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Olympische Sommerspiele 1920/Leichtathletik – Dreisprung (Männer)

Wettbewerb bei den Olympischen Spielen 1920

Der Dreisprung bei den Olympischen Spielen 1920 in Antwerpen wurde am 19. und 21. August 1920 im Antwerpener Olympiastadion ausgetragen. 21 Athleten nahmen daran teil.

Olympische Ringe
1920 olympics poster.jpg
Sportart Leichtathletik
Disziplin Dreisprung
Geschlecht Männer
Teilnehmer 21 Athleten aus 8 Ländern
Wettkampfort Olympiastadion Antwerpen
Wettkampfphase 19. August 1920 (Qualifikation)
21. August 1920 (Finale)
Medaillengewinner
Goldmedaille Vilho Tuulos (FinnlandFinnland FIN)
Silbermedaille Folke Jansson (SchwedenSchweden SWE)
Bronzemedaille Erik Almlöf (SchwedenSchweden SWE)

Olympiasieger wurde der Finne Vilho Tuulos vor den beiden Schweden Folke Jansson und Erik Almlöf.

Schweizer Athleten nahmen nicht teil. Deutsche und österreichische Sportler waren von diesen Spielen ausgeschlossen.

Bestehende RekordeBearbeiten

Weltrekord Dan Ahearn (Vereinigte Staaten 48  USA) 15,52 m New York 30. Mai 1911[1]
Olympischer Rekord Tim Ahearne (Vereinigtes Konigreich 1801  Großbritannien) 14,92 m London 25. Juli 1908

Die beiden Springer Dan Ahearn und Tim Ahearne waren Brüder irischer Herkunft. Dan wanderte 1909 in die USA aus und strich das „e“ in seinem Nachnamen. Tim folgte seinem Bruder später. Beide Athleten waren für die Stockholmer Spiele nicht startberechtigt, weil ihnen die US-amerikanische Staatsbürgerschaft noch nicht erteilt worden war.

Durchführung des WettbewerbsBearbeiten

Alle 21 Springer hatten am 19. August (Start: 14.30 Uhr) eine Qualifikationsrunde zu springen. Die besten sechs Athleten zogen ins Finale ein, das am 21. August um 11.30 Uhr begann.[2]

Anmerkung: Die qualifizierten Springer sind hellblau unterlegt.

QualifikationBearbeiten

Datum: 19. August 1920, 14.30 Uhr

Platz Name Nation Weite Anmerkung
1 Vilho Tuulos Finnland  Finnland 14,51 m
2 Erik Almlöf Schweden  Schweden 14,19 m
3 Folke Jansson Schweden  Schweden 14,16 m
4 Sherman Landers Vereinigte Staaten 48  USA 14,00 m
5 Ivar Sahlin Schweden  Schweden 13,86 m
6 Dan Ahearn Vereinigte Staaten 48  USA 13,75 m
7 Ossian Nylund Finnland  Finnland 13,74 m
8 Benjamin Howard Baker Vereinigtes Konigreich 1801  Großbritannien 13,68 m
9 Kaare Bache Norwegen  Norwegen 13,64 m
10 Sven Runström Schweden  Schweden 13,63 m
11 Erling Juul Norwegen  Norwegen 13,59 m
12 Kaufman Geist Vereinigte Staaten 48  USA 13,52 m
13 Erling Vinne Norwegen  Norwegen 13,34 m
14 Charles Lively Vereinigtes Konigreich 1801  Großbritannien 13,15 m
15 Clarence Jaquith Vereinigte Staaten 48  USA 13,04 m
16 Étienne Proux Dritte Französische Republik  Frankreich 12,93 m
17 André Chilo Dritte Französische Republik  Frankreich 12,54 m
18 Menelaos Ponireas Königreich Griechenland  Griechenland 12,60 m
19 Gustave Remouet Dritte Französische Republik  Frankreich 12,48 m
ogV František Šretr Tschechoslowakei 1920  Tschechoslowakei
František Stejskal Tschechoslowakei 1920  Tschechoslowakei

FinaleBearbeiten

Platz Name Nation Weite Anmerkung
1 Vilho Tuulos Finnland  Finnland 14,505 m
2 Folke Jansson Schweden  Schweden 14,480 m
3 Erik Almlöf Schweden  Schweden 14,270 m
4 Ivar Sahlin Schweden  Schweden 14,175 m
5 Sherman Landers Vereinigte Staaten 48  USA 14,170 m
6 Dan Ahearn Vereinigte Staaten 48  USA 14,080 m

Datum: 21. August 1920, 11.30 Uhr

Wie schon beim Weitsprung blieben die Athleten mit ihren Leistungen allesamt deutlich unter ihren Möglichkeiten, was vor allem an den schlechten Rahmenbedingungen lag. Weltrekordler Dan Ahearn schaffte es so gerade, sich für den Endkampf zu qualifizieren, kam jedoch nicht über Platz sechs hinaus. Ville Tuulos erzielte seine Siegesweite bereits im Vorkampf zwei Tage vor dem Finale. Die dort erzielten Weiten wurden wie üblich als Leistung gewertet, und da niemand mehr weiter springen konnte, wurde der Finne mit 14,505 m Olympiasieger.
Der Schwede Erik Almlöf war einer der wenigen Athleten, die nach 1912 auch 1920 eine Medaille gewinnen konnten.

LiteraturBearbeiten

  • Ekkehard zur Megede, Die Geschichte der olympischen Leichtathletik, Band 1: 1896–1936, Verlag Bartels & Wernitz KG, Berlin, 2. Auflage 1970, S. 145f

WeblinksBearbeiten

VideoBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. IAAF Statistics Handbook, Berlin 2009 Seite 556 (engl.) (Memento vom 29. Juni 2011 im Internet Archive)
  2. Offizieller Bericht, Seite 113 (franz.)