Magdeburger Dom

Bedeutendes mittelalterliches Kirchengebäude in Magdeburg

Der Magdeburger Dom (offizieller Name Dom zu Magdeburg St. Mauritius und Katharina) ist Predigtkirche des Landesbischofs der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland, evangelische Pfarrkirche und zugleich das Wahrzeichen der Stadt.

Der Magdeburger Dom von Süden im Luftbild
Der Dom aufgenommen von der neuen Strombrücke
Das Mittelschiff nach Westen

Der Dom ist die erste von Anfang an gotisch konzipierte und die am frühesten fertiggestellte Kathedrale der Gotik auf deutschem Boden. Er wurde ab 1207 oder 1209 als Kathedrale des Erzbistums Magdeburg gebaut, im Jahr 1363 geweiht und 1520 fertiggestellt. Der Dom ist Grabkirche Ottos des Großen und seiner ersten Gemahlin Editha.

Nach schweren Beschädigungen durch alliierte Luftangriffe auf Magdeburg 1944/1945 und Restaurierung nach dem Krieg konnte der Dom 1955 wieder eröffnet werden.

Der Dom befindet sich im Eigentum der 1994 vom Land Sachsen-Anhalt gegründeten Stiftung Dome und Schlösser in Sachsen-Anhalt.

GebäudestrukturBearbeiten

 
Querschnitt des Chors mit Umgang und Empore

Der Magdeburger Dom ist eine dreischiffige Kreuzbasilika mit Umgangschor. Er besteht aus Sandstein.[1] Gegenüber den meisten derartigen Bauwerken weist er einige Besonderheiten auf:

  • Er hat Strebepfeiler, aber keine Strebebögen, auch keine doppelwandigen Obergaden.
  • Seitenschiffe und Chorumgang haben bzw. hatten keine Schleppdächer, sondern frei quer zum Obergaden stehende Dächer. Diese sind zum Mittelschiff hin abgewalmt und die Regenwasserabfuhr erfolgt durch eine Rinne an der Basis der Hochschiffswände. Dadurch reichen die Obergaden des Langhauses herunter bis knapp oberhalb der Arkaden. Eine ähnliche Regenrinne haben Basiliken des französischen Gothique Rayonnant (im Unterschied zu den angelehnten Seitenschiffsdächern der beiden älteren Stilphasen. Dort ist die Ausdehnung der Verglasung allerdings zumeist als befenstertes Triforium gestaltet).
  • Der Chor hat den Querschnitt einer Emporenbasilika, aber über den Seitenschiffen des Langhauses gibt es keine Emporen.
  • Obwohl sämtliche Schildbögen des Hochchors spitz sind, haben zwei seiner Gurtbögen keine Spitze.
  • Der Längsschnitt des Langhauses weist eine Umkehrung des Gebundenen Systems auf: Das Gewölbe des Mittelschiffs hat pro tragendem Arkadenbogen zwei Joche. Jeder zweite Pfeiler der Mittelschiffsgewölbe steht also über dem Scheitel eines Arkadenbogens.

Bauwerk und archäologische Befunde geben Hinweise auf mehrere schon in den ersten Jahren und Jahrzehnten der Bauzeit vollzogene Planänderungen:

  • Der Chorumgang sollte zunächst enger sein, und die tatsächlich polygonal ausgeführten Kapellen die Form halbrunder Apsiden haben.
  • Fünf Joche des ausgeführten Chorumgangs haben Kreuzgratgewölbe, obwohl die tragenden Pfeiler Vorlagen für Gewölberippen vorweisen. Diese Joche haben zapfenförmige Schlusssteine, was bei Kreuzgratgewölben selten ist.
  • Die Empore über dem Chorumgang (der sogenannte Bischofsgang) war anfangs nicht vorgesehen.
  • Der Hochchor ist höher, als zunächst geplant, sodass seine Pfeiler während der Bauzeit verstärkt wurden.
  • Ursprünglich sollte der Dom viertürmig werden (zwei Haupttürme im Westen und zwei korrespondierende, etwas niedrigere und schlankere Türme im Osten), doch konzentrierte man sich in den letzten Bauphasen auf die mächtigen Westtürme und ließ die an den Ostseiten beider Querhausarme begonnenen Osttürme, auch Flankentürme genannt, in Höhe der Dachtraufen von Querhaus und Hochchor unvollendet.[2]

Eher regionaler Tradition als französischen Vorbildern verpflichtet ist der Mittelteil des Westbaus, der das Mittelschiff weit überragt.

Südlich des Doms befinden sich im Kreuzgang die Reste des 937 gegründeten Mauritiusklosters, das 968 zum erzbischöflichen Domkapitel Magdeburg erhoben wurde.

ArchitekturBearbeiten

 
Grundriss

Die Errichtung des gotischen Neubaus der Kathedrale dauerte über 300 Jahre vom Baubeginn 1207/09 bis zur Vollendung der Türme im Jahre 1520.[3] Der Dom hat eine Gesamtinnenlänge von 120 m, eine Innenbreite über alle drei Schiffe von 33 m[4] und eine Deckenhöhe von 32 m. Der Nordturm ist 100,60 m,[5] der Südturm 99,25 m hoch. Die Aussichtsplattform des Nordturms in 81,5 m Höhe kann im Rahmen von Führungen über 433 Stufen als Aussichtsturm bestiegen werden. In den beiden untersten Wendelungen der dort großzügig gebauten Treppenanlage des Nordturms sind die Stufen über 2 m breit. Zuletzt windet die sehr schmale Treppe sich durch die nördliche der beiden westlichen Säulen des Oktogons,[6] zu sehen an einigen Lichtschlitzen in dieser Säule und dem Aufbau auf der Plattform, der den Ausstieg beherbergt. Die Stufen sind in der Oktogonsäule nur noch 52 cm breit. Über der Ausstiegstür zur Plattform ist die Zahl „1520“, das Jahr der Fertigstellung des Doms, in den Stein eingearbeitet.[7]

AußengestaltungBearbeiten

 
Wasserspeier

GeschichteBearbeiten

Die verschiedenen Stadien des Gebäudes

VorgängerbautenBearbeiten

 
Urkunde Ottos I. vom 21. September 937 zur Gründung und Dotierung des Mauritiusklosters[8]

Otto I. der Große gründete 937 das Mauritiuskloster, im Jahre 946 wurde dort seine erste Gemahlin Edith bestattet. Offenbar hatte Otto schon damals Magdeburg auch als seinen eigenen Begräbnisort bestimmt und im Zusammenhang damit betrieb er bereits in den 950er Jahren die Einrichtung eines Erzbistums in Magdeburg. Vor der Schlacht auf dem Lechfeld 955 gelobte Otto, noch vor seiner Krönung zum Kaiser am 2. Februar 962, für den Fall seines Sieges in Merseburg ein Bistum zu errichten – offenbar sollte dieses Bistum zu dem noch zu gründenden Magdeburger Erzbistum gehören. In den 950er Jahren begann er nachweislich einen großartigen Neubau. Um seinen imperialen Anspruch in der Nachfolge der römischen Kaiser zu unterstreichen, ließ er zahlreiche Kostbarkeiten nach Magdeburg bringen, so auch den Codex Wittekindeus, ein Evangelistar, das im Kloster Fulda entstanden war, und z. B. antike Säulen, die später im Chor des spätromanisch-gotischen Domneubaus aufgestellt wurden. Dieser erste Dom war vermutlich eine dreischiffige, kreuzförmige Basilika mit Ostquerhaus, Ostkrypta und großem Atrium im Westen. Nördlich, auf dem heutigen Domplatz, befand sich ein zweiter, nahezu gleich großer und äußerst reich ausgestatteter Sakralbau unbekannten Patroziniums, der mit der Domkirche eine Doppelkirchenanlage bildete. 968 wurde Magdeburg anlässlich des Reichstags in Ravenna zur Erzdiözese erhoben und Adalbert von Trier wurde der erste Erzbischof. Die Mauritiuskirche wurde zur Kathedrale erhoben. Die erste Erwähnung eines Organisten ist auf 1179 datiert.[9]

Am 20. April 1207 (Karfreitag) zerstörte ein Feuer den Großteil Magdeburgs, darunter den Dom, die Nordkirche und die Kaiserpfalz.[10] Mit einer Ausnahme sollen damals auch alle Glocken des ottonischen Doms zerstört worden sein.[11] Albrecht I. von Käfernburg ließ die stehengebliebenen Außenmauern der Kathedrale – trotz großer Proteste der Bevölkerung[1] – abreißen und legte im September 1207 den Grundstein für den heutigen (dritten) Dom, für den Steine und Säulen des alten spätromanischen Doms wieder verwendet wurden.

Bau des gegenwärtigen DomsBearbeiten

 
Kapellen am Chorumgang und Chorempore mit frühgotischen Fenstern; unvollendete Flankentürme an den Querhausarmen

Erzbischof Albrecht hatte in Frankreich studiert und es wird immer wieder vermutet, dass die Entscheidung für einen modernen, gotischen Chorgrundriss auf ihn zurückgeht. Nachweisbar ist das freilich nicht. Der Bau des Chors begann 1209, zwei Jahre, nachdem der alte Dom niedergebrannt war. Die Entwürfe waren von Anfang an gotisch. Die Kapellen am Umgang haben eine interessante Gemeinsamkeit mit denen der fast gleichzeitig – 1211 – begonnenen Kathedrale von Reims: Bis zu den Sohlbänken der Fenster sind die Grundrisse innen rund, wie Chorschlüsse und Kapellen der ersten gotischen Kirchen, außen und ab dieser Höhe auch innen aber polygonal, seit den 1180er Jahren ein Markenzeichen der Gotik.

In der Ausführung der Gewölbe gab es anscheinend Probleme: Während die Kapellen am Chorumgang gotische Rippengewölbe haben, sind es im Erdgeschoss des Chorumgangs die Joche mit trapezförmigem Grundriss mit Kreuzgratgewölbe (die eigentlich der Romanik angehören) versehen, obwohl die Pfeiler mit Vorlagen für eine Decke aus Kreuzrippengewölben ausgestattet sind.[12] In den Umgangsjochen mit rechteckigem Grundriss sind die Gewölberippen ausgeführt. Im Emporengeschoss sind die trapezförmigen Joche mit technisch anspruchsvollen fünffeldrigen Rippengewölben gedeckt, da einem Arkadenbogen auf der Innenseite jeweils zwei Schildbögen an der Außenwand gegenüberstehen – obwohl darunter am Chorumgang jeweils in ganzer Breite eine einzige der Kapellen anschließt. Diese Platzierung der Außenpfeiler erinnert, wie auch die Außengestaltung von Umgang und Emporengeschoss, an die mehr als fünfzig Jahre ältere Kathedrale von Noyon als mögliches Vorbild. Die rechteckigen Joche des Emporengeschosses sind mit sechsfeldrigen Doppeljochen gedeckt, wie man sie nicht selten in frühgotischen Mittelschiffen findet. Als Besonderheit der Magdeburger Chorempore hat ihre Arkade über jedem der seitlichen Erdgeschossbögen zwei getrennte Bögen, also kein Biforium. Der auf dem Scheitel eines Erdgeschossbogens stehende Pfeiler trägt jeweils die Querrippe eines Doppeljochs. Im Mittelschiff des Langhauses wurde dieses Prinzip übernommen (s. o.). In der Fassade des Emporengeschosses finden sich je zwei statisch sinnvolle Strebepfeiler neben dem Ecken des Polygons. Die Strebepfeiler über den Scheitel der Kapellenanschlüsse entsprechen wohl eher der Vorliebe der Gotik für vertikale Akzente, als der Stabilität zu dienen.

