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Ribeaucourt (Meuse)

französische Gemeinde

Ribeaucourt ist eine französische Gemeinde mit 76 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) im Département Meuse in der Region Grand Est (bis 2015 Lothringen); sie gehört zum Arrondissement Bar-le-Duc und zum Gemeindeverband Portes de Meuse. Die Gemeinde gehörte bis 2015 zum Kanton Montiers-sur-Saulx. Die Bewohner nennen sich Ribeaucourtois/Ribeaucourtoises.

Ribeaucourt
Wappen von Ribeaucourt
Ribeaucourt (Frankreich)
Ribeaucourt
Region Grand Est
Département Meuse
Arrondissement Bar-le-Duc
Kanton Ligny-en-Barrois
Gemeindeverband Portes de Meuse
Koordinaten 48° 33′ N, 5° 21′ OKoordinaten: 48° 33′ N, 5° 21′ O
Höhe 292–387 m
Fläche 12,54 km2
Einwohner 76 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 6 Einw./km2
Postleitzahl 55290
INSEE-Code

Dorfkirche Saint-Martin

GeografieBearbeiten

Ribeaucourt liegt rund 29 Kilometer südöstlich der Kleinstadt Bar-le-Duc im Süden des Départements Meuse. Der Ort liegt an der Orge Im Gegensatz zu vielen Gemeinden der Regio sind nur geringe Teile des Gemeindegebiets bewaldet (Bois de la Reculée).

Nachbargemeinden sind Biencourt-sur-Orge im Nordwesten und Norden, Saint-Joire im Nordosten, Bonnet im Osten, Mandres-en-Barrois im Südosten, Bure im Süden sowie Montiers-sur-Saulx im Westen und Nordwesten.

GeschichteBearbeiten

Wie alle Gemeinden der Gegend litt die Gemeinde im Mittelalter unter Konflikten. Die schlimmsten Verwüstungen richteten der Hundertjährige Krieg und der Dreißigjährige Krieg an. Der Name der heutigen Gemeinde wurde bereits im Jahr 1106 unter dem lateinischen Namen Robaldi-curtis erstmals in einem Dokument erwähnt[1]. Im Mittelalter gehörte die Gemeinde zur Barrois mouvant und war Teil der Champagne. Sie unterstand der Kastlanei Bassigny in der Bailliage Chaumont. Ribeaucourt gehörte von 1793 bis 1801 zum District Gondrecourt. Von 1793 bis 2015 war Ribeaucourt Teil des Kantons Montiers-sur-Saulx. Die Gemeinde ist seit 1801 dem Arrondissement Bar-le-Duc zugeteilt.

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

In der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts hatte die Gemeinde stets mehr als 400 Einwohner. Wegen seiner Abgeschiedenheit war die Landflucht wie in vielen kleinen Gemeinden Frankreichs ausgeprägt. Die Einwohnerschaft schrumpfte vom Höchststand 1831 bis heute um 83 Prozent. Nach einer kurzen Wachstumsphase zwischen 1999 und 2011 folgte ein erneuter Rückgang in den letzten Jahren.

Jahr 1793 1831 1851 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2011 2016
Einwohner 405 448 426 155 129 143 139 107 92 103 110 76
Quellen: Cassini und INSEE

SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • Dorfkirche Saint-Martin aus dem 12. Jahrhundert, seit 1986 ein Monument historique[2]
  • Denkmal für die Gefallenen[3]
  • zwei Wegkreuze (an der Grande Rue und an der Rue du Val westlich des Dorfs)

VerkehrBearbeiten

Die Gemeinde befindet sich weitab von überregionalen Verkehrswegen. Für den regionalen Verkehr sind die D127 und die D191 wichtig.

Nächstgelegene Haltestelle an einer Bahnlinie ist Tronville-en-Barrois in rund 20 Kilometern Entfernung.

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Namensformen der Gemeinde
  2. Wehrkirche Saint-Martin
  3. Denkmal für die Gefallenen