Niedriglohnsektor arbeiten und die Auswirkungen der Migration anders erleben als Besserverdienende.[92]

Verhältnis zum Stalinismus und zur DDRBearbeiten

1992 beurteilte Wagenknecht in ihrem Artikel Marxismus und Opportunismus die wirtschaftliche Entwicklung der Sowjetunion in der Stalin-Zeit, insofern sich hier die „Entwicklung eines um Jahrhunderte zurückgebliebenen Landes in eine moderne Großmacht während eines weltgeschichtlich einzigartig kurzen Zeitraums“ vollzog. Damit seien Elend, Hunger, Analphabetismus, halbfeudale Abhängigkeiten und schärfste kapitalistische Ausbeutung überwunden worden.[93]

Ihre Haltung zum Stalinismus wurde innerhalb der Linkspartei teilweise als zu unkritisch empfunden und unter anderem von Gregor Gysi[94] und dem Bundestagsabgeordneten Michael Leutert kritisiert. Letzterer sprach sich 2008 gegen ihre Kandidatur als stellvertretende Parteichefin aus, weil sie sich zu wenig vom Stalinismus distanziere.[95] Mit anderen Mitgliedern der Kommunistischen Plattform sprach sich Wagenknecht 2008 in einer Stellungnahme gegen ein allgemeines Gedenken in Form eines Gedenksteins auf dem Zentralfriedhof Friedrichsfelde mit der Aufschrift „Den Opfern des Stalinismus“ aus, da sich unter diesen auch Faschisten befunden hätten, drückte aber ihr Mitgefühl mit den unschuldigen Toten aus.[96] Wagenknecht selbst erklärte 2009 ihre umstrittenen Äußerungen zum Stalinismus von 1992 retrospektiv mit „Trotz und Wut über rechte Geschichtsverfälschung“ und distanzierte sich von diesen, da sie „nicht minder einseitig waren als die Geschichtsschreibung des Mainstreams, nur mit umgekehrtem Vorzeichen“.[97]

Noch im Mai 2008 erklärte sie im Spiegel, dass sie den Begriff Diktatur für die DDR (die sie zuvor als „das friedfertigste und menschenfreundlichste Gemeinwesen, das sich die Deutschen im Gesamt ihrer Geschichte bisher geschaffen haben“ bezeichnet hatte) für unangemessen halte.[17] In einem Interview von 2009 setzte sich Wagenknecht kritisch mit dem „repressiven politischen System der DDR“ auseinander, lehnte aber eine Charakterisierung der DDR als Unrechtsstaat ab, weil dies darauf hinauslaufe, sie auf eine Ebene mit der NS-Diktatur zu stellen.[98] Die DDR sei kein demokratischer Staat gewesen, jedoch sei auch im heutigen kapitalistischen System keine echte Demokratie möglich.[99] In einem Interview mit der taz im April 2010 erklärte sie ihre früheren Aussagen aus den frühen 1990er Jahren als „Trotzreaktion auf dieses gesellschaftliche Klima, in dem ein Schauermärchen über die DDR das nächste jagte“. Das ökonomische System der DDR sei „überzentralisiert“ gewesen und die politische Repression habe „in völligem Kontrast zu den sozialistischen Idealen“ gestanden.[100]

IdentitätspolitikBearbeiten

Wagenknecht kritisierte 2021 in ihrem Buch Die Selbstgerechten die Identitätspolitik linker Parteien, die sie für eine Diskussion unter ökonomisch Privilegierten hält und die das gesamtgesellschaftliche Gemeinschaftsgefühl untergrabe. Durch Identitätspolitik seien Bestrebungen für echte Umverteilungspolitik durch Fragen der Anerkennung ersetzt worden.[92] Das Buch erreichte Platz eins in der Sachbuch-Bestsellerliste des Spiegel.[101]

Corona-PolitikBearbeiten

Während der COVID-19-Pandemie äußerte Wagenknecht im November 2021, dass sie die Impfung als eine individuelle Entscheidung ansehe und nur ältere Menschen und Risikogruppen sich auf jeden Fall impfen lassen sollten. Die Bundesregierung hatte angesichts der vierten Pandemie-Welle verstärkt zu Impfungen aufgerufen, um eine Überlastung der Krankenhäuser zu verhindern. Zudem vertritt sie die Ansicht, Long COVID, also die möglichen Langzeitfolgen einer Coronaerkrankung, sei umstritten.[102] Führende Mitglieder der Linken gingen auf Distanz zu Wagenknechts Position.[103][104] Für die Überlastung in Krankenhäusern macht Wagenknecht vor allem den Personalmangel verantwortlich, der durch schlechte Arbeitsbedingungen und niedrige Bezahlung verursacht worden sei. Die Corona-Politik sollte sich ihrer Meinung nach vor allem darauf konzentrieren, diese Missstände zu beheben.[105]