 
Südseite des Chors, über rechteckigen Grundrissen vierteilige Rippengewölbe im Umgang, sechsteilige über der Empore

Hochgotisch ist der Obergaden des Chores, der wiederum höher als ursprünglich geplant aufgeführt wurde. Das äußere Strebwerk ist hier in die Wand integriert, erkennbar an außergewöhnlich tiefen Fensterlaibungen. Es ist gleichsam ein Vorgriff auf spätgotische Lösungen wie an der Kirche des Jakobinerkonvents von Toulouse.

Das Gewölbe über dem Hochchor ist von der Vierung durch einen Rundbogen getrennt. Der Gurt zwischen den beiden Rechteckjochen ist ebenfalls rund, der zwischen östlichem Rechteck und Polygon spitzbogig. Die Kreuzrippengewölbe haben ein kompliziertes Höhenrelief. Im Scheitelbereich entspricht es Längstonnen, im östlichen Rechteckjoch leicht gespitzt, im westlichen rundbogig. Die Verbindung zu den Schildbögen über den Fenstern wird aber nicht durch klassische Stichkappen hergestellt, sondern zu den Seitenwänden hin wird das Gewölbe kuppelähnlich, mit geringer Neigung zu den Schildbogenscheiteln hin und nach unten zunehmender Steilheit an den Gewölbeecken. Dadurch haben die Diagonalrippen etwa in Höhe der Schildbogenscheitel kleinere Krümmungsradien als unterhalb und oberhalb. Die Querschnitte der Rippen unterscheiden sich von Joch zu Joch: Im westlichen Joch verlaufen durch einen Sockel von der Gewölbeschale abgehoben zwei Rundstäbe, dazwischen ein Dreiecksprofil. Das östliche Rechteckjoch hat Bandrippen mit ausgekehlten Kanten. Die Rippen der Schirmkuppel über dem Polygon bestehen aus einem kräftigeren zwischen zwei zarten Rundstäben, durch einen Sockel von der Gewölbeschale abgehoben.

Das Querhaus soll frühestens im Jahr 1266 fertiggestellt worden sein. Das Maßwerk der beiden großen Fenster entstand erst um 1300.

Am Langhaus haben Seitenschiffe wie Mittelschiff Strebepfeiler, aber auf Strebebögen wurde auch hier verzichtet. Erkauft wurde diese Möglichkeit durch besonders massive Arkadenpfeiler, andernorts hatte man sogar schon in der Frühgotik grazilere Pfeiler gebaut. Langhaus und Querhaus sind mit Kreuzrippengewölben von geringer Busung gedeckt. Über den Arkadenpfeilern ist das Gewölbe des Langhauses durch kräftige Gurtbögen gegliedert. An den auf Arkadenscheiteln stehenden Jochgrenzen sind die Gurtbögen nicht kräftiger als die Gewölberippen.

Die gegenüber dem romanischen Vorgänger um 7°[13] veränderte Bauachse des gotischen Doms ist sehr wahrscheinlich darauf zurückzuführen, dass der Dom nun auf die Grabstätte Ottos des Großen ausgerichtet wurde. Sie hatte sich an der Nordseite des ottonischen Doms befunden, wahrscheinlich im Nordquerhaus, im gotischen Neubau liegt sie in der Vierung zwischen den Reihen des Chorgestühls. Editha, die erste Frau Ottos I., war zunächst in der Kirche des Mauritiusklosters bestattet worden. Das Grab wurde dann in das Nordquerhaus des ottonischen Doms verlegt. Das Grab muss nach dem Beginn des gotischen Neubaus in diesen verlegt worden sein. Das im Scheitel des Chorumgangs aufgestellte Grabmal enthält nach neuesten archäologischen Erkenntnissen[14] Reste ihrer Gebeine in einem kleinen Bleikasten.

Schon während der Errichtung des Chores entschloss man sich, den Bau höher und weiter aufzuführen. Planänderungen sind auch im Querhaus und in den Ostjochen des Langhauses nachweisbar. In der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts kam es zu einer mehrjährigen Bauunterbrechung (Urkunde von 1274). Auf diese Unterbrechung und die dann anschließende Wiederaufnahme der Baumaßnahmen geht die Magdeburger Sage vom „Schäfer am Dom zu Magdeburg“ zurück. Ihr zufolge soll ein um 1240 lebender Schäfer namens Thomas Koppehele, der aus dem brandenburgischen Gräfendorf in der Nähe von Jüterbog stammte, beim Hüten von Schafen einen Goldschatz gefunden haben. Diesen habe er dem damaligen Magdeburger Erzbischof gestiftet, der damit den Bau des Magdeburger Doms erheblich vorantreiben konnte. Aus Dankbarkeit habe der Erzbischof das steinerne Bild des Schäfers, seines Knechts und ihrer Hunde über der sogenannten Paradiespforte, dem nördlichen Eingang des Doms, anbringen lassen, wo es noch heute zu sehen ist.

Der Neubau wurde dann wieder aufgenommen und schrittweise weiter nach Westen geführt. Die Gewölbe müssen in den 1360er Jahren eingezogen worden sein. Schließlich wurde der Neubau des Langhauses im Jahr 1363 geweiht. Der Ausbau der Westfassade und der Türme geschah in drei Abschnitten. Das erste Stockwerk wurde im dritten Viertel des 13. Jahrhunderts errichtet, das zweite im dritten Viertel des 14. Jahrhunderts – wahrscheinlich etwa gleichzeitig mit den entsprechenden Abschnitten des Langhauses. Ab 1363 kamen die Bauarbeiten für über 100 Jahre zum Erliegen, die oberen Abschnitte der bis 1363 nur teilweise fertiggestellten Türme wurden in der zweiten Hälfte des 15. bzw. in den ersten 20 Jahren des 16. Jahrhunderts errichtet.

Der Lettner entstand zwischen 1455 und 1451.[9] Der Ausbau des Turmzwischenraumes unter der Westempore zur Grabkapelle geschah unter Erzbischof Ernst II. von Sachsen, das dritte Stockwerk des Turmzwischenbaues und der Giebel entstanden im letzten Viertel des 15. Jahrhunderts. 1520 war der Dom endgültig fertiggestellt.[3]

Domfelsen und BaugrundBearbeiten

Der Boden so nahe an der Elbe ist bis auf einen in den Fluss ragenden Felsen weich. Über dieser Felsformation, die dementsprechend Domfelsen heißt und von der Elbe ausgehend nach Westen ansteigend unter dem Breiten Weg hindurch bis unter das Kulturhistorische Museum reicht, wurde der Dom errichtet. Die Grundmauern der Kirche berühren den Felsen jedoch an keiner Stelle direkt. Vielmehr stehen der gesamte Dom und seine Anbauten auf unterschiedlich starken, insgesamt mehrere Meter mächtigen Schichten von Aufschüttungen, natürlich gewachsenem Boden (Lößlehm), teilweise pleistozänen Sanden sowie zuunterst aus dem Tertiär stammenden Grünsand, welche auf dem Domfelsen abgelagert wurden. 1926 stieß man östlich der Krypta in 4,3 m Tiefe auf Grünsand, welcher bei einer Endtiefe der Bohrung von 10,45 m immer noch nicht durchdrungen war. Auch das 4,7 m unter die Erdoberfläche reichende Fundament des Nordturms erreicht den Fels bei Weitem nicht. Eine etwa 10 m westlich des Turms durchgeführte Sondierung endete bei 11,8 m unter der Geländeoberfläche im Grünsand. Der laut einem 1935 erschienenem Bericht 27 000 t schwere Nordturm stehe lediglich auf lehmdurchsetztem Sand, welcher auf der Grünsandschicht aufliegt. Auch mehrere, 1993 neben den Domfundamenten vorgenommene Bohrungen bis 7,5 m unter die Erdoberfläche erreichten den Fels in keinem Fall. Von weiteren Sondierungen traf lediglich eine einzige, vor der Paradiesvorhalle bis in 11,1 m Tiefe niedergebrachte auf ihren letzten 5 Zentimetern auf den Domfelsen.[15]

 
Riss zwischen Nordturm und Turmzwischenbau.

Grünsand neigt bei hohem Druck zum Fließen. Infolge der unterschiedlich festen Baugründe und verschiedener Bodenpressungen gab und gibt es seit Jahrhunderten leichte, vom Zwischenbau weg gerichtete Neigungsbewegungen, sowie Drehungen der Türme.[16] Ein großer Riss erstreckt sich an der Ostseite zwischen dem Nordturm und dem Turmzwischenbau über die gesamte Höhe des 3. Stockwerks. Die Baumeister versuchten die unterschiedlichen Bewegungen von Türmen und Zwischenbau durch das Einfügen besonders großer Steinblöcke zu verhindern.[17]

Der Südturm ist leichter gebaut, hat statt eines breiten Treppenhauses eine enge Wendeltreppe, auf den Einbau von massiven Gewölbe-Zwischendecken und das Aufsetzen einer Kreuzblume wurde verzichtet. Das liegt aber nicht am oft kolportierten, angeblich zu weichen Baugrund unter dem Südturm. Es ist unzutreffend, dass der Felsen für den gesamten Dom zu klein sei und der Südturm deshalb auf Sand stehe.[18] Der Südturm trug sogar die schwerste Glocke des Doms, bis diese in den 1540er Jahren abstürzte.[19] Die etwas weniger massige Bauweise des Südturms ist schlichtweg Sparmaßnahmen geschuldet: Zur Weihe des Langhauses 1363, ab welcher die Bauarbeiten für über ein Jahrhundert ruhten, war der Turmbau unterschiedlich fortgeschritten. Der Nordturm war zu dieser Zeit schon 50 bis 60 Meter hoch, der Südturm wesentlich niedriger. Als man den Turmbau in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts fortsetzte, führte man den noch zu errichtenden Teil des Südturms deutlich leichter als den Nordturm aus, um Kosten zu sparen.[20]

Der Domfelsen ist nur zu sehen, wenn die Elbe wenig Wasser führt. Da wenig Regen in der Regel auch schwache Ernten bedeutet, wurde der Domfelsen im Volksmund auch Hungerfelsen genannt.

Reformation und Dreißigjähriger KriegBearbeiten

 
Als M. Merian d. J. diesen Stich 1665 veröffentlichte, stand infolge der „Magdeburger Hochzeit“ von Magdeburg kaum noch mehr als der Dom; darum der Titelzusatz „in flore“ (d. h. „in Trauer“)

Zur Zeit der Reformation war Magdeburg eine Hochburg des Protestantismus, nicht zuletzt weil Erzbischof Albrecht von Brandenburg einen regen Ablasshandel betrieb und dadurch den Unmut der Bürger auf sich zog. 1521 hielt der 2. Domprediger und Dominikanermönch Andreas Kauxdorf die erste lutherische Predigt am Magdeburger Dom. Er wurde daraufhin wegen Ketzerei des Ortes verwiesen.[21] Nach dem Tod des Erzbischofs 1545 wurde der Dom für 20 Jahre geschlossen. 1567 wurde der Dom protestantisch, am Ersten Advent feierte man dort den ersten evangelischen Gottesdienst. Erster protestantischer Domprediger war Siegfried Saccus, Hilfsprediger Martin Gallus. 1618 waren Heinrich Schütz, Samuel Scheidt und Michael Praetorius am Neuaufbau der Musik im Dom beteiligt.

 
Domplatz um 1770:[22] Chorumgang noch mit Querdächern, Querhaus-Flankenturm noch mit Aufsatz, Giebel zwischen den Türmen deutlich niedriger als in Wirklichkeit dargestellt. Die große Schallöffnung in der Ostseite des Nordturms in Höhe des Mittelschiffdachs existierte nie.

