Bistum Magdeburg

römisch-katholisches Bistum in Deutschland

Das Bistum Magdeburg (lateinisch Dioecesis Magdeburgensis) ist eine römisch-katholische Diözese in Sachsen-Anhalt und wurde 1994 errichtet. Die Bistumsgrenzen folgen bis auf einen Grenzangleich mit Thüringen den Grenzen des Landes Sachsen-Anhalt, wie sie abweichend vom heutigen Bundesland von 1947 bis 1952 bestanden. Teile des Bistums gehören deshalb heute zu den Bundesländern Brandenburg und Sachsen. Bischofskirche ist die Kathedrale Sankt Sebastian in Magdeburg. Kennzeichnend für das Bistum ist seine Situation in der Diaspora.

Bistum Magdeburg
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Basisdaten
Staat Deutschland
Kirchenprovinz Paderborn
Metropolitanbistum Erzbistum Paderborn
Diözesanbischof Gerhard Feige
Emeritierter Diözesanbischof Leo Nowak
Generalvikar Bernhard Scholz
Gründung 1994
Fläche 23.208 km²
Dekanate 8 (Dezember 2017[1])
Pfarreien 44 (31. Dezember 2018[2])
Einwohner 2.587.000 (31. Dezember 2016 / AP2017)
Katholiken 81.140 (31. Dezember 2018[2])
Anteil 3,1 %
Diözesanpriester 54 (Im aktiven Dienst / Dezember 2017[1])
Katholiken je Priester 1.503
Ständige Diakone 15 (Dezember 2017[1])
Ritus Römischer Ritus
Liturgiesprache Latein, Deutsch
Kathedrale Sankt-Sebastian-Kirche
Anschrift Max-Josef-Metzger-Straße 1
39104 Magdeburg
Website www.bistum-magdeburg.de
Kirchenprovinz
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Hervorgegangen ist es aus dem zum Niedersächsischen Reichskreis gehörenden Erzbistum Magdeburg, das als Folge des Westfälischen Friedens mit dem Tod des Erzbischofs und sächsischen Administrators Herzog August 1680 sich auflöste.

Das Bistum hat einen Etat von etwa 28 Millionen Euro p. a., davon 10 Millionen aus Kirchensteuern, 10 Millionen aus anderen deutschen Diözesen und vier Millionen aus Mitteln des Landes Sachsen-Anhalt.[3]

GeschichteBearbeiten

 
Verkündigung der Errichtung eines Erzbistums zu Magdeburg und deren Übertragung an Adalbert, 968

Erzbistum MagdeburgBearbeiten

Auf der Synode von Ravenna im Jahre 967 erreichte der römisch-deutsche König Otto I. die Zustimmung Papst Johannes XIII. zur Erhebung Magdeburgs zum Erzbistum. Im März 968 konnte Otto den Beschluss der Synode umsetzen. Das Erzbistum Magdeburg wurde aus Gebieten der Diözesen Halberstadt und Merseburg geschaffen. Kathedralkirche war der Magdeburger Dom. Im Westfälischen Frieden von 1648 wurde das Territorium des Erzstifts Magdeburg, also der weltliche Besitz des Erzbischofs von Magdeburg, als erbliches Herzogtum Magdeburg dem Kurfürstentum Brandenburg zugesprochen. Diese Bestimmung trat nach dem Tode des letzten Administrators Herzog August von Sachsen-Weißenfels im Jahre 1680 in Kraft.

Bischöfliches Kommissariat Magdeburg im Bistum PaderbornBearbeiten

Mit der Bulle De salute animarum wurde 1821 der Großteil des einstigen Erzbistums Magdeburg dem Bistum Paderborn zugewiesen. Seit 1834 wurde der territorial separate Ostteil des Bistums Paderborn als „Bischöfliches Kommissariat Magdeburg“ bezeichnet.[4] Den zum Propst der Sankt-Sebastian-Kirche ernannten Geistlichen wurde zugleich das Amt des „Bischöflichen Commissarius“ für den Ostteil des Bistums übertragen, so u. a. Kaspar Friedrich Brieden (1889–1901), Franz Schauerte (1901–1909), Petrus Legge (1924–1932).

