Tilman Kuban

Bundesvorsitzender der Jungen Union
Tilman Kuban, 2019

Tilman Kuban (* 26. Mai 1987[1] in Langenhagen) ist ein deutscher Politiker der CDU. Er ist seit März 2019 Bundesvorsitzender der Jungen Union und damit auch Mitglied im CDU-Bundesvorstand.[2]

LebenBearbeiten

Nach seinem Abitur am Gymnasium Bad Nenndorf im Jahr 2006 studierte Kuban von 2007 bis 2013 an der Universität Osnabrück Rechtswissenschaften. Sein juristisches Referendariat absolvierte er von 2014 bis 2016 im Bezirk des Oberlandesgerichts Celle. Seit 2016 ist er für die Unternehmerverbände Niedersachsen als Leiter Recht und Nachhaltigkeit tätig. Außerdem sitzt er seit 2016 im Aufsichtsrat der Stadtwerke Barsinghausen GmbH.[3]

Kuban lebt in Barsinghausen bei Hannover.[4]

Politischer WerdegangBearbeiten

Seit 2007 ist Kuban Ratsmitglied für die CDU in Barsinghausen.[3] Von 2014 bis 2019 war er niedersächsischer Landesvorsitzender der Jungen Union. Beim regulären "Deutschlandtag" der Jungen Union nominierten die Delegierten ihn im Oktober 2018 einstimmig als Spitzenkandidaten der Jugendorganisation für die Europawahl in Deutschland 2019.[5] Daraufhin wurde er im Dezember von der CDU Niedersachsen auf den vierten Listenplatz der Landesliste für die Europawahl gewählt.[6] Er verpasste allerdings den Einzug ins Europäische Parlament.[7]

Am 16. März 2019 setzte sich Kuban bei der Wahl des neuen Bundesvorsitzenden der CDU/CSU-Jugendorganisation mit 62,7 Prozent der Stimmen gegen seinen Gegenkandidaten Stefan Gruhner durch und trat somit die Nachfolge des neuen CDU-Generalsekretärs Paul Ziemiak an.[8]

Positionen und KontroversenBearbeiten

 
Kuban auf dem CDU Parteitag am 23. November 2019 in Leipzig

2015 unterzeichnete Kuban einen Brief von Unionspolitikern, die forderten, Flüchtlinge auch an der deutschen Grenze abzuweisen.[9]

Kuban verlangte ein deutlich härteres Durchgreifen in der Innen- und Flüchtlingspolitik. In Deutschland sei nicht willkommen, wer sich nicht an die Gesetze halten wolle – „schließlich gelte hier nicht die Scharia“. Des Weiteren kritisiert er den aktuellen Zustand der Bundeswehr und griff in seiner Bewerbungsrede zum JU-Vorsitz Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen dahingehend scharf an.[10]

In einem Interview mit der Zeitung Die Welt kritisierte Kuban eine „Gleichschaltung“, die seiner Meinung nach in seiner Partei CDU vorherrschte.[11] Am folgenden Tag entschuldigte er sich für seine Wortwahl.[12]

Im April 2019 sprach Kuban sich klar gegen Upload-Filter aus und forderte, dass die Große Koalition die Urheberrechtsreform der Europäischen Union bei der abschließenden Abstimmung im Rat der Europäischen Union ablehnen soll.[13]

Parteipolitisch wird er eher zum konservativen Flügel seiner Partei gezählt.

WeblinksBearbeiten

 Commons: Tilman Kuban – Sammlung von Bildern

EinzelnachweiseBearbeiten