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Christlich-Demokratische Arbeitnehmerschaft

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Die Christlich-Demokratische Arbeitnehmerschaft (CDA) ist eine Vereinigung der CDU mit dem inhaltlichen Schwerpunkt „Gesellschaftspolitik“. Eine andere konkurrierende Eigen-Bezeichnung ist auch „CDU-Sozialausschüsse“.[1]

Die CDU-Sozialausschüsse sind aus der christlich-sozialen Bewegung hervorgegangen und erheben den Anspruch für die Christlich-Sozialen innerhalb der CDU eine Heimat zu bieten. Die Christlich-Sozialen sind eine der drei großen Parteiflügel innerhalb der CDU neben den Liberalen und den Konservativen.

Der Sitz ist Berlin, bis 1999/2000 Königswinter.

GeschichteBearbeiten

Die Gründung der CDA wurde nach dem Zweiten Weltkrieg vor allem von ehemaligen christlichen Gewerkschaftern in den Arbeiterhochburgen Nordrhein-Westfalens betrieben. Die offizielle Gründung der CDA fand im Jahr 1946 im Kolpinghaus in Herne statt.[2] In den Anfangsjahren stand für die CDA programmatisch vor allem die Soziale Frage, d. h. die materielle Sicherheit der Arbeitnehmer und deren Stellung in den Betrieben, im Vordergrund. Seit die Vereinigung 1967 mit der Offenburger Erklärung ihr erstes Grundsatzprogramm verabschiedete, wandte sie sich vermehrt auch gesamtgesellschaftlichen Fragen zu. Schwerpunkte in der Arbeit der CDA bilden heute neben der Arbeits- und Sozialpolitik auch die Renten-, Gesundheits- und Familienpolitik.

StrukturBearbeiten

Innere StrukturBearbeiten

Unterorganisationen der CDU-Sozialausschüsse sind u. a. ihre Jugendorganisation, die Junge CDA, ehemals Junge Arbeitnehmerschaft (JA), sowie die Arbeitsgemeinschaften Frauen in der CDA, Christlich-soziale Betriebsarbeit, AG DGB, AG ver.di, AG dbb und AG Deutscher Bundeswehrverband. Die Junge CDA wurde auf der Gründungsversammlung 1947 ebenfalls in Herne ins Leben gerufen. Sie ist in 15 Landesverbänden organisiert. Alle Mitglieder der CDA sind bis zum 35. Lebensjahr automatisch auch Mitglied der Jungen CDA.

Die CDA arbeitet eng mit der Arbeitnehmer-Union der CSU zusammen.

VorsitzendeBearbeiten

In CDU-geführten Regierungen auf Bundes- und Landesebene wurde bisher traditionell zumindest der Sozial- oder Arbeitsminister durch ranghohe Mitglieder des CDA gestellt. Ursula von der Leyen allerdings war auch in ihrer Zeit als Bundesministerin für Arbeit und Soziales von 2009 bis 2013 nur einfaches Mitglied; ihr parlamentarischer Staatssekretär Ralf Brauksiepe dagegen ist stellvertretender CDA-Bundesvorsitzender.[3]

LandesverbändeBearbeiten

Landesverband Vorsitzende/r Mitglieder
Baden-Württemberg Christian Bäumler
Berlin Claudia Skrobek
Brandenburg Anja Schmollack
Bremen Heike Menz
Hamburg Egbert von Frankenberg
Hessen Matthias Zimmer, MdB
Mecklenburg-Vorpommern Wolfgang Isbarn
Niedersachsen Max Matthiesen
  Braunschweig Uwe Lagosky
  Hannover Gerhard Schrader
  Oldenburg Thomas Decker
Nordrhein-Westfalen Dennis Radtke, MdEP
Rheinland-Pfalz Jessica Weller, MdL
Saarland Marc Speicher, MdL
Sachsen Alexander Krauß, MdB
Sachsen-Anhalt Wigbert Schwenke
Schleswig-Holstein Werner Kalinka
Thüringen Thadäus König

Bekannte MitgliederBearbeiten

ZukunftspreisBearbeiten

Die Christlich-Demokratische Arbeitnehmerschaft vergab von 1997 bis 2005 einen „Zukunftspreis“, dessen weitere Verleihungen von der CDU nahen Initiative Forum Zukunft übernommen wurde.

Preisträger sind:

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Christlich-Demokratische Arbeitnehmerschaft (CDA) auf cdu.de
  2. Die Wiege der CDA steht in Köln. In: cda-bund.de, abgerufen am 1. Mai 2019.
  3. [1] Lebenslauf von Brauksiepe
  4. Seite 369 The European Union after Lisbon: Constitutional Basis, Economic Order and External Action von Hermann-Josef Blanke, Stelio Mangiameli
  5. CDA-Zukunftspreis Bertelsmann-Patriarch Mohn ausgezeichnet, Manager Magazin 4. März 2002
  6. CDU-Chefin mit „Zukunftspreis“ der Sozialausschüsse geehrt Rheinische Post, 10. Oktober 2003
  7. Beckenbauer mit Zukunftspreis der CDA ausgezeichnet, Braunschweiger Zeitung 22. April 2005