Erzbischöfliches Kommissariat Magdeburg im Erzbistum PaderbornBearbeiten

Infolge der Erhebung des Bistums Paderborn zum Erzbistum im Jahre 1930 wurde die Bezeichnung angepasst und lautete fortan „Erzbischöfliches Kommissariat Magdeburg“.[5]

Während bis 1945 dieses Gebiet als Diaspora mit geringem Katholikenanteil unter der Bevölkerung galt, kam es nach dem Krieg durch die Ansiedlung von Vertriebenen aus Schlesien und dem Sudetenland zur regionalen Zunahme von Katholiken. Jedoch machte das antiklerikale System der DDR die kirchliche Verwaltung dieses Gebietes zunehmend schwieriger. Der Erzbischof von Paderborn setzte daher nach dem Krieg Weihbischöfe für das bereits existierende Amt des Bischöflichen Kommissars in Magdeburg ein, so Wilhelm Weskamm (1949–1951), Friedrich Maria Rintelen (ab 1952) und Johannes Braun (ab 1970/1971).

Bischöfliches Amt MagdeburgBearbeiten

Schließlich wurde am 23. Juli 1973 eine als „Bischöfliches Amt“ bezeichnete Institution errichtet, dessen Jurisdiktion dem Bischof und Apostolischen Administrator in Magdeburg, Johannes Braun, übertragen wurde. Dieses Bischöfliche Amt gehörte zwar offiziell zum Erzbistum Paderborn und der Apostolische Administrator war dementsprechend auch nur als Weihbischof dort tätig, doch entwickelte es sich faktisch zu einem eigenständigen Bistum. Nach der Resignation von Bischof Braun wurde der Leiter des Seelsorgeamtes in Magdeburg, Leo Nowak, 1990 zum Apostolischen Administrator ernannt.

 
St. Sebastian in Magdeburg, seit 1949 Hauptkirche des Erzbischöflichen Kommissariats. Mit der Bistumsgründung 1994 wurde sie zur Bischofskirche erhoben.

Bistum MagdeburgBearbeiten

Das heutige Bistum Magdeburg wurde von Papst Johannes Paul II. mit der Apostolischen Konstitution Cum gaudio, die auf den 27. Juni 1994 datiert ist, mit Wirkung zum 8. Juli desselben Jahres vom Erzbistum Paderborn abgetrennt und zu einem eigenständigen Bistum erhoben und zudem als Suffragandiözese der Kirchenprovinz Paderborn zugeordnet.[6] Zum ersten Bischof des Bistums wurde der damalige Apostolische Administrator in Magdeburg, Bischof Leo Nowak, ernannt.

Mit dem Apostolischen Schreiben Sanctum Norbertum bestätigte Johannes Paul II. am 12. Juli 1994 den Hl. Norbert von Xanten, den Hl. Mauritius und die Hl. Gertrud von Helfta als Bistumspatrone.[7]

Am 17. März 2004 trat Bischof Leo Nowak altersbedingt vom Bischofsamt zurück. Weihbischof Dr. Gerhard Feige, der während der Sedisvakanz die Geschicke des Bistums als Diözesanadministrator leitete, wurde am 23. Februar 2005 vom Papst zum neuen Bischof von Magdeburg ernannt. In sein Amt eingeführt wurde er am 16. April 2005 in der Bischofskirche Sankt Sebastian in Magdeburg.

Im Rahmen der Familienwallfahrt des Bistums Magdeburg zur Huysburg am 4. September 2005 gab Bischof Gerhard Feige den Startschuss zur Bildung von 44 Gemeindeverbünden. Die bisherigen Pfarrgemeinden, -vikarien und -kuratien sollten in einem Prozess bis spätestens 2010 zusammenwachsen und dann zu neuen Pfarreien erhoben werden (Pfarrfusion).

Am 2. Mai 2010 wurden durch Bischof Feige zahlreiche Pfarreien, Pfarrvikarien und Kuratien aufgelöst und 25 neue Pfarreien errichtet.[8] Die restlichen Neuerrichtungen folgten im Laufe des Jahres 2010.

Bistumspatron und DiözesankalenderBearbeiten

Der Patron des Bistums Magdeburg ist der Heilige Norbert von Xanten. Mitpatrone sind der Heilige Mauritius und die Heilige Gertrud.

