Kapverdische Fußballnationalmannschaft

Auswahlmannschaft aus Kap Verde
Kap Verde
FA Caboverdiana.svg
Spitzname(n) Crioulos
Verband Federação Caboverdiana de Futebol
Konföderation CAF
Cheftrainer Kap VerdeKap Verde Pedro Brito (seit 2020)
Rekordtorschütze Héldon Ramos (15)
Rekordspieler Babanco (62)
Heimstadion Estádio Nacional de Cabo Verde
FIFA-Code CPV
FIFA-Rang 78. (1316 Punkte)
(Stand: 22. Oktober 2020)[1]
Erstes Trikot
Zweites Trikot
Drittes Trikot
Bilanz
155[2] Spiele
55 Siege
40[3] Unentschieden
60 Niederlagen
Statistik
Erstes Länderspiel
Guinea-BissauGuinea-Bissau Guinea-Bissau 3:0 Kap Verde Kap Verde 1975Kap Verde
(Guinea-Bissau; 7. Januar 1979)
Höchster Sieg
Kap VerdeKap Verde Kap Verde 7:1 São Tomé und Príncipe Sao Tome und PrincipeSão Tomé und Príncipe
(Praia; 13. Juni 2015)
Höchste Niederlage
SenegalSenegal Senegal 5:1 Kap Verde Kap Verde 1975Kap Verde
(Mali; 12. Februar 1981)
Erfolge bei Turnieren
Afrikameisterschaft
Endrundenteilnahmen 2 (Erste: 2013)
Beste Ergebnisse Viertelfinale 2013
(Stand: 18. November 2019)

Die kapverdische Fußballnationalmannschaft ist die Auswahl der Federação Caboverdiana de Futebol, die 1982 gegründet und 1986 in die FIFA aufgenommen wurde. Sie vertritt Kap Verde bei internationalen Fußballturnieren. Das erste – von der FIFA nicht gezählte – Spiel der Nationalmannschaft fand am 7. Januar 1979 gegen Guinea-Bissau statt und wurde mit 0:3 verloren. Das erste von der FIFA berücksichtigte Spiel fand am 8. Februar 1984 gegen Sierra Leone statt und wurde ebenfalls verloren (0:2). Im November 2002 spielte die Mannschaft erstmals außerhalb Afrikas und hatte mit der luxemburgischen Nationalmannschaft auch erstmals einen nicht-afrikanischen Gegner. Das Spiel endete 0:0. Einer der bemerkenswertesten Siege wurde am 31. März 2015 in Estoril gegen Portugal errungen. Die Kapverden bezwangen die Gastgeber mit 2:0.[4]

Sie hat noch nie an der Endrunde einer Weltmeisterschaft teilgenommen, doch gelangen ihr einige bemerkenswerte Ergebnisse, so ein 0:0 gegen die Nationalmannschaft von Portugal in deren Vorbereitung zur WM 2010, die in voller Stärke angetreten war.

In der Qualifikation zur Afrikameisterschaft 2012 schieden Kap Verde nur aufgrund des direkten Vergleichs mit Mali aus.

Die Mannschaft erreichte ihren bislang größten Erfolg 2012 durch die Qualifikation zur Teilnahme an der Fußball-Afrikameisterschaft 2013.[5] Die bisher beste Platzierung in der FIFA-Weltrangliste wurde im Februar 2014 mit dem 27. Rang erreicht,[6] die bisher niedrigste war Rang 182 im April 2000.

Fußball-WeltmeisterschaftBearbeiten

1978 in Argentinien nicht teilgenommen
1982 in Spanien nicht teilgenommen
1986 in Mexiko nicht teilgenommen
1990 in Italien nicht teilgenommen
1994 in den USA nicht teilgenommen
1998 in Frankreich nicht teilgenommen
2002 in Südkorea/Japan nicht qualifiziert
2006 in Deutschland nicht qualifiziert
2010 in Südafrika nicht qualifiziert
2014 in Brasilien nicht qualifiziert
2018 in Russland nicht qualifiziert
2022 in Katar

Bei ihrer ersten Qualifikation zur Fußball-Weltmeisterschaft 2002 in Südkorea und Japan scheiterte sie gleich in der ersten Runde an Algerien mit 0:0 und 0:2.