Während des Dreißigjährigen Krieges eroberten am 20. Mai 1631 die Truppen Kaiser Ferdinands II. unter General Tilly und seinem Truppenführer Pappenheim Magdeburg. Über das anschließende Massaker, bei dem mit rund 20.000 Menschen fast zwei Drittel der Bevölkerung umkamen und die Stadt nicht nur ausgeplündert, sondern durch einen Brand fast vollständig zerstört wurde, die sogenannte „Magdeburger Hochzeit“, waren die Zeitgenossen in ganz Europa entsetzt. Zwischen 2000 und 4000 Menschen hatten sich drei Tage lang ohne Essen im Dom, der vom Feuer verschont blieb, verschanzt und sollen ihr Überleben dem Domprediger Reinhard Bake verdankt haben, der mit einem Kniefall vor Tilly um das Leben der Insassen bat, was gewährt wurde. Tilly ließ den Dom reinigen und feierte hier am 25. Mai einen katholischen Gottesdienst zur Feier seines Sieges. Auf ihn selbst soll der Ausspruch zurückgehen, der Kaiser habe mit der Magdeburger Jungfrau (aus dem Stadtwappen) „Hochzeit gehalten“. Das Erzstift Magdeburg kam wieder unter die Regierung eines katholischen Erzbischofs.

Nach den Vereinbarungen des Westfälischen Friedens erfolgte 1680 die Säkularisation des Erzbistums, und der weltliche Besitz wurde als Herzogtum Magdeburg Teil der Markgrafschaft Brandenburg.

19. JahrhundertBearbeiten

Nach 1806, als Magdeburg an Napoleon übergeben wurde, wurde der Dom der Überlieferung zufolge als Lager und auch als Pferdestall genutzt. Angeblich gehen die in die Mauern des Kreuzganges eingefügten Eisenringe auf diese Zeit zurück. Die Besatzung endete 1814. Der Chorraum konnte derweilen weiterhin von der Gemeinde genutzt werden; 1807 entstand dort sogar eine neue Orgel mit 15 Registern.

1810 kam der Dom im Zuge der Säkularisierung und der Auflösung des Domkapitels durch Napoleon in den staatlichen Besitz des Königreichs Westphalen, ab 1814 war der preußische Staat für die Erhaltung der Kirche zuständig. Zu dieser Zeit war die Kathedrale in einem so schlechten Zustand, dass sie nach Ansicht des um Rat gebetenen Karl Friedrich Schinkel abbruchreif war.[23]

1818 konnte der Domchor, nachdem seine Aktivitäten ab 1810 infolge der Auflösung des Domkapitels darniederlagen, durch die Initiative von Carl Friedrich Zelter neu gegründet werden. Der preußische König Friedrich Wilhelm III. ließ dem Chor aus der Säkularisierung des Domkapitels gewonnene Gelder zukommen und sorgte so für eine gesicherte finanzielle Basis des Ensembles.[24]

Friedrich Wilhelm III. besichtigte den heruntergekommenen Dom 1825 und stieß mit einer Spende eine grundhafte Instandsetzung an, die unter Leitung von Schinkel von 1826 bis 1834 geschah. Dabei setzte man unter anderem das einsturzgefährdete nördliche Querhaus instand und trug den das Querhaus überragenden, hölzernen Aufsatz des nördlichen Flankenturms mitsamt des zeltförmigen Daches ab. Weiterhin brachte man den ebenfalls labilen Dachreiter in Ordnung, nahm die in ihm befindlichen zwei Glocken ab, baute die Hauptorgel um und entfernte die erst 1807 aufgestellte Chororgel. Schinkel ließ im Innenraum sämtliche, aus vergangenen Jahrhunderten stammenden Farbschichten entfernen, was zur heutigen Steinsichtigkeit führte. Das Innere wurde neu verputzt und gekalkt, was bis heute zu sehen ist.[23] Die erhaltene Farbgebung der Mauritius-Figur lässt erahnen, wie es vor dieser Renovierung im Dom aussah. In der Zeit von 1847 bis 1906/07 wurde der Dom mit künstlerisch bedeutenden Farbglasfenstern von sechs führenden deutschen Glasmalerei-Werkstätten ausgestattet. Sie bildeten ein einmaliges farbiges Ensemble mit Themen aus dem figürlichen, wie ornamentalen Bereich. Alle 89 Fensteröffnungen des Doms, mit einer Fläche von insgesamt 2.300 Quadratmetern, wurden damit geschlossen. Stifter waren die preußischen Könige, Kaiser Wilhelm II., viele andere Persönlichkeiten und die Stadt Magdeburg. Alle Fensterverglasungen gingen durch Detonationen von Bomben bei den Luftangriffen auf Magdeburg verloren;[25] zwei besonders wertvolle und zunächst gerettete erst zur DDR-Zeit.[26]

20. JahrhundertBearbeiten

 
Einige Gitter der ehemaligen Dampfheizung (Nordseite nahe der Orgelempore)
 
Bombentreffer in der Westfassade vom 17. Februar oder 2. März 1945
 
Kriegsschäden 1948: Loch im Gewölbe des Südseitenschiffs, viele Fenster zerstört, Reste der Röver-Orgel auf der Westempore
 
Restaurierungsarbeiten 1954

Ab 1901 war eine Dampfheizung mit Austrittsöffnungen im Boden und in den untersten Abschnitten der Mittelschiffsfenster in Betrieb. Dazu wurden die Fenster von unten her verkleinert und kunstvoll gearbeitete Gitter an ihrer Stelle eingesetzt.[27] Mit einer Vorheizzeit von einer Woche und dem Verfeuern von fast einer Güterwagenladung Kohle schaffte man es, den Dom mit 75 000 m³ Innenraum im Winter auf 14 °C zu temperieren. Das Heizhaus wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört,[16] die Gitter sind erhalten.

In der Zeit der Weimarer Republik und des Nationalsozialismus war Ernst Martin Domprediger. Er stand politisch national-konservativen Kreisen und insbesondere dem Stahlhelm nahe und trat in die DNVP ein. Im Herbst 1932 hielt er im Dom für die SA einen Gottesdienst, bei dem auch SA-Fahnen gegrüßt wurden.[28] Hingegen boykottierte die Domgemeinde den 1933 gegen den Willen der Kirchenleitung als Bischof eingesetzten Friedrich Peter, einen überzeugten Nazi und Antisemiten, dermaßen, dass er sein Amt 1936 aufgab.[16]

Der Nordturm mit seinen massiven Gewölbedecken diente im Zweiten Weltkrieg für Anwohner als Luftschutzraum und zur Unterbringung einiger wertvoller Ausstattungsstücke des Doms. Die Kirche wurde 1944/45 schwer beschädigt. Beim Angriff der alliierten Bomberverbände vom 12. September 1944 beschädigte bzw. zerstörte eine ins Südseitenschiff einschlagende Bombe Epitaphien, alle Farbfenster des Doms (bis auf zwei ausgebaute), sowie die gesamte hölzerne Bestuhlung mit Ausnahme des ausgelagerten, mittelalterlichen Chorgestühls. Beim schwersten, von der Royal Air Force durchgeführten, Luftangriff auf Magdeburg am 16. Januar 1945 fielen mehrere Sprengbomben in die Seitenschiffe. Insgesamt wurden ca. 300 m² Gewölbe zerschlagen. Der Dachstuhl des Hauptschiffs geriet in Firsthöhe in Brand. Eine eigens für solche Fälle gegründete „Feuerlöschgruppe Dom“ konnte das in etwa 45 m Höhe wütende Feuer nach dem Abzug der Bomberstaffeln trotz widrigster Bedingungen löschen. Das Küsterhaus hingegen brannte ab.[29] Zudem warf eine einzelne, am 17. Februar (nach anderer Angabe am 2. März[29][30]) 1945 mitten am Tag und ohne vorherigen Luftalarm auftauchende Tieffliegerbesatzung eine Feuerbombe gegen die Westseite des Doms. Der Sprengkörper durchschlug die Fassade des Turmzwischenbaus in Höhe des dritten Stockwerks (siehe Bild rechts), brachte die Gewölbedecke über der Hauptorgel (den „Zimmermannsboden“[31]) zum Einsturz und zerstörte letztere, mit Ausnahme des Prospekts, vollständig.[32] Das dabei ausgebrochene Feuer konnte auch diesmal gelöscht werden, so dass der hölzerne Dachstuhl weitgehend intakt blieb. Nur die östlichen Partien mit Chor, Chorumgang und Chorempore blieben gänzlich erhalten. Besonders wertvolle Teile der Ausstattung waren durch Auslagerung oder Einmauerung gerettet worden.[33] Eine völlige Zerstörung des Doms in den letzten Kriegstagen konnte knapp vor dem Ablauf eines Ultimatums der mit angriffsbereiter Artillerie vor Groß Ottersleben stehenden Amerikaner verhindert werden. Eine offenbar ohne Absprache mit dem Magdeburger Militärkommandanten auf dem Südturm gehisste Hakenkreuzfahne wurde auf Anweisung von Domprediger Martin eine halbe Stunde, bevor die US-Truppen mit dem Beschuss des Doms beginnen wollten, heruntergeholt.[34]

Aufgrund der massiven Schäden am Dom richtete die Gemeinde den bisher als Archiv des Konsistoriums benutzten Remter als Ersatzkirche ein.[34] Zu DDR-Zeiten lag die Verantwortung für die Bausubstanz beim Staat. Nach Restaurierungsarbeiten wurde der Dom am 22. September 1955 mit der Amtseinführung von Bischof Johannes Jänicke wieder eröffnet.[35] Bei Ausgrabungen in den Jahren 1955 bis 1957 entdeckte man eine Glockengussgrube vor dem Westportal.[36] Finanziert mit Hilfe eines Kirchenbauprogramms[37], wurden Teile des Doms seit 1983 erneut restauriert. Während des Kalten Krieges begann man, die unterirdischen ehemaligen Heizungsräume für die Einlagerung von Kunstschätzen des Doms im Falle eines atomaren Angriffes herzurichten.[16] Eine Solaranlage wurde 1990 installiert.

Während der Wende in der DDR wurde der Dom im Herbst 1989 zum Ausgangspunkt der friedlichen Revolution in Magdeburg. Einen wesentlichen Beitrag hierzu leisteten die Aufrufe zur Besonnenheit durch Domprediger Giselher Quast und Dompredigerin Waltraut Zachhuber. Neben seiner Funktion als Bischofskirche der Evangelischen Kirchenprovinz Sachsen (EKKPS) mit etwa 533.000 Gläubigen (bis 2003) ist er auch Pfarrkirche für die seit 1869 bestehende Evangelische Domgemeinde. Seit dem Zusammenschluss der EKKPS mit der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Thüringen ist der Dom die Bischofskirche der neugebildeten Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM). Der Dom ging nach dem Ende der DDR in das Eigentum der 1994 gegründeten „Stiftung Dome und Schlösser in Sachsen-Anhalt“ über. Die Domgemeinde besitzt das Recht zur uneingeschränkten Nutzung der Kathedrale.[27]

21. JahrhundertBearbeiten

 
Nordansicht des Doms 2022 – morgens um 7°° noch ohne Wasserspiele

Das Bauwerk wird jährlich von mehr als 100.000 Touristen besucht. 2005 konnten die Bauarbeiten am Nordturm abgeschlossen werden, wodurch dieser seit dem Frühjahr jenen Jahres auch wieder für Besteigungen zugänglich ist. Im Südturm wurde ein bis zum Oktogon reichender Fahrstuhl,[38] mit dem Besucher bis in Höhe des Mittelschiff-Dachbodens fahren können, eingebaut.[7] 2006 wurden der Südturm und das Dach des Remters restauriert. Im Nordturm befindet sich eine Steinmetzwerkstatt, in der alte Skulpturen und aufzuarbeitende Ausstattungsstücke lagern. Beispielsweise wird ein im 2. Weltkrieg stark beschädigtes Epitaph aus dem Südseitenschiff erst seit 2020 wieder zusammengesetzt und restauriert. Mit einer großangelegten, um 2020 laufenden Außeninstandsetzung des Chores als letzte wesentliche Etappe der äußerlichen Erhaltung des Doms befindet dieser sich insgesamt in einem guten Zustand. Der Erhalt der Kirche kostet jährlich etwa 1 Million Euro. Seit 2006 wird die frühe Baugeschichte des Magdeburger Doms durch archäologische Ausgrabungen untersucht, um Erkenntnisse über die Vorgängerbauten des Doms zu erzielen. Bei dieser Untersuchung entdeckte die Archäologen in einem vermeintlichen Scheingrab die sterblichen Überreste der im Jahre 946 verstorbenen Königin Edgitha, der Gemahlin Ottos des Großen.