Eine generelle Impfpflicht im Fall von COVID-19 lehnt sie ab, da von COVID-19 nicht alle Teile der Bevölkerung gleichermaßen betroffen seien und die Impfpflicht auch nicht mit dem Ziel der Ausrottung des Virus gerechtfertigt werden könne.[104] Gegenüber dem Spiegel vertrat sie die Ansicht, der Impfstoff sei neuartig und schwer einzuschätzen.[106] Im Dezember 2021 stimmte sie gegen einen Gesetzentwurf, der eine Pflicht zur Impfung gegen das Coronavirus für Beschäftigte aus bestimmten Arbeitsfeldern vorsah.[107]

AußenpolitikBearbeiten

Nahostpolitik und Kontroverse zu Schimon PeresBearbeiten

Als der israelische Staatspräsident Schimon Peres am Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus 2010 als Gast im Deutschen Bundestag sprach, erhoben sich die Abgeordneten Christine Buchholz, Sevim Dağdelen und Wagenknecht zum Schlussapplaus nicht von ihren Sitzen. Sie wurden deswegen öffentlich und parteiintern kritisiert, so erklärte der Berliner Landeschef der Linkspartei, Klaus Lederer, das Verhalten der Abgeordneten für „inakzeptabel“,[108] Michael Leutert erklärte sie für „nicht wählbar“.[109] Wagenknecht erklärte ihr Verhalten später:

„Zum Gedenken an die Opfer des Holocaust habe ich mich selbstverständlich von meinem Platz erhoben. Dass ich nach der Rede von Shimon Peres nicht an den stehenden Ovationen teilgenommen habe, liegt darin begründet, dass ich einem Staatsmann, der selbst für Krieg mitverantwortlich ist, einen solchen Respekt nicht zollen kann.“[110]

2012 in einem Radio-Interview darauf angesprochen, erklärte sie nochmals:

„Wir haben uns alle erhoben, alle Abgeordneten der Linken, als es darum ging, der Opfer des Holocaust zu gedenken, und das wäre ja auch eine Unverschämtheit gewesen, zu diesem Anlass sitzen zu bleiben. Ich bin sitzen geblieben am Ende der Rede von Peres, weil Peres diese Rede – was ich sehr bedauerlich fand – eben auch genutzt hat, nicht nur zum Gedenken, sondern eben auch um aktuelle Nahostpolitik anzusprechen und teilweise dort auch Passagen drin waren, die schon als Kriegsvorbereitung in Richtung Iran interpretiert werden mussten. Und da muss ich sagen, bei einer solchen Rede kann ich am Ende nicht aufstehen, weil ich bin eine Kriegsgegnerin, ich lehne Kriege ab, und ich hoffe jetzt auch, dass es keinen Krieg im Nahen Osten geben wird.“[111]

Syrienkrieg und Auflösung der NATOBearbeiten

2016 äußerte sie über den russischen Militäreinsatz in Syrien gegenüber Russia Today, es brauche für einen Frieden „mehr Kooperation mit Russland und nicht mehr Konfrontation“, sie fordere für eine weltweite Sicherheitsordnung unter Einbezug Russlands die Auflösung der NATO.[112] In einer Talkshow von Maybritt Illner aus dem Jahr 2016 vertrat Wagenknecht die These, dass der Syrienkrieg das Ergebnis eines gescheiterten Pipelineprojektes sei.[113]

Russlandpolitik und russisch-ukrainischer KonfliktBearbeiten

Wagenknecht vertritt die Ansicht, gute Beziehungen zu Russland seien im Interesse Europas. Sie beruft sich dabei auf die deutsche Außenpolitik unter Willy Brandt, die Neue Ostpolitik.[114] Wegen ihres Werbens um Verständnis für den Kurs des russischen Präsidenten Wladimir Putin gegenüber der Ukraine bekam Wagenknecht im Februar 2022 in mehreren Medien das Etikett „Putin-Versteherin“.[115][116][117] Nach ihren Worten habe der Westen Putin provoziert, ihm aber gehe es um Sicherheitsgarantien.[118] Für den russischen Truppenaufmarsch entlang der ukrainischen Grenze machte sie die USA verantwortlich: „Die Aggressivität mit der – vor allem von amerikanischer Seite – ein russischer Einmarsch geradezu herbeigeredet wird, also die ist ja schon bemerkenswert.“[116] Putin werde verkannt, er sei ein berechenbarer Machtpolitiker und kein „durchgeknallter russischer Nationalist, der sich daran berauscht, Grenzen zu verschieben.“[119] Nach dem Überfall der russischen Streitkräfte auf die Ukraine am 24. Februar gestand sie ein, sich in ihrer Lagebeurteilung geirrt zu haben: „Dass Putin tatsächlich so weit gehen würde, wie er es jetzt getan hat, hätte ich nicht für möglich gehalten. In der Einschätzung seiner Person und Berechenbarkeit habe ich mich leider geirrt.“ Für diesen „völkerrechtswidrigen Krieg“ gebe es keine Rechtfertigung oder Entschuldigung.[120]

2021 setzte sich Wagenknecht gegen eine Löschung von Accounts des russischen Staatssenders RT auf Facebook und YouTube ein.[121]

