Kay-Achim Schönbach

deutscher Flottillenadmiral

Kay-Achim Schönbach (* 9. Juli 1965 in Kassel) ist ein Konteradmiral der Deutschen Marine und Stellvertreter des Abteilungsleiters Strategie und Einsatz im Bundesministerium der Verteidigung.

Schönbach als Flottillenadmiral und Kommandeur der Standing NATO Maritime Group Two (2016)

Militärische LaufbahnBearbeiten

Ausbildung und erste VerwendungenBearbeiten

Schönbach trat 1984 in den Dienst der Bundeswehr und absolvierte die Ausbildung zum Marineoffizier mit der Crew VII/84. Von 1985 bis 1988 studierte er Pädagogik an der Universität der Bundeswehr Hamburg. Von 1988 bis 1990 absolvierte er Offizierlehrgänge und wurde anschließend von 1990 bis 1992 als Artillerieoffizier und Ortungsoffizier auf dem Zerstörer Hamburg eingesetzt. Von 1992 bis 1994 war er als Austauschoffizier bei der Königlich-Niederländischen Marine als Wach- und Navigationsoffizier auf der Fregatte Jan van Brakel eingesetzt und absolvierte von 1994 bis 1995 den Operationslehrgang an der Nederlands-Belgische Operationele School in Den Helder (Niederlande). 1995 bis 1999 diente er auf der Fregatte Brandenburg auf verschiedenen Operationsdienstposten. Darauf folgend nahm Schönbach von 1999 bis 2001 am Admiralstabslehrgang an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg teil.

Dienst als StabsoffizierBearbeiten

Von 2001 bis 2004 war Schönbach als Referent im Bundesministerium der Verteidigung eingesetzt. Von 2004 bis 2006 folgte eine Verwendung als Erster Offizier der Fregatte Schleswig-Holstein. In den Jahren 2006 bis 2008 wurde er Adjutant beim Generalinspekteur der Bundeswehr General Wolfgang Schneiderhan. 2008 übernahm er das Kommando über die Fregatte Mecklenburg-Vorpommern, welches er bis 2010 innehatte. In dieser Zeit war er mit seinem Schiff auch im Rahmen der Operation Enduring Freedom und der Operation Atalanta am Horn von Afrika eingesetzt.[1] Folgend wurde er von 2010 bis 2012 Dozent an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg. Von 2012 bis 2014 war Schönbach Kommandeur des 4. Fregattengeschwaders in Wilhelmshaven.[2][3] Von 2014 bis 2016 war Schönbach wiederum im Bundesministerium der Verteidigung in der Abteilung Militärpolitik und Einsatz Referatsleiter für die Region Europa/Eurasien und Arktis.

Dienst als AdmiralBearbeiten

Am 19. Juni 2016 übernahm Schönbach, unter Ernennung zum Flottillenadmiral, im Hafen von Souda von Flottillenadmiral Jörg Klein das Kommando über die Standing NATO Maritime Group Two (SNMG2).[4] Als Flaggschiff diente von Juni bis August die Fregatte Karlsruhe,[5] danach die niederländische Fregatte De Ruyter. Am 22. Dezember 2016 übergab er in Piräus das Kommando an Axel Deertz und übernahm am 31. Januar 2017, in der Nachfolge von Carsten Stawitzki, als Kommandeur die Marineschule Mürwik.[6] Diesen Dienstposten übergab er am 18. Mai 2018 an Kapitän zur See Wilhelm Tobias Abry, und ist seitdem, als Nachfolger von Generalmajor Ingo Gerhartz, stellvertretender Abteilungsleiter Strategie und Einsatz im Bundesministerium der Verteidigung in Berlin.[7]

Ende März 2021 wird Inspekteur der Marine Andreas Krause in den Ruhestand gehen; als sein Nachfolger wurde im November 2020 Kay-Achim Schönbach benannt.[8]

AuslandseinsätzeBearbeiten

PrivatesBearbeiten

Schönbach ist verheiratet und hat 3 Söhne. Sein Vater Achim Schönbach war Oberst in der Bundeswehr (Artillerietruppe).[9]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. MV Longchamp vor Somalia: Marine verteidigt Anti-Piraten-Einsatz. In: sueddeutsche.de. ISSN 0174-4917 (sueddeutsche.de [abgerufen am 20. Juni 2016]).
  2. Presse- und Informationszentrum Marine: Neuer Kommandeur im 4. Fregattengeschwader. In: www.marine.de. 28. September 2012, abgerufen am 20. Juni 2016.
  3. Gerd Abeldt: Geschwader noch im Umbruch. In: www.wzonline.de. 24. August 2014, abgerufen am 20. Juni 2016.
  4. Ich bin iM EINsatz: Der Kommandeur. In: www.einsatz.bundeswehr.de. Abgerufen am 4. Oktober 2016.
  5. PIZ EinsFüKdoBw Redaktion: Führungswechsel in der Ägäis. In: www.einsatz.bundeswehr.de. 19. Juni 2016, abgerufen am 20. Juni 2016.
  6. Angekommen in Flensburg. Presse- und Informationszentrum Marine, 31. Januar 2017, abgerufen am 2. Februar 2017.
  7. Stefan Beuke: Marineschule wird zum Karriere-Sprungbrett. In: Flensburger Tageblatt. https://www.shz.de/, 19. Mai 2018, abgerufen am 23. Mai 2018.
  8. „Deutsche Marine bekommt neuen Chef“, Süddeutsche Zeitung, 13. November 2020
  9. Mark Heun: Verstorbene Mitglieder. In: www.tradi-ar10.de. Archiviert vom Original am 23. Juni 2016; abgerufen am 23. Juni 2016.