Im Bistum Magdeburg wird der Regionalkalender für das deutsche Sprachgebiet um die folgenden Eigenfeiern ergänzt (dahinter jeweils der Rang):

Abkürzungen: H = Hochfest, F = Fest, G = gebotener Gedenktag, g = nicht gebotener Gedenktag, RK = Regionalkalender für das deutsche Sprachgebiet

BistumsgliederungBearbeiten

Mit der Neugliederung am 1. Januar 2009[9] ergeben sich die nachfolgenden Dekanate. Viele Pfarreien wurden am 2. Mai 2010 errichtet.[10]

 
Kath. Kirche St. Jakobus der Ältere in Zerbst
 
Katholische Kirche in Wittenberg

Dekanat DessauBearbeiten

  • Pfarrei Edith Stein Wolfen-Zörbig (Wolfen – Wolfen-Nord – Raguhn – Zörbig)
  • Pfarrei Heilige Familie Bitterfeld (Bitterfeld – Brehna – Gräfenhainichen – Holzweißig – Roitzsch – Sandersdorf – Zschornewitz)
  • Pfarrei Heilige Familie Roßlau (Roßlau – Coswig – Hundeluft – Zerbst)
  • Pfarrei St. Maria Wittenberg (Lutherstadt Wittenberg – Annaburg – Bad Schmiedeberg – Elster – Holzdorf – Jessen – Kemberg – Piesteritz – Pretzsch – Zahna)
  • Pfarrei St. Marien Köthen (St. Maria – St. Anna – St.-Elisabeth-Kapelle – Edderitz – Görzig – Osternienburg)
  • Pfarrei St. Peter und Paul Dessau (St. Peter und PaulDreieinigkeitAlten – Aken – Oranienbaum)

Dekanat EgelnBearbeiten

 
St.-Katharina-und-Barbara-Kirche in Halberstadt

Dekanat HalberstadtBearbeiten

Dekanat Halle (Saale)Bearbeiten

Dekanat MagdeburgBearbeiten

Dekanat MerseburgBearbeiten

  • Pfarrei St. Bruno Querfurt (Querfurt – Nebra – Röblingen am See)
  • Pfarrei St. Elisabeth Weißenfels (Weißenfels – Hohenmölsen – Teuchern)
  • Pfarrei St. Georg Hettstedt (Helbra – St.-Josef-Kapelle Hettstedt – Klostermansfeld)
  • Pfarrei St. Gertrud Eisleben (Lutherstadt Eisleben – Hedersleben – Helfta – Hergisdorf – Sittichenbach – Volkstedt)
  • Pfarrei St. Jutta Sangerhausen (Sangerhausen – Allstedt – Roßla – Stolberg)
  • Pfarrei St. Norbert Merseburg (MerseburgBad Dürrenberg – Bad Lauchstädt – Leuna – Neumark)
  • Pfarrei St. Peter und Paul Naumburg (Naumburg – Bad Kösen – Eckartsberga – Osterfeld – Roßbach)
  • Pfarrei St. Peter und Paul Zeitz (Zeitz – Droyßig – Tröglitz)

Dekanat StendalBearbeiten

Dekanat TorgauBearbeiten

  • Pfarrei Schmerzhafte Mutter Torgau (Torgau – Arzberg – Belgern – Dommitzsch – Mockrehna – Schildau)[11]
  • Pfarrei St. Franziskus Bad Liebenwerda (Bad Liebenwerda – Falkenberg – Herzberg – Mühlberg – Schlieben – Uebigau)[12]
  • Pfarrei St. Hedwig Lauchhammer (LauchhammerElsterwerdaOrtrand)[13]
  • Pfarrei St. Klara Delitzsch (DelitzschBad DübenEilenburg – Löbnitz – Zwochau)[14]

Die Dekanate Eisleben, Naumburg-Zeitz und Wittenberg wurden aufgelöst, das Dekanat Merseburg entstand neu.

Schließungen von KirchenBearbeiten

Entwicklung der Mitgliederzahlen
 
Heilig-Geist-Kirche in Greppin

Ökonomische Zwänge durch Rückgang der Kirchensteuereinnahmen sowie Priestermangel und Rückgang der Zahl praktizierender Katholiken im Bistum Magdeburg führen dazu, dass einerseits Gemeinden zu größeren Pfarreien zusammengeführt werden, andererseits aber auch Kirchen geschlossen werden. Teilweise werden dann Räumlichkeiten der evangelischen Kirche mitgenutzt.

