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Schmerzhafte Mutter (Elsterwerda)

Kirchengebäude im Landkreis Elbe-Elster, Brandenburg
Katholische Kirche „Schmerzhafte Mutter“

Die kleine katholische Kirche „Schmerzhafte Mutter“ (Mater dolorosa) ist ein denkmalgeschütztes Kirchengebäude[1] in der südbrandenburgischen Kleinstadt Elsterwerda im Landkreis Elbe-Elster. Hier befindet sie sich etwas nördlich des Stadtzentrums in der Heinrich-Heine-Straße. Die Kirche bildet heute mit Christus König Lauchhammer, St. Jakobus Ortrand und St. Matthias Hohenleipisch die Pfarrgemeinde St. Hedwig im Dekanat Torgau (Bistum Magdeburg).

Inhaltsverzeichnis

Baubeschreibung, Geschichte und AusstattungBearbeiten

Bei der Kirche handelt es sich um einen im neobarocken Stil errichteten massiven Saalbau mit Satteldach. Im Osten des Kirchenschiffs befindet sich ein rechteckiger Turm mit Laterne und Schweifhaube.[1] Die Kirche ist der Schmerzhaften Mutter (Mater Dolorosa) geweiht.[2]

Das Kirchengebäude wurde unter Pfarrer Ferdinand Schnettler nach einem Entwurf des Liebenwerdaer Architekten Carl Jost vom Elsterwerdaer Bauunternehmen Friedrich Hintze erbaut und am 28. September 1913 geweiht. Finanziell unterstützt wurde der Bau durch den Bonifatiusverein Paderborn.[1][3][4][2] Erster Pfarrer wurde Franz Schäfer.[2] Das in unmittelbarer Nachbarschaft befindliche Pfarrhaus der katholischen Kirche wurde 1936 errichtet.[2] In den 1960er-Jahren erfolgten an der Kirche Umgestaltungsmaßnahmen.[1]

Nachdem in den Jahren zuvor schon Sanierungsarbeiten außen vorgenommen wurden, kam es 2007 im Rahmen einer Sanierungsmaßnahme im Kircheninneren zu Umbauarbeiten, durch die unter anderem das vorhandene Tonnengewölbe eine Profilholzverschalung erhielt und die Kirche neu ausgemalt wurde. Die Empore wurde verkleinert und die Altarplatte aus Sandstein am bisherigen Hochaltar durch eine Eichenplatte ersetzt. Aus der entnommenen Sandsteinplatte entstanden ein neuer Ambo sowie ein Volksaltar, der am Ende der vom Bonifatiuswerk Paderborn finanziell unterstützten Sanierungsmaßnahmen am 20. Oktober 2007 vom Magdeburger Bischof Gerhard Feige geweiht wurde.[3]

Ausstattung (Auswahl)Bearbeiten

In der Kirche befindet sich eine von einem Oberammergauer Künstler geschnitzte und am 30. April 1939 geweihte St.-Josefs-Statue. Das aus dem Jahre 1942 stammende Altarbild zeigt eine Christus-Johannes-Gruppe.[2]

Der in der Kirche befindliche Altar und der Ambo bestehen aus Sandstein.[3] Die Kirche ist des Weiteren mit einer vom Moritzburger Orgelbaumeister Wilhelm Rühle geschaffenen Orgel ausgestattet.[3] Das 1955 nach dreijähriger Bauzeit eingeweihte Instrument besitzt ein Manual und elf Register.[2]

WeblinksBearbeiten

Anmerkungen und EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c d Datenbank des Brandenburgischen Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologisches Landesmuseum (Memento des Originals vom 9. Dezember 2017 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/bldam-brandenburg.de, abgerufen am 27. November 2016.
  2. a b c d e f Die katholische Kirche „Schmerzhafte Mutter“ auf der Homepage des Katholische Pfarramtes St. Hedwig in Lauchhammer, abgerufen am 27. November 2016
  3. a b c d Artikel: Ein Schmuckstück von Kirche in der katholischen Wochenzeitung Tag des Herrn
  4. M. Karl Fitzkow, Fritz Stoy: Elsterwerda an der Wende des 20. Jahrhunderts. In: Heimatkalender für den Kreis Bad Liebenwerda. Band 1969/70, S. 54.

Koordinaten: 51° 27′ 48,7″ N, 13° 31′ 15,6″ O