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Burk

Gemeinde im Landkreis Ansbach in Bayern
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Burk
Burk
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Burk hervorgehoben
Koordinaten: 49° 8′ N, 10° 29′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Mittelfranken
Landkreis: Ansbach
Verwaltungs­gemeinschaft: Dentlein am Forst
Höhe: 466 m ü. NHN
Fläche: 14,09 km2
Einwohner: 1046 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 74 Einwohner je km2
Postleitzahl: 91596
Vorwahl: 09822
Kfz-Kennzeichen: AN, DKB, FEU, ROT
Gemeindeschlüssel: 09 5 71 128
Gemeindegliederung: 5 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Am Kirchplatz 4
91596 Burk
Website: www.gemeinde-burk.de
Bürgermeister: Otto Beck (CSU / Freie Wählergemeinschaft)
Lage der Gemeinde Burk im Landkreis Ansbach
Landkreis Donau-RiesAnsbachFürthLandkreis Neustadt an der Aisch-Bad WindsheimLandkreis FürthLandkreis RothLandkreis Weißenburg-GunzenhausenUnterer WaldLehrbergAdelshofen (Mittelfranken)Bechhofen (Mittelfranken)Bruckberg (Mittelfranken)Buch am WaldBurkColmbergDentlein am ForstDiebachDietenhofenDinkelsbühlDombühlEhingen (Mittelfranken)FeuchtwangenFlachslandenGebsattelGerolfingenGeslauHeilsbronnInsingenLangfurthLeutershausenLichtenau (Mittelfranken)Merkendorf (Mittelfranken)MönchsrothNeuendettelsauNeusitzOberdachstettenOhrenbachPetersaurachRöckingenRothenburg ob der TauberRüglandSachsen bei AnsbachSchillingsfürstSchnelldorfSchopfloch (Mittelfranken)SteinsfeldUnterschwaningenWassertrüdingenWeidenbach (Mittelfranken)WeihenzellWeiltingenWettringen (Mittelfranken)WiesethWindelsbachWindsbachWittelshofenWörnitz (Gemeinde)Wolframs-EschenbachWilburgstettenOrnbauMitteleschenbachHerriedenDürrwangenBurgoberbachAurach (Landkreis Ansbach)ArbergBaden-WürttembergKarte
Über dieses Bild
Ortsmitte mit Rathaus und Kirche
Rathaus mit Gedenktafel an Georg Friedrich Christian Bürklein

Burk ist eine Gemeinde im Landkreis Ansbach in Mittelfranken (Bayern). Burk ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Dentlein am Forst.

Inhaltsverzeichnis

GeografieBearbeiten

NachbargemeindenBearbeiten

Nachbargemeinden sind (im Norden beginnend im Uhrzeigersinn) Wieseth, Bechhofen, Ehingen, Langfurth und Dentlein am Forst.

GemeindegliederungBearbeiten

Burk besteht aus fünf Ortsteilen:[2]

KlimaBearbeiten

Die durchschnittliche Niederschlagsmenge in Burk beträgt 723 mm im Jahr.

GeschichteBearbeiten

Bis zur GemeindegründungBearbeiten

Der Ort wird 1245 als „Burch“ erstmals urkundlich erwähnt. Der Ortsname bedeutet einfach Burg.[3]

Burk gehörte zum Hochstift Bamberg und ab 1500 zum Fränkischen Reichskreis.

1366 kaufte das Kloster Heilsbronn von Hans Lesch eine Hofstatt in Burk. In den folgenden Jahrhunderten kam es zu weiteren Erwerbungen von Gütern, Wiesen und Fischwassern. Während des 30-jährigen Krieges wurde der Ort größtenteils abgebrannt und verödete in der Folgezeit.[4] Erst 1673 wurde die Kirche wieder aufgebaut.[5]

1799 gab es im Ort 60 Haushalte, von denen 17 dem eichstättischen Kollegiatstift Herrieden und 43 dem brandenburg-ansbachischen Oberamt Wassertrüdingen unterstanden.[6]

