Hauptmenü öffnen

Ohrenbach

Gemeinde im Landkreis Ansbach in Bayern
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Ohrenbach
Ohrenbach
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Ohrenbach hervorgehoben

Koordinaten: 49° 28′ N, 10° 13′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Mittelfranken
Landkreis: Ansbach
Verwaltungs­gemeinschaft: Rothenburg ob der Tauber
Höhe: 409 m ü. NHN
Fläche: 22,73 km2
Einwohner: 614 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 27 Einwohner je km2
Postleitzahl: 91620
Vorwahl: 09865
Kfz-Kennzeichen: AN, DKB, FEU, ROT
Gemeindeschlüssel: 09 5 71 188
Gemeindegliederung: 7 Gemeindeteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Ohrenbach 14
91620 Ohrenbach
Website: www.ohrenbach.de
Bürgermeister: Johannes Hellenschmidt (CSU)
Lage der Gemeinde Ohrenbach im Landkreis Ansbach
Landkreis Donau-RiesAnsbachFürthLandkreis Neustadt an der Aisch-Bad WindsheimLandkreis FürthLandkreis RothLandkreis Weißenburg-GunzenhausenUnterer WaldLehrbergAdelshofen (Mittelfranken)Bechhofen (Mittelfranken)Bruckberg (Mittelfranken)Buch am WaldBurkColmbergDentlein am ForstDiebachDietenhofenDinkelsbühlDombühlEhingen (Mittelfranken)FeuchtwangenFlachslandenGebsattelGerolfingenGeslauHeilsbronnInsingenLangfurthLeutershausenLichtenau (Mittelfranken)Merkendorf (Mittelfranken)MönchsrothNeuendettelsauNeusitzOberdachstettenOhrenbachPetersaurachRöckingenRothenburg ob der TauberRüglandSachsen bei AnsbachSchillingsfürstSchnelldorfSchopfloch (Mittelfranken)SteinsfeldUnterschwaningenWassertrüdingenWeidenbach (Mittelfranken)WeihenzellWeiltingenWettringen (Mittelfranken)WiesethWindelsbachWindsbachWittelshofenWörnitz (Gemeinde)Wolframs-EschenbachWilburgstettenOrnbauMitteleschenbachHerriedenDürrwangenBurgoberbachAurach (Landkreis Ansbach)ArbergBaden-WürttembergKarte
Über dieses Bild

Ohrenbach ist die kleinste Gemeinde im Landkreis Ansbach in Mittelfranken. Sie ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Rothenburg ob der Tauber.

GeografieBearbeiten

Geografische LageBearbeiten

Ohrenbach liegt etwa zehn Kilometer nördlich von Rothenburg ob der Tauber, etwa acht Kilometer westlich von Burgbernheim, etwa neun Kilometer südlich von Uffenheim und etwa 13 km östlich von Creglingen auf einer etwas welligen Muschelkalkhochebene um 410 m ü. NN, die nach Osten über den Seebach zum Regnitz-Zufluss Aisch, nach Süden über den Steinbach und nach Südwesten den Gickelhäuser Bach zur Tauber sowie nach Westen über den Harbach sowie nach Norden über deren Oberläufe Gailshofenerbach sowie Grimmelbach zum Tauber-Zufluss Steinach entwässert.

Das Gemeindegebiet besteht größtenteils aus ackerbaulich genutzter Flur, in die einige kleine Waldinseln eingestreut sind. Der namengebende Hauptort liegt am Oberlauf Bodenwiesgraben des nordwärts laufenden Gailshofenerbachs.

GemeindegliederungBearbeiten

Die Gemeinde hat sieben amtlich benannte Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[2]

NachbargemeindenBearbeiten

Nachbargemeinden sind (von Norden beginnend im Uhrzeigersinn): Uffenheim, Gallmersgarten, Burgbernheim, Steinsfeld, Adelshofen

KlimaBearbeiten

In Ohrenbach beträgt die durchschnittliche Niederschlagsmenge im Jahr 675 mm.

GeschichteBearbeiten

Der Ort wird 1290 als „Orenbach“ erstmals urkundlich erwähnt. Der Ortsname leitet sich von einem gleichlautenden Gewässernamen ab (heute Bodenwiesgraben genannt), dessen Bestimmungswort „Ohorn“ (fränkisch für Ahorn) ist. Es wurde demnach ein mit Ahornbäumen gesäumter Bach bezeichnet.[3]

Die St. Michaelskirche war ursprünglich eine Filiale der St. Peter-und-Paul-Kirche in Langensteinach. Ab 1307 übte das Heilsbronner Kloster das Patronat aus. 1449 wird Ohrenbach vom damaligen Abt Kötzler zur Pfarrei erhoben.[4]

Mit dem Gemeindeedikt (frühes 19. Jh.) wurde Ohrenbach zur Ruralgemeinde, zu der die Orte Gailshofen, Gumpelshofen, Landthurm und Reichardsroth gehörten. Sie unterstand in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Rothenburg. Gumpelshofen wurde spätestens 1840 nach Oberscheckenbach umgemeindet.[5][6] Die Gemeinde Ohrenbach hatte 1961 eine Gebietsfläche von 11,449 km².[7]