Geschlossen wurden die Kirchen und Kapellen in

Apenburg, Kapelle, 21. April 1957 geweiht, profaniert

Arneburg, Kapelle, 1958 erbaut, aufgegeben

Atzendorf[15], Herz Jesu, 20. Oktober 1901 geweiht, 18. März 2012 profaniert (versteigert)

Barby[16], Kapelle im Pfarrhaus, 1956 geweiht, 26. Februar 2019 profaniert (Amtsblatt/A-Bl. April 2019)

Barneberg, St. Josef, 1952 geweiht, 24. November 2010 profaniert (verkauft)

Belgern, St. Joseph, 30. März 1952 geweiht, 18. März 2014 profaniert

Belsdorf, Kapelle, 1954 errichtet, aufgegeben

Blankenheim/SH, Kapelle 1963 errichtet, aufgegeben

Bismark, Heilig Kreuz, 27. Mai 1956 geweiht, 4. Dezember 2004 profaniert

Cochstedt[15], Christkönig, 1938 erbaut, 27. Februar 2014 profaniert (versteigert)

Dähre, St. Antonius von Padua, 1947 erbaut, 31. Mai 2015 profaniert

Dingelstedt, Kapelle, 1956 erbaut, 30. Oktober 2007 profaniert

Eilenstedt, Herz Jesu, 2016 profaniert

Erxleben[17], St. Maria Königin, 1996 erbaut, 11. Juli 2019 profaniert (A-Bl. August 2019)

Eschenrode, Schönstatt-Kap., 1992 aufgegeben

Eutzsch, Kapelle, 1957 errichtet, aufgegeben

Everingen, Kapelle, 1967 errichtet, 1980 aufgegeben

Ferchland, Kapelle, 8. Dezember 1957 geweiht, 29. Dezember 1991 profaniert

Förderstedt[15], St. Theresia vom Kinde Jesu, 1939 geweiht, 19. Mai 2011 profaniert (verkauft)

Freyburg (Unstrut)[18], 16. Oktober 1954 geweiht, aufgegeben

Frose, St. Joseph, 28. Oktober 1968 geweiht, 15. September 1998 profaniert (A-Bl. Oktober 1998)

Gerbstedt, Herz Jesu, 13. Mai 1908 geweiht, 2. Juni 2016 profaniert (verkauft)

Gernrode, Kapelle, 13. September 1970 geweiht, 19. Oktober 2007 profaniert

Giesenslage, Mariä Unbefleckte Empfängnis, 1928 erbaut, 26. April 2007 profaniert (verkauft)

Goldbeck, St. Bernhard, 20. Oktober 1929 geweiht, 2. Januar 2013 profaniert (verkauft)

Greppin, Heilig Geist, 16. Februar 2017 profaniert (A-Bl. Juli 2017)

Gröbzig, St. Michael, 24. Dezember 1967 geweiht, 1. April 2000 profaniert (A-Bl. Mai 2000)

Groß-Bartensleben, Kapelle, 25. Dezember 1956 geweiht, aufgegeben

Großkayna, Hl. Drei Könige, 22. September 1935 geweiht, 26. Juni 2009 profaniert (verkauft)

Großkorbetha, 1958 errichtet, 24. September 1973 aufgegeben

Groß-Mühlingen, Herz Jesu, 22. Oktober 1950 geweiht, aufgegeben

Groß-Rosenburg, St. Marien, 19. April 1953 geweiht, aufgegeben

Güsen, Kapelle, 1963 errichtet, 25. März 1988 aufgegeben

Güterglück, Kapelle, 9. September 1962 geweiht, 1980? aufgegeben

Hakeborn[15], St. Mechthild, 1973 erbaut, 19. Mai 2011 profaniert

Harbke, St. Josef, 9. November 1913, seit 2011 kaum genutzt

Hasselfelde, Maria im hl. Rosenkranz, 9. Juni 1957 geweiht, 10. April 2004 profaniert (verkauft)

Hessen, St. Maria Himmelskönigin, 1997 erbaut, 20. September 2011 profaniert (verkauft)

Hettstedt, Unbefleckte Empfängnis, 31. Mai 1894 geweiht, 19. Juli 2020 profaniert

Hohenerxleben[15], Kapelle, 15. April 2003 profaniert (verkauft)

Hohenleipisch, St. Matthias, 21. Dezember 1959 geweiht, 8. März 2017 profaniert (A-Bl. August 2017)