Seit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 gehört der Ort wie weite Teile Frankens zum Königreich Bayern (Siehe auch Geschichte Frankens).[7] Mit dem Gemeindeedikt (frühes 19. Jahrhundert) wurde die Ruralgemeinde Burk gebildet, zu der die Orte Bruck, Flinzmühle und Schleifmühle gehörten. Sie unterstand in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Wassertrüdingen.[8] Meierndorf mit Wolfershof wurde erst nach 1840, jedoch vor 1861 nach Burk eingemeindet. Die Gemeinde hatte 1961 eine Gebietsfläche von 11,320 km².[9]

KreiszugehörigkeitBearbeiten

Die Gemeinde gehörte bis zur Gemeindegebietsreform zu Landkreis Dinkelsbühl und wurde nach dessen Auflösung am 1. Juli 1972 in den Landkreis Ansbach eingegliedert.

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Gemeinde Burk

Jahr 1818 1840 1852 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1961 1970 1987 1995 2005 2016
Einwohner 628 469 652 673 654 616 641 665 651 660 668 661 660 677 660 716 796 716 865 920 893 959 1004 1267 1188 1046
Häuser[10] 92 107 144 152 150 147 158 179 261 339
Quelle [11] [12] [13] [14] [13] [15] [13] [13] [16] [13] [13] [17] [13] [13] [13] [18] [13] [13] [13] [19] [9] [20] [21] [22]

Ort Burk

Jahr 001818 001840 001861 001871 001885 001900 001925 001950 001961 001970 001987
Einwohner 556 469 444 408 435 442 479 650 657 728 755
Häuser[10] 79 107 103 104 101 112 133 202
Quelle [11] [12] [14] [15] [16] [17] [18] [19] [9] [20] [21]

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Nach der Kommunalwahl am 2. März 2008 hat der Gemeinderat zwölf Mitglieder, die alle zur Fraktion CSU Freie Wählergemeinschaft gehören. Die Wahlbeteiligung lag bei 58,6 %. Weiteres Mitglied und Vorsitzender des Gemeinderates ist der Bürgermeister.

BürgermeisterBearbeiten

  • 1876–1887 Herr Greif
  • 1887–1899 Herr Falk
  • 1900–1923 Heinrich Böller
  • 1924–1925 Herr Kirsch
  • 1925–1945 Friedrich Babel
  • 1945–1965 Karl Babel
  • 1965–1980 Fritz Schlötterer
  • 1980–1996 Ernst Binder
  • Seit 1996 Otto Beck

WappenBearbeiten

Die Wappenbeschreibung lautet: Unter von Silber und Schwarz geviertem Schildhaupt in Rot übereinander zwei frei stehende silberne Balken mit je vier Zinnen.

BaudenkmälerBearbeiten

SteinkreuzeBearbeiten

Auf dem Gemeindegebiet von Burk befinden sich neben einem Unfallkreuz auch einige historische Steinkreuze.

Steinkreuz östlich von BurkBearbeiten

 
Steinkreuz östlich von Burk

Etwa 800 Meter östlich von Burk steht südlich der Staatsstraße St2220 ein Sühnekreuz. Das schlanke Sandsteinkreuz wird auch Schwedenkreuz genannt, ist etwa 110 cm × 40 cm × 25 cm groß und steht etwas versteckt nahe einer Hecke. Ein Arm ist abgebrochen und im Kreuzungsfeld befinden sich Einritzungen. Der Kreuz ist mäßig verwittert.[23] Das vermutlich spätmittelalterliche Steinkreuz ist vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege als Baudenkmal (D-5-71-216-41) ausgewiesen.

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Burk ist Mitglied im Tourismusverband Romantisches Franken.

VerkehrBearbeiten

Die Staatsstraße 2220 verläuft südwestlich über Matzmannsdorf nach Dinkelsbühl bzw. nordöstlich über Königshofen nach Bechhofen. Die Staatsstraße 2448 verläuft nördlich nach Wieseth bzw. südöstlich nach Beyerberg. Die Kreisstraße AN 52 führt nach Großohrenbronn. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Meierndorf.