EingemeindungenBearbeiten

Am 1. Januar 1972 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Oberscheckenbach eingegliedert.[8] Am 1. Mai 1978 kam Habelsee hinzu.[9]

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Gemeinde Ohrenbach

Jahr 1818 1840 1852 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1961 1970 1987 1995 2005 2015
Einwohner 470 511 493 523 505 498 517 556 555 522 491 471 478 471 446 437 459 433 716 649 427 428 728 685 649 630
Häuser[10] 85 87 89 91 91 93 96 99 185 196
Quelle [11] [6] [12] [13] [12] [14] [12] [12] [15] [12] [12] [16] [12] [12] [12] [17] [12] [12] [12] [18] [7] [19] [20] [21]

Gemeindeteil Ohrenbach

Jahr 001818 001840 001861 001871 001885 001900 001925 001950 001961 001970 001987
Einwohner 269 334 342 310 343 300* 279* 417* 251* 256* 230*
Häuser[10] 50 57 61 61* 62* 63* 62* 61*
Quelle [11] [6] [13] [14] [15] [16] [17] [18] [7] [19] [20]
* inklusive Landthurm

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Nach der Kommunalwahl am 2. März 2008 hatte der Gemeinderat acht Mitglieder, die alle zur Fraktion Freie Wähler gehörten. Die Wahlbeteiligung lag bei 77,8 %. Weiteres Mitglied und Vorsitzender des Gemeinderates ist der Bürgermeister.

BürgermeisterBearbeiten

Johannes Hellenschmidt (Freie Wählergemeinschaft Ohrenbach) wurde am 16. März 2014 mit 59,04 % der Stimmen zum Bürgermeister gewählt.[22] Der Vorgänger war Robert Karr.

WappenBearbeiten

Die Wappenbeschreibung lautet: In Blau eine goldene Toranlage mit romanischem Torbogen, darin in Rot ein wachsender silberner Bischofsstab, oben rechts an goldener Stange eine silberne Fahne mit schwarzem Bundschuh, oben links ein links gewendeter golden bewehrter, silberner Reiherkopf.

BaudenkmälerBearbeiten

  • Schloss Habelsee
  • Ehemalige Johanniterkommende in Reichardsroth

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Ohrenbach ist Mitglied im Tourismusverband Romantisches Franken.

VerkehrBearbeiten

Die Kreisstraße AN 32 führt nach Habelsee bzw. nach Oberscheckenbach zur Staatsstraße 2419. Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Gailshofen und nach Hinterpfeinach. Ein landwirtschaftlicher Verkehrsweg führt nach Endsee zur Staatsstraße 2416.

Auf dem Gemeindegebiet liegen die beiden Autobahnraststätten Ohrenbach-Ost und Ohrenbach-West der Bundesautobahn 7.

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Ohrenbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Ohrenbach in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 19. September 2019.
  3. W.-A. v. Reitzenstein, S. 173.
  4. G. Muck, Bd. 2, S. 401.
  5. Adreß- und statistisches Handbuch für den Rezatkreis im Königreich Baiern. Kanzlei Buchdruckerei, Ansbach 1820, S. 66 (Digitalisat).
  6. a b c Eduard Vetter (Hrsg.): Statistisches Hand- und Adreßbuch von Mittelfranken im Königreich Bayern. Selbstverlag, Ansbach 1846, S. 226 (Digitalisat). Laut Historischem Gemeindeverzeichnis hatte die Gemeinde 510 Einwohner.
  7. a b c Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, Abschnitt II, Sp. 816 (Digitalisat).
  8. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 562.
  9. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 706 u. 725.
  10. a b Es werden nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 wurden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840, 1852 als Häuser, 1871 bis 2015 als Wohngebäude.
  11. a b Alphabetisches Verzeichniß aller im Rezatkreise nach seiner durch die neueste Organisation erfolgten Constituirung enthaltenen Ortschaften: mit Angabe a. der Steuer-Distrikte, b. Gerichts-Bezirke, c. Rentämter, in welchen sie liegen, dann mehrerer anderer statistischen Notizen. Ansbach 1818, S. 70 (Digitalisat). Für die Gemeinde Ohrenbach zuzüglich der Einwohner und Gebäude von Gailshofen (S. 28), Gumpelshofen (S. 33) und Reichardsroth (S. 74).
  12. a b c d e f g h i j k l Historisches Gemeindeverzeichnis. Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns in der Zeit von 1840 bis 1952. In: Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Beiträge zur Statistik Bayerns. Heft 192. München 1953, S. 182, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00066439-3 (Digitalisat).
  13. a b Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, Sp. 1073, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).
  14. a b kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. München 1877, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen von 1871), Sp. 1239–1240, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).
  15. a b Karl von Rasp: Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. Hrsg.: K. Bayer. Statistisches Bureau. München 1888, Abschnitt III, Sp. 1175 (Digitalisat).
  16. a b K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, Abschnitt II, Sp. 1246 (Digitalisat).
  17. a b Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, Abschnitt II, Sp. 1286 (Digitalisat).
  18. a b Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, Abschnitt II, Sp. 1113 (Digitalisat).
  19. a b Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, S. 171 (Digitalisat).
  20. a b Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, S. 330 (Digitalisat).
  21. Ohrenbach: Amtliche Statistik des LfStat
  22. https://www.wahlen.bayern.de/kommunalwahlen/