Wagenknecht gehörte zu den Unterzeichnern einer am 1. März 2022 veröffentlichten Erklärung von sieben Vertretern der Linken, nach der die „von den USA in den letzten Jahren betriebene[n] Politik“ für die entstandene Lage mitverantwortlich ist. Ein zentraler Grund für das schlechte Verhältnis zwischen Russland und dem Westen sei die NATO-Osterweiterung.[122] Auch wurden in der Erklärung die Waffenlieferungen an die Ukraine sowie die über Russland verhängten Sanktionen kritisiert.[123] Gregor Gysi zeigte sich über den Brief entsetzt und warf den Unterzeichnern vor, ihr Weltbild von der bösen NATO retten zu wollen, diese hätte aber diesmal nichts falsch gemacht. Waffenlieferungen zu verweigern sei indirekt identisch mit der Leugnung des Rechtes auf Selbstverteidigung.[124] Drei Wochen nach dem Einmarsch nannte Wagenknecht es „wünschenswert, wenn es in der deutschen Regierung mehr Kräfte gäbe, die jetzt nicht auf Hochrüstung, sondern auf Verhandlungen und Deeskalation setzen würden“.[125]

Am 19. Mai 2022 warf sie der ukrainischen Regierung vor, die Verhandlungen mit der russischen Seite nach dem Massaker von Butscha abgebrochen zu haben, was sie nicht nachvollziehen könne. Gerade das Massaker sei ein Grund gewesen, die Gespräche fortzuführen, ein Waffenstillstand hätte kurz bevorgestanden. Auch die USA hätten in Afghanistan und dem Irak Kriegsverbrechen begangen. Die amerikanische Regierung sei nicht an einem Kompromiss, sondern an einem langen Krieg interessiert, um Russland zu schwächen, was sich aus Aussagen des US-Verteidigungsministers ergäbe, den sie (verkürzt) zitierte.[126]

Am 8. September 2022 sorgte Wagenknecht mit einer Rede für Empörung, die sie im Bundestag hielt. Sie warf der Bundesregierung vor, „einen beispiellosen Wirtschaftskrieg gegen unseren wichtigsten Energielieferanten vom Zaun zu brechen“, und forderte ein Ende der Sanktionen gegen Russland.[127] Hierfür erhielt sie Applaus aus Teilen ihrer Fraktion – ein anderer Teil war der Sitzung ferngeblieben – und aus der AfD-Fraktion.[128] Der ehemalige Linken-Parteivorsitzende Bernd Riexinger widersprach auf Twitter Wagenknechts Deutung des Konflikts und verlangte, es dürfe keine Zweifel geben „auf welcher Seite die Linke steht“. Der grüne Bundestagsabgeordnete Felix Banaszak warf Wagenknecht vor, sie verkehre Täter und Opfer des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine.[127] Für den Hauptgeschäftsführer des Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Ulrich Schneider war Wagenknechts Rede Anlass, seinen Austritt aus der Partei Die Linke zu erklären.[129]

Tätigkeit für Neues DeutschlandBearbeiten

Von August 2012 bis August 2014 war Sahra Wagenknecht für die Kolumne Der Krisenstab als Autorin für die deutsche Tageszeitung Neues Deutschland aktiv.[130][131]

PrivatesBearbeiten

Im Mai 1997 heiratete Wagenknecht den Filmproduzenten Ralph-Thomas Niemeyer.[132] Im November 2011 erklärte der ehemalige SPD-Politiker und spätere Partei- und Fraktionsvorsitzende der Linken Oskar Lafontaine, er und Wagenknecht seien „eng befreundet“ – beide Politiker lebten zu dieser Zeit bereits getrennt von ihren Ehepartnern.[133] Seit Juni 2012 wohnt sie zusammen mit Oskar Lafontaine im saarländischen Merzig nahe der Grenze zu Frankreich.[134] Die Ehe mit Niemeyer wurde im März 2013 geschieden.[135] Seit dem 22. Dezember 2014 ist Wagenknecht mit Lafontaine verheiratet.[136] Lafontaine trat am 17. März 2022 aus der Linkspartei aus.[137]

SchriftenBearbeiten

FilmBearbeiten

  • Wagenknecht (2020), Regie: Sandra Kaudelka, Der Dokumentarfilm begleitet Wagenknecht und ihr Team vom Bundestagswahlkampf 2017 bis zu ihrem Rücktritt aus der Spitzenpolitik 2019.[139]

