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Langfurth

Gemeinde im Landkreis Ansbach in Bayern
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Langfurth
Langfurth
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Langfurth hervorgehoben
Koordinaten: 49° 6′ N, 10° 27′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Mittelfranken
Landkreis: Ansbach
Höhe: 443 m ü. NHN
Fläche: 21,16 km2
Einwohner: 2056 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 97 Einwohner je km2
Postleitzahl: 91731
Vorwahlen: 09856, 09835, 09854Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: AN, DKB, FEU, ROT
Gemeindeschlüssel: 09 5 71 170
Gemeindegliederung: 9 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstr. 38
91731 Langfurth
Website: www.langfurth.de
Bürgermeister: Klaus Miosga (CSU)
Lage der Gemeinde Langfurth im Landkreis Ansbach
Landkreis Donau-RiesAnsbachFürthLandkreis Neustadt an der Aisch-Bad WindsheimLandkreis FürthLandkreis RothLandkreis Weißenburg-GunzenhausenUnterer WaldLehrbergAdelshofen (Mittelfranken)Bechhofen (Mittelfranken)Bruckberg (Mittelfranken)Buch am WaldBurkColmbergDentlein am ForstDiebachDietenhofenDinkelsbühlDombühlEhingen (Mittelfranken)FeuchtwangenFlachslandenGebsattelGerolfingenGeslauHeilsbronnInsingenLangfurthLeutershausenLichtenau (Mittelfranken)Merkendorf (Mittelfranken)MönchsrothNeuendettelsauNeusitzOberdachstettenOhrenbachPetersaurachRöckingenRothenburg ob der TauberRüglandSachsen bei AnsbachSchillingsfürstSchnelldorfSchopfloch (Mittelfranken)SteinsfeldUnterschwaningenWassertrüdingenWeidenbach (Mittelfranken)WeihenzellWeiltingenWettringen (Mittelfranken)WiesethWindelsbachWindsbachWittelshofenWörnitz (Gemeinde)Wolframs-EschenbachWilburgstettenOrnbauMitteleschenbachHerriedenDürrwangenBurgoberbachAurach (Landkreis Ansbach)ArbergBaden-WürttembergKarte
Über dieses Bild

Langfurth ist eine Gemeinde im Landkreis Ansbach in Mittelfranken.

Inhaltsverzeichnis

GeografieBearbeiten

NachbargemeindenBearbeiten

Nachbargemeinden sind (im Norden beginnend im Uhrzeigersinn): Burk, Ehingen, Wittelshofen, Dinkelsbühl, Dürrwangen, Dentlein am Forst.

GemeindegliederungBearbeiten

Langfurth besteht aus neun Ortsteilen[2]:

GeschichteBearbeiten

Bis zum 19. JahrhundertBearbeiten

Der Ortsname bedeutet so viel wie „zu der langen Furth“[3] und geht vermutlich zurück auf eine mit Steinen befestigte Stelle, an der die Sulzach mit einem Fuhrwerk durchquert werden konnte. Der Ort Langfurth ist geschichtlich gesehen noch sehr jung. Im 17. Jahrhundert bestand lediglich eine Mühle „Auf der Langfurth“. Im 18. Jahrhundert siedelten Soldaten, die aus markgräflichen Diensten ausgeschieden waren, sich in Langfurth an. Da sie aber ohne Grund und Boden waren, lebten sie in sehr ärmlichen Verhältnissen. Im Jahre 1805 kaufte Kreisdirektor Freiherr von Lüttwitz vom Bauern Ziehr in Oberkemmathen 24 Morgen Äcker und sorgte somit dafür, dass die Siedler eigenen Grund und Boden bekamen und für ihren Lebensunterhalt sorgen konnten.

Mit dem Gemeindeedikt (frühes 19. Jh.) gehörte Langfurth zur Ruralgemeinde Stöckau.[4] Diese wurde spätestens 1840 nach Oberkemmathen eingemeindet. Im Jahr 1849 wurde die erste Schule in Langfurth eingeweiht. Die Gemeinde Langfurth erhielt ihren Namen erst am 11. November 1968, als die längst von der Entwicklung überholte, aber bis dahin gültige Bezeichnung Gemeinde Oberkemmathen geändert wurde.[5]

EingemeindungenBearbeiten

Am 1. Januar 1973 wurde die bisher selbständige Gemeinde Dorfkemmathen eingegliedert. Ammelbruch kam am 1. Mai 1978 hinzu.[6]

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Gemeinde Langfurth

Jahr 1970 1987 2005 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017
Einwohner 1072 1956 2178 2112 2134 2128 2118 2135 2102 2080 2056
Häuser 501 622 625 627 631 632 634
Quelle [7] [8] [9] [9] [9] [9] [9] [9] [9] [9]

Ort Langfurth

Jahr 001818 001840 001861 001871 001885 001900 001925 001950 001961 001970 001987 002007 002012 002016
Einwohner 246 246 352 381 335 364 417 516 588 671 774 916* 909* 916*
Häuser[10] 36 45 86 79 81 99 122 196
Quelle [11] [12] [13] [14] [15] [16] [17] [18] [19] [7] [8] [20] [20] [20]
* inklusive Nebenwohnsitze

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Der Gemeinderat aus Langfurth setzt sich aus 15 Gemeinderäten zusammen, einschließlich des hauptamtlichen Bürgermeisters.