Hohenthurm, St. Marien, 1912 errichtet, 14. Januar 2007 profaniert

Hornhausen, Heilig Kreuz, 28. September 2012 profaniert (verkauft)

Hörsingen, Emmauskapelle, 12. Mai 1968 geweiht, 1992 aufgegeben

Hoym, Kapelle, 1. Juli 1975 geweiht, aufgegeben

Ivenrode, Kapelle, 1960 geweiht, 1990 aufgegeben

Jerichow[19], Marienkapelle, 3. Oktober 1968 geweiht, 6. September 2006 profaniert

Jeßnitz, St. Norbert, 1. November 1955 geweiht, 5. Juni 2003 profaniert

Kayna, Kapelle, 25. Mai 1958 geweiht, aufgegeben

Klein-Bartensleben, Kapelle, 1952 errichtet, aufgegeben

Klein Wanzleben, St. Josef, 24. Mai 1908 geweiht, 14. April 2016 profaniert

Klietz, Maria Rosenkranz, 15. August 1953 geweiht, 10. Februar 2010 profaniert (verkauft)

Klosterhäseler, Marienkapelle, Pfingsten 2007 letzter Gottesdienst

Königsaue, St. Josef, 1753 erbaut!! 1965 devastiert!!

Langeneichstedt, St. Bruno, 20. November 1955 geweiht, 26. November 2014 profaniert (verkauft)

Langenstein (jetzt evangelisch)[20], St. Franziskus, 1954 erbaut, November 2019 an ev. Kirche verkauft, 2. April 2020 formal profaniert (A-Bl. 5/2020)[21]

Laucha an der Unstrut,[22] Kapelle, nach 1945 erbaut, 30. Juni 2018 profaniert (A-Bl. 7/2018)

Lauchhammer-Ost, Regina Pacis, 13. Dezember 1953 geweiht, 1. Oktober 1998 profaniert (A-Bl. Oktober 1998)

Lehelitz, Maria Königin, 8. Oktober 1967 geweiht, 20. September 2011 profaniert

Leißling, Kapelle, 1957 errichtet, 24. September 1973 aufgegeben

Loburg, Maria Unbefleckte Empfängnis, 12. Dezember 1909, 29. Dezember 2018 profaniert (A-Bl. Januar 2019)

Löderburg, St. Josef[15], 15. September 1902 geweiht, 14. November 2011 profaniert (versteigert)

Lüderitz, St. Peter und Paul, 1951 errichtet, 1. Januar 1982 aufgegeben

Lützen,[23] St. Joseph, 1903 geweiht, 11. Januar 2013 profaniert (verkauft)

Mansfeld, Kapelle, 1. September 1952 geweiht, 29. Juni 2007 profaniert

Merseburg-Süd, St. Ulrich, 25. Januar 1959 geweiht, 11. Januar 2016 profaniert

Meßdorf, Hl. Maria von der Verkündigung, 24. März 1960 geweiht, 2009 profaniert (verkauft)

Möser, Maria Hilfe der Christen, 1974 erbaut, 15. März 2012 profaniert (Abriss)

Muldenstein, Auferstehung Christi, 14. Juni 1967 geweiht, 28. Februar 2007 profaniert

Neubiendorf, Herz Jesu, 25. März 1928 geweiht, 4. August 2006 profaniert (Ausstellungsraum)

Neuwegersleben, St. Bernward, 1898 geweiht, vor 2010 profaniert

Osterfeld, St. Michael, 1956 geweiht, 2004 profaniert/verkauft

Parey[19], Kapelle, Frühjahr 1970 geweiht, 31. Oktober 2010 profaniert

Predel/Reuden, Liebfrauenkapelle, 10. April 1953 geweiht, 23. März 2007 profaniert

Preußlitz, Allerheiligste Dreifaltigkeit, 26. April 1950 geweiht, ? aufgegeben

Quellendorf, Maria Regina, 13. November 1955 geweiht, 23. Februar 2017 profaniert (A-Bl. 5/2017)

Rackwitz, St. Raphael, Anfang 1957 geweiht, 19. März 2009 profaniert

Radewell[24] (jetzt armenisch-apostolisch),(Halle-Ammendorf), St. Marien/St. Hedwig, 27. Mai 1901 geweiht, 16. Oktober 2005 Übergabe (A-Bl. November 2005)