Im Jahr 2009 wurde das 800-jährige Jubiläum des spätromanisch-gotischen Doms feierlich begangen. Hierzu präsentierte sich der Dom ab Dezember 2008 für etwas mehr als ein Jahr vollständig ohne Baugerüste. Im gleichen Jahr erhielt die Kirche – 63 Jahre nach der Zerstörung der großen Orgel auf der Westempore – auch wieder eine dem Raum angemessene Hauptorgel.

Dom in Stadt und LandschaftBearbeiten

Mit seinem hoch aufragenden Turmpaar ist der Magdeburger Dom die Höhendominante des Stadtbildes und weit über die Stadtgrenzen hinaus sichtbar. Er ist bei guten Wetterverhältnissen auch vom 79 km entfernten Brocken zu erkennen.

Die Stadt arbeitet seit 2019 an einem „Hochhauskonzept“, um das Stadtbild mit weiteren „Hochpunkten“ großstadttypisch und gefällig zu ergänzen. Absolute Priorität haben hierbei die Freihaltung wichtiger Sichtachsen auf dem Dom, zum Beispiel des Blickes von der bedeutenden Stadtzufahrt über die von Heyrothsberge über mehrere Kilometer genau auf den Dom zulaufende Bundesstraße 1, sowie ein Verbot von den Blick auf den Dom beeinträchtigenden Hochhäusern in dessen Nähe.[39]

Der Domplatz hat seit 1990 mehrere Verschönerungen erfahren.

 
Neues Pflastermosaik vor dem Westportal und rote Vermessungsmarke (56,89 m ü. NN) am Sockel des Nordturms

DomklausurBearbeiten

 
Marienkapelle der Domklausur

Die Domklausur hat einen trapezförmigen Grundriss, da drei ihrer Flügel noch nach dem Vorgängerdom aus dem 10. Jahrhundert ausgerichtet wurden. Der Südflügel ist noch romanisch gestaltet. Der Ostflügel enthält eine große zweischiffige Halle, auch als Remter bezeichnet. Daran wurde im 15. Jahrhundert die Marienkapelle angebaut.

AusstattungBearbeiten

Spätrenaissance-Kanzel aus Alabaster
von Christoph Kapup

Obwohl der Dom im Laufe seiner Geschichte mehrmals geplündert und fast zerstört wurde, birgt er viele erhaltene wertvolle Ausstattungsgegenstände und Kunstschätze.

AlabasterkanzelBearbeiten

Die Kanzel des Magdeburger Doms zählt zu den bedeutendsten Renaissancekunstwerken in Deutschland und wurde von dem Nordhäuser Bildhauer Christoph Kapup 1597 aus dem weichen Gipsgestein Alabaster gefertigt. Auf dem Kanzelkorb sind dargestellt: Hl. Johannes der Täufer, Christus als Erlöser, Hl. Mauritius, Hl. Katharina. Er wird gestützt vom Hl. Paulus als Kanzelkorbträger. Auf der Kanzeltreppe sind dargestellt: Gott mit Adam und Eva im Paradies, der Sündenfall, die Sintflut. Trotz einer Einmauerung wurde sie im 2. Weltkrieg beschädigt.[34] 2009 wurde eine aufwändige Restaurierung abgeschlossen.

Skulpturen der klugen und törichten JungfrauenBearbeiten

Die zehn Skulpturen der klugen und törichten Jungfrauen der Paradiespforte von 1240/50 wurden später an das Gewände des Nordportales platziert. Es ist die erste monumentale Gestaltung dieses Themas, voll drastischer Direktheit im Vergleich zu den wesentlich verhalteneren Schilderungen des gleichen Themas in der Zeit davor, die wesentlich kleiner waren. Stilistisch gesehen stehen sie zwischen den Bamberger Fürstenfiguren und denen von Naumburg. Man nimmt an, dass der Bildhauer in der Bamberger Schule gearbeitet hat oder dort ausgebildet wurde. Die Figuren sind in der Tracht des 13. Jahrhunderts dargestellt.

Drei der fünf klugen
Jungfrauen
, freudig
Drei der fünf törichten
Jungfrauen
, traurig

Weitere Kunst- und KulturschätzeBearbeiten

 
Herrscherpaar, wohl Otto I. und Edgitha von Wessex
 
Paradieskapitell, Nordseite des Chorumgangs, von links: Adam (nackt), Eva, Schlange (Kopf aus Pflanze), Gottvater (bärtig), ein weiterer Kopf

Die folgende Liste der weiteren Kunst- und Kulturschätze ist nicht komplett, sondern zeigt eine Auswahl der wichtigsten Werke.

  • In der Apsis befinden sich antike Säulen aus Porphyr, Marmor und Granit, die möglicherweise aus Ravenna stammen. Otto I. brachte die Säulen als Spolien aus Italien für den Bau des ersten Doms mit.
  • Der Überlieferung nach brachte Otto I. auch den Taufstein mit, angeblich ursprünglich ein römischer Springbrunnen. Das Gestein ist Porfido rosso und soll aus Hurghada in Ägypten stammen. Es wäre demnach ein Dazit.
  • Das Grab des Kaisers Otto I. befindet sich im Chor. Bei einer Öffnung des Grabes 1844 fand man ein Skelett und Kleidung.
  • Die aus einem Stein böhmischen Marmors geschaffene Altarplatte des Hochaltars im Chor ist mit den Maßen 4,30 Meter zu 1,95 Meter die größte der Christenheit. Der Altar wurde 1363 geweiht.[40]
  • Der Nikolausaltar ist ein 1506 geweihter Flügelaltar in der Magdalenenkapelle, der zum Namenstag auf dem Hochaltar ausgestellt wird.
  • Die Skulpturen von St. Katharina und St. Mauritius stammen von demselben Künstler und entstanden um 1250. Die Skulptur von St. Mauritius ist die älteste bekannte europäische Darstellung eines Schwarzafrikaners.
  • Das Herrscherpaar aus dem 13. Jahrhundert in der um 1250 entstandenen Sechzehneckigen Kapelle, auch „Heilig Grab-Kapelle“ genannt, stellt dem Volksglauben nach Otto I. und Editha dar.
  • Das Chorgestühl stammt aus der Mitte des 14. Jahrhunderts. Die Relieffelder zeigen Szenen aus dem Leben Jesu. Die Bildschnitzerwerkstatt schuf wahrscheinlich auch das Chorgestühl des Bremer Doms. Aufbau und Reliefs vor allem der niederen Wangen wurden im 19. Jahrhundert erheblich erneuert.
  • Im Magdeburger Dom finden sich zahlreiche historische Grabmonumente, Epitaphe und Grabplatten des 12. bis 14. Jahrhunderts, darunter die des Erzbischofs Friedrich von Wettin; an seinem Fußende die bekannte Figur des „Dornausziehers“, von J. W. Goethe als „barbarische Nachahmung“ der gleichnamigen Figur auf dem Kapitol in Rom identifiziert. Weiterhin birgt der Dom ein Epitaph des Domherrn Johann von Randow (1526–1572)
  • Das Magdeburger Ehrenmal stammt von Ernst Barlach aus dem Jahre 1929 und ist den Opfern des Ersten Weltkrieges gewidmet. Während der NS-Zeit wurde das Mal auch auf Drängen des damaligen Domgemeinderates vorübergehend entfernt und 1955 wieder im Dom aufgestellt.
  • Das Lebensbaumkruzifix in der Kapelle im Kreuzgang stammt aus dem Jahr 1986 von Jürgen Weber. Jesus hängt an einem verdorrten Baum anstatt einem Kreuz. An den Stellen, wo sein Blut auf den Baum trifft, treibt der Baum wieder aus.
  • Einer schwarzen, eisenbeschlagenen Truhe an einer Säule im Hauptschiff wird nachgesagt, dass Johann Tetzel sie für seinen Ablasshandel benutzte.

Rettung eines Teils der Ausstattung im Zweiten WeltkriegBearbeiten

Als die alliierten Luftangriffe im Zweiten Weltkrieg sich ab Frühjahr 1942 auch auf die deutschen Innenstädte (Lübeck, Rostock) konzentrierten, wurden Bemühungen um den Kunstschutz von dort befindlichen Kulturdenkmälern intensiviert. Das betraf auch die Ausstattung von Kirchen, so die des Magdeburger Doms. Leichtere Luftangriffe auf Magdeburg hatten bereits 1940 begonnen, schwere Angriffe unter Einbeziehung auch der Innenstadt erfolgten ab Januar 1944. Bei der Auswahl besonders schutzwürdiger Kunstwerke war maßgeblich Professor Hermann Giesau als Provinzialkonservator in der preußischen Provinz Sachsen tätig. 1943 wurde ein Teil der beweglichen Kunstgüter aus dem Magdeburger Dom ausgelagert.[33] In das Schloss Erxleben kamen: das Chorgestühl, der Nikolausaltar und die beiden farbigen Domglasfenster von Professor Fritz Geiges, geschaffen um 1900. In die Gutsanlage des Schlosses Flechtingen wurden ausgelagert: drei wertvolle Grabplatten von Erzbischöfen und die Sandsteinskulptur des heiligen Mauritius. Die Grabmale von Kaiser Otto dem Großen und seiner Gemahlin Edgitha erhielten im Dom Splitterschutz durch starke Eisenbetonplatten. Die Kaiser-Otto-Statue am Westportal war zum Schutz eingemauert: ein Nachkriegsfoto aus dem Bundesarchiv zeigt, wie Otto wieder „befreit“ wird. Einige Kunstschätze, zum Beispiel die zehn Jungfrau-Figuren, kamen in den mit massiven Gewölben ausgestatteten Nordturm.[29] Das Chorgestühl, der Nikolausaltar und die Glasfenster von Professor Geiges wurden im Juni 1945, kurz vor dem Wechsel von britischer zu sowjetischer Besatzung, auf Initiative der Erxlebener Familie von Alvensleben zunächst nach Pattensen in Niedersachsen evakuiert. Aus dem Kunstgutlager Schloss Celle kehrten diese Kulturschätze 1954 nach Magdeburg zurück. Das Chorgestühl wurde nach Restaurierung 1955 wieder im Dom eingebaut. Die beiden Domfenster von Professor Geiges mit den wichtigsten Ereignissen der Domgeschichte und der Reformationsgeschichte in Magdeburg „in eindrucksvoller Glasmalerei“ wurden nicht wieder eingebaut, „ihr Verbleib konnte bisher nicht geklärt werden“.[41] Diese beiden Fenster waren die einzigen Domfenster, die die Luftangriffe auf Magdeburg unversehrt überstanden hatten.

OrgelnBearbeiten

 
Blick auf die Hauptorgel

Der Dom weist eine sehr lange, reichhaltige und wechselvolle Orgelgeschichte auf, die schon ab dem 14. Jahrhundert nachweisbar ist. Im Jahr 1377 ist bereits von „orgelen“ im Plural die Rede.[42] Das genaue Baujahre, die Größe der Instrumente, die Namen der Orgelbauer und die genauen Aufstellungsorte im Dom sind allerdings unbekannt. Eine neue Hauptorgel auf der Westempore wurde 1605 von Heinrich Compenius dem Jüngeren errichtet und danach mehrmals umgebaut. Mitte des 19. Jahrhunderts bauten Adolf Reubke und im Jahr 1906 Ernst Röver jeweils eine neue Hauptorgel.[42] Durch einen Tieffliegerangriff am 17. Februar 1945 wurde die Röver-Orgel völlig zerstört. Nach dem Krieg verfügte der Dom im Remter leihweise über ein Instrument der Firma Furtwängler & Hammer, bis dieses durch einen 1949 geweihten Neubau von Alexander Schuke ersetzt werden konnte.[31] 1988 unter Denkmalschutz gestellt und 1997 wegen nicht behebbarer Schäden stillgelegt, befindet dieser sich seit 2008 in Polen.[31][43]

Das Fehlen einer großen Domorgel seit 1945 war eine Kriegswunde, die erst nach über 60 Jahren geschlossen werden konnte. Von 1957 bis 1975 stand eine von der Firma A. Schuster & Sohn gefertigte, zweimanualige Orgel, die für eine andere Kirche konstruiert und für den Dom viel zu klein war, als Behelfsinstrument im südlichen Seitenschiff.[44] In den Jahren 1969/1970 baute A. Schuke eine Orgel für die Beschallung hauptsächlich des Querhauses.

