Bagnères-de-Luchon

französische Gemeinde
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Bagnères-de-Luchon (auch Luchon) ist ein südfranzösischer Ort und eine Gemeinde mit 2.312 Einwohner (Stand 1. Januar 2017) in der ehemaligen Grafschaft und Provinz Comminges (heute: Département Haute-Garonne in der Région Okzitanien; bis 2015 Region Midi-Pyrénées); der Ort ist als Thermalbad und Wintersportort (Superbagnères) bekannt.

Bagnères-de-Luchon
Wappen von Bagnères-de-Luchon
Bagnères-de-Luchon (Frankreich)
Bagnères-de-Luchon
Region Okzitanien
Département Haute-Garonne
Arrondissement Saint-Gaudens
Kanton Bagnères-de-Luchon (Chef-lieu)
Gemeindeverband Pyrénées Haut Garonnaises
Koordinaten 42° 47′ N, 0° 36′ OKoordinaten: 42° 47′ N, 0° 36′ O
Höhe 611–2737 m
Fläche 52,80 km2
Einwohner 2.312 (1. Januar 2017)
Bevölkerungsdichte 44 Einw./km2
Postleitzahl 31110
INSEE-Code
Website Bagnères-de-Luchon

Bagnéres-de-Luchon – Ortsansicht
Thermes Chambert
Kapelle Saint-Étienne

Lage und KlimaBearbeiten

Bagnères-de-Luchon liegt im Tal der Pique, an der Einmündung ihres linken Nebenflusses Neste d’Oô, der hier auch One genannt wird, inmitten der französischen Pyrenäen nahe der spanischen Grenze und dem Val d’Aran in einer Höhe von ca. 630 m. Das Klima ist gemäßigt bis warm; Regen (ca. 875 mm/Jahr) fällt übers Jahr verteilt.[1]

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Jahr 1800 1851 1901 1954 1999 2017
Einwohner 1080 2770 3260 3666 2900 2312
Quellen: Cassini und INSEE

Das stetige Bevölkerungswachstum seit dem 19. Jahrhundert beruht im Wesentlichen auf der wachsenden Bedeutung des Kurtourismus und dem gleichzeitigen Verlust von Arbeitsplätzen auf dem Lande infolge der Mechanisierung der Landwirtschaft (Landflucht). Seit den 1960er Jahren geht die Bedeutung als Kurort zurück.

WirtschaftBearbeiten

Wurden in früherer Zeit Ackerbau und Viehzucht zur Selbstversorgung betrieben, so hat sich der Ort wegen seiner Thermalquellen und seit dem Anschluss an das französische Eisenbahnnetz (1873) zu einem Kurort gewandelt.

GeschichteBearbeiten

Bereits die Römer kannten und nutzten die Thermalquellen. Im frühen und späten Mittelalter gewährten Karl der Große und Gaston Fébus der Grenzregion eine gewisse Eigenständigkeit. Der Ort lag an einer Nebenstrecke des Jakobswegs; ein Pilgerhospiz (Hospice de France) liegt in ca. 1385 m Höhe.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

Siehe auch: Liste der Monuments historiques in Bagnères-de-Luchon

  • Kurhaus Thermes Chambert (1848–1854)
  • Kirche Notre-Dame-de-l’Assomption (1847–1857; Fassade 1890)
  • Kapelle St-Étienne in Barcugnas (12. Jahrhundert)[2]
  • Villen aus dem 19. Jahrhundert

SonstigesBearbeiten

Bagnères-de-Luchon war mehrfach Etappenort der Tour de France.

PersönlichkeitenBearbeiten

hier geboren
berühmte Besucher

Alphonse de Lamartine, Victor Hugo, José-Maria de Heredia, Prinz Louis-Napoléon Bonaparte, Edmond Rostand, Gustave Flaubert, Guy de Maupassant, Octave Mirbeau, Stéphen Liégeard, Prinz Moulay Mohammed, Alfons XIII., Sacha Guitry, Francis Carco, François Mauriac u. a.

LiteraturBearbeiten

  • Le Patrimoine des Communes de la Haute-Garonne. Flohic Editions, Band 1, Paris 2000, ISBN 2-84234-081-7, S. 213–238.

WeblinksBearbeiten

Commons: Bagnères-de-Luchon – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bagnères-de-Luchon – Klimatabellen
  2. Bagnères-de-Luchon – Chapelle Saint-Étienne de Barcugnas