Rockendorf, St. Pius X., 3. September 1965 geweiht, 1988 aufgegeben[25]

Roßla, Kapelle, 20. Mai 1975 geweiht, verkauft, aber noch in Nutzung

Salbke, St. Johann Baptist, 8. Mai 1910 benediziert, seit 2019 von SELK genutzt

Sandersleben, Heilig Kreuz, 28. November 1897 geweiht, 24. November 2010 profaniert

Schildau, Kapelle, 7. April 1953 geweiht, aufgegeben

Schkopau, St. Anna, 22. August 1948 geweiht, 22. November 2015 profaniert (verkauft)

Schönhausen, St. Michael, 26. September 1959 geweiht, 1. Juli 2004 profaniert (2007 verkauft)

Schwaneberg, Herz Jesu, 29. August 1897 geweiht, 29. April 2011 profaniert

Siersleben, St. Bonifatius, vor 1956 geweiht, 20. Januar 2014 profaniert

Straach, Kapelle, 15. November 1950 geweiht, aufgegeben

Sülldorf, St. Josef, 2. September 1882 geweiht, 1951 aufgegeben

Tangerhütte, St. Elisabeth, 1958 geweiht, 16. November 2019 profaniert (A-Bl. Januar 2020)

Tarthun[15], Kapelle, 1953 errichtet, 11. Mai 2011 profaniert (verkauft)

Teutschenthal, Kapelle, 15. Mai 1972 aufgegeben

Thalheim, (BTF), Kapelle, vor 1951 errichtet, aufgegeben

Theißen[26], Herz Jesu, 18. Dezember 1938 (?) geweiht, 22. Mai 2019 profaniert (A-Bl. Juni 2019)

Tucheim[19], Kapelle, 1953 errichtet, 31. Dezember 2011 profaniert

Unseburg[15], St. Franziskus Xaverius, 20. Mai 1907 geweiht, 23. Februar 2012 profaniert (versteigert)

Walbeck, Kapelle 1951 errichtet, 1985 aufgegeben

Wippra, St. Simon Stylites, 15. Februar 1953 geweiht, aufgegeben

Zilly, Kapelle, 1960 erbaut, 19. März 2013 profaniert

Zöschen, Maria von den Engeln, April 1953 geweiht, aufgegeben

Zschornewitz[27]. St. Antonius von Padua, 29. Juni 1930 geweiht, 13. Juni 2015 letzter Gottesdienst

Aber auch in den Jahren vor der Gründung des Bistums Magdeburg nahm die Zahl der Gläubigen und der Priester schon ab, die Gläubigen wurden mobiler, und der Bauunterhalt wurde schwieriger, so dass auch damals schon einzelne kleinere Gotteshäuser aufgegeben wurden: Dazu zählen die Kapellen in Eschenrode, Everingen, Ferchland[19], Güsen[19], Hörsingen, Ivenrode, Rockendorf und Walbeck.

Kirchliche EinrichtungenBearbeiten

BistumsarchivBearbeiten

Max-Josef-Metzger-Straße 1, 39104 Magdeburg

KlösterBearbeiten

 
Kloster Huysburg
 
Kloster Helfta

Bildungs- und TagungshäuserBearbeiten

BildungBearbeiten

SchulenBearbeiten

Die Schulen des Bistums Magdeburg befinden sich in Trägerschaft der Edith-Stein-Schulstiftung.

GrundschulenBearbeiten
  • St. Hildegard, Haldensleben
  • St. Franziskus, Halle (Saale)
  • St. Martin, Oschersleben
  • St. Mechthild, Magdeburg
SekundarschulenBearbeiten
  • St. Mauritius, Halle (Saale)
GymnasienBearbeiten
  • Liborius-Gymnasium, Dessau-Roßlau
  • Elisabeth-Gymnasium, Halle (Saale)
  • Nobertus-Gymnasium, Magdeburg

Katholische TheologieBearbeiten

ErwachsenenbildungBearbeiten

  • KEB Magdeburg
  • KEB Halle

GemeindepastoralBearbeiten

  • Fachakademie für Gemeindepastoral

AkademieBearbeiten

Katholische Akademie Magdeburg

Kircheneigene UnternehmenBearbeiten

Die bistumseigene Gero AG, Magdeburg wurde am 21. Juni 1993 gegründet und firmiert als Muttergesellschaft der Gero-Gruppe (Bistum Magdeburg: 100 % Aktionär, Gründung Oktober 2002) mit drei Tochterfirmen: Siedlungswerk St. Gertrud Bau- und Projektmanagement GmbH, Siedlungswerk St. Gertrud Wohn- und Immobilienservice GmbH, Gero-Beteiligungsgesellschaft. Aufgrund von massiven finanziellen Verlusten durch Fehlinvestitionen der Gero AG wird das Unternehmen derzeit abgewickelt.[28][29][30][31]

SonstigesBearbeiten

Die Stiftung netzwerk leben bietet Beratung und Hilfe für schwangere Frauen und Mütter an.