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

Commons: Sahra Wagenknecht – Sammlung von Bildern
 Wikinews: Sahra Wagenknecht – in den Nachrichten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Renate Meinhof: Die Linkshaberin. In: Süddeutsche Zeitung. 14. Mai 2010, S. 3 (sueddeutsche.de [PDF; 126 kB; abgerufen am 14. Oktober 2015]).
  2. a b Marc Brost, Stephan Lebert: Sahra Wagenknecht: Ich bin nicht Gretchen. In: Die Zeit, Nr. 30/2011 (Gespräch).
  3. Von arabisch زهراء, DMG Zahrā’ ‚die Strahlende‘: Beiname der Prophetentochter Fatima, die im schiitischen Iran besondere Verehrung genießt.
  4. Sahra Wagenknecht (Hrsg.): Kapital, Crash, Krise … kein Ausweg in Sicht? 2., aktual. und erw. Auflage. Pahl-Rugenstein, Bonn 1999, S. 19.
  5. a b Antje Sirleschtov: PDS / Rotes / Tuch. In: Wirtschaftswoche. Nr. 42, 14. Oktober 1994, S. 22.
  6. a b Günter Gaus: Zur Person: Günter Gaus im Gespräch mit Sahra Wagenknecht. In: rbb-online.de. 11. Februar 2004, abgerufen am 8. Dezember 2013.
  7. gfx.sueddeutsche.de (PDF; 126 kB)
  8. Anja Maier, Stefan Reinecke: „Ich war ein Kind, das gern allein war“. In: taz.de. 30. April 2010, abgerufen am 16. Mai 2010.
  9. Interview – Ein Lauf mit Sahra Wagenknecht. In: Runner’s World. Abgerufen am 30. Mai 2016.
  10. Markus Feldenkirchen: Die neue Mitte. In: Der Spiegel. Nr. 45, 2011, S. 64 (online).
  11. Couragiert gegen den Strom. Über Goethe, die Macht und die Zukunft. Nachgefragt und aufgezeichnet von Florian Rötzer. Westend Verlag, Frankfurt am Main 2017.
  12. a b Sahra Wagenknecht: Vom Kopf auf die Füße? Zur Hegelkritik des jungen Marx oder das Problem einer dialektisch-materialistischen Wissenschaftsmethode. Pahl-Rugenstein-Verlag, 1997, ISBN 3-89144-231-9.
  13. Auswahl der Promotionen 2012. In: tu-chemnitz.de. Abgerufen am 8. Dezember 2013.
  14. Miriam Hollstein: Sahra Wagenknecht darf bald Doktortitel tragen. In: welt.de. 31. Oktober 2012, abgerufen am 8. Dezember 2013.
  15. Sahra Wagenknecht: The Limits of Choice: Saving Decisions and Basic Needs in Developed Countries. Campus Verlag, 2013, ISBN 978-3-593-39916-4.
  16. Stefan Mönke: Höhere Mathematik. In: Der Freitag. 14. November 2013 (online [abgerufen am 14. Oktober 2015] über die Dissertation).
  17. a b Hubertus Knabe: Honeckers Erben. Die Wahrheit über DIE LINKE. Propyläen Verlag, Berlin 2009, ISBN 978-3-549-07329-2. S. 338f.
  18. Matthias Meisner: Wagenknecht verzichtet für Parteivize auf Wortführerrolle. In: tagesspiegel.de. 11. Februar 2010, abgerufen am 8. Dezember 2013.
  19. Wolfgang Thierse: Zehn Jahre Deutsche Einheit: eine Bilanz. Springer-Verlag, 2013.
  20. Für eine antikapitalistische Linke. (PDF) 2006, abgerufen am 24. Mai 2020 (Gründungsaufruf Antikapitalistische Linke).
  21. Wahl des Parteivorstandes 2010. In: die-linke.de. Abgerufen am 8. Dezember 2013.
  22. Sahra Wagenknecht kandidiert in Düsseldorf. In: derwesten.de. 19. März 2009, abgerufen am 1. Juli 2015.
  23. Ole Reißmann: Bundestagswahl: Sicherer Listenplatz für Wagenknecht. In: Spiegel Online. 28. März 2009, abgerufen am 8. Dezember 2013.
  24. DIE LINKE hat Fraktionsvorstand gewählt. (Nicht mehr online verfügbar.) In: die-linke.de. 8. November 2011, archiviert vom Original am 13. Dezember 2013; abgerufen am 13. Dezember 2013.
  25. Johannes Korge: Geheimdienst: Verfassungsschutz beobachtet 27 Linken-Abgeordnete. In: Spiegel Online. 22. Januar 2012, abgerufen am 26. Oktober 2013.
  26. Ergebnisse 2013: BundestagswahlenWahlkreis 107, bundeswahlleiter.de, abgerufen am 2. Februar 2022
  27. a b Wagenknecht führt NRW-Linke in Bundestagswahlkampf. mt.de, 4. März 2017, abgerufen am 2. Februar 2022: „Mit einem deutlich schwächeren Ergebnis als 2013 ist Sahra Wagenknecht (47) erneut zur Spitzenkandidatin ihrer Partei in NRW für die Bundestagswahl gewählt worden“.