Ansässige UnternehmenBearbeiten

PersönlichkeitenBearbeiten

Söhne und Töchter der GemeindeBearbeiten

Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt habenBearbeiten

  • Andreas Wolf (* 1982), deutscher Fußballspieler und Fußballtrainer

SonstigesBearbeiten

Örtlicher Sportverein mit den Abteilungen Fußball und Tennis ist der SV Pfeil Burk. Dort begann beispielsweise Andreas Wolf, der spätere Deutsche Jugend-Nationalspieler und Mannschaftskapitän des 1. FC Nürnberg, mit dem Fußballspielen.

Das Internationale Kinderhilfswerk Christlicher Missionsdienst hat seinen Hauptsitz in Burk-Meierndorf. Außerdem befindet sich dort ein Pflegeheim.

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Burk – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 13. September 2018 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Burk in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek
  3. W.-A. v. Reitzenstein, S. 47.
  4. G. Muck, Bd. 2, S. 501ff.
  5. G. Stieber, S. 273.
  6. J. K. Bundschuh, Bd. 1, Sp. 514.
  7. Johannes Neumann: Der Reichsdeputationshauptschluss von 1803: Voraussetzungen und Folgen (PDF-Datei; 179 kB)
  8. Adreß- und statistisches Handbuch für den Rezatkreis im Königreich Baiern. Kanzlei Buchdruckerei, Ansbach 1820, S. 71 (Digitalisat).
  9. a b c Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, Abschnitt II, Sp. 760 (Digitalisat).
  10. a b Es werden nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840, 1852 als Häuser, 1871 bis 2016 als Wohngebäude.
  11. a b Alphabetisches Verzeichniß aller im Rezatkreise nach seiner durch die neueste Organisation erfolgten Constituirung enthaltenen Ortschaften: mit Angabe a. der Steuer-Distrikte, b. Gerichts-Bezirke, c. Rentämter, in welchen sie liegen, dann mehrerer anderer statistischen Notizen. Ansbach 1818, S. 15 (Digitalisat). Für die Gemeinde Burk zuzüglich der Einwohner und Gebäude von Bruck (S. 13), Flinzmühle (S. 26) und Schleifmühle (S. 81).
  12. a b Eduard Vetter (Hrsg.): Statistisches Hand- und Adreßbuch von Mittelfranken im Königreich Bayern. Selbstverlag, Ansbach 1846, S. 251 (Digitalisat). Laut Historischem Gemeindeverzeichnis hatte die Gemeinde 591 Einwohner. Die Angabe ist falsch, weil die zu diesem Zeitpunkt noch selbständige Gemeinde Meierndorf mit einberechnet wurde.
  13. a b c d e f g h i j k l Historisches Gemeindeverzeichnis. Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns in der Zeit von 1840 bis 1952. In: Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Beiträge zur Statistik Bayerns. Heft 192. München 1953, S. 167, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00066439-3 (Digitalisat).
  14. a b Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, Sp. 1004, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).
  15. a b kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. München 1877, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen von 1871), Sp. 1169–1170, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).
  16. a b Karl von Rasp: Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. Hrsg.: K. Bayer. Statistisches Bureau. München 1888, Abschnitt III, Sp. 1101 (Digitalisat).
  17. a b K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, Abschnitt II, Sp. 1167 (Digitalisat).
  18. a b Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, Abschnitt II, Sp. 1205 (Digitalisat).
  19. a b Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, Abschnitt II, Sp. 1033–1034 (Digitalisat).
  20. a b Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, S. 168 (Digitalisat).
  21. a b Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, S. 325 (Digitalisat).
  22. Burk: Amtliche Statistik des LfStat
  23. www.suehnekreuz.de, Steinkreuz bei Burk (abgerufen am 19. Dezember 2018)
  24. Gedenktafel an seinem Geburtshaus in Burk