Die Alexianer betreiben in Dessau-Roßlau das St.-Joseph-Krankenhaus zur Behandlung von psychischen Erkrankungen mit einer eigenen, 2019 eingerichteten Hauskapelle.[32][33]

VerbändeBearbeiten

Folgende katholische Verbände sind im Bistum Magdeburg aktiv:

Der Diözesanverband Magdeburg der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) und die letzten beiden KAB-Ortsverbände im Bistum Magdeburg wurden zum 31. Dezember 2019 aufgelöst, im Bistum Magdeburg wohnende KAB-Mitglieder werden seitdem durch die Bundeszentrale der KAB betreut.[34]

PartnerschaftBearbeiten

Das Bistum Magdeburg unterhält eine Partnerschaft mit dem Bistum Kaišiadorys (Litauen).

Siehe auchBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Rudolf Joppen: Das Erzbischöfliche Kommissariat Magdeburg. Geschichte und Rechtsstellung bis zur Eingliederung in den Diözesanverband Paderborn. St. Benno-Verlag, Leipzig
    • Bd. 1–2: Vorgeschichte des Kommissariats. Die Errichtung des mitteldeutschen Kommissariats 1811. 1965.
    • Bd. 3–5: Die Entwicklung des mitteldeutschen Kommissariats von 1815 bis zur Inkorporation in den Bistumsverband Paderborn. Der Zustand des Kommissariats bis zur Eingliederung in den Bistumsverband Paderborn. Die Eingliederung des Kommissariats in den Bistumsverband Paderborn. 1966.
    • Bd. 6–7: Bis zum Ende des Kulturkampfes. 1971.
    • Bd. 8–9: Vom Ende des Kulturkampfes bis zur Errichtung der Mitteldeutschen Kirchenprovinz. 1978.
    • Bd. 10: Vom Ausgang der Weimarer Republik bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges. 1978.
    • Bd. 11: Von der Potsdamer Konferenz bis zur Gründung der Deutschen Demokratischen Republik. 1989.
    • Bd. 12: Von der Gründung der Deutschen Demokratischen Republik bis zur Ernennung des Apostolischen Administrators. 1990.