CSU FWG Langfurth FWG Ammelbruch FWG Dorfkemmathen FWG Oberkemmathen-Stöckau FWG Matzmannsdorf-Schlierberg Gesamt
2008 4 3 4 2 1 1 15 Sitze
2014 3 4 3 2 1 1 14 Sitze

(Stand: Kommunalwahl am 16. März 2014)

BürgermeisterBearbeiten

Bürgermeister ist seit dem 1. Mai 2008 Klaus Miosga aus dem Ortsteil Dorfkemmathen. Er konnte sich bei den Kommunalwahlen gegen seine Mitstreiterin und Vorgängerin Edith Stumpf durchsetzen.

WappenBearbeiten

Die Wappenbeschreibung lautet: Über von Silber und Schwarz geviertem Schildfuß im Wellenschnitt gespalten von Grün und Silber, vorne drei silberne Schrägbalken, hinten ein roter Pfahl.

Die Gemeinde Langfurth wird von der Sulzach durchflossen, was durch die Wellenlinie angedeutet wird. Die Schrägbalken gehen auf das Wappen der Herren von Ammelbruch (1189–1510) zurück. Der senkrechte rote Balken geht zurück auf den Schild der Herren von Oberkemmathen (1167–1508). Der Einfluss der Markgrafen von Hohenzollern auf das Gebiet der heutigen Gemeinde wird durch die Hohenzollervierung im unteren Bereich des Wappens symbolisiert.

BaudenkmälerBearbeiten

SonstigesBearbeiten

SportBearbeiten

In der Gemeinde Langfurth gibt es insgesamt drei Sportvereine. Den 1. FC Langfurth, den TSV Dorfkemmathen und die Sportfreunde Ammelbruch. Der 1. FC Langfurth beinhaltet eine Fußball-, eine Tennis-, eine Tischtennis- und eine Wanderabteilung. Außerdem bietet der Verein Kinderturnen und -tanzen, sowie Gymnastik an. Auch einige Schützenvereine sind in den einzelnen Ortsteilen ansässig.

ReligionBearbeiten

In Langfurth selbst gibt es keine Kirche, allerdings eine katholische Kapelle in Privatbesitz. In Dorfkemmathen steht die evangelische Marienkirche und in Ammelbruch die ebenfalls evangelische Peterskirche.

Regelmäßige VeranstaltungenBearbeiten

Der 1. FC Langfurth veranstaltet an Fasching, Ostern und Weihnachten jeweils eine Rocknacht bei der lokal bekannte Bands spielen. Diese Rocknacht ist im weiteren Umkreis sehr beliebt.

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Langfurth ist Mitglied im Tourismusverband Romantisches Franken.

VerkehrBearbeiten

Die Kreisstraße AN 50 verläuft südlich nach Dorfkemmathen bzw. östlich nach Ammelbruch. Eine Gemeindeverbindungsstraße verläuft nordwestlich zur Staatsstraße 2220, eine weitere Gemeindeverbindungsstraße verläuft nordöstlich an der Sägmühle vorbei nach Matzmannsdorf zur St 2220.

Langfurth liegt an der Burgenstraße sowie an der Fränkischen Wehrkirchenstraße.

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Langfurth – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 13. September 2018 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Langfurth in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek
  3. W.-A. v. Reitzenstein, S. 128.
  4. Adreß- und statistisches Handbuch für den Rezatkreis im Königreich Baiern. Kanzlei Buchdruckerei, Ansbach 1820, S. 72 (Digitalisat).
  5. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 448.
  6. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 706 f.
  7. a b Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, S. 170 (Digitalisat).
  8. a b Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, S. 328 (Digitalisat).
  9. a b c d e f g h Langfurth: Amtliche Statistik des LfStat
  10. Es werden nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 wurden diese als „Feuerstellen“ bezeichnet, 1840, 1852 als „Häuser“, 1871 bis 2016 als „Wohngebäude“.
  11. Alphabetisches Verzeichniß aller im Rezatkreise nach seiner durch die neueste Organisation erfolgten Constituirung enthaltenen Ortschaften: mit Angabe a. der Steuer-Distrikte, b. Gerichts-Bezirke, c. Rentämter, in welchen sie liegen, dann mehrerer anderer statistischen Notizen. Ansbach 1818, S. 52 (Digitalisat).
  12. Eduard Vetter (Hrsg.): Statistisches Hand- und Adreßbuch von Mittelfranken im Königreich Bayern. Selbstverlag, Ansbach 1846, S. 253 (Digitalisat).
  13. Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, Sp. 1005, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).
  14. kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. München 1877, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen von 1871), Sp. 1171, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).
  15. Karl von Rasp: Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. Hrsg.: K. Bayer. Statistisches Bureau. München 1888, Abschnitt III, Sp. 1103 (Digitalisat).
  16. K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, Abschnitt II, Sp. 1169 (Digitalisat).
  17. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, Abschnitt II, Sp. 1206 (Digitalisat).
  18. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, Abschnitt II, Sp. 1038 (Digitalisat).
  19. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, Abschnitt II, Sp. 763 (Digitalisat).
  20. a b c Einwohnerzahlen auf der Website langfurth.de