Im Laufe der Jahrhunderte standen zudem einige weitere, kleinere Chor- oder Interimsorgeln in Dom und Remter.

Heute befinden sich vier Orgeln im Dom: die Querhausorgel (1969/1970) und die Hauptorgel (2008) von A. Schuke, eine Truhenorgel von Peter Collins sowie im Remter eine Orgel der Firma Glatter-Götz (2011).[45]

GlockenBearbeiten

Die Kirchenglocken des Doms hängen im vierten und fünften Stockwerk des Nordturms sowie im Dachreiter. Von den ehemals zehn bis fünfzehn zum Teil mittelalterlichen Glocken des Doms sind noch fünf erhalten. Die zwei größten von ihnen (Osanna/Susanne und Apostolica) gehören zu den schwersten und größten läutbaren Barockglocken Deutschlands.

Derzeit wird das Geläut saniert, reorganisiert und um acht neue Glocken erweitert.

Ehemalige und vorhandene GlockenBearbeiten

Vermutlich wurden die meisten verlorenen Klangkörper im Schmalkaldischen Krieg 1546/47 und im Dreißigjährigem Krieg zu Kanonen verarbeitet. Schon 1689 sollen im Nordturm nur noch drei große Glocken übriggeblieben sein. Der seit Jahrhunderten leere Südturm war früher auch mit Glocken bestückt; die größte in diesem Turm, die Maxima, goss Meister Heinrich (Gdansk) im Jahr 1468 außerhalb der Stadt, vor dem Sudenburger Tor. Da die westseitige Schallöffnung der Südturm-Glockenstube größer als die des Nordturms ist, wird angenommen, dass die Maxima größer und mit 200 Zentnern schwerer als die Susanne im Nordturm war. Vermutlich ist sie ein Umguss eines noch älteren Exemplars von 1417, da die erste Erwähnung der größten Glocke des Doms in dieses Jahr fällt.[36] Die Maxima bekam 1521 einen Sprung und stürzte, nachdem die Susanne im Nordturm aufgehängt war, in den 1540er Jahren ab,[19] möglicherweise bei einer versuchten Demontage, um sie im Schmalkaldischen Krieg zum Kanonenguss zu nutzen. Die Maxima riss dabei sämtliche hölzernen Zwischendecken mit in die Tiefe, weshalb der Südturm bis heute, von einer Zwischendecke im mittleren Teil des zweiten Turmgeschosses abgesehen, ein hohler Schacht ist.

1720 brach ein Klöppel, fiel durch das westseitige Schallfenster der Nordturm-Glockenstube und erschlug einen vor dem Turm befindlichen Mann.[36]

Im oberen Bereich des 3. Stocks des Nordturms lagert der etwa 1,90 m lange Eichenholzklöppel einer verlorengegangenen gotischen Glocke, der zu besonderen Gelegenheiten (etwa in der Fastenzeit oder bei Trauerfällen) in diese gehängt wurde, um ihren Klang dem Anlass angemessen zu dämpfen.[46] Nach anderen Angaben könnte dieser auch in die Susanne gehängt worden sein.[36]

Osanna/SusanneBearbeiten

Die heutige Susanne – entsprechend der abgestürzten großen Glocke des Südturms auch Maxima[47] genannt – entstammt dem Kloster Neuwerk bei Halle/Saale. Sie wurde dem Magdeburger Domkapitel im Jahr 1541 nach der Auflösung des Klosters durch Kardinal Albrecht IV. (er war von 1513 bis 1545 auch Erzbischof von Magdeburg) geschenkt und mit 24 Pferden nach Magdeburg transportiert. Ihr Gewicht wurde damals mit 145 Zentnern angegeben.[36] Zusammen mit der Susanne soll eine weitere große, im Kloster nun überflüssig gewordene Glocke zum Dom gebracht worden sein, und, was nicht sicher überliefert ist, evtl. noch einige kleinere dazu. Im 15. Jahrhundert gegossen, ist die größte Glocke des Nordturms nach vier Umgüssen 1574, 1586, 1658 und 1702 bereits das fünfte Exemplar.

Der Erfurter Gießer Eckhart Kucher bekam den Auftrag, 1574 den ersten Umguss der 1567 gesprungenen Susanne vorzunehmen. Jedoch waren Mantel und Kern der Form brüchig geworden. Kucher schlug deshalb vor, eine neue Form bauen, jedoch wurde die Glocke unter Termindruck, weil sie zu Weihnachten wieder läuten sollte, in der Magdeburger Paulinerkirche in der notdürftig ausgebesserten Form gegossen. Zwar war sie zu Weihnachten 1574 wieder aufgehängt, der Guss und der Klang waren jedoch schlecht gelungen: Bereits 1584 riss sie erneut, der Umguss erfolgte 1586. Ein weiterer Umguss erfolgte 1658 durch den Magdeburger Gießer Georg Schreiber.[46]

Der bisher letzte Umguss wurde notwendig, nachdem die Glocke im Jahr 1700 zum vierten Mal gesprungen war. Dazu wurde sie per Lastkahn nach Berlin geschafft, dort 1702 von Johann Jacobi umgegossen, zurück nach Magdeburg verschifft und kurz vor Weihnachten 1703 wieder aufgehängt. Nach der Motorisierung des Läuteantriebs 1926 erhielt die Susanne, wie auch die Apostolica, 1927 oder 1928 einen neuen Klöppel der Firma Franz Schilling & Söhne.[36]

Mit 8,8 t wiegt sie für eine e0-Glocke relativ wenig, was auf die ein recht dunkles Klangbild hervorbringende, eher leichte Rippe zurückzuführen ist. Im Vergleich zur deutlich schwereren, auch ein e0 erzeugenden Erfurter Gloriosa hat die Susanne etwa 10 cm weniger Durchmesser und eine dünnere Wandung, aber einen stärkeren Schlagring (205 mm im Neuzustand). Dennoch gilt sie musikalisch als wertvoll. Vor einer Wägung im Jahr 1994 wurde ihr Gewicht, entsprechend einer überlieferten Angabe von „zweyhundert sechs und sechzig Centnern“ von 1741,[36] sogar mit 13,3 t angenommen. Um sie zu läuten, brauchte man früher 18 Männer, weshalb sie nur zu hohen Festtagen benutzt wurde.

Die Susanne hängt im nördlichen Gefach des barocken Glockenstuhls, zu dessen Bau seinerzeit Hölzer einer noch älteren Konstruktion verwendet wurden, im unteren Bereichs des 4. Turmstockwerks unmittelbar vor dem zum Domplatz zeigenden Schallloch.

ApostolicaBearbeiten

Die 4980 kg schwere Apostolica, die ehemalige Werktagsglocke, hat eine sehr schwere Rippe und wird wegen ihrer Klangschönheit gerühmt.[46] Ihre erste Erwähnung fällt in die Jahre 1445/46. Üblicherweise wurde die zweitgrößte Glocke eines Geläuts auf diesen Namen getauft (die Susanne war zu dieser Zeit noch nicht im Dom). 1567 wurde sie an ihren jetzigen Platz gehoben.[9] 1593 wurde sie wegen Rissen umgegossen, ein weiteres Mal 1690, diesmal von Jacob Wenzel. Bis zum Einbau einer elektrischen Läutemaschine 1926 waren zwölf Männer nötig, um sie zum Klingen zu bringen. 1926 brach der Klöppel, welcher, nach mehreren vergeblichen Schweißversuchen, 1927 oder 1928 durch einen mit 275 kg viel zu schweren und wegen eines überdimensionierten Vorhangs zu hart anschlagenden Klöppel ersetzt wurde. Auch ihr exaktes Gewicht konnte erst 1992, als sie an ein Eichenholzjoch gehängt wurde, ermittelt werden. Bis dahin kursierten Angaben von 5750 kg, da das Gewicht der Apostolica in einem Bericht von 1741 mit 115 Zentnern angegeben wurde. Sie hängt neben der Susanne im südlichen Gefach des Glockenstuhls, an der zum Turmzwischenbau zeigenden Wand der Glockenstube.[36] An dieser Wand befindet sich der Uhrwerkshammer, mit dem die vollen Stunden auf der Apostolica geschlagen werden.

DominicaBearbeiten
 
Die reparierte Dominica, seit 2019 im nördlichen Seitenschiff ausgestellt, hat nun wieder sechs Kronenhenkel.

Die 1575 von Eckhart Kucher wiederum in der Magdeburger Paulinerkirche gegossene „Dominica“ erklingt aufgrund ihrer relativ leichten Septimenrippe nur einen halben Ton höher als die mehr als doppelt so schwere „Apostolica“.[36] Sie, die normalerweise zum Sonntagsgottesdienst ruft, war seit etwa 2004 reparaturbedürftig und schweigt seither.[48] Unter anderem waren zwei Kronenhenkel abgebrochen und provisorisch durch zwei durch die Haube und das Joch geführte Zugbolzen ersetzt worden sowie das Hängeeisen für den Klöppel erneuerungsbedürftig.[49] Des Weiteren war sie teilweise stark korrodiert, waren ein Riss durch einen zu schweren Klöppel und ausgeschlagene Stellen vorhanden.[50][51] Im Gegensatz zu den beiden großen Glocken hing sie nach wie vor an einem Holzjoch in einem etwa 1550 gebauten Glockenstuhl im dritten Stock. Da die dortige Glockenstube lediglich ein (nach Norden gerichtetes) großes Schallaustrittsfenster sowie nur eine kleine Öffnung nach Osten hat, war ihre Klangabstrahlung sehr eingeschränkt. Aufgrund dieses akustisch sehr ungünstigen Platzes, an dem man eine Glocke normalerweise nicht aufhängt, wird angenommen, dass ihre Vorgängerin bis zum Absturz der „Maxima“ im Südturm hing und aus der Not heraus im Nordturm untergebracht wurde. Die Dominica wurde im Sommer 2019 in der Glockenwerkstatt Lachenmeyer repariert und danach zur Besichtigung ins Kirchenschiff gestellt.[52] Sie hat eine Abklingdauer von über 2 Minuten.[53] Sie soll, wenn das Geläut erweitert wird, im oberen Bereich der mit drei Fenstern ausgestatteten Glockenstube im 4. Stock aufgehängt werden und einen leichteren Schirmballenklöppel, wie er vor hunderten Jahren üblich war, erhalten.[54][55] Das vermutlich aus dem 19. Jahrhundert[46] stammende Holzjoch kann nach einer Aufarbeitung voraussichtlich weiter genutzt werden.[36] Für den verwaisten Glockenstuhl ist eine museale Nutzung angedacht.

