Bistum Pelplin

römisch-katholisches Bistum in Polen

Das Bistum Pelplin (lateinisch Dioecesis Pelplinensis, polnisch Diecezja pelplińska) ist eine römisch-katholische Diözese mit Sitz in Pelplin in Polen. Sie besteht seit 1992 und ging aus dem Bistum Kulm hervor.

Bistum Pelplin
Basisdaten
Staat Polen
Metropolitanbistum Erzbistum Danzig
Diözesanbischof Ryszard Kasyna
Weihbischof Arkadiusz Okroj
Emeritierter Weihbischof Piotr Krupa
Gründung 1243
Fläche 12.890 km²
Pfarreien 290 (2016 / AP 2017)
Einwohner 775.000 (2016 / AP 2017)
Katholiken 725.000 (2016 / AP 2017)
Anteil 93,5 %
Diözesanpriester 528 (2016 / AP 2017)
Ordenspriester 89 (2016 / AP 2017)
Katholiken je Priester 1.175
Ständige Diakone 1 (2016 / AP 2017)
Ordensbrüder 93 (2016 / AP 2017)
Ordensschwestern 184 (2016 / AP 2017)
Ritus Römischer Ritus
Liturgiesprache Polnisch, Kaschubisch[1]
Kathedrale Bazylika Katedralna Wniebowzięcia Najświętszej Maryi Panny
Anschrift Kuria Diecezjalna
ul. Biskupa K. Dominika 11
83-130 Pelplin
Polska
Website www.diecezja-pelplin.pl

GeschichteBearbeiten

Bistum KulmBearbeiten

1243/46 wurde das Bistum Kulm im Ordensland Preußen gegründet, Der Sitz des Domkapitels wurde Culmsee (Chełmża), die Bischöfe residierten in Löbau (Lubawa). Die Stadt Culm (Chełmno) war niemals Sitz der Diözese. Das Bistum wurde in das Erzbistum Riga eingegliedert.

1824 erfolgte die Verlegung des Domkapitels und des Bischofssitzes nach Pelplin. 1829 wurde auch das Priesterseminar dorthin verlegt. Seit Herbst 1939 wurden nach der deutschen Besetzung über 200 Geistliche des Bistums getötet, darunter fast das gesamte Domkapitel und Lehrer des Priesterseminars und des Collegium Marianum.

Bistum PelplinBearbeiten

Am 25. März 1992 wurde durch Papst Johannes Paul II. mit der Bulle Totus tuus Poloniae populus das neue Bistum Pelplin gegründet. Es wurde aus großen Teilen des bisherigen Bistums Kulm gebildet. Die anderen Teile (darunter die Stadt Chełmno (Kulm)) gingen an das Bistum Toruń. Beide wurden dem Erzbistum Danzig als Suffragandiözesen unterstellt.[2]

Kathedrale blieb die Kirche Mariä Himmelfahrt des ehemaligen Zisterzienserklosters.

BischöfeBearbeiten

WeblinksBearbeiten

Commons: Kirchen im Bistum Pelplin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Europaseminar – Mecklenburg, Pommern, Kaschubien 05-07 Maja 2006 roku, Parchim (Memento vom 18. Dezember 2014 im Internet Archive)
  2. Ioannes Paulus II: Const. Apost. Totus Tuus Poloniae populus, AAS 84 (1992), n. 3, S. 1099–1112.