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Konrad Birkholz

deutscher Politiker (CDU)

Frühe JahreBearbeiten

Konrad Birkholz wuchs in Spandau auf, wo er zum Abschluss seines Schulbesuches auch das Abitur ablegte.

Nach einer Ausbildung in der Berliner Verwaltung studierte er Sozialpädagogik und widmete sich später als Sozialpädagoge der Jugendarbeit. Zudem war er auch als Bewährungshelfer tätig.

PolitikBearbeiten

Birkholz trat 1965 der Jungen Union bei und wurde 1966 auch Mitglied des CDU-Kreisverbandes Spandau. Er widmete sich vor allem der Sozialpolitik und engagierte sich im Arbeitnehmerflügel der Union, der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA).

Im Jahr 1979 wurde Birkholz in die Bezirksverordnetenversammlung des Bezirks Spandau gewählt und übernahm bereits kurze Zeit später das Amt des stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der CDU.

Von 1989 bis zu seinem Tod war Birkholz Vorsitzender des CDU-Ortsverbandes Kladow, zwischen 1990 und 1995 Kreisvorsitzender der CDU Spandau.

Birkholz wurde 1991 zum stellvertretenden Bezirksverordnetenvorsteher gewählt.

Nachdem die in Spandau regierende SPD 1992 eine Zählgemeinschaft mit der CDU eingehen musste, übernahm er das Amt des Bezirksstadtrats für Wirtschaft und Finanzen sowie den Posten des stellvertretenden Bezirksbürgermeisters.

Nach den Berliner Wahlen 1995 verlor die SPD unter Sigurd Hauff die Mehrheit in Spandau, woraufhin Birkholz schließlich zum neuen Bezirksbürgermeister gewählt wurde. Aus Altersgründen trat er bei den Wahlen 2011 nicht mehr an und war inzwischen der dienstälteste Bürgermeister Berlins und hat zudem auch den Amtsrekord seines Vorgängers Werner Salomon gebrochen.

Mit der Wahl seines Nachfolgers Helmut Kleebank schied er schließlich am 2. November 2011 nach 16 Dienstjahren aus dem Amt.

Bereits seit dem 28. Februar 2009 war Birkholz Ehrenvorsitzender der CDU Spandau.

Gesellschaftliches WirkenBearbeiten

Beziehung zu den britischen StreitkräftenBearbeiten

Obwohl seine Amtszeit als Bezirksbürgermeister in die Zeit nach dem Abzug der Alliierten fiel, setzte er sich verstärkt für die weitere Festigung der entstandenen Freundschaft zwischen den Spandauern und den ehemals im Bezirk stationierten britischen Soldaten ein. Hierbei nutzte er zahlreiche Kontakte und setzte schließlich auch die Enthüllung eines Gedenksteins auf dem Gelände der ehemaligen Smuts Barracks im Ortsteil Wilhelmstadt ein, der seit 2006 an die dort ehemals stationierten Einheiten der Royal Engineers erinnert.

Birkholz war als Altbürgermeister ebenfalls zugegen, als im September 2014 den früheren Angehörigen der 248 German Security Unit eine Ehrentafel in Spandau-Wilhelmstadt gewidmet wurde.[1]

DorfschulzeBearbeiten

Mit seinem Selbstverständnis als „Diener des Bürgers“, bezeichnete sich Birkholz in seiner Rolle als Bürgermeister selbstironisch oft als Dorfschulze und spielte somit auf die historische Bezeichnung eines Verwaltungschefs im Mittelalter an.[2]

Spandauer FlaggeBearbeiten

Konrad Birkholz ließ als Bezirksbürgermeister, entgegen der Verordnung über die Beflaggung öffentlicher Gebäude des Landes Berlin, auf dem Dach des Rathauses Spandau die Berliner Landesflagge einholen und die Spandauer hissen. In dieser Sache setzte er sich auch über eine wiederholte Weisung des Regierenden Bürgermeisters Eberhard Diepgen hinweg, der Birkholz später gewähren ließ.

Seitdem ist das Spandauer Rathaus das einzige Verwaltungsgebäude eines Bezirks, das mit der eigenen Bezirksflagge behisst ist.

PrivatesBearbeiten

Konrad Birkholz war leidenschaftlicher Sammler von Teddybären und zudem ein bekennender Träger von Fliegen. Der Querbinder wurde zu einem seiner Markenzeichen.

Am 8. Dezember 2014 zeichnete ihn der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit mit der Stadtältestenwürde aus. Nur wenige Monate später, am 17. März 2015, starb Birkholz im Alter von 67 Jahren nach schwerer Krankheit.

Er war verheiratet und Vater zweier Kinder. Seine letzte Ruhestätte fand er auf dem Bürgermeisterfeld des Spandauer Friedhofs In den Kisseln.[3]

AuszeichnungenBearbeiten

  • Stadtältester von Berlin (2014)

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Ehrentafel feierlich eingeweiht. In: Internetseite der Kameradschaft 248 German Security Unit e. V. 30. September 2014, abgerufen am 25. März 2018 (deutsch).
  2. Carsten Schanz: Berlins letzter Dorfschulze. In: GUARD REPORT. Februar 2018, S. 1–3.
  3. Michael Ude: Altbürgermeister Konrad Birkholz unter großer Anteilnahme zu Grabe getragen. In: Spandauer Volksblatt. 27. März 2015, abgerufen am 25. März 2018 (deutsch).