Hauptmenü öffnen

Kühlstein

ehemaliger Automobilhersteller
Kühlstein Wagenbau
Rechtsform
Gründung 1833
Auflösung 1926
Auflösungsgrund Insolvenz
Sitz Berlin-Charlottenburg, Deutschland
Leitung
  • Eduard Kühlstein
  • Max Leuschner
Branche Kutschenhersteller, Karosseriebauunternehmen, Automobilhersteller

Kühlstein-Elektrofahrzeug auf der Berliner Automobilausstellung im September 1897

Der Kühlstein Wagenbau war ein deutscher Stellmacherbetrieb, Hersteller von Karosserien und zeitweise auch Elektrofahrzeugen mit Sitz in Charlottenburg (seit 1920 Stadtteil von Berlin).

Gegründet von Eduard Kühlstein (?–1900) im Jahre 1833, fertigte der Betrieb zunächst Kutschen an. 1884–1894 war als Betriebsleiter dort Max Leuschner beschäftigt, der die Firma zu einem bekannten Wagenbauunternehmen mit 200 Mitarbeitern aufbaute.

Mit einem Elektroauto war Kühlstein neben Carl Benz, Gottlieb Daimler und Friedrich Lutzmann einer von vier Ausstellern auf der ersten Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) 1897.[1] Bis 1902 baute man komplette PKWs, verkaufte dann aber diesen Zweig an die Neue Automobil-Gesellschaft (NAG).

1894 verließ Leuschner den Betrieb und übernahm den 1878 gegründeten Stellmacherbetrieb Ludwig Rühe. 1900 nahm er den Bau von PKW-Karosserien auf und zwei Jahre später war der ursprüngliche 10-Mann-Betrieb auf 150 Mitarbeiter angewachsen. 1906 übernahm er seinen ehemaligen Arbeitgeber Kühlstein Wagenbau.

Während des Ersten Weltkrieges entstanden alle Arten von PKW-Karosserien in Einzelanfertigung und in kleinen Serien, zum Beispiel für Horch. 1923 starb Max Leuschner und seine Söhne übernahmen den Betrieb. 1926 ging Kühlstein Wagenbau in die Insolvenz.

MuseumsbesitzBearbeiten

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Kühlstein Wagenbau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Manfred Riedel: „Friedrich Lutzmann – Ein Pionier des Automobilbaus“. Anhaltische Verlagsgesellschaft mbH, Dessau 1999. ISBN 978-3-9101-9261-4
  2. Thomas Köppen: Mecklenburgisches Kutschenmuseum in Kobrow. 2015, S. 41–43.