  28. Bundestagswawhlen 2013: Gewählte 'W' - Der Bundeswahlleiter. Abgerufen am 2. Februar 2022.
  29. Wagenknechts Rückzug: Beleidigt, getroffen, geschlagen., sueddeutsche.de, 6. März 2015
  30. Gysi-Nachfolge: Wagenknecht und Bartsch sollen Linken-Fraktion führen. Spiegel Online, 9. Juni 2015, abgerufen am gleichen Tage
  31. Ergebnisse 2017: BundestagswahlenWahlkreis 107, bundeswahlleiter.de, abgerufen am 2. Februar 2022
  32. Bundestagswawhlen 2017: Gewählte 'W' - Der Bundeswahlleiter. Abgerufen am 2. Februar 2022.
  33. Ausschüsse der 19. Wahlperiode (2017-2021): Finanzausschuss: 41 Mitglieder. Abgerufen am 2. Februar 2022.
  34. Ausschüsse der 19. Wahlperiode (2017-2021): Ausschuss für Wirtschaft und Energie: 48 Mitglieder. Abgerufen am 2. Februar 2022.
  35. Martin Niewendick: Linke: Oskar Lafontaines „Sammlungsbewegung“ sorgt für Unruhe. In: welt.de. 14. Januar 2018, abgerufen am 7. Oktober 2018.
  36. Robert Pausch: Leidende aller Linken, vereinigt euch. Zeit Online, 30. Mai 2018, abgerufen am 20. Juni 2018.
  37. Linken-Politikerin startet neue Bewegung Aufstehen. Focus Online. Abgerufen am 3. August 2018.
  38. Wagenknecht wünscht sich stärkere Proteste gegen die Regierung. In: Der Spiegel. 29. November 2018, abgerufen am 15. Dezember 2021.
  39. Die Linke streitet über Haltung zu "Gelbwesten". In: Der Spiegel. 29. November 2018, abgerufen am 15. Dezember 2021.
  40. Wagenknecht fordert in gelber Weste Proteste vorm Kanzleramt. In: Der Spiegel. 23. Dezember 2018, abgerufen am 15. Dezember 2021.
  41. Tobias Lill: "Gelbwesten"-Protest in München: "Wir haben das Signal gesetzt". In: Der Spiegel. 15. Dezember 2018, abgerufen am 15. Dezember 2021.
  42. Debatte zur Bewegung „Aufstehen“: Der vergeigte Aufbruch. taz.de, 4. September 2019: Thoralf Cleven: Ex-Vorstand: „'Aufstehen' ist gescheitert - konnte nicht gut gehen“. rnd.de, 4. September 2019.
  43. Ralph Bollmann: Wagenknecht zieht sich aus Spitze bei „Aufstehen“ zurück. FAZ, 9. März 2019, abgerufen am 9. März 2019.
  44. Wagenknecht tritt nicht mehr für Fraktionsvorsitz an. SPON, 11. März 2019, abgerufen am 11. März 2019.
  45. Sahra Wagenknecht über ihren Burnout: "Da ging nichts mehr". Abgerufen am 22. August 2021.
  46. Danke, gut: Sahra Wagenknecht über Burnout und Mental Health in der Politik. 22. Oktober 2020, abgerufen am 22. August 2021.
  47. Anna Lehmann: Wagenknecht tritt wieder an - Spitzen- oder Spaltungskandidatin. In: taz.de. 24. Januar 2021, abgerufen am 29. Januar 2021.
  48. Wagenknecht will wieder für Bundestag kandidieren. In: sueddeutsche.de. 23. Januar 2021, abgerufen am 29. Januar 2021.
  49. Timo Lehmann: Sahra Wagenknecht und Streit um Bundestagskandidatur: Mehrere Linken-Vorstände fordern Rückzug. In: Der Spiegel. Abgerufen am 9. April 2021.
  50. Wagenknecht verliert sich in Identitätspolitik. Neues Deutschland, 8. April 2021
  51. Linke-Politiker kritisieren Sahra Wagenknecht für neues Buch. In: zeit-online. 9. April 2021, abgerufen am 9. April 2021.
  52. Nordrhein-Westfalen: Die Linke nominiert Wagenknecht zur Spitzenkandidatin. In: Der Spiegel. Abgerufen am 10. April 2021.
  53. Bundestagswawhlen 2021: Gewählte 'W' - Der Bundeswahlleiter. Abgerufen am 27. September 2021.
  54. Linke-Mitglieder beantragen Parteiausschluss von Sahra Wagenknecht. In: ZEIT Online. 10. Juni 2021, abgerufen am 21. Juli 2021.
  55. Parteiausschlussverfahren gegen Sahra Wagenknecht beginnt. In: ZEIT Online. 28. Juni 2021, abgerufen am 21. Juli 2021.
  56. Parteiausschlussverfahren: Sahra Wagenknecht bleibt in der Linkspartei. In: MD. Abgerufen am 6. September 2021.