Glocken in Flankenturm und DachreiterBearbeiten

Auch im nördlichen Flankenturm des Querhauses hingen in einem im Jahr 1827 entfernten Fachwerkaufsatz sechs Glocken; sechs Öffnungen in der obersten Gewölbedecke für die Läuteseile künden immer noch davon. Teilweise reichten die Seile auch noch durch eine weitere Decke eine Etage tiefer. Diese 1446/47 erstmals erwähnten Glocken dienten, da ein Gang vom unteren Ende der längsten Läuteseile in den Hochchor führt, vermutlich dem Chorgottesdienst des Domkapitels und sind spätestens seit dem Beginn der großangelegten, von 1826 bis 1834 andauernden Domrenovierung, als auch das einsturzgefährdete nördliche Querhaus saniert wurde, verschwunden.[36]

Bis zu dieser Renovierung gab es auch im Dachreiter zwei kleine Glocken,[56] welche im Zuge der Instandsetzung des labil gewordenen Türmchens abgenommen wurden.[23] Eine hatte eine Zuckerhutform, einen Durchmesser von 385 mm, könnte im 12. Jahrhundert entstanden sein und lagerte, bevor sie vermutlich im Ersten Weltkrieg verlorenging, im Dommuseum. Bei der zweiten, größeren Glocke könnte es sich um die jetzige Orate handeln, dies ist jedoch unsicher. Die Orate als älteste Glocke des Magdeburger Stadtkreises war wegen einer abgeschlagenen Krone länger nicht läutbar und stand in der Tonsur-Kapelle. Nach dem Angießen einer neuen Krone und eines neuen Hängeeisens konnte sie 1994 in den Dachreiter gehängt werden.

SchelleBearbeiten
 
Nordturm mit der Schelle im Oktogon

Sie ist die älteste Domglocke, von der das Gussjahr (1396) bekannt ist. Ihre Inschrift weist darauf, dass sie von Anfang an als reine Uhrschlagglocke konzipiert war, hin. Dies lässt auf die Existenz einer Domuhr schon zu ihrer Gusszeit schließen. Sie ist eine der frühesten Uhrschlagglocken mit einer verkürzten Rippe. Das heißt, ihre Höhe ist im Verhältnis zum Durchmesser niedriger als bei normalen Läuteglocken, was für eine Funktion als Uhrschlagglocke ausreichend ist und Material sowie Kosten sparte. 1992 konnte erstmals eine genaue Klanganalyse aufgenommen werden. Diese schwer zugängliche Glocke wurde dabei gewogen und ihre Masse zu 1500 kg bestimmt. Bis dahin kursierten Gewichtsangaben von bis zu 4000 kg für die Schelle. Sie schlägt die Viertelstunden, ist starr zwischen den beiden nördlichen Oktogonsäulen des Nordturms, also zum Stadtzentrum zeigend, aufgehängt und vom Domplatz zu sehen.[36]

20. und 21. JahrhundertBearbeiten

1926 wurden elektrische Antriebe eingebaut. Auch die in den 1990er Jahren ausgebauten Stahljoche stammen möglicherweise aus dieser Zeit. Die Glocken wurden im Zweiten Weltkrieg in die Kategorie „D“ eingestuft und blieben deshalb vom Einschmelzen ausgenommen.[36]

Nach dem Zweiten Weltkrieg erwarb die Domgemeinde drei kleinere Glocken von Kirchen aus dem größeren Umkreis, um die historischen drei großen Glocken zu entlasten. Die dazu an den alten Domglocken vorgenommenen Klangmessungen waren jedoch fehlerhaft. Deshalb passten die anhand dieser Messungen ausgewählten Glocken klanglich schlecht zum Bestandsgeläut und wurden wieder verkauft.

Das Geläut überstand die DDR-Zeit mit vergleichsweise geringen Schäden: Zum einen hielt die Korrosion durch verschmutzte Luft, im Vergleich zu der in anderen DDR-Ballungsgebieten, sich noch in Grenzen, zum anderen unterblieben den Klang des Domgeläuts verstümmelnde Umbauten wie die bei anderen Glocken öfters praktizierte Aufhängung an gekröpften Stahljochen. Dringender Handlungsbedarf bestand jedoch bei der Apostolica, welche infolge der massiven Überbeanspruchung durch den überdimensionierten Klöppel von 1927/28 Schaden zu nehmen drohte.

1992 erfolgten Schwingungsmessungen an den Domtürmen[57] und musste der durchgebrannte, von 1926 stammende Motor der Susanne ersetzt werden.[36] Die geraden, genieteten stählernen Joche wurden 1992 (Apostolica) und 1993 (Susanne) durch solche aus Eichenholz ersetzt. Die Suche nach einem für das Joch der Susanne geeignetem, abgelagertem Baumstamm war aufwendig, denn es wurde ein gewaltiger Balken mit einem Querschnitt von 60 cm Höhe und 52 cm Breite gebraucht. Die geänderte Geometrie der Aufhängung erforderte neue Klöppel. Die Apostolica erhielt 1992 den dringend nötigen, neuen, im SKET geschmiedeten, nur noch 180 kg wiegenden und somit der Glocke angemessenen Klöppel. 1994 bekam auch die Susanne einen neuen Klöppel, der einen weicheren und den Schlagton mehr hervorhebenden Anschlag erzeugte. Die Firma Rincker führte diese Arbeiten aus. Später war das Geläut auf Grund von Schäden wiederum stillgelegt, unter anderem, weil der neue Klöppel der Susanne ungleichmäßig anschlug. Die beiden größten Glocken erklangen, nachdem unter anderem die Susanne nochmals einen neuen Klöppel erhielt,[36] erst zu Weihnachten 2004 wieder.[27] Der Klöppel der Apostolica von 1992 wurde 2013 nochmals ersetzt, diesmal durch einen nach historischem Vorbild gefertigten. Ein 2020 mit Sensoren auf Glocken und Klöppeln genommener „musikalischer Fingerabdruck“ ergab, dass Susanne und Apostolica nun in Hinsicht auf das Schwingungsverhalten und die Beanspruchung unkritisch läuten.[58]

Nr. Name
(Funktion)
Gussjahr Gießer, Gussort Durchmesser
(mm)
Masse
(kg)
Schlagton
(HT-1/16)
Turm
1 Susanne = Osanna 1702 Johann Jacobi, Berlin 2.464/2.470 8.800 e0 +6 Nordturm, 4. Stock
2 Apostolica (dient auch als Stundenschlagglocke) 1690 Jacob Wenzel, Magdeburg 1.938/1.945 4.980 b0 +5
3 Dominica 1575 Eckhart Kucher, Magdeburg 1.620 2.362[59] h0 +8 bis 5. Juni 2019 im Nordturm, 3. Stock;[60] derzeit im Kirchenschiff ausgestellt
4 Orate[61] 13. Jh. unbekannt 665 ≈200 e2 +1 Dachreiter (seit 1994)[62]
Schelle (Viertelstundenschlag) 1396 unbekannt 1.359 ≈1.500 f1 −1 Nordturm, 5. Stock (im Oktogon, Nordseite), starr aufgehängt

Geplantes GroßgeläutBearbeiten

Bereits zur großen Dominstandsetzung 1826 bis 1834 gab es Bestrebungen, das rudimentäre Geläut in Nord- und Südturm wieder zu komplettieren.[63]

Beratungen aus dem Jahr 2015 sahen zunächst eine Erweiterung des vorhandenen Glockenbestandes auf ein zehnstimmiges Geläut mit einer c0-Glocke als Basis vor.[64] Nun wird ein Geläut mit 12 Glocken realisiert. Geplant sind zusätzliche Glocken mit den Schlagtönen d0, g0, d1, e1, fis1, g1, a1 und h1.[54] Die d0-Glocke wird als erforderlich betrachtet, da der Ton der recht leichtrippigen Susanne für ein Klangfundament als zu schwach gilt. Die g0-Glocke „Amemus“ soll das große Intervall zwischen der Susanne und der Apostolica verkleinern.[38] Mit Ausnahme der „Amemus“ sollen die neuen Glocken, unter anderem eine 14 t schwere Bordunglocke „Credamus“ mit einem Durchmesser von etwa 2,83 m, im Südturm hängen. Das Geläut würde dann insgesamt 42 Tonnen wiegen.[65] Die Erweiterung des Magdeburger Domgeläuts gilt als das derzeit größte Glockenprojekt in Europa. Die „Credamus“ würde nach dem „Decken Pitter“ im Kölner Dom die zweitschwerste Läuteglocke und die einzige mit dem Schlagton d0 in der Bundesrepublik sein.[66] (Die vor dem Rathaus Bochum hängende Stahlglocke von 1867 hat den gleichen Schlagton und wiegt sogar 15 t, ist aber nicht läutbar.[67])

 
Die „Amemus“ steht seit Oktober 2022 im nördlichen Seitenschiff neben der „Dominica“.

2017 vorgenommene, umfangreiche Schwingungsmessungen bescheinigten die grundsätzliche Eignung der Türme für diese Belastungen. Da die dritte Oberwelle der Grundschwingung der Türme entscheidend ist, sind die kleinen Glocken beim Magdeburger Dom relevanter als die großen. In jedem Fall muss die Schwingungsfrequenz der Glocken um 20 % von der der dritten Oberwelle der Turmgrundschwingung abweichen, um Schäden an den Türmen zu vermeiden.[57]

Am 6. Mai 2022 begann der Bau der Form der neuen Großglocke „Amemus“ (Schlagton g0) in der Glockengießerei Bachert (Neunkirchen),[68] am 2. September wurde die Glocke gegossen und am 30. Oktober in einer Feierstunde im Dom präsentiert.[69] Nach Fertigstellung der Umbauarbeiten im Nordturm wird sie dann im bestehenden unteren Glockenstuhl am bisherigen Platz der „Apostolica“ neben der Glocke „Susanna“ aufgehängt, damit die beiden schwersten Nordturmglocken zur Minimierung der Schwingungsbelastung unten positioniert sind. Die „Apostolica“ und die „Dominica“ erhalten einen Platz in einem neu zu errichtenden Glockenstuhl darüber, ebenfalls im 4. Stock des Nordturmes.[70]

Von den kleineren Glocken wurde die Glocke „Benedicamus“ (Schlagton e1) am 7. Oktober 2022 bei Bachert gegossen.[71] Voraussichtlich in den ersten Monaten des Jahres 2023 werden die restlichen fünf kleinen Südturmglocken gefertigt; den Auftrag dafür erhielt ebenfalls die Gießerei Bachert. Als nächster großer Schritt soll der Um- und Ausbau der Nordturm-Glockenstube für die Aufnahme der Glocken 2 bis 5 geschehen.[68] Erst für die weitere Zukunft ist der Guß der Bordunglocke „Credamus“, ebenfalls bei Bachert, geplant. Die Anfertigung der Glockenzieren lag und liegt in den Händen von Gert und Edda Weber.[72]

In der seit Jahrhunderten leeren Glockenstube des Südturmes wird ein neuer Glockenstuhl mit zwei Ebenen, der unten die neue Bordunglocke und darüber die sechs kleineren Glocken aufnehmen soll, errichtet. In diesem Zusammenhang muss der Fahrstuhl um ein Stück zurückgebaut werden.[38] Die neuen Glocken werden eine dringend benötigte Entlastung des Altbestandes bieten.[56]

Die Namen aller zwölf Glocken (bei den vorhandenen Glocken ist das Gussjahr vermerkt) lauten bzw. werden lauten:[73][74]

Nr.
 