Bei der Qualifikation zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland schaffte Kap Verde es nach einem 1:1 und einem 3:0 über Swasiland in die Gruppenphase. Mit einem fünften Platz von sechs Mannschaften und zehn Punkten übertraf sie die Erwartungen. Sie musste unter anderem dem späteren WM-Teilnehmer Ghana den Vortritt lassen.

In der Qualifikation für die WM in Brasilien zog Kap Verde dank eines 2:0-Sieges im letzten Spiel in Tunesien vorübergehend in die Afrika-Play-Offs ein. Kap Verde profitierte dabei davon, dass das mit 4:3 verlorene Spiel vom 24. März 2013 gegen Äquatorialguinea wegen des Einsatzes des nicht spielberechtigten Emilio Nsue mit 3:0 für Kap Verde gewertet wurde. Allerdings wurde der ursprüngliche 2:0-Sieg gegen Tunesien am letzten Spieltag in einen 3:0-Sieg für Tunesien umgewandelt, weil Kap Verde mit Fernando Varela einen nicht spielberechtigten Spieler eingesetzt hatte. Damit wurde Tunesien nachträglich zum Gruppensieger der Gruppe B erklärt und zog anstelle von Kap Verde in die Afrika-Play-Offs ein.[7]

AfrikameisterschaftBearbeiten

1976 in Äthiopien bis 1992 in Senegal nicht teilgenommen
1994 in Tunesien nicht qualifiziert
1996 in Südafrika zurückgezogen
1998 in Burkina Faso nicht teilgenommen
2000 in Ghana/Nigeria bis 2012 in Gabun und Äquatorialguinea nicht qualifiziert
2013 in Südafrika Viertelfinale
2015 in Äquatorialguinea Vorrunde
2017 in Gabun nicht qualifiziert
2019 in Ägypten nicht qualifiziert
2021 in Kamerun

Afrikanische NationenmeisterschaftBearbeiten

RekordspielerBearbeiten

Stand: 18. November 2019[8]

EinsätzeBearbeiten

Pos. Name Zeitspanne Spiele Tore
1 Babanco 2007– 62 5
2 Fernando Varela 2008– 52 3
Héldon 2008– 52 15
4 Lito 2002–2012 48 7
Marco Soares 2006– 48 3
6 Vozinha 2012– 47 0
7 Ryan Mendes 2010– 43 7
8 Nando 2002–2013 42 0
9 Stopira 2007– 36 1
10 Carlitos 2012– 34 0

RekordtorschützenBearbeiten

Pos. Name Zeitspanne Tore Spiele
1 Héldon 2008– 15 52
2 Caló 1998–2008 10 32
3 Ryan Mendes 2010– 8 41
4 Lito 2002–2012 7 48

TrainerBearbeiten

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Die FIFA/Coca-Cola-Weltrangliste. In: fifa.com. 22. Oktober 2020, abgerufen am 22. Oktober 2020.
  2. Nur von der FIFA berücksichtigte Spiele
  3. Davon 4 Spiele im Elfmeterschießen gewonnen
  4. Länderspiel: Portugal verliert gegen Kap Verde ohne Cristiano Ronaldo. Blamage für Portugal ohne Ronaldo. Sport1.de, 31. März 2015.
  5. Kap Verde feiert die „Blauen Haie“. T-Online, 15. Oktober 2012.
  6. FIFA/Coca-Cola-Weltrangliste: Schweiz klettert – Bewegung in Afrika. Fifa-Worldranking News, 13. Februar 2014.
  7. Sanktionen gegen Kap Verde; Tunesien in der letzten Runde der Qualifikation für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™. FIFA-Meldung vom 12. September 2013.
  8. rsssf.com: Cape Verde Islands - Record International Players