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Werteunion

Zusammenschluss von konservativen und wirtschaftsliberalen Mitgliedern der CDU/CSU
(Weitergeleitet von Freiheitlich-konservativer Aufbruch)

Die Werteunion e. V. (Eigenschreibweise: WerteUnion) ist ein Verein aus Mitgliedern der Unionsparteien und ihnen nahestehender Organisationen mit Sitz in Plankstadt. Sie wurde ursprünglich unter dem Namen Freiheitlich-konservativer Aufbruch (heute noch als Zusatzbezeichnung verwendet) als Zusammenschluss konservativer und wirtschaftsliberaler Mitgliederinitiativen innerhalb von CDU und CSU gegründet.[1]

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

Der Dachverband wurde am 25. März 2017 von Mitgliedern der CDU und CSU in Schwetzingen gegründet.[2] Am 7. April 2018 veröffentlichte der Dachverband ein „Konservatives Manifest“, in dem ein Richtungswechsel der CDU/CSU gefordert wird.[3]

Im August 2018 verständigten sich Präsidium und Vorstand der CDU darauf, neue Parteigruppen wie die Werteunion oder die Union der Mitte nicht anzuerkennen, um eine Zersplitterung der Partei zu verhindern und den parteiinternen Zusammenhalt zu stärken.[4][5]

Vorsitzender ist Alexander Mitsch. Zu den Mitgliedern gehören der frühere hessische Kultus- und Justizminister Christean Wagner,[6] der ehemalige Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Hans-Georg Maaßen, sowie der Politikwissenschaftler Werner Patzelt.[7]

Inhaltliches ProfilBearbeiten

Ziel der Werteunion ist, konservative und wirtschaftsliberale Kräfte in der Union stärker zu vernetzen und die Unionsparteien an ihren „Markenkern“ zu erinnern. Die in ihm engagierten Politiker lehnen den aktuellen Kurs der Union ab und möchten konservative Positionen innerhalb der Partei stärken. Die Werteunion bekennt sich unter anderem zum christlichen Menschenbild und der westlichen Wertegemeinschaft und tritt für einen “gesunden, weltoffenen Patriotismus” sowie einen starken deutschen Rechtsstaat ein.[8]

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Kritik an Flüchtlingspolitik: Merkel-Gegner in der Union gründen Dachverband. In: Deutsche Welle. 25. März 2017, abgerufen am 25. März 2017.
  2. ZEIT Online: CDU/CSU: Konservative aus Union schließen sich zusammen. 25. März 2017. Online unter www.zeit.de. Abgerufen am 1. September 2018.
  3. Berliner Zeitung: „Werte-Union“ Das „Konservative Manifest“ – Merkel-Kritiker veröffentlichen Papier. 8. April 2018. Online unter www.berliner-zeitung.de. Abgerufen am 1. September 2018.
  4. FAZ: Beschluss der Parteispitze : CDU verweigert neuen Vereinigungen die Anerkennung. 20. August 2018. Online unter www.faz.net. Abgerufen am 1. September 2018.
  5. n-tv: "Werte-Union", "Union der Mitte"CDU erkennt Gruppierungen nicht an. 20. August 2018. Online unter www.n-tv.de. Abgerufen am 1. September 2018.
  6. Oliver Georgi: Der Konservative hinter dem „Manifest“. FAZ, 8. April 2018, abgerufen am 13. November 2018.
  7. Maaßen schließt sich konservativem Unionskreis an. Spiegel Online, 21. Februar 2019, abgerufen am selben Tage.
  8. FKA – WerteUnion: Konservatives Manifest der WerteUnion Deutschland. Zukunft gestalten – Werte erhalten (PDF; 375 KB). 7. April 2018. Online unter werteunion.net. Abgerufen am 1. September 2018.