Name
 
Gussjahr
 
Gießer, Gussort
 
Masse
(kg)
Durchmesser
(mm)
Schlagton
(HT-1/16)
Bibelzitate für die Glockenzier
 
Turm
 
1 CREDAMUS
(Glauben)
14.000 d0  „Fürchte dich nicht, glaube nur!“
(Mk 5,36 LUT)
Süd unten
2 OSANNA = Susanne
(Loben)
1702 Johann Jacobi, Berlin 8.800 2.464/2.470 e0 +6 „Lobe den Herrn, meine Seele!“
(Ps 103,1 LUT)
Nord unten
3 AMEMUS
(Lieben)
2022 Bachert, Neunkirchen 6.525 2.147 g0 +6[71] „Aber die Liebe ist die Größte unter ihnen!“
(1 Kor 13,13 LUT)
4 APOSTOLICA
(Vergeben)
1690 Jacob Wenzel, Magdeburg 4.980 1.938/1.945 b0 +6 „Denn bei Gott ist Vergebung!“
(Ps 130,4 LUT)
Nord oben
5 DOMINICA
(Hinschauen)
1575 Eckhart Kucher, Magdeburg 2.362 1.620 h0 +8 „Schauet die Werke des Herrn!“
(Ps 46,9 LUT)
6 CANTEMUS
(Singen)
1.720 d1  „Singet dem Herrn ein neues Lied!“
(Ps 96,1 LUT)
Süd oben
7 BENEDICAMUS
(Segnen)
2022 Bachert, Neunkirchen 1.300 ca. 1.289 e1  „Segnet, die Euch verfluchen!“
(Lk 6,6 LUT)
8 QUERAMUR
(Klagen)
910 fis1  „Du hast meine Klage verwandelt in Reigen!“
(Ps 30,12 LUT)
9 DUBITEMUS
(Zweifeln)
820 g1  „Warum hast Du gezweifelt?“
(Mt 14,31 LUT)
10 RESISTEMUS
(Widerstehen)
580 a1  „Widerstehet, fest im Glauben!“
(1 Petr 5,9 LUT)
11 SPEREMUS
(Hoffen)
440 h1  „Auf ihn hoffet mein Herz!“
(Ps 28,7 LUT)
12 ORATE
(Beten)
13. Jh. unbekannt 200 665 e2 +1 „Betet für die Stadt zum Herrn!“
(Jer 29,7 LUT)
Dachreiter

Der Stundenschlag erfolgt über Glocke Nr. 4 (Apostolica).

DomuhrBearbeiten

 
Uhr im Giebel der Westfassade

Zusammen mit der Viertelstundenschlagglocke, der „Schelle“ von 1396, erhielt der Dom sein erstes Uhrwerk.[36] In der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts entstand ein neues. Dieses befand sich im obersten Bereich des zweiten Turmgeschosses, am oberen Ende der breiten Treppenanlage des Nordturms. 1833 wurde es umgearbeitet und im Giebel des Turmzwischenbaus aufgestellt.[56][75] Es treibt die Zeiger des im Giebeldreieck befindlichen Zifferblatts sowie der zum Domplatz zeigenden Uhr an. Es steuert auch den mit der Apostolica ausgeführten Stundenschlag sowie den Viertelstundenschlag der Schelle. Das Uhrwerk musste, bis nach 1990 eine elektronische Aufzugvorrichtung installiert wurde, täglich von Hand aufgezogen werden. Die Uhr des Südturms wird inzwischen elektronisch gesteuert und kann somit ggf. von der Anzeige der anderen beiden Domuhren abweichen.[76]

FilmeBearbeiten

  • Jubiläum: 500 Jahre Magdeburger Dom (1). Fernseh-Reportage, Serie in vier Folgen, Deutschland, 2020, 3:24 Min., Bericht: Heiko Kunzmann, Karin Roxer, Kamera: Christian Uhlisch, O. Thomas, Produktion: MDR, Redaktion: MDR Sachsen-Anhalt heute, Erstsendung: 22. September 2020 bei MDR Fernsehen, Internet-Video von MDR, aufrufbar bis zum 22. September 2025.
  • Magdeburger Dom feiert dieses Jahr Jubiläum (2). Fernseh-Reportage, Deutschland, 2020, 3:45 Min., Internet-Video von MDR, aufrufbar bis zum 23. September 2025.
  • Jubiläum: 500 Jahre Magdeburger Dom (3). Fernseh-Reportage, Deutschland, 2020, 3:01 Min., Internet-Video von MDR, aufrufbar bis zum 24. September 2025.
  • Jubiläum: 500 Jahre Magdeburger Dom (4). Fernseh-Reportage, Deutschland, 2020, 3:05 Min., Internet-Video von MDR, aufrufbar bis zum 25. September 2025.
  • MDR vor Ort … feiert 500 Jahre der Fertigstellung des Magdeburger Doms. Fernseh-Reportage, Deutschland, 2020, 24:31 Min., Bericht: Heiko Kunzmann, Karin Roxer, André Strobel, Kamera: Philipp Bauer, Marcel Niehoff, Christian Uhlisch, Moderation: Susi Brandt, Produktion: MDR, Reihe: MDR vor Ort, Erstsendung: 6. Juni 2020 bei MDR Fernsehen, Inhaltsangabe von ARD.
  • Das Singen im Dom zu Magdeburg. Konzertaufnahme, DDR, 1988, 20:42 Min., Regie: Peter Rocha, Produktion: DEFA-Studio für Dokumentarfilme, Internet-Video von DEFA-Filmwelt.

Siehe auchBearbeiten

LiteraturBearbeiten

– In alphabetischer Reihenfolge –

  • Aktion Neue Domorgeln Magdeburg e. V., Martin H. Groß, Ulrike Groß: Orgeln im Magdeburger Dom Einst & Jetzt. Mit CD, 2008, ISBN 978-3-935971-44-7.
  • Hildegard Bernick: Die Rettung des Chorgestühls aus dem Magdeburger Dom 1943 bis 1954. Hrsg.: Förderkreis Schlosskirche Erxleben e.V., Magdeburg und Erxleben 2009, 2016, OCLC 934438431.
  • Heiko Brandl: Magdeburger Spolien im mittelalterlichen Sachsen, in: Aufgedeckt. Ein neuer ottonischer Kirchenbau am Magdeburger Domplatz (Archäologie in Sachsen-Anhalt, Sonderband 3) Halle/Saale 2005, S. 91–104.
  • Heiko Brandl: Die Skulpturen des 13. Jahrhunderts im Magdeburger Dom. Zu den Bildwerken der älteren und jüngeren Werkstatt (Beiträge zur Denkmalkunde 4), Halle(Saale) 2009.
  • Heiko Brandl: Die Paradiesvorhalle am Magdeburger Dom, in: Die Paradiesvorhalle am Magdeburger Dom. Baugeschichte und Restaurierung (Kleine Hefte zur Denkmalpflege 6), Halle (Saale) 2014, S. 12–26. (Digitalisat)
  • Heiko Brandl, Christian Forster: Der Dom zu Magdeburg. Band 1: Architektur. Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt. Verlag Schnell & Steiner, Regensburg 2011, ISBN 978-3-7954-2462-6, Inhaltsverzeichnis.
  • Heiko Brandl, Christian Forster: Der Dom zu Magdeburg. Band 2: Ausstattung. Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt. Verlag Schnell & Steiner, Regensburg 2011, ISBN 978-3-7954-2462-6 Inhaltsverzeichnis.
  • Heiko Brandl, Franz Jäger: Überlegungen zur Identifizierung der archäologisch nachgewiesenen, bisher unbekannten Kirche auf dem Magdeburger Domplatz, in: Aufgedeckt. Ein neuer ottonischer Kirchenbau am Magdeburger Domplatz (Archäologie in Sachsen-Anhalt, Sonderband 3), Halle/Saale 2005, S. 55–61.
  • Marco Chiriaco: Der Dom zu Magdeburg – Die Baugeschichte der gotischen Kathedrale anhand des Bauwerks. München 2006, ISBN 3-638-67483-5, eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche.
  • Anja Elias: Die Wasserspeier am Dom zu Magdeburg: Katalogisierung und ikonographischer Deutungsversuch eines mittelalterlichen Architekturdetails. Manuela Kinzel Verlag, Dessau 2009, ISBN 978-3-937367-36-1, eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche.
  • Erhard Drachenberg, Michael Sußmann (Autoren), Dietrich Otte (Illustrationen): Die verlorenen Glasmalereien des Doms zu Magdeburg. Eine Dokumentation. Edition Leipzig, Leipzig 2014, ISBN 978-3-361-00696-6, Leseprobe.
  • Christian Forster, Birge Tetzner: Der Magdeburger Dom. Grablege Ottos des Großen. Kunst + Reise, Bad Homburg 2009, ISBN 978-3-940825-17-9.
  • Christian Forster: Magdeburg und Walkenried – Zu den frühgotischen Kompositkapitellen im Magdeburger Dom. In: INSITU. Zeitschrift für Architekturgeschichte. Band 1, Nr. 2, 2009, S. 81–90.
  • Johann Friedrich Wilhelm Koch: Der Dom zu Magdeburg. 1815, (Volltext in der Google-Buchsuche).
  • Hans Michael: Das Chorgestühl im Magdeburger Dom. Leben-Jesu-Tafeln und Misericordien um 1360 und 1844. BoD, Norderstedt 2002, ISBN 3-8311-3899-0.
  • Hans-Joachim Mrusek: Drei deutsche Dome: Quedlinburg, Magdeburg, Halberstadt. Verlag der Kunst, Dresden 1963, DNB 830849068. (2., überarbeitete Auflage, Hirmer, München 1983, ISBN 3-7774-3510-4, DNB 840330693).
  • Katarina Papajanni: Die Erschließung des Regensburger Domes durch horizontale Laufgänge und vertikale Treppenanlagen, S. 67–107 (Dissertation von 2002).
  • Jürgen M. Pietsch, Giselher Quast: Der Magdeburger Dom. Hrsg. vom Förderverein Dom zu Magdeburg. Edition Akanthus, Spröda 2005, ISBN 3-00-015279-2.
  • Gisbert Porstmann: Das Chorgestühl des Magdeburger Domes. Ikonographie – Stilgeschichte – Deutung. Lukas, Berlin 1997, ISBN 3-931836-13-4, Leseprobe.
  • Giselher Quast, Reinhard Winkler, Hans-Jürgen Jerratsch: Der Dom zu Magdeburg. (= DKV-Kunstführer, Nr. 415). 11. Auflage. München / Berlin 2008, ISBN 978-3-422-02159-4 (auch in englischer Sprache erschienen).
  • Giselher Quast, Hans-Jürgen Jerratsch, Constantin Beyer: Der Dom zu Magdeburg (= Großer DKV-Kunstführer). München / Berlin 2004, ISBN 3-422-06389-7.
  • Birte Rogacki-Thiemann: Der Magdeburger Dom St. Mauritius et St. Katharina – Beiträge zu seiner Baugeschichte 1207 bis 1567. Imhof, Petersberg 2007, ISBN 978-3-86568-263-5.
  • Volker Seifert: Forschungsbericht zur Baugeschichte des spätromanischen Magdeburger Doms. In: Kunstchronik. 63, 2010, S. 597–609.
  • Michael Sußmann: Der Dom zu Magdeburg. Kunstverlag Gregor Peda, Passau 2002, ISBN 3-89643-056-4.
  • Ernst Ullmann: Der Magdeburger Dom: ottonische Gründung und staufischer Neubau. Leipzig 1989.