WeblinksBearbeiten

Commons: Bistum Magdeburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c Statistische Daten zum Bistum – Stand 2017
  2. a b Katholische Kirche in Deutschland. (PDF: 1.041 kB) Statistische Daten 2018. Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz, 19. Juli 2019, S. 3, abgerufen am 19. Juli 2019.
  3. Bericht im Magazin Brand eins, November 2011 (Memento vom 26. Januar 2012 im Internet Archive), abgerufen am 13. Januar 2012.
  4. Rudolf Joppen: Das Erzbischöfliche Kommissariat Magdeburg. Geschichte und Rechtsstellung bis zur Eingliederung in den Diözesanverband Paderborn, Bd. 1–2: Vorgeschichte des Kommissariats. Die Errichtung des mitteldeutschen Kommissariats 1811. St. Benno-Verlag, Leipzig 1965, S. VI.
  5. Hans Jürgen Brandt, Karl Hengst: Geschichte des Erzbistums Paderborn. Bd. 4: Das Bistum Paderborn 1930–2010. Bonifatius-Verlag, Paderborn 2014, ISBN 978-3-89710-004-6; darin das Kapitel: Das Erzbischöfliche Kommissariat Magdeburg, S. 131–138.
  6. Ioannes Paulus II: Constit. Apostol. Cum gaudio, AAS 87 (1995), n. 3, S. 225–228.
  7. Ioannes Paulus II: Litt. Apostol. Sanctum Norbertum, AAS 87 (1995).
  8. Dokumente des Bischofs. Nr. 69 Pfarreierrichtungen. In: Amtsblatt des Bistums Magdeburg.Ausgabe 11-2008. Abgerufen am 8. September 2019.
  9. Bischof. Nr. 136 Neuordnung der Dekanats-Ebene. In: Amtsblatt des Bistums Magdeburg, Ausgabe 11-2008. 14. Januar 2014, abgerufen am 8. September 2019.
  10. Amtsblatt des Bistums Magdeburg. Ausgabe 11-2008. Nr. 136 Neuordnung der Dekanats-Ebene. In: bistum-magdeburg.de. Abgerufen am 28. September 2019.
  11. Katholische Kirche Torgau. Mater Dolorosa - "Schmerzhafte Mutter". Abgerufen am 8. September 2019.
  12. Pfarrei St. Franziskus. Abgerufen am 8. September 2019.
  13. Katholische Pfarrgemeinde St. Hedwig. Abgerufen am 8. September 2019.
  14. Pfarrei St. Klara. Abgerufen am 8. September 2019.
  15. a b c d e f g h Standorte der Pfarrei St. Marien Staßfurt-Egeln, abgerufen am 23. April 2019.
  16. Amtsblatt des Bistums Magdeburg April 2019, abgerufen am 23. April 2019.
  17. Amtsblatt des Bistums Magdeburg August/September 2019, abgerufen am 3. September 2019.
  18. Freyburg und Rossbach, abgerufen am 23. April 2019
  19. a b c d e Geschichte der Pfarrei „Maria Rosenkranzkönigin“ in Genthin, abgerufen am 23. April 2019.
  20. Evangelische Kirchengemeinde Halberstadt: Langenstein, abgerufen am 25. Februar 2020.
  21. Amtsblatt des Bistums Magdeburg Mai 2020
  22. Laucha: kein Gottesdienst mehr, letzer Gottesdienst am 16.06.2018. Internetpräsenz der Pfarrei St. Peter und Paul in Naumburg, abgerufen am 30. Juli 2018.
  23. Pastoralvereinbarung der Pfarrei „St. Elisabeth“, bestehend aus Gemeinde "St. Elisabeth", 06667 Weißenfels, Friedrichsstr. 15, Gemeinde „St. Marien“, 06679 Hohenmölsen/Teuchern, Ernst-Thälmann-Str. 22a, und Gemeinde „St. Joseph“, Lützen (Kirche wurde am 27.01.2013 entwidmet), vom 6. April 2016.
  24. mz-web.de
  25. Diana Dünschel: Aus Arbeitsbaracke entstand Kirche. Mitteldeutsche Zeitung, 7. August 2008, abgerufen am 6. April 2020.
  26. Amtsblatt des Bistums Magdeburg Juni 2019, abgerufen am 25. Juni 2019
  27. 13. Juni Patronatsfest und Kirchenschließung in Zschornewitz. heilige-familie.net, 23. Mai 2015, abgerufen am 23. Dezember 2018.
  28. Raimund Sternal: Seit 2007 will sich das Bistum von der Gero AG trennen. Mitteilung des Bistums Magdeburg, 6. Juli 2009.
  29. Michael Bock: Generalvikar: „Bistum nicht vor dem Ruin.“ Hrsg.: Volksstimme. 4. Juli 2009.
  30. Olaf Jahn: Finanzielles Fiasko bei Kirchenfirmen. Nach Millionenverlusten: Bistum liquidiert Gero-Gruppe. Hrsg.: Volksstimme. 2. Juli 2009.
  31. Sebastian Jost, Lucas Wiegelmann: Bistum verzockt Millionen an Kirchensteuern. Mit risikoreichen Finanzgeschäften wollte das Bistum Magdeburg seine Kassen aufbessern. Das ging gründlich schief. Jetzt will keiner schuld sein. Hrsg.: Die Welt. 15. Juli 2011 (welt.de [abgerufen am 13. Januar 2014]).
  32. St. Joseph-Krankenhaus Dessau. Alexianer Sachsen-Anhalt GmbH, abgerufen am 8. November 2019.
  33. Ort des Trostes und der Geborgenheit. In: Tag des Herrn. Ausgabe 45/2019 vom 10. November 2019, S. 10.
  34. Keine KAB-Gruppe mehr im Bistum. In: Tag des Herrn. Ausgabe 8/2020 vom 23. Februar 2020, S. 10.