  57. Sahra’s Mitgliedschaft ruht. (PDF; 115 kB) (Nicht mehr online verfügbar.) In: sahra-wagenknecht.de. Bundessprecherrat der Kommunistischen Plattform der Partei DIE LINKE, 5. Februar 2010, archiviert vom Original am 27. Juli 2013; abgerufen am 26. September 2019.
  58. Marc Kayser: Ich habe einen Traum. In: Die Zeit. Nr. 41/2000, 5. Oktober 2000 (online [abgerufen am 8. Dezember 2013]).
  59. Franz Solms-Laubach: Sahra Wagenknecht will die DDR nicht mehr zurück. In: welt.de. 29. April 2009, abgerufen am 8. Dezember 2013.
  60. Miriam Hollstein: Sahra Wagenknecht gibt auf. In: welt.de. 17. Mai 2008, abgerufen am 8. Dezember 2013.
  61. Sahra Wagenknecht: EU-Politik zu Kuba ist einseitig und ungerecht. Erklärung zur Abstimmung über den Gemeinsamen Entschließungsantrag der Fraktionen von PPE, PSE, ALDE und UEN zur Haltung der EU gegenüber der kubanischen Regierung. In: sahra-wagenknecht.de. 2. Februar 2006, abgerufen am 8. Dezember 2013.
  62. Sahra Wagenknecht: Kein Öl für Exxon! Venezuela hat ein Recht auf Vergesellschaftung der Ölindustrie. In: sahra-wagenknecht.de. 13. Februar 2008, abgerufen am 8. Dezember 2013.
  63. Sahra Wagenknecht: Freiheit statt Kapitalismus. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 2013, ISBN 978-3-423-34783-9, S. 395.
  64. Von Umsturzgeschrei keine Spur. In: Deutschlandfunk Kultur. 12. Mai 2011, abgerufen am 26. Dezember 2021.
  65. a b Christian Rickens: Neue Ideen zur Euro-Rettung: Sahra Wagenknechts erzliberales Manifest. In: Spiegel Online. 25. Juli 2012, abgerufen am 8. Dezember 2013.
  66. Hauke Janssen: Fakten-Check: Sahra Wagenknecht, Ludwig Erhard und die Linkspartei. In: Der Spiegel. 30. Januar 2013, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 26. Dezember 2021]).
  67. Sahra Wagenknecht: Soforterhöhung Hartz IV auf 560 Euro. Pressemitteilung vom 2. Nov. 2016.
  68. Sahra Wagenknecht: Riester? Abwickeln! Frankfurter Rundschau, 24. April 2016. (Online-Version auf ihrer Website)
  69. Fraktion DIE LINKE. im Bundestag: Durchschnittlich 800 Euro mehr Rente in Österreich. Eine Mogelpackung? In: Fraktion DIE LINKE. im Bundestag. (Online [abgerufen am 25. Februar 2018]).
  70. Renten-Paradies Österreich? Der Faktencheck. In: Münchner Merkur. 7. Juli 2017 (Online [abgerufen am 25. Februar 2018]).
  71. spiegel.de
  72. Siegessaeule.de: Sahra Wagenknecht im Gespräch
  73. Arbeitsmigration: Sahra Wagenknecht für Begrenzung der Zuwanderung. In: Welt Online. 11. Mai 2018 (Online [abgerufen am 11. August 2018]).
  74. Martin Reeh: Linkspartei-Thesen gegen offene Grenzen: „Kein Recht auf Arbeitsmigration“. In: taz. 26. April 2018, ISSN 0931-9085 (Online [abgerufen am 11. August 2018]).
  75. a b c Linken-Parteitag: Sahra Wagenknecht mit Torte beworfen. In: zeit.de. 28. Mai 2016, abgerufen am 28. Mai 2016.
  76. Tilman Steffen: Linken-Parteitag: Außer Torte nichts gewesen. In: Die Zeit. 29. Mai 2016, abgerufen am 11. November 2020.
  77. a b c Asylkrise: Sahra Wagenknecht über Angela Merkel & AfD. In: Welt Online. Abgerufen am 11. Oktober 2016.
  78. Flüchtlingspolitik – So wird das Klima vergiftet und Ressentiments geschürt. In: Deutschlandfunk. (deutschlandfunk.de [abgerufen am 11. Oktober 2016]).
  79. phoenix: Bundestag: Sahra Wagenknecht zur europäischen Asylpolitik am 15.10.2015. 15. Oktober 2015, abgerufen am 11. Oktober 2016.
  80. Rainer Woratschka: Linke und Flüchtlinge: Ärger um Sahra Wagenknecht – Politik – Tagesspiegel. In: tagesspiegel.de. 14. Januar 2016, abgerufen am 28. Mai 2016.
  81. Thorsten Denkler: Wagenknecht: Die Torte war nicht das Schlimmste. Parteitag in Magdeburg. In: Süddeutsche.de. 28. Mai 2016, abgerufen am 28. Juli 2016.
  82. Markus Decker: Interview mit Petry: Wagenknecht sorgt wieder für Ärger. In: fr.de. 4. Oktober 2016, abgerufen am 10. März 2017.