WeblinksBearbeiten

Commons: Magdeburger Dom – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Marco Chiriaco: Der Dom zu Magdeburg - Die Baugeschichte der gotischen Kathedrale anhand des Bauwerks. 2007, ISBN 978-3-638-62698-9 (grin.com [abgerufen am 22. Januar 2023]).
  2. Der Dom zu Magdeburg. Abgerufen am 23. November 2022.
  3. a b Hans-Peter Lippert: Der Dom zu Magdeburg St. Mauritius und Katharinen: Baubeginn vor 800 Jahren. In: kukma.net, 24. April 2009, aufgerufen am 1. Januar 2021.
  4. MDM Online: Location Guide. Abgerufen am 22. Januar 2023.
  5. Statistisches Jahrbuch Magdeburg 2020
  6. Domführungen. In: magdeburgerdom.de / Evangelische Domgemeinde.
  7. a b InstaMeet auf dem Magdeburger Dom. 28. September 2019, abgerufen am 8. Mai 2022.
  8. Magdeburg, Landesarchiv Sachsen-Anhalt, Rep. U 1, Tit. I, Nr. 2 (MGH DD O I, Nr. 14, S. 101–102).
  9. a b c https://www.magdeburg.de/media/custom/698_4874_1.PDF?1362076031
  10. Jens Kremb: Brandkatastrophen und deren Bedeutung für die Verbreitung gotischer Sakralarchitektur. (PDF; 1,55 MB) In: Das Feuer der Erneuerung. 2020, S. 7, abgerufen am 28. Januar 2023.
  11. Neue Glocken für Magedeburg: Stimme der Stadt. In: FAZ.NET. ISSN 0174-4909 (faz.net [abgerufen am 5. Dezember 2022]).
  12. Birte Rogacki-Thiemann: Der Magdeburger Dom St. Mauritius und St. Katharina – Beiträge zu seiner Baugeschichte 1207 bis 1567. Michael Imhof Verlag, 2007, ISBN 978-3-86568-263-5, S. 66–74, Bauabschnitt 2.
  13. Dankwart Guratzsch: Mittelalter: Der Magdeburger Dom – unser größtes Mausoleum. In: DIE WELT. 8. August 2009 (welt.de [abgerufen am 19. November 2022]).
  14. chs/apn/dpa/ddp: Gemahlin von Otto dem Großen. Überreste von Königin Editha identifiziert. In: Spiegel Online, 16. Juni 2010.
  15. public.bibliothek.uni-halle.de
  16. a b c d Giselher Quast: Legende und Wirklichkeit: Geschichte und Geschichten vom Magdeburger Dom. In: Kompakt Media, Kompakt Zeitung | WSM - Wir sind Magdeburg. 12. April 2020, abgerufen am 29. April 2022.
  17. Das schöne Detail …: Turm und Uhr/Magdeburg – Magdeburger Dom. Abgerufen am 8. Mai 2022.
  18. Nord-Turm des Magdeburger Doms (Magdeburg). 3. April 2015, abgerufen am 12. November 2022 (deutsch).
  19. a b Glockennamen, Glockensprüche. In: Domglocken Magdeburg e.V. Abgerufen am 25. Januar 2022.
  20. Der vierte Meter: Keiner wie der andere 118 Erzählungen aus der gotischen Kathedrale. In: Kompakt Media | wirsindmd | Kompakt Zeitung | WSM - Wir sind Magdeburg. 18. Mai 2021, abgerufen am 22. Mai 2022.
  21. Anja Moritz: Interim und Apokalypse: die religiösen Vereinheitlichungsversuche Karls V. im Spiegel der magdeburgischen Publizistik 1548-1551/52, Mohr Siebeck Verlag, 2009, S. 154–155.
  22. Domplatz um 1770 nachbearbeitet; der erhaltene Stich ist irreführend koloriert und spiegelverkehrt.
  23. a b c Dom St. Mauritius und St. Katharina zu Magdeburg. In: dombaumeisterev.de, aufgerufen am 1. Januar 2021.
  24. Geschichte des Domchores. Abgerufen am 6. Dezember 2022.
  25. N.N.: Glasmalerei im Magdeburger Dom. In wenigen Sekunden ausgelöscht. In: Volksstimme, 13. März 2015, aufgerufen am 29. April 2022.
  26. Erhard Drachenberg, Die verlorenen Glasmalereien des Doms zu Magdeburg, 2014, ISBN 978-3-361-00696-6, Leseprobe.
  27. a b c 15 Jahre Förderverein Dom zu Magdeburg e. V. – Ein Rückblick. (PDF; 14 S., 1,6 MB) Hrsg. vom Förderverein Dom zu Magdeburg e. V., Am Dom 1, 39104 Magdeburg. Auszug aus dem Jahrbuch 2008/09 der Stiftung Dome und Schlösser Sachsen-Anhalt, ISBN 978-3-00-031297-7.
  28. Maik Hattenhorst: Magdeburg 1933. Eine rote Stadt wird braun. Mitteldeutscher Verlag, Halle (Saale) 2010, ISBN 978-3-89812-775-2, S. 120–121.
  29. a b c Magdeburger Dom. In: Der Spiegel. 24. April 2009 (spiegel.de [abgerufen am 19. November 2022]).
  30. 20./21. Jahrhundert: Die Jahre seit 1945. In: magdeburgerdom.de.
  31. a b c Eine Geschichte des Orgelbaus im Dom zu Magdeburg in: magdeburgerdommusik.de; sowie Barry Jordan, Domorganist: Die Orgel im Remter des Magdeburger Domes. In: domorgel-magdeburg.de, 4. März 2007, (PDF; 32 S., 8,17 MB).
  32. Barry Jordan: Orgeln der Vergangenheit. (Memento des Originals vom 20. April 2018 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.domorgel-magdeburg.de In: domorgel-magdeburg.de, sowie Augenzeugenbericht im Bayerischen Rundfunk, Programm „Bayern 4 Klassik“, 2008.
  33. a b Hildegard Bernick: Die Rettung des Chorgestühls aus dem Magdeburger Dom 1943 bis 1954. Erxleben, Magdeburg 2009; 2016.
  34. a b c http://www.domorgel-magdeburg.de/assets/files/5.-DomchorTeil3-1Bremse.pdf
  35. Johannes Jänicke: Ich konnte dabei sein. Wichern-Verlag, 1984.
  36. a b c d e f g h i j k l m n o p Claus Peter: Die Glocken des Domes zu Magdeburg. In: Rüdiger Pfeiffer-Rupp, Jörg Poettgen, Jan Hendrik Stens (Hrsg.): Mensio – descriptio – structurarum analysis – interpretatio. (= Schriften aus dem Deutschen Glockenmuseum. Band 13). Eine Festschrift für Konrad Bund zur Vollendung des 70. Lebensjahres. Gescher 2015, (PDF; 6,76 MB), DNB 1079622071, S. 79–104.
  37. archivportal-d.de.
  38. a b c Ergebnisniederschrift zur 1. Expertensitzung vom 30. März 2015 über Sanierungsplanung für das Geläut des Magdeburger Domes
  39. Hochhauskonzept. Abgerufen am 15. Dezember 2022.
  40. Helmut Asmus: Die Kaisergrabkirche – Otto der Große und der Dom zu Magdeburg. Sricptumverlag, Halberstadt 2009, S. 61 (Auszug aus: Helmut Asmus, 1200 Jahre Magdeburg, Bd. 1, ISBN 978-3-933046-15-4).
  41. Hildegard Bernick: Die Rettung des Chorgestühls aus dem Magdeburger Dom 1943 bis 1954. Magdeburg und Erxleben 2009; 2016. S. 17.
  42. a b Barry Jordan: Eine Geschichte des Orgelbaus im Dom zu Magdeburg. (PDF) Abgerufen am 26. Juli 2022.
  43. Orgel Databank: Siersza, Polska (niederländisch), aufgerufen am 9. Juli 2022.
  44. Faltblatt mit Spendenaufruf: Sanierung der Paradiesorgel. In: Domorgeln Magdeburg e.V., aufgerufen am 1. Januar 2021 (PDF; 501 kB).
  45. Informationen zu den heutigen Orgeln. In: magdeburgerdommusik.de.
  46. a b c d https://domglocken-magdeburg.de/wp-content/uploads/2020/03/Literatur_Dom_Magdeburg-Glocken_u_Glockenstuehle_Brandl_u_Forster.pdf
  47. Karl Walter: Glockenkunde. Pustet, Regensburg u. a. 1913, S. 778.
  48. Rainer Schweingel: Glocken für das Wahrzeichen von Magdeburg. In: Volksstimme. 4. Juli 2017, abgerufen am 1. Januar 2021.
  49. Beschreibung (mit Bildergalerie) der Entnahme der Dominica am 5. Juni 2019 aus dem Turm. Abgerufen am 6. November 2022 (deutsch).
  50. 06.06. Das letzte Läuten der Dominica. Abgerufen am 24. Juli 2022.
  51. Neue Glocken für den Dom zu Magdeburg St. Mauritius und Katharina. Abgerufen am 15. Oktober 2022.
  52. Ivar Lüthe: Magdeburger Dominica lässt die Hüllen fallen. In: Volksstimme. 7. Oktober 2019, abgerufen am 8. Oktober 2019.
  53. admin@pegasus: Öffentliche Präsentation der reparierten DOMINICA. In: Domglocken Magdeburg e.V. 5. Oktober 2019, abgerufen am 1. Dezember 2022 (deutsch).
  54. a b Gesamtprojekt. In: Domglocken Magdeburg e. V.
  55. Martin Rieß: Dominica: Erste Magdeburger Domglocke wird repariert. In: Volksstimme, 12. April 2019.
  56. a b c Giselher Quast: Mit seinen fünf Glocken gehört das Geläut des Magdeburger Domes zu den schwersten und bedeutendsten in ganz Deutschland. „Orate!“ im Dachreiter lädt wieder ein zum Gebet. In: Volksstimme / Domglocken Magdeburg e. V., 22. August 1995, (PDF; 1,22 MB).
  57. a b Ergebnisniederschrift zur 2. Expertensitzung vom 15. März 2016 über die Sanierungsplanung für das Geläut des Magdeburger Domes
  58. Mitteilung des Domglockenvereins von Juli 2020. Abgerufen am 30. November 2022 (deutsch).
  59. Magdeburger Dom • Gottesdienste – Veranstaltungen – Mitteilungen. In: Evangelische Domgemeinde, 2019, 11/12, (PDF; 1,17 MB), S. 15.
  60. Martin Rieß: Dominica: Magdeburger Dom-Glocke wird restauriert. In: Volksstimme. 5. Juni 2019, abgerufen am 1. Januar 2021.
  61. Magdeburger Dom – Glocke 4 „Orate“ auf YouTube.
  62. Die Glocken des Doms. Klangvolle Riesen. (Memento vom 14. Oktober 2019 im Internet Archive). In: SWM-Magazin, 1998, Nr. 4 / domglocken-magdeburg.de, (PDF).
  63. Verstummtes wieder zum Klingen bringen. 1. Juli 2021, abgerufen am 13. November 2022 (deutsch).
  64. Sanierung und Erweiterung des Geläutes des Doms zu Magdeburg. In: journal.lhbsa.de. Abgerufen am 5. Juli 2022 (deutsch).
  65. Peter Ließmann: Einmalige Glocke für den Magdeburger Dom. In: Volksstimme. Abgerufen am 16. Mai 2019.
  66. mdr.de: "Amemus" - neue Glocke für den Magdeburger Dom | MDR.DE. Abgerufen am 4. November 2022.
  67. Walter Schäfer: Die größten Glocken der Bundesrepublik Deutschland von c° bis a° ohne Carillonglocken. (PDF; 132 kB) In: glocken.impactev.de, hier: 1. Seite, 2. Glockeneintrag, Stand: Januar 2021.
  68. a b Weihnachtsgruß und Jahresrückblick 2022 des Domglockenvereins
  69. Peter Thomas: Neue Glocken für Magedeburg. Stimme der Stadt; faz.net, 8. November 2022.
  70. Mitteilungsblatt der Evangelischen Domgemeinde zu Magdeburg, Ausgabe Januar/Februar 2022.
  71. a b Sanierung, Klangsimulation. In: Domglocken Magdeburg e.V. Abgerufen am 5. November 2022 (deutsch).
  72. Weiteres Etappenziel erreicht. In: Domglocken Magdeburg e.V. 9. April 2022, abgerufen am 10. Juni 2022.
  73. Das Projekt. In: Domglocken Magdeburg e.V. Abgerufen am 3. April 2021.
  74. Gemeindeblatt Domgemeinde: Dom-Glocken. (PDF; 122 kB) In: Domglocken Magdeburg e. V.
  75. C. L. Brandt: Der Dom zu Magdeburg. Historische, architektonische und monumentale Beschreibung der Cathedrale. Emil Baensch, 1863 (google.at [abgerufen am 18. September 2022]).
  76. Der Dom verschläft die Winterzeit. Abgerufen am 8. Mai 2022.

Koordinaten: 52° 7′ 28,9″ N, 11° 38′ 4,2″ O