  83. Kritik an Wagenknecht und Petry. Tauber: „Doppeltes Lottchen des Populismus“. In: T-Online.de. 7. Januar 2017, abgerufen am 23. Januar 2017.
  84. Flüchtlingspolitik: Wagenknecht lässt Linke schäumen. In: Spiegel Online. 27. Juli 2016, abgerufen am 28. Juli 2016.
  85. Mechthild Küpper: Sahra Wagenknecht: Das nationalbolschewistische Kalkül. „Sahra, es reicht!“ In: faz.net. 2. August 2016, abgerufen am 2. August 2016.
  86. Annett Meiritz: Woche der Gewalt provoziert neue Flüchtlingsdebatte. Süddeutschland. In: Spiegel Online. 26. Juli 2016, abgerufen am 26. Juli 2016.
  87. Flüchtlingspolitik: Wagenknecht lässt Linke schäumen. In: Spiegel Online. 26. Juli 2016, abgerufen am 27. Juli 2016.
  88. Matthias Meisner: Linke fallen über Sahra Wagenknecht her. Ansbach, Merkel und die Flüchtlinge. In: tagesspiegel.de. 27. Juli 2016, abgerufen am 27. Juli 2016.
  89. Dietmar Neuerer: Türkische Gemeinde zu Wagenknecht: „Frau Wagenknecht sollte in die AfD wechseln“. In: handelsblatt.com. 27. Juli 2016, abgerufen am 27. Juli 2016.
  90. Chefin der Linksfraktion: Wagenknecht gibt Merkel Mitverantwortung für Berliner Anschlag. In: Stern.de. 5. Januar 2017, abgerufen am 23. Januar 2017.
  91. Berlin: Wagenknecht macht Merkel für Anschlagsopfer mitverantwortlich. In: Zeit Online. 4. Januar 2017, abgerufen am 8. Januar 2017.
  92. a b Tobias Becker, DER SPIEGEL: Sahra Wagenknecht über Identitätspolitik und Fridays for Future: Die Selbstgerechte. Abgerufen am 17. April 2021.
  93. GLASNOST Berlin - Sahra Wagenknecht: Marxismus und Opportunismus - Kämpfe in der Sozialistischen Bewegung gestern und heute. Abgerufen am 25. Februar 2018.
  94. Gysi übt Selbstkritik und attackiert Wagenknecht. In: welt.de. 9. Mai 2000, abgerufen am 8. Dezember 2013.
  95. Linke streitet über Wagenknecht. In: taz.de. 21. April 2008, abgerufen am 8. Dezember 2013.
  96. Sahra Wagenknecht, Ellen Brombacher, Thomas Hecker, Jürgen Herold, Friedrich Rabe: Zur Diskussion: Prioritäten. Nachbetrachtungen zur Liebknecht-Luxemburg-Ehrung 2008 der Kommunistischen Plattform. (Nicht mehr online verfügbar.) In: forum-ds.de. 19. Januar 2008, archiviert vom Original am 25. Oktober 2012; abgerufen am 26. September 2019.
  97. Sahra Wagenknecht: Bis heute habe ich die Solidarität nicht vergessen. Redebeitrag von Sahra Wagenknecht auf der Konferenz „Geschichte in Geschichten“ vom 4. Oktober 2009. In: sahra-wagenknecht.de. 4. Oktober 2009, abgerufen am 8. Dezember 2013.
  98. Miriam Hollstein: Sahra Wagenknecht verspottet „neoliberale SPD“. In: Welt Online. 19. Juni 2009, abgerufen am 8. Dezember 2013.
  99. Alexander Hagelüken, Alexander Mühlauer: „Ich habe schon öfter mal Hummer gegessen“. In: Süddeutsche Zeitung. 25. April 2008, S. 64 (online [abgerufen am 8. Dezember 2013]).
  100. Anja Maier, Stefan Reinecke: „Ich war ein Kind, das gern allein war.“ 30. April 2010, abgerufen am 26. November 2017.
  101. Der Spiegel 26/2021, S. 111
  102. Susanne Beyer, Timo Lehmann, Ann-Katrin Müller: „Heldin der Ungeimpften.“ Der Spiegel 46/2021, S. 28
  103. Julia Weiss: „Wagenknecht verbreitet Impfmythen“. Linke kritisieren Auftritt bei „Anne Will“, in: Der Tagesspiegel, 1. November 2021.
  104. a b Patrick Gensing: Wagenknecht-Video: Werbung für Impfungen? In: ARD-faktenfinder. 9. Dezember 2021, abgerufen am 13. Dezember 2021.
  105. Sahra Wagenknecht: Nicht Theater und Gaststätten entscheiden über Corona-Tote, sondern Krankenhäuser. In: FOCUS Online. 4. November 2020, abgerufen am 13. Dezember 2021.
  106. Susanne Beyer, Timo Lehmann, Ann-Katrin Müller: „Heldin der Ungeimpften“ Der Spiegel 46/2021, S. 30
  107. Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen und weitere Änderungen im Infektionsschutzgesetz. Abgeordnetenwatch, abgerufen am 10. Dezember 2021.
  108. Stefan Reinecke: Linkspartei zofft sich wegen Israel. In: taz.de. 2. Februar 2010, abgerufen am 8. Dezember 2013.
  109. Markus Wehner: Die Zeit der Lügen ist vorbei. In: FAZ.net. 30. Januar 2010, abgerufen am 8. Dezember 2013.
  110. Armin Pfahl-Traughber: Antisemitismus und Israelfeindlichkeit in der Partei „Die Linke“ www.bpb.de, 28. Juli 2011
  111. SWR-Interview mit Wolfgang Heim, 1. März 2012. 20:30 min. (online, abgerufen am 8. Dezember 2013).
  112. Daniel Böhmer: Sahra Wagenknechts Thesen könnten auch von rechts kommen. In: DIE WELT. 5. Dezember 2016 (welt.de [abgerufen am 22. Mai 2022]).
  113. Talkshows verkaufen Propagandisten als „Experten“. Abgerufen am 31. Mai 2022.
  114. Fraktionsvorsitzende Sahra Wagenknecht (Linke) - „Wir brauchen auch Russland, um Probleme zu lösen“. Abgerufen am 26. Februar 2022.
  115. Sahra Wagenknecht gab die große Putin-Versteherin – jetzt steht sie blamiert da derwesten.de, 22. Februar 2022.
  116. a b Einstige „Putin-Versteher“ geraten jetzt ins Schlingern tagesspiegel.de, 25. Februar 2022.
  117. „Es steht Spitz auf Knopf“ cicero.de, 21. Februar 2022.
  118. „Anne Will“ im Ersten: Wagenknecht attackiert Ukraine – Klingbeil blamiert sich fr.de, 22. Februar 2022.
  119. n-tv NACHRICHTEN: Gysi und Wagenknecht liefern sich Schlagabtausch. Abgerufen am 3. Mai 2022.
  120. Wagenknecht gesteht Irrtum ein – „In Einschätzung von Putins Person leider geirrt“ welt.de, 25. Februar 2022.
  121. Timo Lehmann: Plötzlich Landespolitikerin: Katja Kipping war zu müde zum Kämpfen, nun wagt sie den Neuanfang, in: Der Spiegel 2/2022, S. 27: „Auch Wagenknecht selbst setzte sich zuletzt für den Sender ein und positionierte sich gegen die Löschung von RT-Accounts auf Facebook und YouTube.“
  122. »Liebe Sahra, ich bin über eure Erklärung entsetzt« spiegel.de, 1. März 2022.
  123. Politiker fordern allgemeine Dienstpflicht. faz.net, 1. März 2022.
  124. n-tv NACHRICHTEN: Gysi und Wagenknecht liefern sich Schlagabtausch. Abgerufen am 3. Mai 2022.
  125. Helene Bubrowski: Die Linke und Russland: In alter Freundschaft. In: FAZ.NET. ISSN 0174-4909 (faz.net [abgerufen am 14. April 2022]).
  126. Felix Rappsilber: Wagenknecht bei "Lanz": Viel Kritik und eine Einladung. ZDF, 20. Mai 2022, abgerufen am 21. Mai 2022.
  127. a b „Beispielloser Wirtschaftskrieg“ gegen Russland: Wagenknecht macht Bundesregierung für hohe Energiepreise verantwortlich. tagesspiegel.de, 8. September 2022.
  128. Pascal Beucker: Verstörende Rede im Bundestag: Rechte entzückt über Wagenknecht. taz.de, 8. September 2022.
  129. Pascal Beucker: Nach Wagenknecht-Rede im Bundestag: Der Letzte macht das Licht aus. taz.de, 13. September 2022.
  130. Kurt Stenger: Der Krisenstab. In: Neues Deutschland. 6. August 2012, abgerufen am 5. Februar 2021.
  131. Tatort Krise: Wir ermitteln jetzt erst recht. In: Neues Deutschland. 23. August 2014, abgerufen am 5. Februar 2021.
  132. Leute. In: berliner-zeitung.de. 6. Mai 1997, abgerufen am 8. Dezember 2013.
  133. Maria Marquart: Beziehung mit Wagenknecht: Lafo in Love. In: Spiegel Online. 12. November 2011, abgerufen am 8. Dezember 2013.
  134. Jule Lutteroth: Wagenknecht und Lafontaine: „Die große Liebe meines Lebens“. In: Spiegel Online. 9. März 2013, abgerufen am 8. Dezember 2013.
  135. Anja Maier: In aller Freundschaft. In: taz.de. 13. Juni 2013, abgerufen am 8. Dezember 2013.
  136. Oskar Lafontaine und Sahra Wagenknecht haben geheiratet. In: faz.net. 21. März 2015, abgerufen am 21. März 2015.
  137. WELT: Oskar Lafontaine tritt aus Linkspartei aus – Sahra Wagenknecht will bleiben. In: DIE WELT. 17. März 2022 (welt.de [abgerufen am 19. März 2022]).
  138. Florian Rötzer: Sahra Wagenknecht und die Philosophie. Auszug zur Bucherscheinung. In: Telepolis, 4. September 2017.
  139. Info zum Film